131 – Wie es der Zucker auf die Hüften schafft [Die Kalorien sind es nicht] 2. Teil

Wie lange dauert abnehmen?

Im 1. Teil der „Wie kommt der Zucker auf die Hüften“ Episoden haben wir uns den Weg eines Apfels durch deinen Körper angesehen. Wir haben festgestellt: Da passiert nicht viel. Der Zuckerstoffwechsel springt an, ja! Doch er ist ganz gechillt und im grünen Bereich.

In diesem 2. Teil tauschen wir den Apfel gegen ein Stück Apfelkuchen aus. Spannend ist, dass sich jetzt alles ändert. Alles! An welcher Zuckerart das liegt und wie genau aus dem Stück Kucken Körperfett wird, erfährst Du in dieser Episode! Viel Spaß.

 

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So, jetzt gehts aber los! Was passiert so viel anderes, wenn du statt einem Apfel ein Stück Apfelkuchen isst.

 

Kleine Zusammenfassung 1. Teil

 

Okay! In der letzten Episode hast du gelernt, dass auch hinterm Zucker- und Fettstoffwechsel unsere evolutionären Gene stecken. Alles in uns ist darauf ausgerichtet, an Energie ranzukommen und so viel Energie zu sparen. Wir haben uns das Hormon Insulin angesehen, das unseren Blutzuckerspiegel in Schach hält.

Am Beispiel des Apfels ist nicht so viel passiert. Apfel kommt rein, der noch in der Apfelzelle eingepackte Zucker wird zum Darm geschickt. Das dauert alles. Der Blutzuckerspiegel steigt im Schneckentempo an, warum diese Zuckerart in meiner Welt Schneckenzucker heißt.

Es wird ein bisschen Insulin ausgeschüttet. Der Zuckerpegel ist ausgeglichen. Nix passiert. Wir haben auch angesprochen, dass Insulin die Fettverbrennung hemmt, Zucker in Fett verwandelt, wenn zu viel reinkommt UND Fett, was noch so im Körper herumschwirrt (je nachdem was du gegessen hast) AUCH noch auf die Hüften packt. Beim Apfel war alles im grünen Bereich. Es war ein bisschen Insulin für einen kurzen Zeitraum unterwegs. Alles gut.

 

Der Weg des Zuckers durch deinen Körper! Beispiel: Apfelkuchen

 

Okay! Wir starten wieder ganz vorne. Du beißt genüsslich in das Stück Apfelkuchen – mit Sahne natürlich – und fängst an zu kauen. Genauso wie beim Apfel meldet deine Zunge dem Gehirn: Ich schmecke süß! Unser Lieblingsbrennstoff Zucker kommt rein. Warum dein Körper einen Freudensprung macht, wenn Zucker reinkommt, haben wir in der letzten Episode geklärt.

Es ist auch wieder Apfel dabei. Der wird natürlich wieder zum Kollegen Darm geschickt, damit er den Zucker auspackt! Doch diesmal meldet die Zunge dem Gehirn auch: Achtung! Achtung! Hier kommt gerade auch unverpackter Zucker rein. Der muss nicht erst ausgepackt werden. Er ist sofort verfügbar. Ab Zunge lieferbar.

Die Zunge meldet Alarmstufe rot ans Gehirn: „Hey Gehirn! Wir haben ein Problem. Hier kommt gerade eine Menge Zucker frei verfügbarer Zucker rein. Der Blutzuckerspiegel wird in Kürze rasant nach oben gehen!“

 

Der Raketenzucker im Apfelkuchen: Mehl und Zucker

 

Du weißt ja schon, dass dein Gehirn der Chef im Körper ist. Es hält alle Fäden in der Hand. Es hat den Überblick und sorgt dafür, dass alles in Balance ist. Man nennt das Homöostase. Dein Körper ist drauf aus, das Gleichgewicht aller Körperfunktionen in jeder Sekunde deines Lebens aufrecht zu halten. Dazu gehören zum Beispiel der Blutdruck, die Körpertemperatur und auch der Blutzuckerspiegel. Noch mal zur Erinnerung: Mehr als einen gehäuften Teelöffel Zucker brauchen wir nicht im Blut.

Zurück zum Apfelkuchen. Das Gehirn bekommt von der Zunge die Meldung: frei verfügbarer Zucker im Anmarsch. Damit meint sie die Kohlenhydrate im Kuchenteig, die sich in Mehl und Zucker verstecken. Ich habe diese Zuckerart Raketenzucker getauft, weil er den Blutzuckerspiegel in Nullkommanichts wie eine Rakete nach oben schießt.

Und ja, der Chef muss nun auch dafür sorgen, dass das gut geht. Dass der Blutzuckerspiegel nicht über einen längeren Zeitraum auf diesem hohen Pegel bleibt, sondern dass das Problem „Viel zu viel Zucker im Blut“ baldmöglichst und zuverlässig gelöst wird. Alles andere wäre bis zu lebensgefährlich.

 

Deine Bauchspeicheldrüse kommt ins Schwitzen!

 

Wie beim Beispiel mit dem Apfel informiert das Gehirn auch wieder die Bauchspeicheldrüse. Doch diesmal ist es kein sanftes Anklopfen: Hey, in rund einer Stunde kommt ein bisschen Zucker aus dem Apfel an. Sondern eher ein Alarm, den das Gehirn jetzt auslöst:

Bauchspeicheldrüse! Hier kommt gerade eine Menge Mehl und Zucker rein. Raketenzucker! Pass bloß auf, dass mir mein Blutzuckerspiegel nicht entgleist. Schick alle deine Insulinmitarbeiterinnen raus, die du da hast! Und weißt du was? Stell am besten noch ein paar Leiharbeiter ein, damit du das Problem jetzt zuverlässig in den Griff bekommst.

Ach und Bauchspeicheldrüse! Das ist so viel Zucker, damit kannst du auch gleich wieder die Zuckerspeicher füllen. Ich denke, es bleibt dann immer noch eine Menge Zucker übrig. Schick den Zucker zur Leber, die soll Fett draus machen. Für schlechte Zeiten.

Ach so! Da ist auch noch Sahne dabei. Bei diesem Überangebot an Energie können deine Insulinmitarbeiter das Fett aus der Sahne gleich auch noch einfangen und ebenfalls auf die Hüften packen.

 

Nicht die Kalorien sind das Problem! Sondern Insulin.

 

Du siehst! Das alles passiert nicht, weil du über eine gewisse Kalorienzahl hinaus gegangen bist. Sondern weil Zucker reinkommt und damit Insulin im Spiel ist. Insulin hemmt die Fettverbrennung, sorgt dafür, dass Zucker in Fett umgewandelt wird UND nimmt das Fett, das noch im Körper herumschwirrt, auch noch mit.

Aus ist es mit der gechillten Arbeit, die deine Bauchspeicheldrüse beim Apfel hatte. Jetzt ist Hektik angesagt. Sie schüttet sofort große Mengen Insulin aus. Oftmals viel mehr als nötig. Warum? Sie weiß ja nicht, wie viel Apfelkuchen kommt denn da noch? Und geht auf Nummer sicher.

Ansonsten passiert jetzt dasselbe wie beim Apfel: Insulin gibt den Körperzellen das Signal: Hallo, liebe Körperzellen, ich hab hier eine Menge Lieblingsbrennstoff für euch. Macht mal zackig die Türen auf und holt ihn euch! Die Türen gehen auf, Zuckertransporter kommen an die Außenwand der Körperzelle, nehmen den Zucker auf, der Blutzuckerspiegel sinkt. Doch jetzt nicht so sanft wie beim Apfel.

Denn es war ja viel mehr Insulin im Spiel. Die Bauchspeicheldrüse war viel zu fleißig. Weil sie ja nun mal nicht wusste, wie viel Apfelkuchen da jetzt noch reinkommt. Das heißt, die Bauchspeicheldrüse holt dir den Zucker jetzt zu schnell aus dem Blut. Dein Blutzuckerspiegel geht jetzt nicht im Schneckentempo wieder runter wie beim Apfel, sondern er fällt dir in den Keller.

 

Der Blutzuckerspiegel wird den ganzen Tag immer wieder ausgeglichen!

 

Noch mal: Das Gehirn MUSS den Blutzuckerspiegel in einem gesunden Bereich halten. Es hat den Alarmknopf gedrückt und der Bauchspeicheldrüse gesagt: Hier kommt viel Zucker. Keine Ahnung, was da gerade auf uns zukommt. Sieh zu! Die Bauchspeicheldrüse ist die Hauptverantwortliche für den Blutzuckerspiegel und will dein Leben retten. Sie macht lieber ein bisschen zu viel als zu wenig.

Es ist sehr viel Insulin unterwegs. Meist viel mehr, als gebraucht wird. Der Zucker wird wie verrückt aus dem Blut geholt. Sodass dir der Blutzuckerspiegel jetzt sogar unter das Ausgangsniveau fallen kann. Jetzt hast du weniger Zucker im Blut als zu Beginn deiner Apfelkuchen Mahlzeit.

Jetzt meldet das Gehirn. Oh! ZU WENIG Zucker im Blut. Das darf natürlich auch nicht sein. Homöostase heißt, Ausgleich. Balance im Blutzuckerspiegel. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Zu wenig ist auch sehr ungesund, also: Schick den Menschen mal auf Nahrungssuche. Und am liebsten hätte ich jetzt was Süßes. Schnelle Energie. Du bekommst Hunger oder sogar Heißhunger.

 

Ist es jetzt egal, wie viel Apfelkuchen ich esse? 

 

Du weißt aus der Apfel-Episode schon: Wir können ca. 60 g KH pro Mahlzeit verpacken. Das, was darüber hinausgeht, wird zur Leber transportiert, die daraus Fettmoleküle macht. Die Fettmoleküle werden in die Fettspeicher Bauch, Beine, Po gebracht. Während wir für 60 g Schneckenzucker noch 3 Äpfel essen konnten, haben wir mit einem einzigen Stück Kuchen schon fast 60 g Raketenzucker aufgenommen.

 

Zusammenfassung

 

Noch mal zusammengefasst: Der Apfelkuchen kommt rein! Die Zunge meldet dem Gehirn: Achtung! Da kommt Raketenzucker. Die Bauchspeicheldrüse produziert hektisch eine Menge Insulin. So viel, dass der Blutzuckerspiegel jetzt in den Keller fällt. Beim Apfel war ein wenig Insulin im Blut. Beim Apfelkuchen eine große Menge.

In der letzten Episode haben wir geklärt, dass Insulin die Fettverbrennung aushebelt. Überschüssigen Zucker in der Leber in Fett umwandelt und Fett, das herumschwirrt (Fettspeicherhormon) z. B. aus der Sahne auch noch mitnimmt.

Ist wenig Insulin anwesend, wird die Fettverbrennung kaum tangiert. Ist viel Insulin womöglich in jeder Mahlzeit anwesend, ist die Fettverbrennung den ganzen Tag gehemmt und es kommt immer noch was oben drauf.

Jetzt kennst du die beiden Zuckerarten, auf die es ankommt. Schnecken- und Raketenzucker. Mehr musst du dir gar nicht merken. Den Schneckenzucker findest du in Gemüse, Salat und Obst. Alles andere ist Raketenzucker. Okay! Ich hoffe, ich konnte mit dieser Episode wieder ein bisschen Licht ins Dunkle bringen.

In der nächsten Folge schauen wir uns den Ablauf noch am Beispiel eines Apfelkuchen-Light an. Also einem Teig, der mit einem Zuckerersatzstoff gebacken worden ist

130 – Wie es Zucker auf deine Hüften schafft (Kalorien haben damit nix zu tun!) 1. Teil!

Wie lange dauert abnehmen?

Wie kommt das Stück Apfelkuchen auf die Hüften? Wie wird aus Zucker Körperfett? Wie stellt der Körper das an? Und warum macht er das? Was ich dir schon mal verraten kann! Mit den Kalorien im Kuchen hat das nichts zu tun! Dafür mit einem Hormon, das überlebenswichtig ist, weil es unseren Blutzuckerspiegel in Schach hält: Insulin! Es sorgt schon seit ein paar Millionen Jahren dafür, dass wir die Reserven auf unseren Hüften schonen.

Und es kann sogar weiteres Fett auf die Hüften schaufeln. Für den nächsten harten Winter oder die nächste Hungerkrise. Die natürlich niemals kommt. Man nennt Insulin ja auch das Fettspeicherhormon. Freu dich auf spannende Insights und ganz viele Aha-Momente.

 

Die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 schleicht sich heimlich von hinten an!

 

Dass der Zucker in all meinem Tun im Mittelpunkt steht, hast du sicher schon mitbekommen. Er ist zwar nur einer der Schlüssel, um überflüssigen Speck auf den Hüften den Kampf anzusagen. Doch es ist einer der Wichtigsten.

Die Ernährung ist und bleibt die Basis für alles, was du noch vor hast im Leben. Warum ich mich so sehr mit dem Zuckerthema beschäftige? Wenn du meine Podcast-Show schon eine Weile hörst, meinen Blog liest oder Fan meiner Facebook oder Instagram Seite bist, schimmert der Grund dafür regelmäßig. durch. Ich will dich nicht nur vom Zucker runterbringen, damit du wieder eine schöne Figur hast.

Das passiert im Prinzip nebenbei, wenn du deine Ernährung einmal auf frisch und natürlich umgestellt hast. Sondern damit du gesund wirst oder bleibst. Damit DU keinen Diabetes Typ 2 bekommst. Die Zuckerkrankheit mit Todesfolge. Durch all die Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Ich erwähne es immer wieder: In einen Diabetes Typ 2 schlitterst du schneller rein als du denkst. Die Diagnose kommt meist zu spät, weil die Krankheit eine ganze Weile keine Symptome macht und oft zufällig entdeckt wird. In den Episoden 76 und 77 kannst du noch etwas tiefer in das Thema Insulinresistenz einsteigen.

Ganz am Ende stirbt der Mensch, weil er zu viel Zucker in der Nahrung hatte. Und das muss ja wirklich nicht sein, oder? Meine Vision ist, so viele Menschen wie möglich davor zu bewahren. Ich habe es mir persönlich auf die Fahne geschrieben, gesund alt zu werden. Eine hohe Lebensqualität im Alter zu haben. Und vielleicht möchtest du das ja auch! 

Doch lass uns ganz vorne anfangen!

 

Zucker! Wie schafft es dieses leckere Zeug auf unsere Hüfte?

 

Ich meine, der Ursprung ist doch Zucker. Wie kommt es, dass der dick macht? Eines kann ich dir schon mal verraten: Es hat nichts, aber auch gar nichts, mit den Kalorien in Schokolade, Kuchen, Pizza, Pasta und Brötchen zu tun.

Sondern einzig und allein mit dem Zuckergehalt in all dem leckeren Zeug. Und mit dem, was passiert, sobald Zucker im Körper unterwegs ist. 

Deine Bauchspeicheldrüse schüttet dann Insulin aus! Was sicher schon aus einigen Episoden in meinem Podcast weißt:  Insulin hemmt die Fettverbrennung. Doch wie ist das jetzt? Ist das bei jeder Zuckerart gleich?

Ist es egal, ob ich einen Apfel, der ja auch einiges an Zucker hat oder ein Stück Apfelkuchen esse? Und das bisschen Fettverbrennung hemmen macht mein Übergewicht aus? Hm. Was passiert da genau im Körper, dass ich nach jedem kleinen Ausrutscher wieder ein Kilo mehr auf den Hüften habe. 

Um am Ende zu entscheiden, was auf deinem Teller landen soll, ist es wichtig zu verstehen, wie Nahrung im Körper funktioniert. Lass uns also den Weg des Zuckers mal verfolgen! Und wir fangen dort an, wo die süßen Sünden das erste Mal mit dir in Kontakt kommen: In deinem Mund!

Wir werden uns das in den nächsten drei Episoden an drei Beispielen ansehen. Im ersten Beispiel gehen wir davon aus, dass du einen Apfel isst. Im zweiten Teil schauen wir uns an, was passiert, wenn es kein Apfel, sondern ein Stück Apfelkuchen ist, das du isst.

Und im dritten Teil schauen wir uns an, ob es einen Unterschied macht, wenn du den Kuchen mit einem Zuckerersatzstoff gebacken hast. Spannend! 

 

Der Weg des Zuckers durch deinen Körper! Beispiel: Apfel

 

Du beißt in den Apfel und fängst an zu kauen. Deine Zunge meldet dem Gehirn: Yeah! Ich schmecke süß! Unser Lieblingsbrennstoff Zucker kommt rein. Doch wir kommen noch nicht richtig dran! Der Zucker (ca. 50 % Fruktose und 50 % Glukose) ist noch in der Apfelzelle eingepackt! Ich schick die ganze Chose mal zum Kollegen Darm, damit er mir den Brennstoff aus der Apfelzelle packt.

 

Warum macht dein Körper einen Freudensprung, wenn die Energiequelle Zucker reinkommt?

 

Zum einen, weil der dann nicht an seine wertvollen, gespeicherten Fetten ran muss. Denn die möchte er gerne aufheben – für schlechte Zeiten (die niemals kommen). Zum anderen kann dein Körper aus Zucker viel schneller Energie herstellen als aus Fett.

Its all about energy! Es dreht sich alles um Energie in deinem Körper.

Wir brauchen Energie in jeder Sekunde unseres Lebens. Hergestellt wird sie in deinen Körperzellen – in den Mitochondrien. Das sind winzig kleine Kraftwerke, in denen die Energiewährung ATP Adenosintriphosphat hergestellt wird.

Der Brennstoff: Zucker oder Fett. Kommt Zucker als Brennstoff in der Zelle an, braucht dein Körper bildlich gesprochen „nur kurz ein Streichholz“ dranhalten und wusch: Energie! Aus KH/Zucker/Glukose kann dein Körper also ohne großen Aufwand Energie zaubern. Da sich alles in unserem Körper um Energie dreht, spart er am liebsten auch dann Energie, wenn er sie herstellen muss.

 

Gehirn und Immunsystem sind auf Glukose angewiesen!

 

Glukose hat dann auch noch die Besonderheit, dass sie in großen Mengen gebraucht wird: Tagsüber verputzt das Gehirn eine ganz Menge. Nachts das Immunsystem. Für das, was Gehirn und Immunsystem leisten, muss dieser schnell verfügbare Energiebaustein Glukose zuverlässig zur Verfügung stehen.

 

Wie der Körper aus Fett und Muskeleiweiß wertvolle Glukose bastelt!

 

Und tatsächlich KÖNNTE dein Körper das auch mit Fett hinbekommen. Eine kleine Vorsichtsmaßnahme, falls mal kein Zucker zur Verfügung steht. Dafür müsste er jetzt quasi in den Keller (Bauch, Beine, Po) gehen, wo das Fett gelagert wird.

Er muss das Fett aus dem Keller nach oben tragen, das dauert. Doch bisher ist das nur Fett. Um daraus Glukose zu machen, muss er noch ein bisschen Eiweiß darunter mischen. So! Jetzt haben wir wieder Glukose. Aber meine Güte, was für ein Akt. Es dauert länger und ist viel, viel anstrengender, als sich einfach am Zucker aus der Nahrung zu bedienen.

Wenn du jetzt dein Körper wärst! Welchen Energiebaustein würdest du bevorzugen? Den Zucker, der über die Nahrung reinkommt, der direkt in die Zellen gebracht werden kann, um da in Nullkommanix Energie draus zu machen? Gleichzeitig werden die wertvollen Reserven gespart.

Oder würdest du lieber den Umweg gehen: Fett raufkarren, mit Eiweiß mischen, um Gehirn und Immunsystem zu versorgen?

 

Dein Körper möchte auch beim Energieherstellen noch Energie sparen!

 

Genau! Das mit dem Zucker über die Nahrung schmeckt super und geht viel schneller. Also her mit dem süßen Zeug. Evolutionär gesehen, war es mal wichtig, dass wir den Geschmack süß Klasse fanden!

Denn das bedeutete, dass wir Zucker gefunden haben (früher ausschließlich in Knollen, Wurzel, Früchten) und unsere Reserven für den nächsten Winter schonen konnten.

Zurück zum Apfel, der gerade in deinem Mund gelandet ist. Die Zunge hat den Apfel zum Darm geschickt, damit der den Zucker auspackt. Das Gehirn, der oberste Chef im Körper, passt u. a. darauf auf, dass dein Blutzuckerspiegel in einem optimalen Bereich bleibt.

Wir brauchen ungefähr 1 gehäuften Teelöffel (!) Zucker im Blut. Vor allem das, was darüber hinausgeht, kann lebensgefährlich werden. Deshalb ist dein Gehirn immer in Habachtstellung, wenn der Blutzuckerspiegel im Blut ansteigen könnte.

 

Hauptverantwortlich ist die Bauchspeicheldrüse!

 

Die engste Mitarbeiterin in der Abteilung Blutzuckerspiegel ist die Bauchspeicheldrüse. Immer, wenn Zucker reinkommt, egal ob aus einem Apfel oder Apfelkuchen, gibt das Gehirn der Bauchspeicheldrüse Anweisungen. Beim Apfel ist das Gehirn sehr gechillt und sagt zur Bauchspeicheldrüse:

„Hallo Bauchspeicheldrüse! Die Zunge hat mir gerade Zucker gemeldet, der noch in Apfelzellen eingepackt ist. Der Apfel ist auf dem Weg zum Darm. In ca. 60 Minuten wird unser Blutzuckerspiegel leicht ansteigen. Sieh bitte zu, dass das, was über einen gehäuften Teelöffel hinaus geht, aus dem Blut raus und in die Körperzellen gebracht wird. Und falls du dann noch was übrig hast, pack es bitte in die Zuckerspeicher in Muskulatur und in der Leber – falls da noch Platz ist.“

Deine Bauchspeicheldrüse hat eine ganze Mannschaft von Mitarbeiter: innen: das Insulin. Insulin ist ein Hormon, ein Botenstoff und wird in einem kleinen Teil der Bauchspeicheldrüse (Langhannssche Zellen) in dem Moment produziert, in dem Zucker in den Körper kommt.

 

Glukose ist der Lieblingsbrennstoff deines Körpers!

 

Die Bauchspeicheldrüse sieht zu, dass Insulin ausschwärmt und als Botenstoff die Nachricht an die Körperzellen übermittelt: Hallo, liebe Körperzellen, ich hab hier euren Lieblingsbrennstoff für euch. Macht die Türen auf und holt ihn euch! Die Türen gehen auf. Kleine Zuckertransporter (Glukosetransporter) nehmen den Zucker auf, der Blutzuckerspiegel sinkt.

Der Zucker aus dem Apfel lässt den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen. Ich habe diesen Zucker deshalb Schneckenzucker getauft. Der Blutzuckerspiegel steigt im Schneckentempo an. Langsam, gechillt und freundlich. Es ist ein bisschen Insulin für eine kurze Zeit im Blut.

 

Ist es egal, wie viele Äpfel ich esse?

 

Wir können ca. 60 g KH pro Stunde bzw. Mahlzeit verpacken. Ein kleiner Teil bleibt im Blut, ein Teil wird in die Körperzellen geschleust. Mit dem, was jetzt noch übrig ist, werden die Notfallspeicher in Leber uns Muskulatur aufgestockt. Wenn du einen Sprint ansetzt, um die Bahn noch zu erreichen, wird in Sekundenschnelle Zucker gebraucht, der ist jetzt in der Muskulatur vorhanden. Und wenn es irgendwo anders zu einem Zuckerengpass kommt, also schnell Zucker gebraucht wird, kann auch die Leber aushelfen. 

Doch in Leber und Muskulatur passt nicht viel rein. Das was nicht reinpasst und das was über die rund 60 g KH kommt, wird nicht einfach ausgeschieden. Ist ja wertvolle Energie! Sondern zur Leber transportiert, die daraus Fettmoleküle macht (Triglyceride). Die Fettmoleküle kommen, du ahnst es schon auf die Hüften. Für schlechte Zeiten. Ein mittelgroßer Apfel hat rund 20 g KH. Bei drei Äpfeln auf einmal gegessen oder in einen Smoothie geschmissen, wird es jetzt schon knapp. Hinzu kommt natürlich der Zucker,  den du sonst noch so in deiner Mahlzeit hast. Die KH Speicher in der Muskulatur leeren sich übrigens wunderbar über Bewegung.

 

Zusammenfassung

 

Noch mal zusammengefasst: Der Apfel kommt rein! Die Zunge meldet Schneckenzucker und schickt die zerkauten Apfelstücke zum Darm. Der Darm packt den Zucker aus. Das dauert eine Weile.

Deshalb ist das Gehirn, was den Blutzuckerspiegel angeht, auch ganz gechillt. Es informiert die Bauchspeicheldrüse, dass der Blutzuckerspiegel demnächst mal ein wenig ansteigen wird. Die Bauchspeicheldrüse produziert ein bisschen Insulin. Insulin sorgt dafür, dass das, was über einen gehäuften Teelöffel hinausgeht, in die Körperzellen geschleust wird.

Es dockt kurz an den Zellen an und vermittelt die Botschaft: Türen auf Zucker aufnehmen. Der Blutzuckerspiegel, der nach dem Apfel sowieso kaum angestiegen ist, sinkt wieder auf ein gesundes Maß. Langsam und gechillt. Es war ein bisschen Insulin für einen kurzen Zeitraum im Blut. Tangiert das die Fettverbrennung?

So gut wie gar nicht. Bein ein paar Äpfeln mehr wird Der Zucker, der nicht mehr in die Körperzellen passt, wird entweder in die Notfallspeicher Leber und Muskulatur gebracht. Wenn die voll sind zur Leber, die den Zucker in Fettmoleküle umwandelt und auf die Hüften packt.

Übrigens sehr viel weniger Zucker als in Obst findest du in Salat und Gemüse. Davon kannst du essen, bis du platzt. Damit auf über 60 g KH zu kommen ist echt schwer. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass du gar nicht auf Kohlenhydrate verzichten musst, wie immer alle sagen. KH gibt es auch in gesunder Nahrung. Ich finde den Gedanken recht beruhigend.

Noch viel spannender wird es, wenn wir uns das alles am Beispiel Apfelkuchen ansehen. Denn jetzt kommt eine Zuckerart hinzu, die diese ganzen Abläufe ganz schön durcheinanderwirbelt. Und für ordentlich Speck auf den Hüften sorgt. Freu dich also auf eine hochinteressante nächste Episode.

129 – Viel Wasser trinken ist gesund! Wahr oder falsch? (2. Teil)

Wie lange dauert abnehmen?

In diesem 2. Teil zum Thema: „Wie viel Wasser müssen wir denn nun wirklich trinken“, erfährst du, welche Vorteile das sogenannte Bulkdrinking hat. Ich erkläre dir, warum Menschen netter werden, wenn sie ein großes Glas Wasser trinken. Und ich verrate dir, woran du auf einen Blick erkennst, dass du genug Flüssigkeit im Körper hast.

Vielleicht wunderst du dich, dass ich dieses „Wasser trinken Thema“ so auseinanderpflücke. Die Antwort ist: Es gibt so viele Halbwahrheiten da draußen. Und es wird alles unnötig kompliziert gemacht. Dabei reicht es oft, mal einen Schritt zurückzumachen. Back to the roots. Und auf unseren schlauen Körper zu hören. Und sich das, was er sich ausgedacht hat, im Licht der Evolution zu betrachten. Wie war es früher? Also vor ein paar Hundert, Tausend oder vor ein paar Millionen Jahren?

 

MUSST du 8 x 250 ml Wasser pro Tag trinken?

 

Haben wir uns vor unsere Höhle gesetzt, uns einen kleinen Ast genommen und 8 Striche auf den Boden gemalt, um zu zählen, wie oft wir Wasser getrunken haben? Du kennst ja sicher diese Regel, die überall kursiert: Du musst mindestens 8 x 250 ml Wasser am Tag trinken. Oder haben wir uns an Rechenformeln gehalten á la: Du musst 0,03 Liter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht trinken?

Oder war es vielleicht so, dass unser Körper uns über die Regulation des Wasser/Salzhaushaltes mit dem Gefühl Durst vermittelt hat: Hey, steh auf, komm in Bewegung und suche Wasser. Durst hat früher tatsächlich immer erst Bewegung ausgelöst. Hunger übrigens auch.

Es geht also um ein wenig gesunden Menschenverstand. Doch weil da draußen dermaßen viele Gerüchte kursieren, möchte ich das Thema so weit aufdröseln, wie es mir möglich ist. Und wie du aus der ersten Episode schon weißt, immer mit dem „Wasser-Vortrag“ meines Dozenten Dr. Leo Pruimboom im Kopf.

 

Kleine Wiederholung zur letzten Episode! 

 

Wir haben festgestellt, dass unser Körper mehrere Möglichkeiten hat, an Wasser ran zu kommen.

  • Zum einen bildet sich Wasser über Oxidationsvorgänge im Stoffwechsel.
  • In Stresssituationen wird Wasser aus Stuhl und Harn rückresorbiert.
  • Ein recht großer Teil kommt aus der Nahrung (Gemüse, Salat, Obst, Suppen, Eintöpfe, Saucen, Smoothies)

Wir haben an meinem Beispiel eine ungefähre Rechnung aufgemacht, wie viel Wasser ich ausscheide (Harn, Stuhl, Atmung, Haut). Mir ist hinterher noch aufgefallen, dass der Durchschnittswert von 900 ml der Flüssigkeit aus der Nahrung bei mir nicht hinkommt. Bei mir wird das mehr sein. Ich trinke jeden Tag allein 2 große Gläser Smoothie, was allein 0,6 Liter ausmacht. Hinzu kommt eine recht große Menge Gemüse, Salat und Obst, die sicher nicht durchschnittlich sind. Es ist also überhaupt nicht verwunderlich, dass ich über den Tag eher wenig Durst habe.

 

Was für zusätzlichen Durst sorgen kann:

 

  • Starkes Schwitzen (im Sommer, nach dem Sport)
  • Salzhaltige Speisen (Fertigprodukte)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Durchfall oder Erbrechen (großer Flüssigkeitsverlust!)
  • Hoher Alkoholkonsum (Nachdurst)

Ich habe die letzte Episode mit meinem wichtigsten Tipp beendet: Hör auf dein Durstgefühl! Und damit auf deinen Körper. Trink ein großes Glas, wenn du durstig bist. Und dann erst wieder, wenn du wieder durstig bist. Und genau hier möchte ich in dieser Episode weitermachen:

 

Wie entsteht eigentlich ein Durstgefühl?

 

Wasser ist lebenswichtig und deshalb ist Durst ein elementarer Instinkt. Wenn der Körper Wasser braucht, werden Nervenzentren tief im Gehirn angeregt und lösen das Durstempfinden aus. Wo genau diese Signale im Gehirn verarbeitet werden, war bislang nicht bekannt. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich das Durstzentrum im Hypothalamus befindet, der auch Atmung, Kreislauf, Körpertemperatur und die Nahrungsaufnahme steuert.

Das Bedürfnis zu trinken ist also eine Reaktion des Durstzentrums in unserem Gehirn. Sensoren melden diesem Areal immer wieder den „Wasserstand“ im Blut. Sind bestimmte Stoffe darin zu konzentriert, initiiert das Gehirn einen Prozess, der uns durstig werden lässt.

Damit das mit der Wasserversorgung auch im Notfall funktioniert (du trinkst nicht gleich etwas, unsere Vorfahren brauchen noch eine Weile bis zur nächsten Quelle) hat sich unser Körper einen zweiten Mechanismus einfallen lassen, den das Gehirn in Zusammenarbeit mit den Nieren regelt. Das Gehirn setzt über die Hypophyse, das Hormon Vasopressin ins Blut frei. Vasopressin übermittelt als Botenstoff: Bitte Wasser zurückzuhalten und weniger Urin auszuscheiden.

Gibt es einen Wasserüberschuss im Körper, verringert die Hypophyse die Ausschüttung von Vasopressin und vermittelt den Nieren so: Lass mal Wasser über den Urin ab.

 

Ein Symptom bei Diabetes Typ 2: Ständiger Durst!

 

Ich möchte och auf was ganz Wichtiges hinweisen. Ich habe hier im Podcast ja schon oft über die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 gesprochen. Und ich habe vorhin gesagt, dass ein Typ 2 Diabetiker von großem Durst geplagt werden kann.

Das fatale an dieser Stoffwechselerkrankung, die ganz am Ende auch tödlich enden kann, ist, dass sie eine ziemlich lange Zeit (auch über Jahre) erst mal keine Symptome machte. Deshalb ist ein Diabetes Typ 2 oft eine Zufallsdiagnose beim Routine-Check-Up. Eines der späteren Symptome, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist, ist dieser starke Durst.

 

Diabetes-Durst: Zucker über den Urin loszuwerden.

 

Bei Diabetes Typ 2 kann es passieren, dass  der Körper es nicht mehr schafft, den Zucker über Insulin aus dem Blut zu schaffen. Die Zellen sind längst resistent und öffnen ihre Türen nicht mehr. Der Zucker bleibt im Blut. Die Bauchspeicheldrüse rackert sich zu Tode und quittiert irgendwann ihren Dienst. Der Blutzuckerspiegel ist jetzt dauerhaft erhöht. Der Zuckerstoffwechsel ist entgleist.

Ein zu hoher Blutzuckerspiegel wäre aber tödlich. Dein Organismus will dich retten. Und versucht jetzt verzweifelt, den Zucker über die Niere und damit über den Urin loszuwerden. Der zuckerkranke Mensch scheidet jetzt große Mengen Wasser aus, was diesen unglaublichen Durst auslöst. Bei Tag und Nacht. Deshalb hat die Krankheit auch den Beinamen „honigsüßer Durchfluss“. Ärzte haben früher den Urin ihres Patienten probiert, um die Krankheit zu diagnostizieren.

Das passiert übrigens auch bei Typ 1 Diabetikern. Hier funktioniert der Zuckerstoffwechsel nicht mehr, weil das eigene Immunsystem die Langhanssche Zellen, die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse angreift. Es ist also eine Autoimmunerkrankung, die auch junge Menschen schon bekommen können. Wenn du dieses Symptom „ständiger Durst“ hast, erzähle das mal deinem Hausarzt. Der wird dann alle nötigen Untersuchungen vornehmen.

 

Zuviel und zu wenig Wasser kann Schmerzen auslösen!

 

Was sehr spannend ist: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Wasserprobleme und Schmerzen in den gleichen Teilen des Gehirns verarbeitet werden. Es kann also sein, dass man einen Wassermangel hat und Schmerzen bekommt. Es kann aber auch sein, dass man zu viel Wasser im Körper hat und Schmerzen bekommt.

Den Wassermangel können wir ja wie besprochen sehr gut fühlen – über das Durstgefühl. Ach so, zum Thema „Man sollte trinken, BEVOR man Durst hat“ meinte mein Dozent dann auch noch: Beim Sport wird oft gesagt: Bevor Du Durst hast, musst du trinken. Das heißt also, bevor es kalt wird, musst du eine Jacke anziehen. Bevor du Hunger hast, musst du essen. Bevor dir zu warm wird, spring in einen kalten See. Auch mal eine Überlegung wert, nicht wahr?

Okay! Zu viel oder zu wenig Wasser: Beide Situationen führen zu Schmerzen. Wenn wir Durst haben, sind diese Zellen geschrumpft. Und wenn wir trinken, schwellen sie wieder an. Und wenn die Zellen zu groß oder zu klein werden, führt das zu Schmerzen. Und wenn wir jetzt wieder an die Sache denken, dass Stress Wasser rückresorbiert und dass es ja so ein paar Stresspiloten gibt auf dieser Welt. Hm.

 

Weniger Hunger auf Pasta & Co.!

 

Wissenschaftler haben herausgefunden: Wenn man immer dann, wenn man Durst hat, eine große Portion trinkt, statt zig mal am Tag eine kleine, hört man auf, Kohlenhydrate zu essen. Ha! Das musst du wirklich mal ausprobieren. Wie verändert sich deine Lust auf Pizza, Pasta und Brötchen, wenn du mal eine Weile, sagen wir 30 Tage große statt kleine Mengen Wasser trinkst!

Und damit wären wir beim sogenannten Bulkdrinking. Es ist im Prinzip das, was ich dir schon gesagt habe: Wenn du trinkst, trink ein großes Glas. Und dann erst wieder, wenn du Durst hast. Und wenn du es machen willst, wie unsere Vorfahren, trinke ein sehr großes Glas!

Wie war es früher? Wenn Wasser zur Verfügung stand, hat Homo sapiens sich auch wirklich „satt“ getrunken und natürlich nicht den ganzen Tag an einer Flasche rumgenuckelt. Durst gehört übrigens (neben Hunger, Hitze, Kälte, kognitiver Druck und ein bisschen Gefahr) zu den sanften Stressoren, die dafür sorgen, dass unser Immunsystem ganz sanft angeschubst wird, nach dem Motto: Schau doch mal nach dem Rechten. Es ist deshalb auch gar nicht so tragisch, mal ein bisschen Durst zu haben. Spannend ist, dass dieses sich satt trinken, das Hormon Oxytocin auslöst. Unser Kuschelhormon.

 

Oxytocin: Richtig satt trinken macht uns netter!

 

Bei den Tieren am Wasserloch bewirkt es, dass alle friedlich nebeneinander Wasser trinken. Oxytocin, das Kuschelhormon! Die Natur musste sich diesen genialen Schachzug einfallen lassen, damit die einzige Ressource, die es nur einmal gibt, auf der Welt allen Tieren zur Verfügung steht. Da wird mal eben das Kuschel- und Bindungshormon Oxytocin, dass eigentlich vor allem für den Geburtsvorgang da ist, mal eben an den Start gebracht. Wenn wir eine große Menge Wasser trinken. Wie die Tiere am Wasserloch. Oxytocin macht uns friedlich und reduziert das Hungergefühl. Deshalb vielleicht auch die Sache mit den Kohlenhydraten oder dass man grundsätzlich erst mal keinen Heißhunger auf was auch immer hat, wenn man eine grooooße Portion Wasser trinkt, wenn man Durst hat, versteht sich.

Und wenn du wissen willst, ob du genug Flüssigkeit im Körper hast: Beobachte die Farbe deines Urins. Je dunkler, desto nötiger wird die nächste Bulkdrinking Phase. Heller Urin bedeutet: Hier wird gerade kein Wasser gebraucht

 

128 – Du musst viel Wasser trinken! [um abzunehmen] Wahr oder falsch? (1. Teil)

Wie lange dauert abnehmen?

Heute geht es darum, wie viel Wasser wir denn nun wirklich brauchen und wie das alles mit den Themen Gesundheit & Abnehmen zusammenhängt.

Zunächst mal ein frohes, neues Jahr dir da draußen. Erst vor einer Woche haben wir alle ein besonders Silvester nach einem besonders verrückten Jahr gefeiert. Ich hoffe, du bist trotzdem zuversichtlich und fröhlich ins Jahr 2021 gerutscht.

Ich möchte dir in meiner Podcast-Show in diesem Jahr wieder ganz viele Tipps und Tricks an die Hand geben, die dich dabei unterstützen, gesund abzunehmen. Ich werde mir wieder interessante, spannende Interviewpartner einladen, damit wir gemeinsam immer mal wieder über den Tellerrand hinaussehen können.

Und was ich auch total gerne mache: Deine Impulse aufnehmen, die ich von dir als Zuhörerin und Zuhörer per E-Mail bekomme. Fragen beantworten, die mir im 1:1 Coaching oder in Online-Workshops, die ich für Mitarbeiter in diversen Firmen halte, besonders oft gestellt werden.

Ob im Einzelcoaching oder in Online-Workshops: Wenn es um das Thema Ernährungsmythen geht, gibt es immer wieder diese eine Frage:

 

Sag mal, Daniela, wie viel Wasser muss ich trinken?

 

Was ist mit dieser 8 x 250 ml trinken Regel oder die Rechnung 0,03 Liter pro kg Körpergewicht. Wir werden noch feststellen, dass z. B. Ständiges herum nippen an einer Wasserflasche auf dem Schreibtisch unseren Wasser/Salzhaushalt durcheinanderbringen kann.

Ich werde vor allem in diesem ersten Teil ein wenig in die Tiefe gehen und auch mit Zahlen jonglieren. Doch ich verspreche dir, dass du am Ende dieser beiden Episoden genau weißt, wie viel du trinken musst, ohne irgendetwas auszurechnen oder zu zählen.

Nun ist es so, dass ich auch mal gedacht habe: Ohhhhh, Mist, ich trinke so wenig Wasser. Das ist bestimmt wahnsinnig ungesund. Eine Weile habe ich mir sogar einen Trinkwecker gestellt, um mir dann das Wasser irgendwie reinzuwürgen. Wir werden uns ansehen, ob das so schlau war.

Also, ich möchte dieses Wasserthema in den nächsten beiden Episoden mal ordentlich aufdröseln. Natürlich könnte ich dir jetzt ein paar Trinktipps aufzählen, dann wäre ich in 10 Minuten durch mit der Episode. Doch wenn du mich schon ein wenig kennst, weißt du, dass es mir wichtig ist, dass du die Hintergründe verstehst. Ich verspreche dir aber, dass ich dir am Ende dieser Episode schon mal einen wichtigen Tipp gebe, der dir sofort dabei hilft, deine Flüssigkeitszufuhr im Blick zu haben.

Hab ich dich Weisheit mit Löffeln gefressen? Natürlich nicht! Ich empfehle jedem, den die einzelnen Themen interessieren, sich weiter zu informieren. Die Ohren zu spitzen, wenn darüber diskutiert wird. Am besten dann, wenn Experten dabei sind. Oder auch mal nach einem wissenschaftlichen Artikel zu schauen. Soll heißen: Glaub nicht jedem alles. Auch mir nicht. Ich bin Expertin, ja! Doch es gibt zu jedem Thema immer mehrere Meinungen. Und ich hab mir meine Meinung zum Thema Wasser ca. 2014 gebildet.

Ich war mitten in der Ausbildung zum kPNI Coach (klinische Psycho-Neuro-Immunologie), als einer meiner Lieblingsdozenten Prof. Dr. Leo Pruimboom eines Nachmittags kurz vor Feierabend zu uns und sagte: „Wer Lust hat, kann noch bleiben! Ich erzähle euch was zum Thema Wasser.“

Weil wir ihm natürlich auch ständig Fragen zum optimalen Wasserkonsum stellten. Er schenkte uns einen ca. 1,5-stündigen Vortrag zum Thema Wasser und Natrium. Zum Wasser/Salz Haushalt. Denn die Hauptsubstanz in Salz ist Natrium. Der Salzhaushalt wird über den Wasserhaushalt geregelt und umgekehrt. Es ist für viele Funktionen im Körper sehr wichtig, dass Wasser und Natrium in Balance sind. Wie bei so vielem in unserem Körper geht es hier auch wieder um die Homöostase. Um ein gesundes Gleichgewicht: zwischen Natrium und Wasser.

 

Die Menge macht das Gift! Auch beim Wasser.

 

Wusstest du, dass man an einer Wasservergiftung sterben kann? Alle reden immer darüber, was Furchtbares passiert, wenn du zu wenig Wasser trinkst. Doch was passiert eigentlich, wenn du zu viel trinkst? Ich habe hier im Podcast schon öfter erwähnt, dass die Menge das Gift macht! Immer.

Die Fachbezeichnung für die Wasservergiftung ist Hyponatriämie. Hypo heißt, dass es von etwas zu wenig gibt. In diesem Fall Salz, der Hauptlieferant von Natrium. Kommt zu viel Wasser in den Körper, gibts einen Verdünnungseffekt im Blut, d. h. die Natriumkonzentration im Blut sinkt. Das hat wieder Einfluss auf den Natrium- und Kalium-Austausch innerhalb und außerhalb der Körperzellen. Was jetzt passiert: Es wird mehr Flüssigkeit in Körperzellen hineintransportiert als heraustransportiert. Und das kann in besonders schlimmen Fällen zu einem lebensgefährlichen Hirnödem führen. Ein Hirnödem ist eine Wassereinlagerung im Hirngewebe und kann zu Atem- und Bewusstseinsstörungen führen.

Mediziner berichten, dass immer wieder Marathonläufer betroffen sind. Aus Angst, während des Laufes auszutrocknen, trinken sie ständig nach. Gefährdet sind auch Frauen, die auf eine Modelkarriere hinarbeiten und dauernd trinken, um weniger essen zu müssen. Und es gab auch schon merkwürdige Mutproben, bei denen es darum ging, möglichst viel Wasser zu trinken. Und tatsächlich sind dadurch schon Menschen gestorben.

 

Wieviel Wasser wir ausscheiden und verbrauchen:

 

Schauen wir uns doch mal an, an welcher Stelle im Körper Wasser ausgeschieden und verbraucht wird. Wo geht Wasser raus, wie kommt es wieder rein?

Und eine Art und Weise, wie Wasser verbraucht wird, war mir vor diesem Vortrag meines Dozenten überhaupt nicht bewusst.

 

Wasserverbrauch über Stress! 

 

Okay! Lass uns kurz ein paar evolutionäre Schritte zurückgehen. Du weißt ja schon: Wir sind ein Wimpernschlag in der Evolution. Unsere Gene adaptieren sich im Schneckentempo. Mechanismen in unserem Körper laufen immer noch genauso ab wie vor ein paar Tausend Jahren. Nun hat sich unsere Welt vor allem in den letzten paar Hundert Jahren extrem verändert. Unter anderem diese ganze Sache mit dem Stress!

Früher ließen sich unsere Stressoren an einer Hand abzählen: Hitze, Kälte, Hunger, Durst, ein bisschen Gefahr. Wir mussten kämpfen, flüchten oder Nahrung suchen. Oder auch mal einen Weg aus dem Wald zurück zum Lager finden, das nennt man kognitiven Druck.

Damals wie bei den heute noch existierenden Naturvölkern: Hunger und Durst haben immer Bewegung ausgelöst! Wir mussten eine Quelle finden, um unseren Durst zu löschen. Nahrung sammeln oder jagen.

Inzwischen läuft das zumindest in der westlichen Welt etwas anders ab. Der Kühlschrank ist in unmittelbarer Nähe und es gibt zig Supermärkte um uns herum, falls er mal leer ist. Die meisten essen erst, bevor sie sich bewegen. Was unser Körper sehr befremdlich findet. Aber was haben wir eingetrichtert bekommen: Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages! Also: Frühstücken wir. Manchmal gegen unseren Willen.

 

Wasserhaushalt und Stress!

 

Was ist, was den Stress betrifft, heute anders? Mittlerweile gibt es zwei verschiedene Arten von Stress.

Akuten Stress, wie wir ihn seit Millionen Jahren kennen. Hunger und Durst haben wir nicht mehr. In unsere heutige Welt übersetzt: Wir treiben Sport, streiten uns mit dem Chef, springen in einen kalten See, holen uns eine Schürfwunde.

Seit ein paar Jahrzehnten ist eine neue Stressart hinzugekommen: Chronischer Stress! Stress, der nicht nach ein paar Stunden wieder aufhört: Hamsterrad, Sorgen, Social Media, Schlafstörungen, chronische Krankheiten, Nährstoffmangel trotz Überangebot an Nahrung.

Was jetzt echt interessant ist: Wenn der Körper in eine Stresssituation kommt, sorgt der Organismus seit jeher dafür, dass so viel Wasser und Natrium wie möglich aus dem Stuhl und aus dem Harn zurückgeholt wird.

Solange das alles in akuten Stresssituationen passiert, ist alles im grünen Bereich. Ach nee, es hat sich ja noch was verändert: Eine akute Stresssituation löst oftmals keine Bewegung aus. Dafür sitzen wir den ganzen Tag. Am Schreibtisch, auf der Coach oder im Auto. Hm.

Doch wenn unser Stresssystem Wasser rückresorbiert, bedeutet das ja, dass ein Mensch, der chronischen Stress hat, ein Wasserüberfluss Problem entwickeln kann. Denn jetzt kommt einiges zusammen.

Um zu wissen, was an Wasser entstehen oder aufgenommen werden muss, sollten wir mal kurz einen Blick drauf werfen, wie viel Wasser verbraucht wird: (es gibt diesen Podcast als Blogcast, d. h. du kannst dir die Inhalte auch als Blogpost ansehen).

 

Ausscheiden: Harn, Atmung, Haut und Stuhl!

 

Über den Harn: 1,5 L
Über Atmung/Haut: ca.10 ml/kgKG / bei mir 0,6 Liter
Über den Stuhl: 200 ml

Bei mir: 1,5 + 0,6 + 0,2 = 2,3 Liter, die ich pro Tag ungefähr verbrauche.

 

Wie viel Flüssigkeit kommt rein?

 

Gesetzt sind nach wissenschaftlichen Studien, die ich recherchiert habe:

300 ml sogenanntes Oxidationswasser, was durch den Stoffwechsel entsteht
900 ml über Nahrung wie Obst, Gemüse, Salat, Suppen, Eintöpfe, Soßen
200 ml Rückresorbiertes Wasser für Stresssituationen

macht 1,4 Liter

Das heißt, wenn ich persönlich jetzt noch rund 1 Liter trinken würde, wäre alles im grünen Bereich. Unser Dozent kam in seinem Rechenbeispiel bei einem 70 Kilo schweren Mann auf rund 1,4 Liter. Wichtig zu wissen: Zur Flüssigkeitsbilanz zählt nicht nur Wasser. Das ist natürlich am gesündesten. Doch auch wenn du den ganzen Tag Cola, Bier oder Whisky trinken würdest, wäre das natürlich auch Flüssigkeit.

 

Zusammenfassung: 

 

Unser Körper hat für Stresssituationen einen Wassersicherheitspuffer eingebaut. Der Körper holt sich Flüssigkeit aus Urin und Stuhl zurück. Nach dem Motto: Ich brauche u. a. Natrium, um diese Stresssituation zu meistern. Keine Ahnung, ob das reicht. Ich sorge mal vor. Denn: Hatten wir früher immer die Pulle Wasser irgendwo rumstehen? Wenn der Säbelzahntiger uns angriff oder wir vor irgendwas flüchten mussten? Nein! Natürlich nicht. Jede Stresssituation, ob physisch oder psychisch, akut oder chronisch führt immer zum zurück resorbieren von so viel Wasser und Natrium wie möglich – aus dem Stuhl und aus dem Harn.

Warum konnten wir früher kaum in einen Wasserüberschuss kommen? Weil wir während einer Stressreaktion wird Wasser nicht nur resorbiert, sondern auch produziert haben. Wir haben es wieder ausgeschwitzt. Das war normal und früher auch kein Problem.

Wie schon gesagt: Stress hat früher immer zu Bewegung geführt. Der Atem ging hoch, man fing an zu schwitzen. Auch wenn jetzt Wasser rückresorbiert wurde, um dieser Stresssituation zu begegnen, und auch wenn Wasser in der Nahrung und über das getrunkene Wasser reinkam. Es war nicht möglich, in einen Wasserüberfluss zu kommen.

Dadurch wird Wasser festgehalten. Deshalb, so mein belesener Dozent, ist diese ganze Geschichte, Du musst 8 x 250 ml Wasser am Tag trinken: Mythologie.

Okay, das war eine Menge Stoff! Und wie versprochen möchte ich dir noch meinen wichtigsten Tipp zum Thema Wasser trinken geben:

Hör auf dein Durstgefühl! Trinke, wenn dein Körper dir signalisiert: Ich brauche Wasser. Und jetzt machst du es nicht so, wie ich es früher auch falsch gemacht habe: Mal kurz am Wasser nippen, den Mund mit Wasser benetzen und weiterarbeiten, weil man ja so im Stress ist. Und sich nicht mal die Zeit nimmt, mal ordentlich Wasser zu trinken. Sondern trink z. B. ein großes Glas Wasser auf einem aus und dann trinkst du erst wieder, wenn du wieder Durst hast.

Im zweiten Teil schauen wir uns an, was das Durstgefühl genau ist. Was es mit dem Bulkdrinking auf sich hat. Warum dein Partner netter wird, wenn er ein großes Glas Wasser trinkt und woran du ganz leicht erkennen kannst, ob du genug getrunken hast. Es bleibt spannend.

 

127 – Abnehmen 2021! 9 Tipps, die dir helfen, am Ball zu bleiben!

Wie lange dauert abnehmen?

Ich kann mir gut vorstellen, dass du ab dem 01. Januar in ein völlig neues, gesundes, schlankes Leben starten wollen. Ich kenne das von mir und auch von meinen Coachingteilnehmern: Der Anfang das Jahres ist was ganz Besonderes, um endlich ein paar Veränderungen vorzunehmen.

Damit dir nicht in ein paar Tagen schon die Puste ausgeht, möchte ich dir heute ein paar Motivationstipps an die Hand geben:

 

1. Kleine Schritte führen auch zum Ziel!

Du brauchst dir nicht wieder die Siebenmeilen-Stiefel anziehen. Nimm dir kleine Schritte vor! Kein Mensch steht mit der Peitsche hinter dir oder sagt dir, welches Ziel du in welcher Zeit erreicht haben musst. Du hast Zeit! Alle Zeit der Welt sogar!

Ist das nicht herrlich? Du allein bestimmst dein Abnehm-Tempo. Und noch was: mach nicht alles an der Waage fest. Ein Teilziel könnte sein, dass die Hose, die jetzt noch knapp sitzt, in 2 Monaten perfekt passt.

 

2. Push dich, Baby!

Schreib dir auf, warum du abnehmen willst! Male, zeichne oder bastle es! Was genau machst du, wenn du dein Ziel erreicht hast? Was fühlst du dann? Was kaufst du dir? Was passt dann wieder? Was machst du dann? Was ist anders als heute? Wem erzählst du es? Wohin reist du? Welches Abenteuer ist dann möglich? Schreib dich in die Mitte und alles, was passieren soll, drum herum. Es wird dir helfen, am Ball zu bleiben.

 

3. Hab Spaß!

Du hast doch sicher schon ein paar Abnehm-Tools, die ich dir in diesem Podcast vorgestellt habe, ausprobiert. Du musst sie nicht alle von Anfang an drauf haben. Such dir zunächst die aus, die dir leicht fallen. Damit du den Spaß an der Sache nicht verlierst. Der sollte nämlich an allererster Stelle stehen.

 

4. Klopf dir auf die Schulter!

Ja! Das vergessen wir ja gerne mal nicht wahr? Schau dir alle paar Tage mal an, was du geschafft hast! Du hast einen gesunden Einkauf gemacht, um deine Abnehm-Pläne in Angriff zu nehmen. Super. Du hast deine Küche aufgeräumt und dir die Zuckerfallen aus dem Weg geräumt. Klasse.

Du hast einen Plan vor Augen, wie du in den nächsten Wochen gesunde Nahrung auf den Tisch bekommst. Perfekt. Du hast deine neue Ernährung einen Monat durchgezogen? Alles Gründe, um sich auf die Schulter zu klopfen. Denn das sind alles Teilerfolge, denen du Beachtung schenken darfst. Schließlich hast du ein paar Schritte raus aus der Komfortzone geschafft. Das muss belohnt werden.

 

5. Iss dich wohlig satt!

Lass dich von den „Du musst Kalorien sparen und iss bloß kein Fett“ Gurus nicht beeinflussen. Aus diesem Podcast und meinem Blog weißt du schon, dass nicht die Kalorien sind, sondern Insulin. Dieses eine Hormon, das allein dafür verantwortlich ist, dass die Fettverbrennung gestoppt und zusätzlich Fett eingelagert wird.

 

6. Zugriff auf gesunde Nahrung

Es macht eine Menge aus, auf gesunde Nahrung zugreifen zu können, wenn du nach Hause kommst. 

 

7. Komm in Bewegung!

Schritte sammeln, Yoga, Walken, Laufen, Radfahren – egal! Ich versichere dir, dass du nach einer Bewegungseinheit keine große Lust auf Pizza und Chips hast. Sondern auf einen frischen Salat mit ordentlich Olivenöl und ein Stück Fisch, Fleisch oder ein paar Eier dazu. Als Vegetarier/Veganer rote Bohnen.

 

8. Hol dir Komplizen an Board!

Erzähle deinen Lieblingsmenschen von deinen Plänen. Erkläre ihnen, warum es dir so wichtig ist, jetzt einen Neustart zu wagen. Ein „Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich dabei unterstützt“, kann Wunder bewirken.

 

9. Erzähle anderen, was du vorhast! 

Wenn das neue Körperbewusstsein langsam die Oberhand gewinnt, dann leben das auch aus: bloß nicht geizen mit den neuen Reizen. Es besteht eine innige Verbindung zwischen Körpergefühl und Selbstbewusstsein, positiv wie negativ – und es wäre eine Sünde, diesen Flow einfach verebben zu lassen. Und häng‘ ein Bild von deinem „neuen“ Ich zu Hause auf und schaue es einmal am Tag an, du wirst sehen: Das wirkt Wunder!

Meine lieben Leserinnen und Leser da draußen. Heute ist Silvester. Dieses wahnsinnig verrückte Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Ich denke, dass es für den einen oder anderen von euch ein anstrengendes, sehr forderndes Jahr war. Und auch hierfür dürfen wir uns alle mal auf die Schulter klopfen. Dass wir diese Krise bis hierher gemeistert haben. Unseren Mut nicht verloren haben. Und versuchen der Gemeinschaft zu helfen. Und sei es nur durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und dem Zuhause bleiben.

Komm gut ins neue Jahr! 

 

126 – Weihnachten naschen! Trotzdem nicht zunehmen. Tricks, die wirklich funktionieren. (2)

Wie lange dauert abnehmen?

In diesem Blogcast (2. Teil) erkläre ich dir, wie du Zimtsterne und Lebkuchen genießen kannst und trotzdem nicht zunimmst. Viel Spaß!

Okay. In der letzten Woche hast du zwei Tricks schon kennengelernt:

Verteile schlau! Es ging darum, dass du Christstollen und Lebkuchen nicht zwischen den Mahlzeiten naschst, sondern zu deinen Mahlzeiten. Also vorher mittendrin oder als Nachtisch. Damit sorgst du dafür, dass dein Blutzuckerspiegel nicht den ganzen Tag Achterbahn fährt.

Mach Platz für Zucker. Hier ging es darum, dass du die Sättigungsbeilagen weglässt, wenn du dir Zimtsterne und Schokoladen-Weihnachtsmann gönnen willst. Denn in Pasta, Reis und Brot gibts genauso viel Zucker. Der wird entweder für die Herstellung von Energie gebraucht oder in den Speichern Muskulatur und Leber gelagert.

Wenn die Körperzellen und Speicher voll sind, wird das, was zu viel reinkommt, in Fettmoleküle umgewandelt und auf die Hüften gepackt. Genau das vermeidest du, wenn du die Zuckerbilanz senkst.
 

Trick Nr. 3 : Spätstück statt Frühstück!


Wie es funktioniert: Schiebe das Frühstück so weit wie möglich nach hinten und verlängere die nächtliche Fettverbrennung.

Okay, was heißt das genau? Du hast abends das letzte Mal was gegessen. Wenn alles gut gelaufen ist, hattest du ca. 4 Stunden zwischen letzter Mahlzeit und schlafen gehen. Hast dann 8 Stunden geschlafen. Macht 12 Stunden ohne Nahrung.

Dein Körper ist trotzdem auf Energie angewiesen und kommt in die nächtliche Fettverbrennung. Er schnappt sich Körperfett und ein bisschen Körpereiweiß und bastelt sich Glukose/Zucker, um die kleinen Kraftwerke in deinen Zellen weiter mit dem begehrten Brennstoff zu versorgen.

Vor allem dein Immunsystem, das nachts sehr aktiv ist und überall nach dem Rechten schaut, ist auf Glukose angewiesen. Ist schon mal eine super Sacher, dass du nachts Körperfett loswirst, nicht wahr?

Normalerweise stehst du jetzt auf und machst dir dein Frühstück. Die nächtliche Fettverbrennung wird sofort gestoppt. Du weißt: Dein Körper möchte seine Reserven sparen, wann immer es geht. Jetzt kommt Müsli, Orangensaft und Toast rein. Dein Körper ist im Zucker-Energie-Schlaraffenland.

Doch jetzt, so kurz vor Weihnachten, machst du es mal ganz anders: Du schiebst das Frühstück ein wenig nach hinten, um noch das eine oder andere Stündchen in der nächtlichen Fettverbrennung zu bleiben.

Zusammengefasst:

Wenn du die erste Mahlzeit nicht nach hinten schiebst:

  • Über Nacht leeren sich die Zuckerspeicher.
  • Du kommst in die Fettverbrennung.
  • Mit einem Frühstück füllst du die Zuckerspeicher direkt wieder auf.
  • Dein Organismus stoppt die nächtliche Fettverbrennung.

Wenn du die erste Mahlzeit nach hinten schiebst:

  • Über Nacht leeren sich die Zuckerspeicher.
  • Du kommst in die Fettverbrennung.
  • Du frühstückst erstmal nicht. Die Zuckerspeicher werden nicht aufgefüllt.
  • Dein Organismus setzt die nächtliche Fettverbrennung fort – bis zu deiner 1. Mahlzeit.

Vom Zeitfenster her machst du das einfach so lange, wie es sich für dich gut anfühlt. Mit diesem Trick kurbelst du schon morgens ordentlich an der Fettverbrennung, damit du später ohne Reue naschen kannst.

 

Trick Nr. 4 : Nüchtern bewegen!

Damit erhöhst du den Effekt von Trick Nr. 3! Es ist also nicht nur so, dass dein Organismus erst mal keine Nahrung bekommt! Nein! Jetzt muss er sich auch noch bewegen.

Ohne was zu essen im Bauch. Höre hierzu gerne in die Episode……….rein! Jetzt wird Energie für die Muskulatur gebraucht. Dein Körper wird noch nachhaltiger dazu gezwungen, aus den Fettreserven zu zehren, um an Energie ranzukommen.

Welche Bewegung meine ich? Zum einen kannst du rausgehen und ein paar Schritte sammeln. Falls Du meinen Montags-Mindset Newsletter bekommst (bekommst du automatisch, wenn du dir eines meiner kostenlosen Angebote holst).

Im Letzten bin ich ausführlich auf die Vorteile vom Schritte sammeln eingegangen und habe dir einen Mini-Trainingsplan reingeschrieben.

Doch du kannst noch andere Dinge tun: Zum Beispiel deinen Haushalt erledigen oder eine kleine Yogarunde einschieben.

Zusammengefasst:

Bewege dich mit leerem Magen. Entweder morgens vor deiner 1. Mahlzeit. Oder nach einer Nüchternphase von mehr als 4 bis 5  Stunden.

Wenn du dich nicht nüchtern bewegst:

  • Passiert erstmal gar nichts.
  • Du nutzt die kleine Fastenphase aus Trick 3 nicht zusätzlich aus.
  • Du verbrennst kein zusätzliches Fett.

Wenn du dich nüchtern bewegst:

  • Passiert eine Menge on Top.
  • Du nutzt die kleine Fastenphase aus Trick 3 zusätzlich aus.
  • Du verbrennst zusätzliches Fett.

Geh an die frische Luft und sammle ein paar Schritte. Hausarbeit zählt natürlich auch!

 

Trick Nr. 5 : Spiele mit den Möglichkeiten

Lade dir die Anleitung: Naschen & trotzdem nicht zunehmen runter. In der Anleitung findest du Karten für die 4 Tricks, Schneide sie aus und lege sie in eine Schale.

Nimm jeden Tag einen Zettel aus der Schale und ziehe konsequent durch, was drauf steht! Alternativ kannst du die Tricks an deine Kühlschranktür hängen.

Wenn du alles lässt wie bisher:

  • Wirst du eine Menge zusätzlichen Zucker essen. Und jedes Mal ein latent schlechtes Gewissen haben.
  • Startest du mit ein paar Kilos mehr ins neue Jahr.

Wenn du die Tricks in dieser Anleitung anwendest:

  • Gleichst du den zusätzlichen Zuckerkonsum schlau aus. Kannst du die Weihnachtsleckereien genießen.
  • Wirst du dieses Weihnachten nicht wieder zunehmen.

Je spielerischer du an die Tricks rangehst, desto leichter wird es!

 

Noch was ganz Wichtiges!

Die Türen zum Einzelcoaching-Special Starte deine Abnehm-Pläne 2020 mit einem Bäääm!“ werden sich bald für einen kurzen Zeitraum öffnen.

Die Warteliste ist schon gut gefüllt. Falls du es diesmal mit einer neuen, besten Abnehm-Freundin auf Zeit angehen willst, lass dich noch drauf setzen. Pre-Opening! Du erfährst 24 Stunden vor allen anderen, ab wann du dir einen der begehrten Coaching-Plätze sichern kannst.

Meine liebe Leserin, mein lieber Leser! da draußen. Wir haben alle ein außergewöhnliches Jahr hinter uns. Grund genug, dieses Weihnachtsfest ganz besonders zu genießen und auf dich acht zu geben. Ich wünsche dir einen schönen Heiligen Abend und harmonische Weihnachtstage. Komm zur Ruhe, besinne dich auf dich, pass auf dich auf!