Zuckersucht besiegen? Die 5 wichtigsten, ersten Schritte!

Zuckersucht besiegen? Die 5 wichtigsten, ersten Schritte!

Egal ob es um Deine Gesundheit oder den Speck auf den Rippen geht – nichts ist so tückisch, wie all der Zucker in der Nahrung.

Deshalb lohnt es sich gleich doppelt, die Zuckersucht zu besiegen. 

Zucker! Das sind sämtliche Zuckerarten und somit sind wir bei den Kohlenhydraten.

Kohlenhydrate gleich Zucker – Zucker gleich Kohlenhydrate.

Schnapp Dir diese Anleitung um deine Zuckersucht zu besiegen.

Nach einer kleinen Durststrecke, durch die du durch musst, wird es gleich viel besser. 

Der beste Grund die Zuckersucht zu besiegen: 

Die Folgen eines hohen Zuckerkonsums machen sich zunächst nicht bemerkbar!

Sie schleichen sich langsam, still und leise von hinten an.

Dein wahnsinnig schlauer Organismus gleicht zunächst einiges aus – über viele Monate und Jahre – in jeder Sekunde Deines Lebens.

Die Zuckerart die fast immer durch Deinen Körper flitzt heißt Glukose.

Du brauchst nur um die 5g (!) davon im Blut – mehr wäre schädlich für Deine Gesundheit.

Deshalb gibt es ein Organ, das sehr genau drauf aufpasst, dass Dein Blutzuckerspiegel in Balance bleibt – deine Bauchspeicheldrüse. 

Der fleißige Helfer der Bauchspeicheldrüse – das Hormon Insulin. 

Hormone sind Botenstoffe, flitzen durch Deinen Körper und überbringen wichtige Nachrichten.

Und Insulin überbringt die Nachricht:

Liebe Körperzellen, ich habe hier Zucker zu verteilen. Schickt mir die Transporter, damit wir ihn ins Innere der Zelle bringen können.

Im Zellinneren befinden sich viele kleine Kraftwerke – die Mitochondrien – in denen aus dem Zucker Energie produziert wird – die wir in jeder Sekunde unseres Lebens brauchen.

Was sehr praktisch ist – Insulin hat dann auch den Schlüssel zu den winzig kleinen Zucker-Transportern in den Körperzellen.

Die Türen werden aufgeschlossen, der Zucker wird hineingeschleust – Dein Blutzuckerspiegel sinkt wieder.

Von dem Zucker der übrig bleibt, können wir einen kleinen Teil speichern. Es gibt Glukosespeicher in der Muskulatur und in der Leber.

Doch sie sind nicht unbegrenzt aufnahmefähig – ca. 350 – 400 g passen insgesamt hinein.

Ein weiterer guter Grund, die Zuckersucht zu besiegen:

Der Zuckerüberschuss wird in Fett umgewandelt und auf Bauch, Beine, Po gepackt! 

Und das geschieht zuverlässig, wenn wir den Körper mit Zucker fluten. 

Unser Organismus kann pro Stunde/Mahlzeit nicht mehr als 60 g Kohlenhydrate verstoffwechseln. 

Voraussetzung dafür ist, dass es noch Platz in den Zuckerspeichern Leber uns Muskulatur gibt.

Hast Du den ganzen Tag über immer wieder Kohlenhydrate in den Mahlzeiten gehabt und/oder hast Dich wenig bewegt?

So dass auch in der Muskulatur nichts verbraucht wurde? Jetzt geht es auch schon schneller los mit dem Umorganisieren von Zucker in Fett.

Wenn alle Kapazitäten erschöpft sind, macht die Leber kurzerhand Fett daraus – sicherheitshalber. Für schlechte Zeiten.

Aus all dem überschüssigen Zucker werden Fettmoleküle (Triglyceride) gebastelt.

Die Leber schaut sich nach einem geeigneten Fettspeicher um. Wenn diese Abläufe überhand nehmen, wird auch um die Leber herum Fett eingelagert.

Die nennt der Arzt dann „nichtalkoholische Fettleber“. Eine Fettleber durch einen zu hohen Zuckerkonsum. 

Und welcher ist der Leber am nächsten? Der Bauch!

Wenn diese Abläufe überhand nehmen, wird auch um die Leber herum Fett eingelagert.

Die nennt der Arzt dann „nichtalkoholische Fettleber“. Eine Fettleber durch einen zu hohen Zuckerkonsum.   

Es funktioniert immer noch wie vor ein paar tausend Jahren!

Evolution passiert ja sehr langsam. Quasi im Zeitlupentempo. 

Deshalb reagiert unser Organismus noch genauso, wie vor vielen tausend Jahren – als wir nur im Sommer Obst gefunden haben und Äpfel noch so klein wie Erdbeeren waren.    

Bloß keine kostbare Energie verschleudern. 

Ein uralter Mechanismus aus den Zeiten, in denen wir uns durch karge Winter und lange Perioden ohne Nahrung kämpfen mussten. 

Dieser Mechanismus sorgt heute dafür, dass wir Fett ansetzen, wenn wir zu viel Zucker essen.

Zucker ist also nicht „das neue Fett“ – es war schon immer so, dass wir überschüssigen Zucker an Bauch und Hüfte zwischengelagert haben.

Die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 bleibt leider erstmal unentdeckt!

 

Laut einer groß angelegten Studie weiß ein großer Teil der Menschen in Deutschland nicht, dass sie bereits an einer Typ 2 Diabetes leidet. 

Der Mensch isst also fleißig genau das, was ihn nur noch mehr schadet.  

Sehr tückisch ist, dass man diese Krankheit nicht spürt. Es gibt ziemlich lange überhaupt keine Symptome. 

Die kommen erst spät.  Und noch etwas später die Folgeerkrankungen – Herzinfarkt, Schlaganfall, Schäden an der Netzhaut, Nervenschäden, Fettleber. 

Bekommt der Mensch all diese Krankheiten, denkt niemand mehr an den vielen Zucker. 

Vielleicht noch an Familienmitglieder, die dasselbe Schicksal hatten. Oder ans Alter.

Die Kilos landen natürlich auch nicht nach ein paar wenigen Zuckerexzessen auf den Hüften. 

Nur wenn über viele Wochen und Monate viel mehr Zucker im Körper herumschwirrt, als er verkraften kann, wird es kritisch.

Je nachdem, wie oft Du Zucker konsumierst, kommen jedes Jahr 2 – 3 Kilo Hüftgold hinzu.

Du kannst natürlich eine Menge über ausreichend Bewegung und einen ansonsten gesunden Lebensstil ausgleichen – klar.

In 10 – 20 Jahren kommen so 20 – 30 kg mehr auf die Hüften! 

Es sei denn, Du änderst etwas!

Wenn ich den Tipp gebe, die Kohlenhydrate zu reduzieren, um in die Heilung oder in die Fettverbrennung zu kommen, höre ich oft sowas wie „aber ich esse doch gar nicht so viel Zucker“. 

Oft gibt es hier schon einen ersten Denkfehler: alle Kohlenhydrate, ob in einer Möhre, in einem Apfel, in einem Stück Brot oder einer Pizza sind gleichzusetzen mit Zucker. 

Der nächste Kasus Knaxus: Viele Menschen haben keinen blassen Schimmer, wie viele Kohlenhydrate sie täglich unterm Strich in der Nahrung haben. 

Und auch nicht, ab welcher Menge sie stetig auf die Hüften wandern und damit jegliche Abnehmversuche scheitern lassen.

Kohlenhydrate gibt es auch in Gemüse und Salat. Also in sehr gesunder Nahrung.

Der Zuckersaldo eines einzigen Tages – da kommt ganz schön was zusammen!

Hinzu kommen die Kohlenhydrate aus Brot, Pasta, Kartoffeln und Reis – die Menge der Kohlenhydrate pro 100 g Lebensmittel steigt nun schon beträchtlich. 

Dann das Plätzchen zum Kaffee, das Stück Kuchen, das Bonbon, das Glas Wein.

Der Zuckersaldo steigt weiter. Und jetzt haben wir noch nicht Pizza, Pommes, Döner und die Chips vorm Fernseher mit auf der Rechnung.

Die Zuckersucht besiegen: Schritt 1 – Verschaffe Dir einen Überblick

  • Schnapp Dir eine App wie Fat Secret. Mach Dir die Mühe aufzuschreiben,  was Du den Tag über zu Dir nimmst. 
  • Alles was Energie hat – Nahrung und Getränke. Schau Dir die Summe der Kohlenhydrate an. 
  • Natürlich lohnt es sich jetzt auch mal einen Blick auf Deinen Eiweißkonsum und den Fettanteil in Deiner Nahrung zu werfen.
  • Damit hier erst gar keine Missverständnisse auftreten – gesunde Fette dürfen reichlich in der Nahrung sein.
  • Vor allem dann, wenn der Anteil der Kohlenhydrate nach unten reguliert wird.
  • Beim Eiweiß ist es meist so, dass weitaus weniger zusammen kommt, als die ca. 1g / kg Körpergewicht, die unser Körper braucht, um genug Baustoff zu haben.

 

Welche tägliche Menge an Kohlenhydrate geht denn überhaupt auf die Hüften?

 

Dazu gibt es ein paar einfache Faustregeln: 

  • Unter 100 g KH pro Tag: Du verlierst Gewicht.
  • 100 g bis 120 g KH pro Tag: Du hältst Dein Gewicht.
  • 120 g bis 150 g KH pro Tag: Du nimmst langsam zu.
  • über 150 g pro Tag: Du nimmst schnell zu.
  • über 200 g pro Tag: Du nimmst sehr schnell zu.

Von den gesundheitlichen Konsequenzen mal ganz zu schweigen. 

Ab welcher Menge Kohlenhydrate sich der Zuckerkonsum auf Deine Gesundheit auswirkt, ist schwer zu sagen.

Es kommt drauf an, welche Risikofaktoren hinzukommen:

wenig Bewegung, chronischer Stress, Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum, psychoemotionale Probleme, Medikamente, Genetik, Epigenetik, Lifestyle.

Führe das Ernährungstagebuch für ein paar Tage und schau Dir die Ergebnisse an.

Sobald Du einen Überblick kannst Du mit Schritt 2 weitermachen. 

Die Zuckersucht besiegen: Schritt 2 – Dreh am Zuckerrädchen!

  • Du hast Dir über das Ernährungstagebuch bewusst gemacht, wieviel Zucker Du in der Nahrung hast. 
  • Schau Dir nun genau an, mit welchen Nahrungsmittel Du Dir besonders viel Zucker auf den Teller lädst. 
  • Wo kannst Du reduzieren oder weglassen. Worauf kannst Du gut verzichten? Mit dem weglassen welcher Zuckersünde würdest Du eine Menge Zucker einsparen. 
  • Welche gesunden und ungesunden Zuckerquellen hast Du in Deinem Ernährungstagebuch stehen?
  • Bevor Du auf das Stück Obst verzichtest, lass lieber das Plätzchen zum Kaffee am Nachmittag weg. 
  • Nimm von den Sättigungsbeilagen Pasta, Kartoffeln, Reis und Brot nur noch die Hälfte. 
  • Trag nun wieder alles in Dein Ernährungstagebuch ein und vergleiche.
  • Wieviel Zucker kannst Du einsparen, wenn Du an den von Dir ausgewählten Stellschrauben drehst?

Du bekommst ein Gefühl für Deine Nahrung.  

Dies ist ein weiterer Vorteil, wenn Du mal eine Weile ein Ernährungstagebuch führst. 

Du bekommst ein gutes Gefühl für die Makronährstoffe Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate in deinen Mahlzeiten.

Nach einer Weile kannst Du sehr gut einschätzen, was Dir und Deiner Figur gut tut und was nicht.

Weniger Kohlenhydrate – Mehr gute Fette und Eiweiß!

Dein Organismus möchte jetzt natürlich trotzdem mit Energie geflutet werden. 

Denn die brauchst Du ja, um topfit durch Deinen Tag zu kommen. 

Wenn Du nun die Kohlenhydrate reduzierst, achte darauf dass Du genügend gesunde Fette und Eiweiß zu Dir nimmst.

Eine gute Verteilung der Makronährstoffe wäre ca. 45% gute Fette, 35% Eiweiß, 20% Kohlenhydrate.

Mach keine Religion draus!


Dies sind alles Richtwerte, weiche ruhig davon ab. 

Es reicht, wenn die Tendenz stimmt: runter mit den Kohlenhydraten.

Iss auf keinen Fall zu wenig (Kilokalorien) – was nicht passieren kann, wenn Du auf gesunde Fette achtest. 

Du musst auch nicht für den Rest Deines Leben ein Ernährungstagebuch führen. 

Es reicht, wenn Du mal für eine Weile einen Überblick verschaffst.

Wenn Du spürst, dass Dir das Aufschreiben gut tut, mach es einfach weiter.

Die Zuckersucht besiegen: 3. Schritt – Geh auf die Jagd nach guter Nahrung!

  • Darin bekommst Du eine Menge Input, Tipps und Ideen geliefert. 
  • Die letzte Seite des Guides ist eine super Hilfe für die Planung Deines nächsten Einkaufs.
  • Schreib Dir eine Einkaufsliste und geh auf die Jagd nach gesunder Nahrung.
  • Nimm Dir ganz bewusst Zeit für diesen ersten Einkauf mit all Deinen neuen Plänen und Ideen im Kopf.
  • Genieße es ganz bewusst, diese wahnsinnig große Auswahl zu haben.

Die Zuckersucht besiegen: Schritt 4 – Mach Platz für Deinen Neuanfang!

 

  • Nun machst Du in der Küche Platz für all die guten Dinge, die Du eingekauft hast.
  • Pack alles, was Dir Deine Tschüss Zucker Pläne vermiesen könnte, aus Deinem Sichtfeld. 

Sei da wirklich rigoros. Lebensmittel mit einem hohen Zuckeranteil lenken Dich jetzt nur ab.

  • Schau Schränke und Kühlschrank durch. Fertignahrung hat fast immer einen hohen Zuckeranteil. Schau hinten drauf: wieviele Kohlenhydrate sind enthalten?
  • Was ist sowieso schon abgelaufen und kann weg? Pack alles, was nicht gekühlt werden muss in einen Karton – und bring ihn in den Keller.
  • Verschenke die Süßigkeiten – Glaub mir, es gibt genügend Ersatz, falls Dein süßer Zahn sich meldet.

Deine Lust auf süß verschwindet! 

Du kommst allerdings nicht drumherum, Deinem Organismus den Zucker eine Weile vorzuenthalten.

Sieh es wie einen Reset. Einen Entzug. Mit dazu gehörenden Entzugserscheinungen.

Möglicherweise bekommst Du Kopfschmerzen oder schlechte Laune. Es gibt jetzt eine Menge von Gegenmaßnahmen, die Du ergreifen kannst.

  • Geh so oft wie möglich nach draußen an die frische Luft – ins Tageslicht.

  • Bewege Dich (Spaziergang, Walking, leichte Joggingrunde)
  • Trinke ausreichend Wasser, Tee (z.B. Lakritz – Tee), schwarzen Kaffee.  

Die Zuckersucht besiegen: Schritt 5 – Von Tag zu Tag weniger Zucker!  

Nehmen wir an Du hast Dir vorgenommen über 5 Tage die Kohlenhydrate immer weiter zu reduzieren. 

Mein Tipp: Fang zunächst mit 1 Nahrungsmittelgruppe an. 

  • Zum Beispiel mit dem zusätzlichen Zucker in Süßigkeiten.
  • Am nächsten Tag nimmst Du die Kohlenhydrate aus Fastfood wie Pizza und den süßen Getränken (auch Säfte) raus aus Deinen Mahlzeiten.  Fühl hinein, wie es Dir damit geht. 
  • Wiederhole Tag 1 und Tag 2 oder wage Dich direkt an Tag 3 heran.
  • Jetzt reduzierst Du die Kohlenhydrate aus Getreideprodukten wie Brot und Brötchen auf die Hälfte. Oder lass sie an diesem Tag mal komplett weg.
  • An Tag 4 traust du dich, mal alle bisher gestrichenen Zuckerbomben von Tag 1 – 3 wegzulassen oder stark zu reduzieren.
  • Am 5. Tag schaust Du, worauf Du am leichtesten verzichten konntest und verzichtest jetzt rigoros auf genau diese Lebensmittel.
  • Führe Dein Ernährungstagebuch noch ein paar Tage weiter und beobachte, wie sich der Zuckerpegel senkt.

Schreib Dir auf, wie Du Dich fühlst.

Was verändert sich? Mit Deinem Energielevel, Deiner Haut, Deinem Wohlbefinden?

In diesen ersten Tagen verlierst Du Wasser und damit purzeln die ersten Kilos – Zuckerkilos.

Zucker bindet eine Menge Wasser an der Zelle, und das braucht sie ja nun gerade nicht.

Meine Erfahrung ist, dass diese ersten Kilos, die runter gehen, einen unheimlichen Motivationsschub geben.

Weiterzumachen. Dran zu bleiben.

Was ich Dir versprechen kann: wenn Du das ein paar Tage durchziehst, wird sich Dein Geschmack auf süß bereits sehr verändern.

Dein Blutzuckerspiegel bleibt konstant. Der Heisshunger verschwindet langsam aber sicher. 

Natürlich wirst Du noch Appetit auf Schokolade bekommen. Doch es ist nicht mehr diese unstillbare Gier.

Du hast die Kontrolle zurückgewonnen und kannst jetzt frei entscheiden.

Stoffwechsel auf Trab bringen? Biorhythmus Training für Fettzellen.

Stoffwechsel auf Trab bringen? Biorhythmus Training für Fettzellen.

Du willst deinen Stoffwechsel auf Trab, weil du überflüssigen Speck auf deinen Rippen loswerden willst?

Zunächst mal: Fettzellen sind nicht böse!

Im Gegenteil: Sie sind äußert wichtig für den reibungslosen Ablauf wichtiger Vorgänge im Körper.

Unangenehm werden sie nur,  wenn sie bleischwer an Bauch, Beine und Po kleben, weil es einfach viel zu viele geworden sind.

Doch schauen wir uns mal an, warum Fettzellen so wichtig für unsere Gesundheit sind.

 

Fettzellen versorgen Wunden und füttern das Immunsystem.

 

Fettzellen sind zum Beispiel immer dann zur Stelle, wenn eine Wunde versorgt werden muss.

Egal ob es eine Wunde an Deinem Finger ist, weil Du Dich geschnitten hast oder ob es um eine Wunde innerhalb Deines Organismus geht.

Was wirklich bemerkenswert ist: noch bevor das Immunsystem die Wunde erreicht, sind die Fettzellen schon längst da und erfüllen wichtige Aufgaben. 

1. Fettzellen geben dem Immunsystem Munition an die Hand!

 

  • Indem Fettmoleküle (Triglyceride) zu freien Fettsäuren und Glycerol gespalten werden.
  • Aus Glycerol kann der Organismus Glukose – pure Zuckerenergie – basteln.
  • Denn ein aktiv gewordenes Immunsystem braucht jetzt vor allem eines: Power – durchschlagende Energie.
  • Und Zucker bedeutet immer: sehr schnell verfügbare Energie, die jetzt dringend gebraucht wird.  

 

2. Sie liefern dem Immunsystem Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren – frei Haus!

 

  • Omega 6 Fettsäuren sorgen im ersten Schritt dafür, dass die Entzündungsreaktion in Gang kommt.
  • Das ist wichtig, um die ersten notwendigen Wund-Versorgungsschritte einzuleiten.
  • Omega 3 Fettsäuren bewirken fast zeitgleich, dass die Entzündungsreaktion rechtzeitig wieder gestoppt wird und nicht endlos überschießt.
  • Deine Fettzellen sorgen also dafür, dass der Heilungsprozess ordnungsgemäß startet (Omega 6) und rechtzeitig reguliert und in Schach gehalten (Omega 3).

Die Voraussetzung dafür, dass das alles immer so schön funktioniert – deine Fettzellen müssen mit Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren „geladen“ sein.

Hättest du das gedacht? Dass du genug gesunde Fette essen musst, um deinen Stoffwechsel auf Trab zu bringen? 

 

Wichtig ist jetzt, dass es Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren in einem gesunden Verhältnis in den Fettzellen gibt.

Auf ein Teil Omega 3 Fettsäuren sollten ca. drei Teile Omega 6 Fettsäuren kommen.

So war es bei unseren Vorfahren, so ist es bei unseren Ureinwohnern – nur leider bei uns Mitteleuropäern nicht mehr.

Durch die hohe Zahl an Omega 6-reichen Lebensmitteln

  • Fisch, Geflügel, Fleisch aus nicht artgerechter Haltung
  • Getreideprodukte
  • Fertigprodukte
  • fast alle Pflanzenöle

ist es bei den meisten Menschen eher ein Verhältnis von 1:20, in den USA von bis zu 1:40.

Du kannst Dir sicher vorstellen, was das bedeutet. Entzündungen ufern aus, die Heilung wird langwierig.

Achte deshalb darauf, genügend Omega 3 Fettsäuren zu Dir zu nehmen. Um dein Immunsystem zu füttern und einen Stoffwechsel auf Trab zu halten. 

Beachtenswerte Mengen Omega 3 Fettsäuren findest Du in:

  • Fisch, Meeresfrüchten, Schalentieren aus nachhaltigem Fischfang
  • Geflügel und Fleisch aus artgerechter Haltung

 

 

 

 

Bring deinen Stoffwechsel auf Trab: Der Biorhythmus von Fettzellen. 

 

„Der Biorhythmus ist nichts anderes, als die Art und Weise, wie Energie verteilt wird“  Prof. Dr. Leo Pruimboom | Natura Foundation

Alles in unserem Körper unterliegt einem Rhythmus.

  • Du kennst den Tag-Nacht-Rhythmus. 
  • Deine aktiven und passiven Phasen im Laufe des Tage. 
  • Die Periode und den Eisprung der Frau. 
  • Das Immunsystem ist – wenn Du gesund bist – nachts sehr aktiv und tagsüber ist es in einem „aufmerksamen Ruhezustand“.  Der Biorhythmus des Immunsystems. 

Bei Deinem anderen großen Master, dem Gehirn, ist es genau umgekehrt. Es ist tagsüber hoch aktiv und kommt abends zur Ruhe. Die Energie steht jetzt dem Immunsystem zur Verfügung.

 

Und auch Fettzellen haben ihren ganz eigenen Rhythmus.

 

Tagsüber werden sie aufgebaut und mit den Omega 3 Fettsäuren EPA – Eicosapentaensäure, DHA – Docosahexaensäure  und  der Omega 6 Fettsäure AS – Arachidonsäure „geladen“.

 

Fettzellen befinden sich im ständigen Auf- und Abbau Rhythmus.

 

  • Wenn alles gut läuft, werden sie nachts abgebaut und „entladen“. Sie verfüttern ihre wertvolle Fracht an die Immunzellen.
  • Das Immunsystem ist nachts sehr aktiv und fleißig.
  • Es zieht seine Bahnen durch Deinen Körper und schaut, wo es was zu reparieren gibt.
  • Es räumt so richtig auf – Du regenerierst und wachst am nächsten Tag frisch und munter auf.
  • Fettzellen werden also in der Nacht abgebaut. Sie teilen sich und bleiben schön klein – genau das was wir wollen!
  • Damit das alles gut funktioniert, brauchen wir ein ganz bestimmtes Hormon zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Melatonin!

Die Teilungsfähigkeit von Fettzellen ist zu 100% abhängig von Melatonin.
Prof. Dr. Leo Pruimboom  |  Dozent kPNI Akademie 


Ist das nicht der Knaller? Das heißt, wenn du an Melatonin ran kommst, kannst du deinen nächtlichen Fett – Stoffwechsel auf Trab bringen. 

Melatonin – bekannt als das Schlafhormon. Es sorgt dafür, dass Dein Organismus runterfährt, dass Du müde wirst und durchschläfst.

Und es hat noch viele andere Aufgaben im Körper.

Melatonin gibt Deinen Fettzellen das entscheidende Signal, dass der Tag beendet ist und die katabole (abbauende) Phase starten kann.

Melatonin sorgt dafür, dass der Biorhythmus Deiner Fettzellen optimal läuft, so dass diese Dein Immunsystem ernähren und überschießende Reaktionen verhindern.

 

Melatonin sorgt dafür, dass Deine Fettzellen schön klein bleiben.

 

Schauen wir uns mal näher an, was mit Deinen Fettzellen passiert, wenn alles so optimal läuft, d.h. Melatonin ist zur richtigen Zeit (gegen Abend) am richtigen Ort – Deinem Blut.

 Wenn der Biorhythmus Deiner Fettzellen gut läuft

  • haben die Fettzellen eine ganz normale Größe und lassen sich deshalb gut teilen.
  • sind Deine Fettzellen tagsüber in der aufbauenden Phase.
  • das heißt: sie speichern Energie und laden sich mit Omega 3/Omega 6 Fettsäuren.

Die Melatonin Ausschüttung startet mit dem dunkler werdenden Licht und hat seinen Pik gegen Mitternacht.

 Und so geht es weiter, wenn alles so schön nach Plan läuft:

  • Melatonin sorgt dafür, dass die Fettzellen nicht weiter wachsen, indem es die tagsüber anabole (aufbauende) Phase beendet.

     

  • Deine Fettzellen teilen sich ab Melatonin Ausschüttung und bleiben schön klein.

     

  • Glycerol wird freigesetzt um den Energiebaustein Glukose zu bilden.

     

  • Die Omega 3 Fettsäuren DHA, EPA und die Omega 6 Fettsäure AS werden freigesetzt um dafür zu sorgen, dass das Immunsystem nicht hyperaktiv wird.
  • Mit dem Abbau von Fettzellen wird das Immunsystem ernährt und rechtzeitig gehemmt.
  • Fettzellen sind nachts für das Immunsystem da (im Dienst des Immunsystem).

     

  • Sie schützen Dich vor Entzündungen.

 

Fettzellen müssen tagsüber aufgebaut und Nachts abgebaut werden.

 

Im diesem Rhythmus helfen sie Dir dabei gesund und schlank zu bleiben.

  • Kleine Fettzellen produzieren Substanzen, die Entzündungen hemmen (Adiponektin).
  • Große Fettzellen sorgen dafür, dass Entzündungsreaktionen nicht gestoppt werden können. Sie produzieren Substanzen, die eine Entzündung anfeuern (Entzündungszytokine)

 

Kein Melatonin – keine kleinen Fettzellen. 

 

Wenn Fettzellen groß bleiben geht das zu Lasten der Gesundheit

 

 

Schauen wir uns den Whorst Case an: Melatonin steht nicht zur richtigen Zeit zur Verfügung. Was sich selbstverständlich auch auf Deine Schlafqualität auswirkt. Und auf deinen Wunsch, den Stoffwechsel auf Trab zu bringen. 

Ich komme gleich noch darauf zu sprechen, wie schnell das in unserer heutigen Gesellschaft passieren kann. Und wie Du es wieder geradebiegen kannst. 

Der Ablauf sieht jetzt komplett anders aus. Und wir dürfen erstaunt feststellen, wie feinstoffliche und sensibel unser Organismus ist.

  • Du tust eine Menge dafür, dass Melatonin nicht am Start ist (siehe Liste weiter unten).
  • Deine Fettzellen kommen nicht rechtzeitig in die katabole (abbauende) Phase. 
  • Die Fettzellen werden größer als normal.
  • Ab einer bestimmten Größe sind sie nicht mehr in der Lage sich zu teilen. 
  • Jetzt nehmen sie viel Platz ein und beengen sich gegenseitig.
  • Sie verdrängen andere Zellen.
  • Die Luft wird knapp – die Fettzellen bekommen Sauerstoffmangel.
  • Das führt zum Absterben (Nekrose) von Fettzellen.
  • Immunzellen werden in das Fettgewebe „hinein gezogen“ und lösen Entzündungen aus.
  • Einer der Gründe für eine Low Grade Inflammation – Niedriggradige Entzündung.
  • Eine niedriggradige Entzündung ist ein Grund dafür, dass Krankheiten chronisch werden, weil sie täglich auf kleiner Stufe befeuert werden.

 

Es gibt eine Menge Faktoren, die dieses tolle Hormon verscheuchen!

 

Was führt denn nun zu diesem ganzen Desaster? Ehrlich gesagt: Das Leben! Unser heutiges – für unsere steinzeitlichen Gene – noch sehr fremdes Leben kommt uns in die Quere.

Angefangen beim Licht, dem TV, den Handys und vielen Dingen, die uns heute zur Verfügung stehen.

Und jetzt wird dieser Satz wieder wichtig, den uns mein Dozent immer wieder vorgebetet hat.

Wir können nicht alles richtig machen in der heutigen Welt. Doch wenn wir es so gut wie möglich machen, bleiben wir gesund.“

Was verscheucht das extrem gesunde und Fettzellen teilende Hormon Melatonin?

  • Blaues Licht vor dem Schlafen gehen: TV, Handy, IPad, Computer, Mac
  • Spät noch anstrengenden Sport treiben
  • Späte Mahlzeiten
  • Zu spät schlafen gehen
  • Lichtquellen im Schlafzimmer
  • Lärm (TV) im Schlafzimmer
  • Zu warme Temperaturen im Schlafzimmer
  • Stress, grübeln, nicht runter kommen
  • Alkohol am Abend
  • Medikamente
  • Sommerzeit
  • Jet-Lag
  • Schichtarbeit

 

Wie Du an das sensationelle Melatonin ran kommst

Alles fängt damit an, dass Du bereits morgens dafür sorgst, dass Melatonin aus Deinem Blut verschwindet. Aktivität angesagt. Melatonin hat Pause. 

  • Dafür gehst Du so früh wie möglich ins Tageslicht.
  • Es signalisiert den Clock-genes (Uhrengene) in jeder Deiner Körperzellen: Der Tag beginnt. 
  • Melatonin macht sich aus dem Staub um ca. 12 Stunden wieder an den Start zu kommen.
  • Wir Menschen leben in einem 12/12 Stunden Rhythmus. 12 Stunden Aktivität  – 12 Stunden Passivität. Dies ist der Rhythmus, auf den unser Organismus seit Millionen von Jahren eingepegelt ist.
  • Melatonin fängt dann am frühen Abend, mit dem dunkler werdenden Licht wieder an, Dich langsam runter zu beamen.
  • Geh den ganzen Tag immer wieder in Tageslicht.
  • Es ist gut, wenn Dein Organismus die verschiedenen Farbfrequenzen des Lichts, die sich von Stunde zu Stunde ändern, immer wieder mal mitbekommt.
  • Nimm gerne mal die Brille ab/die Kontaktlinsen raus. Licht wird zwar auch über die Haut aufgenommen, doch vor allem über die Augen mit der direktesten Verbindung zum Gehirn.
  • Setze bis ca. 14:00 Uhr keine Sonnenbrille auf. Es sei denn, das Licht stört Dich sehr.

Ab dem frühen Abend geht es vor allem um Lichthygiene

 

  • Sieh zu, dass Du Dich abends von blauem Licht fern hältst oder setz eine Blaulichtfilterbrille auf.
  • Ich empfehle gerne die Blaulichtfilterbrillen von Innovative Eyewear. Mit dem Rabattcode „backtoshape“ bekommst du 10% Rabatt auf deine erste Bestellung. Hinweis: Ich verdiene nichts! an deiner Bestellung. 
  • Die blauen Lichtfrequenzen aus TV, Tablet, Mobiltelefon, Computerbildschirmen sind für Dein Gehirn so hell wie die Mittagssonne.
  • Sie signalisieren: Sehr helles Licht – es ist Tag. Die Melatonin Produktion wird bis zu 90% gehemmt.
  • Treibe vorm Schlafen gehen keinen anstrengenden Sport mehr.
  • Nimm die letzte Mahlzeit 3-4 Stunden vorm zu Bett gehen zu Dir zu nehmen 

  • Verzichte in der letzten Mahlzeit weitgehend auf Kohlenhydrate in Form von Pasta, Reis, Kartoffeln, Süßigkeiten, Fastfood und Brot.

  • Kohlenhydrate sind ein Zeitgeber und vermittelt dem Organismus: es kommt noch sehr viel schnelle Energie rein – der Tag ist noch nicht zu Ende.

  • Verzichte auf Alkohol. Die Leber wird keine Ruhe geben, bis die für sie toxische Substanz aus dem Körper gefiltert ist.

  • Du schläfst schnell ein, doch sicherlich nicht durch. Die Fettverbrennung wird gehemmt. Melatonin sowieso, weil Du ständig wach wirst.
  • Gewöhne Dir Rituale an, die Dich runter beamen: Musik hören, Kerzen anzünden, ein Buch lesen.
  • Gehe so weit wie möglich vor Mitternacht schlafen, bzw. sorge dafür, dass Du 7,5 bis 8 Stunden Schlaf hast.
  • Schlafe auf keinen Fall vor einem flimmernden TV oder mit einem eingeschalteten Handy auf dem Nachttisch.

     

  • Schlafe in einem absolut dunklen Schlafzimmer.
  • Wenn Du das Schlafzimmer nicht abdunkeln kannst, setze eine Schlafmaske auf.

 

  • Sorge für eine kühle Temperatur im Schlafzimmer.

Jetzt ist Melatonin am Start. Alle positiven, gesundheitlichen Auswirkungen dieses tollen Hormons hast du im Sack. Und du bringst deinen Stoffwechsel mitten in der Nacht so richtig auf Trab. 

Die Waage lügt! 3 motivierende Methoden, um Abnehm-Erfolge sichtbar zu machen.

Die Waage lügt! 3 motivierende Methoden, um Abnehm-Erfolge sichtbar zu machen.

Es liegt mir sehr am Herzen, dieses Thema mit der Waage!

Ich bekomme es bei Kursteilnehmerinnen und Klientinnen ja hautnah mit.

Die Waage zeigt mal ein paar Tage nicht das an, was von ihr erwartet wird und zack – ist die ganze Motivation dahin.

Oder sie zeigt großartige Erfolge. Was dazu verführen kann, hier und da wieder etwas nachlässiger zu werden.

Welche Messmethoden viel genauer sind, deutlich mehr Spaß machen und motivieren, erfährst Du in diesem Beitrag.

Mein wichtigster Tipp: Verlass Dich wieder mehr auf Dein Körpergefühl!

Bevor ich Dir erkläre, wie Du viel schlauer messen kannst, als mit einer Waage, kommt hier die leichteste aller Erfolgskontrollen. Dein Körpergefühl!

  • Fühlst Du Dich vielleicht schon viel wohler, leichter, beschwingter?
  • Brauchst Du Deinen BH schon eine Nummer kleiner?

 

Wir nehmen ja leider nicht genau da ab, wo wir uns das so dringend wünschen.

Der Bauch entscheidet sich bei den meisten Frauen eher spät dazu, seine wertvollen Fette loszulassen.

Ein lebenswichtiger Mechanismus aus uralten Zeiten, der heute immer noch greift.

Die ersten Erfolge siehst Du im Gesicht und am Hals. Auch Deine Mitmenschen sehen das früh und fragen Dich, ob Du abgenommen hast.

Dann folgen Brust, Oberarme und Oberschenkel und Waden.

Ich verstehe natürlich sehr gut, dass Du Deine Erfolgserlebnisse – bei all der  positiven Körperwahrnehmung –  trotzdem irgendwie messen möchtest.

 

Doch wie wäre es, wenn Du Dich für immer unabhängig machen könntest – von dieser Waage?

 

In diesem Beitrag stelle ich Dir 3 Methoden vor, wie Du Deine Abnehm-Erfolge auf motivierende Art und Weise sichtbar machen kannst.

Doch zunächst zurück zur Ausgangslage.

Kennst Du das? Du unternimmst gerade eine Menge, um von Deinem Gewicht runter zu kommen.

Gesunde Ernährung, mehr Bewegung – Du bist gut gelaunt und sehr motiviert. 

Und dann kommt dieser Morgen, der alles verändert und in Frage stellt.  

Du stehst mit freudiger Erwartung auf, steigst optimistisch auf die Waage und dann –  ist dieser Tag im Grunde schon gelaufen.

Die Waage zeigt mehr Gewicht an als gestern. Aaaaarrgghhh!

 

Deine Motivation sinkt auf den Gefrierpunkt. Du bist frustriert. 

Dein Stresspegel steigt und hält sich den ganzen Tag.

Du denkst so was wie: Wozu mach ich das hier eigentlich alles?

Dann kann ich ja auch gleich wieder ungesundes Zeugs und Süßigkeiten essen. Funktioniert ja sowieso alles nicht.

Ich unterstütze Frauen ja nun schon seit einigen Jahren dabei, gesünder und schlanker zu leben. 

Und ich kenne meine Pappenheimer. Geht das Gewicht runter ist die Welt in Ordnung.

Geht es rauf oder stagniert mal eine Weile – sitzt der Fruststachel recht schnell sehr tief. 

Diese regelmäßigen, kleinen Frustrationen erzeugen dann leider auch immer wieder: Stress! 

Und damit einen Zustand im Organismus, den Du  überhaupt nicht gebrauchen kannst, wenn Du Dein Gewicht reduzieren willst.

Stress sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt.

Und das ist ja genau das, was Du zum Beispiel durch eine weitgehend zuckerfreie Ernährung verhindern willst.

Ein ständig erhöhter Stresspegel ist wie Cola trinken.

 

Auch dieser Mechanismus ist wieder evolutionär bedingt und steckt uns noch tief in den Genen. 

Stresssignale werden in unserem Körper evolutionär als Kampf- oder Fluchtsituationen interpretiert und sorgen dafür, dass wir aktiv werden können. 

Egal, ob Du vor einem wilden Tier flüchten oder die Bahn erreichen willst.

Ob Dein Chef Dich anschreit oder die Zahlen Deiner Waage. Die Mechanismen sind immer dieselben.


Was passiert in Deinem Körper, wenn Du Stress hast?

  • Der Organismus realisiert: Es ist was im Busch! Ich muss reagieren um meinen Menschen zu retten. 

  • Jetzt heißt es „Energie bündeln“ und alles auf „Aktion“ stellen. 

  • Dein Gehirn muss jetzt gut funktionieren – und die Muskulatur ebenfalls. 

  • Beide Institutionen brauchen jetzt schnelle Energie um diese „lebensbedrohliche“ Situation zu meistern. ​​​​

  • An schnelle Energie kommt der Körper, wenn er​​​​ Zucker aus den  Glukose Speichern in der Leber – für das Gehirn bzw. zum denken – und

  • aus der Muskulatur – für die Bewegung – freisetzt u​​​​nd ins Blut schleust. 

  • Jetzt kommt auch das äusserst wichtige Zucker-Weg-Pack Hormon Insulin ins Spiel, um den Blutzuckerspiegel gleich wieder zu regulieren​​​​

  • Es öffnet die Türen zu Deinen Körperzellen, um Glukose als „Brennholz“ hinein zu schleusen.

  • Und Du weißt ja schon aus einigen Videos und Artikeln von mir: wenn Insulin im Spiel ist, wird die Fettverbrennung gehemmt. Oha!

Wäre es also nicht viel schlauer, wenn Du Dir die Waage einfach mal aus dem Gesichtsfeld schaffst?

Was noch erschwerend hinzu kommt:

Die Waage wiegt das, was sich in dieser Sekunde in Deinem Körper befindet – unter anderem auch viel oder wenig Wasser.

Das Du nicht jeden Tag in exakt derselben Menge zu Dir nimmst oder im Körper verarbeitest.

Du kannst den Ergebnissen auf Deiner Waage nicht immer so ganz trauen!

Es gibt Faktoren, die das Messergebnis der Waage beeinflussen!

 

Kohlenhydrate am Abend!


Du isst Abends Spaghetti, Kartoffeln, Brot, Pizza, Reis – Nahrung mit einer Menge Kohlenhydrate – also Zucker. 

Kohlenhydrate binden Wasser an der Körperzelle, damit der Zucker gut in die Zelle transportiert werden kann. 

Das kann am nächsten Morgen bis zu 1 kg Unterschied auf der Waage ausmachen! 

 Der „Wasserstand“ im Körper ist nicht immer gleich!

Du hast in der Nacht Flüssigkeit verloren. Doch der neue Flüssigkeitsstand ist nicht nach jeder Nacht gleich. 

Nun steigst Du auf die Waage und misst weniger Gewicht als gestern – Jupieehhh! Es funktioniert. Du hast abgenommen.

Am nächsten Tag wiegst Du plötzlich wieder mehr. Grrrrr!!!

Am Tag zuvor sah es aus, als hättest Du Gewicht verloren, obwohl Du vielleicht einfach nur zu wenig Flüssigkeit im Körper hattest. 

Jetzt hast Du vielleicht tatsächlich abgenommen, hast aber gleichzeitig auch genug getrunken – und wiegst evtl. ein paar hundert Gramm mehr – obwohl Du abgenommen hast.

Und: Ballaststoffe binden Wasser im Darm und auch hierdurch kannst Du heute mehr wiegen als gestern, obwohl Du auf Ernährung & Bewegung geachtet hast. 

Vielleicht hast  Du deutlic​​​​h mehr Gemüse, Salat, Obst und Körner gegessen. Ballaststoffe binden Wasser – der Speisebrei im Darm bekommt ein größeres Volumen.

Und weil Wasser ja nunmal auch etwas wiegt, kann der Inhalt Deines Darmes heute ruckzuck mehr Gewicht auf Deine Waage bringen als gestern. 

Ein unterschiedlicher Wasserstand im Körper verfälscht also das Messergebnis auf der Waage.

Wenn das nicht ein paar triftige Gründe sind, die Waage in den Keller zu packen. Endgültig!  

Es gibt deutliche lässigere Methoden, um Deine Erfolge zu dokumentieren!

 

Messen statt wiegen!

Du verlierst nicht nur Gewicht sondern auch: Umfänge!

Glaub mir, Deine Umfänge verändern sich weitaus deutlicher als Dein Gewicht auf der Waage. Du musst dem nur ein wenig mehr Beachtung schenken!

Messen? Klar! Deine Umfänge.

Und zwar alle: Hals, Oberarme, Bauch, Hüfte, Oberschenkel, Waden. 

Wir nehmen leider nicht genau dort ab, wo wir es wollen.

Dein Körper schnappt sich zunächst alle Körperzonen, die früher nicht überlebenswichtig waren.Und welcher Körperteil war unsere Lebensversicherung? Der Bauch!

Dies ist mit ein Grund, warum Du jetzt schon mal Frieden schließen kannst mit Deinem Bauch, denn dort wird das Fett am langsamsten schwinden. Doch auch dort wird es weniger! So viel steht fest.Wichtig für die Messung: Hol Dir Hilfe!

Mach es mit einer Freundin oder einem Familienmitglied.

Denn ein falsch angelegtes oder verrutschtes Maßband kann den einen oder anderen Zentimeter ausmachen und Messergebnisse erheblich verfälschen.

Das ist wirklich sehr wichtig!Mein bester Tipp zur Messung: Suche Dir Messpunkte wie Muttermale oder Narben. Notiere Dir die Messpunkte ganz genau. Sie sind wichtig, wenn Du in circa 8 Wochen (auf keinen Fall früher) wieder nachmisst und dann exakt dort wieder Dein Maßband anlegst.

Maximaler Spaß! Lieblingskleidung als Messinstrument.

Schau nach Kleidung in Deinem Kleiderschrank, die Dir jetzt noch zu klein ist. 

Das kann diese eine Jeans sein, die Dir erst wieder passen wird, wenn Du Dein Ziel erreicht hast.

Noch besser: es gibt noch 1 – 2 Kleidungsstücke, die auf dem Weg dorthin wieder gut passen. So dass Du vielleicht 3 Kleidungsstücke hast, die Deine Meilensteine markieren.

Spieglein, Spieglein an der Wand!

Mach Fotos von Dir. Von vorne und von der Seite.

Du wirst staunen, wie sehr sich Dein Äußeres verändert, lange bevor die Waage ein befriedigendes Ergebnis anzeigt. 

Mach alle 8 Wochen (auf keinen Fall früher) neue Fotos und lass Dich von Deinem Erfolg motivieren.

Wohlbefinden Check-Up

  

Schreibe Dir auf, wie Du Dich gerade fühlst! Arbeite mit einer Skala, die von 1 bis 10 geht. 1 = sehr schlecht und 10 = sehr gut. 

Wie fit fühlst Du Dich nach dieser Skala?

Wie ist Dein Energie Level? Wie Deine Verdauung und Dein Schlaf?

Welche Befindlichkeiten stören Dich im Moment? Beantworte alle Fragen in 4 Wochen noch einmal. Du wirst überrascht sein.