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Mehr InformationenIn diesem Beitrag schauen wir uns an, warum der normalerweise gemessene Blutzuckerwert HbA1c nicht reicht, um eine Insulinresistenz zu erkennen, aus der die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 entstehen kann – und nach welchem Laborwert du deinen Arzt fragen solltest, um einen wirklich guten Überblick über die Gesundheit deines Zuckerstoffwechsels zu haben.
Bevor es losgeht, möchte ich dir noch etwas Spannendes erzählen, das auch perfekt zum Inhalt dieser Episode passt. Wenn du mir hier schon länger zuhörst, weißt du, dass die Insulinresistenz, die dann früher oder später zu einem Diabetes Typ 2 führen kann, zu meinen absoluten Herzensthemen gehört.
Deshalb plane ich gerade ein Programm, das mein Herz so richtig höher schlagen lässt: Denn darin wird sich alles um gesunde Blutzuckerwerte, Diabetesprävention und natürlich auch um einen Weg raus aus der Diabetes drehen.
Ein Diabetes-Präventionsprogramm
Bevor ich das Programm starte, wollte ich wissen, ob überhaupt Interesse daran besteht. Deshalb habe ich eine Umfrage unter meinen Newsletter-Leserinnen gemacht. Vielleicht kennst du meinen wertvollen und hilfreichen Newsletter MONTAGS-MINDSET ja auch schon, den ich jede Woche als kleine Motivationsspritze an meine Leserinnen versende. Falls nicht: Am leichtesten kommst du daran, wenn du dir eines meiner kostenlosen Produkte herunterlädst, z. B. meine Zuckerwürfelliste oder den ISS DICH GLÜCKLICH! Einkaufsguide.
Kennst du deinen Blutzuckerwert?
Ich habe meinen Leserinnen also einen Fragebogen geschickt und sie gefragt, wo sie in Bezug auf ihren Blutzucker gerade stehen. Und was soll ich sagen: Es haben richtig viele Frauen teilgenommen. Aus ihren Antworten wurde ziemlich deutlich, dass das Interesse daran, der Zuckerkrankheit Diabetes zuvorzukommen oder aus einer bestehenden Diabetes Typ 2 wieder herauszukommen, ziemlich groß ist.
Was auch sehr deutlich wurde: Wie viel Aufklärungsarbeit hier noch nötig ist. Denn viele der Frauen, die mitgemacht haben, wissen zum Beispiel gar nicht genau, wie es um ihren Zuckerstoffwechsel steht – und woran man eine beginnende Insulinresistenz, Prädiabetes oder Diabetes Typ 2 überhaupt erkennt.
Blutzuckerwert? Viele Frauen kennen ihren nicht!
Ein Großteil der Teilnehmenden weiß nicht, wie sie ihre Blutzuckerwerte einschätzen können oder kennen ihre Werte gar nicht. Deshalb möchte ich dich an dieser Stelle schon mal bitten: Schau auf deinen Blutzuckerwert. Und lass dir auch immer eine Kopie des Laborzettels mit deinen Blutwerten geben.
In dieser Episode wird es auch darum gehen, nach welchen Blutwerten du fragen solltest, um am Ende des Tages einen guten Überblick darüber zu haben, wo genau du bezüglich deiner Blutzuckergesundheit und damit ja auch der Gesundheit deiner Bauchspeicheldrüse stehst. Ja, und hier sind wir dann auch schon mittendrin in dieser Episode, in der es nämlich auch um deine Bauchspeicheldrüse geht.
Warum deine Bauchspeicheldrüse kurz vorm Burnout sein kann.
Nehmen wir mal an, du warst bei einem Check-up und dein HbA1c-Wert ist unauffällig. Dein Blutzucker scheint einwandfrei zu funktionieren. Aber trotzdem merkst du, dass irgendetwas nicht stimmt: Du bist nach den Mahlzeiten sehr müde, deine Energie ist schnell im Keller. Vielleicht hast du auch Konzentrationsprobleme, den sogenannten „Brain Fog“, hast Heißhunger, der dich auch spätabends noch überkommt.
Solche Beschwerden sind zwar unspezifisch, treten bei Menschen mit gestörtem Zuckerstoffwechsel aber häufig auf. Vielleicht hast du auch Übergewicht, vor allem am Bauch, wo sich das sogenannte viszerale Bauchfett ansammelt, also das entzündungsfördernde Fett in der Körpermitte. Vielleicht hat dein Arzt auch schon den Verdacht auf eine nichtalkoholische Fettleber geäußert, unter der übrigens auch eher schlanke Frauen und Teenager leiden können. Schauen wir uns also mal an, was der HbA1c-Wert überhaupt aussagt – und was nicht.
Was der HbA1c-Wert zeigt – und was nicht
Der HbA1c-Wert, auch Langzeitblutzucker oder Blutzuckergedächtnis genannt, gehört seit den 70er Jahren zu den Laborwerten, die zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Diabetes herangezogen werden. Er gibt Auskunft darüber, wie stark der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) in den letzten etwa acht bis zwölf Wochen mit verzuckert war. Das passiert, wenn Glukose (Zucker) im Blut an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen bindet. Je höher der Blutzuckerspiegel ist, desto mehr Zucker lagert sich dort an.
Die Einteilung der Referenzbereiche:
bis 5,7 %: Normalbereich
5,7 – 6,4 %: Prädiabetes
mehr als 6,5 %: Diabetes Typ 2
Ein HbA1c Wert von 6,5% bedeutet, dass 6,5% des roten Blutfarbstoffs deiner roten Blutkörperchen verzuckert sind.
Das Problem: Der HbA1c-Wert kann auch bei einer Insulinresistenz noch im Normalbereich sein. Stell dir das mal wie bei einer Heizung vor. Das Thermometer in deiner Wohnung zeigt dir die Raumtemperatur, also das Ergebnis dessen, was unten im Heizungskeller passiert.
Die Temperatur ist in unserem Fall der HbA1c-Wert. Was du aber nicht siehst, ist, wie die Temperatur zustande kommt. Vielleicht arbeitet der Heizkessel im Keller längst auf Maximalleistung, weil er Defekt im System ausgleichen muss, um diese Temperatur zu halten. Genauso kann es bei einer beginnenden Insulinresistenz sein. Der HbA1c-Wert ist im grünen Bereich, obwohl es schon längst einen Fehler im System gibt. Und der Heizkeller aus unserem Beispiel entspricht hier der Bauchspeicheldrüse. Schauen wir uns das mal näher an.
Die Bauchspeicheldrüse im Dauerstress
Normalerweise funktioniert das System so:: Du isst etwas, dein Blutzucker steigt, deine Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, deine Zellen nehmen den Zucker auf, der Blutzucker normalisiert sich wieder. Werden die Körperzellen im Laufe der Jahre und Jahrzehnte jedoch zunehmend taub gegenüber dem Insulinsignal „Mach die Türen auf und lass den Zucker aus dem Blut in die Zellen“, spricht man von einer Insulinresistenz. Wie das genau funktioniert, schauen wir uns in einer weiteren Episode mal ganz in Ruhe an.
Aus Sicht deines Körpers besteht jetzt die Gefahr, dass zu viel Zucker im Blut bleibt. Und hier kommt die Bauchspeicheldrüse ins Spiel. Sie entscheidet: „Dann muss ich wohl mehr Insulin produzieren, damit das hier gut ausgeht.“ Der Blutzucker muss von der Bauchspeicheldrüse in einem recht engen Bereich gehalten werden. Tatsächlich brauchen wir nur etwa einen Teelöffel Zucker im Blut. Alles darunter oder darüber ist äußerst ungesund und schädlich.
Deine Bauchspeicheldrüse will dir das Leben retten!
Das bedeutet, dass der Blutzucker jetzt noch in einem normalen Bereich gehalten wird, weil die Bauchspeicheldrüse gegen reguliert ist. Bei einer beginnenden Insulinresistenz reagieren die Zellen mit der Zeit immer weniger gut auf den Botenstoff Insulin und die Bauchspeicheldrüse gleicht immer wieder aus, indem sie noch mehr Insulin produziert. Letztendlich will sie so dein Leben retten.
Solange das gelingt und die Blutzuckerwerte trotz der Insulinresistenz noch im normalen Bereich bleiben, ist das über den HbA1c-Wert nicht sichtbar. Die entscheidende Frage ist also: Gibt es einen Laborwert, der uns zeigt, wie hart die Bauchspeicheldrüse bereits arbeiten muss? Genau hier kommt ein Laborwert ins Spiel, der Licht ins Dunkel bringen kann: Der Homa-Index.
Bitte deinen Arzt, den HOMA-Index zu messen
Der HOMA-Index (Homeostasis Model Assessment) ist ein aus zwei Laborwerten berechneter Wert: dem Nüchternblutzucker und dem Nüchterninsulin. Aus diesen beiden Werten lässt sich ausrechnen, wie viel Insulin dein Körper einsetzen muss, um den Blutzucker stabil zu halten. Während der HbA1c-Wert nur zeigt, wie hoch der Blutzucker im Durchschnitt in den letzten 8-12 war, zeigt der Homa-Index an, wie stark dein Körper bereits Insulin einsetzen muss, um diesen Wert überhaupt noch im normalen Bereich zu halten. [1]
HOMA-Index-Werte
Zur Orientierung: Werte unter 1,0 gelten als sehr gute Insulinsensitivität. Werte zwischen etwa 1,0 und 2,0 liegen in der Regel im normalen Bereich. Werte über etwa 2,0 können auf eine beginnende Insulinresistenz hinweisen, Werte über etwa 2,5 bis 3,0 sprechen häufig für eine deutliche Insulinresistenz. Sehr hohe Werte – etwa über 3,5 bis 4,0 – werden in Studien häufig bei Menschen mit stark ausgeprägter Insulinresistenz oder bereits bestehendem Diabetes Typ 2 gefunden.
Viele meiner Kundinnen im Coaching haben einen unauffälligen HbA1c-Wert, während der HOMA-Index bereits erhöht ist. Ein weiterer Laborwert, der frühe Hinweise auf einen gestörten Zuckerstoffwechsel liefern kann, sind übrigens die Triglyceride im Blut. Erhöhte Triglyceridwerte treten häufig zusammen mit einer Insulinresistenz auf und können deshalb ein zusätzlicher Hinweis darauf sein, dass der Zucker- und Fettstoffwechsel bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Zusammenfassung
Ein normaler HbA1c-Wert bedeutet nicht automatisch, dass dein Zuckerstoffwechsel gesund ist. Bei einer beginnenden Insulinresistenz reagieren die Körperzellen schlechter auf Insulin. Die Bauchspeicheldrüse versucht das auszugleichen, indem sie immer mehr Insulin produziert. Dadurch kann der Blutzucker – und damit auch der HbA1c-Wert – noch lange im normalen Bereich bleiben.
Genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Der HOMA-Index kann Hinweise darauf geben, wie stark deine Bauchspeicheldrüse bereits arbeiten muss, um den Blutzucker stabil zu halten. Ein erhöhter HOMA-Index oder auffällige Triglyceridwerte können frühe Warnzeichen für einen gestörten Zuckerstoffwechsel sein.
Je früher du solche Veränderungen erkennst, desto besser kannst du gegensteuern und deinen Zuckerstoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen.Und falls du bereits eine diagnostizierte Insulinresistenz, einen Prä-Diabetes oder Diabetes-Typ-2 hast, möchte ich dir an dieser Stelle sagen, dass eine Kehrtwende möglich ist. Ich erlebe es immer wieder, dass Kundinnen auch von sehr hohen HbA1c- bzw. Homa-Index-Werten wieder auf gesunde Blutwerte kommen.
Falls du dir einen allerersten Überblick darüber machen willst, in welchen ganz normalen Lebensmitteln sehr viel Zucker steckt, die deinen Blutzucker so richtig Achterbahn fahren lassen, schnapp dir gern meine mit viel Herzblut erstellte Zuckerwürfelliste, in der ich dir 88 Zuckerbomben in Zuckerwürfel umgerechnet habe. Mit Rechentool und Zuckerbaromenter.
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QUELLEN
- Wallace, T. M., Levy, J. C., & Matthews, D. R. (2002). Use and abuse of HOMA modeling. Diabetes Care, 25(9), 1592–1598.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12196430/ - American Diabetes Association. (2023). Standards of care in diabetes – Diagnosis and classification of diabetes and prediabetes.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33298413/ - Reaven, G. M. (2011). Insulin resistance and the pathophysiology of type 2 diabetes.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16823477/
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