158 – Dr. Peter Spork: Gesundheit ist das Gegenteil von Altern! 1: Uhrwerke in unseren Zellen

Wie lange dauert abnehmen?

Wie du heute mit einem gesunden Biorhythmus den Grundstein für eine hohe Lebensqualität im Alter legst. 

In den nächsten drei Episoden hörst du ein Interview, das ich mit Dr. Peter Spork geführt habe.

Peter Spork ist einer der führenden deutschen Wissenschaftsautoren und Bestsellerautor. Ich bewundere ihn seit Jahren, habe fast all seine Bücher gelesen. Und war mächtig aufgeregt, als er meine Einladung in meine Podcast-Show angenommen hat. Ich habe ihn gefragt, wie wir es schaffen können, heute den Grundstein für eine hohe Lebensqualität im Alter zu legen.

Vor diesem Interview war ich richtig aufgeregt. Dr. Peter Spork (Facebook: SporkPeter | Twitter: @sporkpeter) ist so was wie ein Star für mich. Ich bewundere ihn für sein Wissen und wie er es in die Welt trägt.

Aufmerksam wurde ich auf ihn während meiner Ausbildung zum Coach der kPNI (klinische Psycho-Neuro-Immunologie). Meine Dozenten sprachen über Epigenetik, Chronobiologie und über die Schlafforschung – und empfahlen die Bücher von Peter Spork.

Ich fing also vor ungefähr 6 Jahren an, mir die Bücher von Peter Spork einzuverleiben. Und das meine ich so, wie ich es sage. Sie sind nämlich so spannend und gut verständlich geschrieben, dass ich sie meist in einem Rutsch durchgelesen habe. 

Die Vita von Peter Spork, hier in der Kurzform, kann sich auch sehen lassen!

Peter Spork gilt laut Deutschlandfunk als „einer der führenden deutschen Wissenschaftsautoren“ und als „der Mann, der die Epigenetik populär machte“. Er hat Biologie, Anthropologie und Psychologie studiert und promovierte im Bereich der Neurobiologie/Biokybernetik. Biokybernetik ist die Wissenschaft, die sich mit den Regelungs- und Steuerungsabläufen in biologischen Systemen befasst.

Seit 1991 arbeitet er als freiberuflicher Wissenschaftsjournalist und tritt als Vortragsredner in TV und Radio auf. Er schrieb mehrere in zehn Sprachen übersetzte Sachbücher.

Sein aktuelles Buch Die Vermessung des Lebens ist das erste allgemeinverständliche deutschsprachige Sachbuch zur Systembiologie. Die Systembiologie, die ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte, wird auch Thema im Interview sein. Ein superspannendes, sehr zukunftsträchtiges Gebiet.

In den Jahren 2009 und 2017 erschienen Peter Sporks Spiegel-Bestseller zur Epigenetik und einem neuen Verständnis von Gesundheit als Generationen überschreitenden Anpassungsprozess, Der zweite Code und Gesundheit ist kein Zufall.

In seinen Arbeiten zur Chronobiologie und Schlafforschung – etwa im Buch Wake up! – plädiert Spork für eine ausgeschlafenere Gesellschaft und fahndet nach den biologischen Ursachen des Schlafs. Seit 2010 ist er Autor und Herausgeber des „Newsletter Epigenetik“, seit 2018 des RiffReporter-Magazins Erbe&Umwelt. 

Ich möchte in dieser Podcast-Show immer mal wieder mit Experten über den Tellerrand hinausschauen. Dir da draußen in leicht verständlicher Sprache einen Einblick in die Zauberhaftigkeit, in die Wunderwelt deines Körpers geben. Sei dir gewiss, dass dein Körper ein Wunder ist, auch wenn du ihn vielleicht wegen ein paar oder auch mehr Kilos gerade nicht besonders magst.

Umso mehr möchte ich dich motivieren, das zu erkennen und ihm all das zu geben, was er braucht. Zunächst um gesund zu werden oder deine Gesundheit auf ein ganz neues Level zu stellen. Was ich dir versprechen kann: Die Pfunde purzeln dann von ganz allein. Also lass uns eintauchen in die wunderbare Welt deines Körpers und wie Peter Spork sie erklärt und beschreibt.

 

 In diesem 1. Teil erfährst du u. a.

 

  • Wie wichtig Ernährung wirklich ist, wenn du gesund alt werden willst?
  • Warum längere Störungen im Biorhythmus das Risiko für alle chronischen Krankheiten erhöhen.  
  • Wie es passieren kann, dass Organe gegeneinander arbeiten. 
  • Welche Hauptrolle die Netzhaut deiner Augen bei all dem spielt. 
  • Wie es kommt, dass wir kleine Uhren in unseren Zellen haben. 
  • Wie Jetlag entsteht, weil das Gehirn eher in New York ankommt, als die Leber.
  • Warum es reicht, kleine Dinge zu verändern und in den Alltag einzubauen.

 

Möchtest du mehr über Peter Spork und seine Bücher erfahren?

 

  • HIER geht’s zu Website von Peter Spork.
  • HIER findest du Peter Sporks Magazin bei den Riffreportern.
  • HIER seinen Blog Newsletter Epigenetik
  • HIER findest du sein brandaktuelles Buch: Die Vermessung des Leben: Wie wir mit Systembiologie erstmals unseren Körper ganzheitlich begreifen – und Krankheiten verhindern, bevor sie entstehen.

 

Foto: THOMAS DUFFLÉ

157 – Gesundheit & Abnehmen: Wie Fett gesund & schlank macht! (2)

Wie lange dauert abnehmen?

In dieser Episode tauchen wir weiter in die Welt der Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren ein.

 

Du erfährst:

 

  • In welchem Verhältnis Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren in unserem Körper sein sollten, um Heilungsprozesse zu fördern. 
  • Wie schnell es passieren kann, dass sich dieses Verhältnis verschiebt. 
  • Welche Nahrungsmittel viel Omega-6 enthalten und damit entzündungsfördernd sind. 
  • Welche Nahrungsmittel von Natur aus ein gutes Omega-6: Omega-3 Verhältnis haben. 
  • Welche Pflanzenöle okay sind und welche du aus deiner Küche entfernen solltest. 

Aus der letzten Episode weißt du nun, dass es Fette gibt, die aus Sicht unseres Körpers ein neuer Feind sind: Die Transfettsäuren, deklariert auf den Verpackungen als gehärtete oder teilgehärtete Fette. Und dass Fette in frischer, natürlicher Nahrung alle ihre Daseinsberechtigung haben. 

Wir haben auseinanderdividiert, dass die Fettsäuren aus der Omegafamilie das Immunsystem massiv unterstützen, indem sie Heilungsprozesse anstoßen oder abschalten.

 

Wie wirken Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren?  

 

Ich möchte dir ein konkretes Beispiel geben, wie Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren als absolutes Powerteam dafür sorgen, dass Wunden in deinem Körper oder auf deiner Haut wieder heilen.  

Stell dir vor, du schneidest dich in den Finger. Dein Immunsystem muss nun schleunigst aktiv werden, denn es gibt eine Menge zu erledigen. 

Im ersten Schritt müssen Eindringlinge wie Bakterien sofort abgefangen und eliminiert werden. 

Dann muss das zerstörte Gewebe repariert werden. 

Der Heilungsprozess beginnt genau in dem Moment, in dem du dich schneidest. Das schlaueste, ausgeklügeltste, geschickteste und am besten trainierte System in deinem Körper ist das Immunsystem.

Es hat in vielen Millionen Jahren gelernt, alles dafür zu tun, um dein Überleben zu sichern. Wenn das mit den Wunden früher nicht gut geklappt hätte, wären wir wegen jeder kleinen Verletzung gestorben. Medikamente und ärztliche Versorgung gab es nicht. Alles ist und war darauf ausgerichtet, dass wir diese Verletzung überleben. 

Okay! Du schneidest dir also in den Finger. Stell dir jetzt eine Reihe Dominosteine vor, in der die Steine nach und nach umfallen. Jeder Stein sorgt für den nächsten Schritt im Heilungsprozess. 

Der Heilungsprozess startet mit einer Entzündungsreaktion. Und der erste Stein der umfällt wird von Omega-6 angeschubst. Omega-6 wirkt entzündungsfördernd und stellt den Prozess auf ON. So wird das Immunsystem an den Ort des Geschehens gelockt. 

Noch mal zur Erinnerung: Die Fettsäuren, die du über z. B. Fisch und Algen aufgenommen hast, werden auch in die Zellmembran eingebaut. Das ist die Haut um jede einzelne deiner vielen Billionen Körperzellen.

Zellen werden den ganzen Tag auf und ab gebaut und damit auch die Zellmembran. Du bestimmst über deine Nahrung, aus welchen Fetten die Haut deiner Körperzellen besteht. Aus den unnachgiebigen Transfettsäuren aus Chips und Backwaren. Oder aus den fluffigen Fettsäuren aus Fisch, Meeresfrüchten, Algen, Olivenöl und Avocado. 

Okay! Du hast nun eine Wunde in deinem Finger. Zu Beginn der Entzündung wird Gewebe zerstört. 

In der Zellmembran enthaltende Omega-6-Fettsäuren (Arachidonsäure (AA)), werden jetzt in Enzyme umgewandelt und so zu pro entzündlichen Botenstoffen (Prostaglandin E2). Noch mal: Die Entzündung muss angeschaltet werden, damit das Immunsystem aktiv wird und der Heilungsprozess in Gang kommt. 

Die Symptome einer Entzündung kennst du: Die betreffende Stelle wird warm und rot, schwillt an. Du kannst den Finger evtl. nicht mehr gut bewegen und er tut weh. 

Ab einem bestimmten Punkt kippt das Geschehen. Es wäre ja blöd, wenn das jetzt immer so weitergehen würde. Die Entzündung muss gestoppt werden. Und das machen jetzt die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. 

Sie kommen angeflitzt und regulieren das aktivierte Immunsystem wieder runter. Sie sagen im Prinzip: Hallo Omega-6! Danke für deinen Einsatz. Das Immunsystem ist an Ort und Stelle und hat seine Arbeit aufgenommen. Du kannst aufhören, den Entzündungsprozess anzufeuern, ich leite jetzt die Wundheilung ein. Die Schwellung geht zurück, die Kruste auf der Wunde wird kleiner. 

Okay! Was wir aus all dem schließen können: Ist das Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren gestört, läuft ein Heilungsprozess nicht optimal ab. Und ja, das passiert dann, wenn es viel zu viele Omega-6 Fettsäuren und sehr wenige Omega-3 Fettsäuren im Körper gibt. 

Viele moderne Erkrankungen, z.B. autoimmune Störungen, stehen in Verbindung mit einem stark irritierten Immunsystem. Omega-3 Fettsäuren haben eine regulierende Wirkung auf ein überaktives Immunsystem. Unterstützen aber auch ein schwaches Immunsystem bei der Arbeit.

 

Welches Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis brauchen wir? 

 

Ein optimales Verhältnis wird in der wissenschaftlichen Literatur mit 3:1 beschrieben. Anthropologen haben festgestellt, dass auch unsere Vorfahren dieses Verhältnis in ihrer Nahrung hatten. Das heißt auf 3 Teile Omega-6 (entzündungsfördernd) sollte 1 Teil Omega-3 (entzündungshemmend) kommen.

Doch die Realität sieht leider anders aus: Laut aktuellen Studien haben Westeuropäer ein Verhältnis von 16:1 im Körper. Das hat zur Folge, dass das Immunsystem den „Ausschaltknopf“ für Entzündungen nicht mehr findet. 

Wie schon in der letzten Episode erwähnt, kannst du dieses Verhältnis messen lassen. 

Gut, jetzt wäre es gut zu wissen, wo wie welche Fettsäuren finden. Wo wir Omega-3 Fettsäuren finden, haben wir in der letzten Episode schon besprochen: Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere, Algen. 

Wie war das noch mal mit den pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren: An Omega-3-Fetten aus Pflanzen ist für den Körper schwer ran zu kommen. Durch den Umbauprozess von ALA (Alpha-Linolsäure) in EPA und DHB kommt nur ein Bruchteil des pflanzlichen Omega-3 im Körper an. 

Leinöl ist deshalb eine nette Unterstützung, doch ganz sicher nicht dazu geeignet, für einen ausgeglichenes Omega-6 : Omega-3 Verhältnis zu sorgen. 

Das Problem in unserer heutigen, schnelllebigen Ernährung: Es gibt eine Menge Nahrung, die Omega-6 Fettsäuren enthält.

 

Nahrungsmittel, die vor allem Omega-6 Fettsäuren enthalten: 

 

Getreide, Butter, Eier, Geflügel, Fisch, Fleisch aus konventioneller Tierhaltung. Weil die Tiere mit Getreide statt mit (artgerecht) mit Gras gefüttert werden, verschiebt sich das Omega-6: Omega-3 Verhältnis in Fleisch von Tieren aus Masttierhaltung extrem. 

Nahrung in Bioqualität oder Fleisch von Tieren aus Weidehaltung ist da dann auf jeden Fall die bessere Wahl. 

Doch auch gesunde Nahrung kann Omega-6-lastig sein: zum Beispiel Nüsse, Kerne und Samen wie Cashewkerne, Haselnüsse, Mandeln, Pecannuss, Paranuss, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, Pistazien, Sesam und Mohn. 

Deshalb ist meine Empfehlung auch immer: 1 Handvoll Nüsse am Tag. Dann überwiegen die Vorteile all der anderen tollen Substanzen in Nüssen: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente. Und Nüsse sind ja auch kleine Eiweißbomben. 

Ein gutes Omega-6 : Omega-3 Verhältnis haben übrigens Walnüsse, Macadamianüsse, Leinsamen, Chiasamen, Hanfsamen. 

Werfen wir einen Blick auf die Pflanzenöle, kann man auch wieder differenzieren: 

Leinöl, Rapsöl, Chiaöl, Hanföl, Walnussöl und Olivenöl sind im grünen Bereich. 

Sehr Omega-6-lastig sind Sojaöl, Weizenkeimöl, Margarine, 

Hochgradig Omega-6-lastig: 

  • Maiskeimöl: 57:1
  • Kürbiskernöl 102:1
  • Traubenkernöl 137:1
  • Distelöl 159:1
  • Sonnenblumenöl 281:1
  • Sesamöl 213:1

Omega-6-lastige Mehle: Weizenmehl und Weizenvollkornmehl. 

Omega-6-lastiges Hülsenfrüchte: Sojabohnen

Ich verlinke dir noch eine aussagekräftige Tabelle, die ich für dich recherchiert habe. 

Darfst du jetzt keine Haselnüsse mehr essen oder ein gutes Kürbiskernöl über deine Kürbiscremesuppe träufeln? Natürlich darfst du das. Du kannst Omega-3-reiche Lebensmittel entgegensetzen: 

Dazu gehören ganz vorne an der Spitze Hering, Lachs, Makrele, Sardine und Thunfisch. Dann Forelle, Hummer, Rotbarsch, Garnelen, Tintenfisch, Jakobsmuscheln. 

Gerne aus artgerechter Fischzucht. Wenn der Fisch aus großen Zuchtanlagen kommt, kannst du davon ausgehen, dass das Omega-6 : Omega-3 Verhältnis komplett verschoben ist. 

Noch ein Tipp: Entscheide dich für die kleinen Fische! Sie sind am wenigsten belastet. Es gibt noch Fanggebiete, die nicht überfischt sind. Du kannst das sehr gut nachlesen im Fischratgeber vom WWF nachlesen, den ich dir weiter unten verlinkt habe.

 

Noch ein paar Fett-Facts, damit du endlich mehr Fett isst!

 

  • Fett sparen ist keine gute Idee! Fette sind gesund. Unser Körper braucht sie jeden Tag: Es gibt Vitamine, die Fett brauchen, um verstoffwechselt zu werden (EDEKA), Fett wird gebraucht, um schöne Hormone zu bauen. Bestimmte Fettsäuren regulieren den Blutdruck. 
  • Wenn du über viele Monate zu wenig Fett zu dir nimmst, weil überall erzählt wird, dass du Kalorien sparen musst, um abzunehmen, musst du mit gesundheitlichen Konsequenzen rechnen. Du kannst sich schlapp fühlen, schnell frieren, Haare verlieren oder unkonzentriert sein. Dein Immunsystem wird geschwächt, die Infektgefahr steigt. Beschwerden in den Wechseljahren werden verstärkt. 
  • Eine fettarme Ernährung bewirkt ein Absinken der körpereigenen Hormonproduktion und damit eine Verlangsamung des gesamten Stoffwechsels.
  • Was bedeutet eine fettreiche Ernährung für die Blutwerte? Zellen sind mit Membranen umschlossen, die Fett brauchen. Was die Membrane schädigt und zu Arteriosklerose und Herzinfarkt führt, sind aus Sicht deines Körpers unnatürlich hohe Mengen Zucker und damit ständig erhöhte Blutzuckerwerte. Wenn du den Zucker gegen gute Fette austauschst, werden deine Zellmembrane und damit auch deine Blutgefäße geschmeidiger und gut geschützt gegen Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

Wie viel Fett soll ich denn überhaupt essen? 

 

Aufgrund der aktuellen Literatur und meiner langjährigen Erfahrungen als Abnehm-Coach empfehle ich, mindestens 50 % der Energie durch Fettsäuren aufzunehmen. 

Hierzu ein Beispiel: Bei einem Kalorienbedarf von 1800 Kalorien wären das 900 Kalorien aus Fett. 900 geteilt durch 9 (1 g Fett = 9 Kilokalorien): 100 g Fett pro Tag. Ich rede jetzt natürlich nicht von Croissants und Chips! Dafür von all den guten Nahrungsmitteln, die wir in dieser und der letzten Episode, besprochen haben.

 

Noch ein paar Praxistipps zu Schluss:

 

Gebe ein hochqualitatives Olivenöl und eine Handvoll Nüsse pro Tag über Salat und Gemüse

Wenn Du etwas scharf anbraten willst, nimm ein natives Bio-Kokosöl oder Ghee (geklärte Butter). Sie haben jeweils einen höheren Rauchpunkt. 

Vergiss fettreduzierte Milchprodukte. Nie wieder Magerquark! 

Greife zur Butter statt zur Margarine

Iss so oft wie möglich Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere, Algen

Gleiche als Vegetarier/Veganer mit z.B. Algenkapseln aus

 

Quellen:

 

151 – Sonne satt in jeder Körperzelle! Welchen Einfluss hat Vitamin D auf Gesundheit & Gewicht? (1)

Wie lange dauert abnehmen?

Sonne satt in jeder Körperzelle! Welchen Einfluss hat Vitamin D auf Gesundheit & Gewicht?

 

Interview mit dem Vitamin D Experten Dr.med. Raimund von Helden.

 

In dieser Episode interviewe ich den Vitamin D Experten Dr. med. Raimund von Helden. Vitamin D ist immer auch ein Thema in meinem ISS DICH GLÜCKLICH Coaching. Ich habe Raimund von Helden eingeladen, um das Sonnenvitamin, das eigentlich ein Hormon ist, mal von allen Seiten zu beleuchten.

 

Bevor es losgeht ein wichtiger Hinweis in eigener Sache:

 

Zunächst mal was ganz Wichtiges! Die Türen zum ISS DICH GLÜCKLICH! Sommercamp sind ab heute 10. Juni 21 geöffnet. Aber Achtung: Nur für ein paar Tage, genauer gesagt bis Samstag. Dann schließen sich die Türen zu meinem Erfolgs-Gruppencoaching bis zum Herbst. Du hast nun alle Möglichkeiten dieser Welt, den Sommer zu nutzen und deine Pfunde like ice in the sunshine kontinuierlich schmelzen zu lassen.

Falls du auf der Warteliste stehst, hast du diese Info schon längst in deinem Postfach. Falls du jetzt denkst: Yes! Das klingt richtig gut, lass dich noch schnell auf die Warteliste setzen. Ich vergebe maximal 20 Teilnehmer:innenplätze. Ich sende dir gerne die Angebots-und Buchungsseite hinterher, wenn ich noch einen Platz freihabe.

JA! Und dann geht es deinen Pfunden an den Kragen. Du buchst dir deine neue, beste Abnehmfreundin, ich bin 10 Wochen die ganze Zeit an deiner Seite. Diesmal kann nichts schiefgehen. Dass Sommercamp findet natürlich online über Zoom statt. Du kannst von überall auf der Welt teilnehmen. Du brauchst lediglich eine Internetverbindung.

 

Zurück zum Thema Vitamin D und zu meinem Interviewgast:

 

Dr. med. Raimund von Helden ist als Facharzt für Allgemeinmedizin und Diabetologe in Lennestadt (NRW) tätig. Seit 2005 erforscht er den Vitamin-D-Mangel. Er entdeckte und beschrieb als einer der Ersten das Vitamin-D-Mangel-Syndrom.

Das Phänomen der Heilung alltäglicher Beschwerden durch hochdosiertes Vitamin D präsentierte er 2009 auf dem „14. INTERNATIONALEN VITAMIN-D-WORKSHOP“ in Brügge, Belgien.

Dem deutschen Fachpublikum wurde das Phänomen 2011 in Berlin, Charité beim „VITAMIN-D-UPDATE“ 2011 und 2013 vorgestellt. Viele tausend Patienten erfahren seitdem  Jahr für Jahr den Nutzen des Vitamin D in seiner Praxis.

Als Hausarzt überprüft er täglich den Nutzen der Vitamin-D-Therapie. Dr. von Helden ist Autor des Vitamin-D Ratgebers „Gesund in sieben Tagen, Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“ und weiteren Fachbüchern. Ich war ganz sicher eine seiner ersten Leserinnen, als das informative Büchlein mit sehr vielen Fallberichten rauskam.

 

In diesem ersten Teil des Interviews erfährst du:

 

  • Was Jamaica mit deinem Vitamin-Spiegel zu tun hat.
  • Welchen Vitamin-D-Spiegel Dr. med. Raimund von Helden empfiehlt.
  • Für wen ein optimaler Vitamin-D-Spiegel besonders wichtig ist.

 

Möchtest du mehr über Raimund von Helden erfahren?

 

Links zu allen Service-Seiten, die in dieser Episode angesprochen wurden:

100 – Bin ich ein Zuckerholiker? 13 Anzeichen einer Zuckersucht!

Anzeichen Zuckersucht

13 Anzeichen für eine Zuckersucht!

 

Kennst du das? Du hast ausgiebig gegessen. Eigentlich bist du satt. Und kurze Zeit später denkst du: Irgendwas muss ich jetzt noch naschen.

Ein Stückchen Schokolade vielleicht. Oder zwei! Ach, jetzt ist es auch schon egal. Und weg ist die Tafel Schokolade. Und damit circa. 20 Stücke Würfelzucker auf einen Schlag!

Wenn du meinen Podcast schon eine Weile hörst, weißt du, was jetzt los ist in deinem Körper. Falls nicht, hör gerne zuerst in die Episode 002 hinein, in der es um den Schnecken- und Raketenzucker geht.

Erwähnenswert ist jetzt alles, was du sonst noch gegessen hast: Müsli, Honig auf dem Brötchen morgens, die Käsestulle zwischendurch, abends Pizza, Pasta oder Kartoffeln. Ich sag dir lieber nicht, wie viele Stücke Zucker da noch zusammen kommen.

Nur so viel: Es läppert sich! Raketenzucker ohne Ende. Dein Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn!

Obendrauf auf die Zuckerbilanz kommt der Zucker aus der gesunden Kost: Obst, Gemüse, Salat. Yes! Da ist auch Zucker drin. Allerdings der superlangsame Schneckenzucker, der dir nichts tut.

Und soll ich dir noch was sagen: Mit diesem Speiseplan (Müsli, Honig, Stulle, Pizza, Pasta) bist du der Lust auf Schokolade, Lakritz, Kuchen, Plätzchen, Chips, Flips und Salzstangen wehrlos ausgeliefert.

Kommt jetzt noch eine Portion Stress, Traurigkeit oder Ärger hinzu: Ende Gelände. Der süße Seelentröster MUSS jetzt her. Biologischer und emotionaler Heißhunger treffen aufeinander. Du hast keine Chance, diesem Kreislauf zu entkommen.

Du willst nur noch eins: Deine Zuckersucht besänftigen.

 

Da ist es! Das böse Wort Zuckersucht.

 

Gibt es sie eigentlich? Dann müsste es ja Entzugserscheinungen geben, wenn man ihn plötzlich weglässt, oder?

Wissenschaftler haben das in Tierversuchen längst untersucht. Sie konnten nachweisen, dass Ratten, die an eine regelmäßige Einnahme von Zuckerwasser gewöhnt waren, mit Entzugserscheinungen reagierten, wenn ihnen der Zucker wieder weggenommen wurde. Sie zeigten Anzeichen eines Entzugs wie Zähneklappern und Zittern.

Aus all meinen Coachings und Kursen und auch aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es Entzugserscheinungen gibt. Kein Zähneklappern und Zittern, doch schlechte Laune, Kopfschmerzen und weiche Knie.

In diesem Blogpost und in diesem Podcast habe ich dir erklärt, wie du an dieser Stelle vorsorgen kannst, damit dieser Kelch glimpflich an dir vorüber geht.

Doch ab wann ist man Zuckersüchtig? Wo kannst du dich selbst einsortieren? Lass uns mal schauen, welche Anzeichen darauf hinweisen können, dass du süchtig nach Zucker bist – und ob diese Sucht schon Folgen hat.

In diesem und diesem Blogcast (lesen und/oder hören) bin ich schon ausführlich drauf eingegangen, welche gesundheitlichen Folgen ein lang anhaltender Zuckerkonsum hat – wenn es Richtung Insulinresistenz und Diabetes Typ 2 geht.

Im Grunde kannst du die Anzeichen dieser Krankheit getrost dieser Liste noch hinzufügen. Doch es startet zunächst harmlos.

Ich habe dir 13 Anzeichen einer Zuckersucht zusammengestellt.

Mach dir eine Strichliste im Kopf! Wie viele Anzeichen treffen auf dich zu?

1. Heimliches Naschen

Ich hatte eine Kundin, die vor meinem Coaching immer anfing zu naschen, wenn die Kinder im Bett waren. Endlich konnte sie an die Süßigkeitenschublade.

Ich kenne auch Menschen, die Süßigkeiten ungern vor ihrem Partner, vor Kollegen oder Freunden mampfen. Erkennst du dich wieder? Du hast vielleicht ein bisschen Übergewicht und schämst dich dafür, dass du trotzdem Süßes isst. Kannst aber auch die Finger nicht davon lassen. Also naschst du heimlich?

 

2. Bunkern von Süßigkeiten

Schokoriegel, Gummibärchen und Lakritz sind Grundausstattung deiner Schreibtischschublade! Wenn fast nichts mehr da ist, kriegst du schon leichte Panik. Auf dem Nachhauseweg sorgst du noch schnell Nachschub! Auch für später auf der Couch. Beim Fernsehen. Nicht auszudenken, wenn nichts da wäre.

Süßigkeiten besorgen, obwohl die Geschäfte geschlossen sind!

Zur Not fährst du auch spät abends noch zur Tankstelle – und fängst schon im Auto an, Schokolade, Lakritz oder Chips zu essen.

 

3. Heißhungerattacken

Durch deinen ständig schwankenden Blutzuckerspiegel schaukelst du dich in Heißhunger hinein. Anfangs nimmst du das ganz gelassen hin. Schmeckt ja auch alles sehr gut. Hast du halt Heißhungerattacken. Na und?

 

4. Heißhunger Attacken & Schuldgefühle

Mittlerweile hat sich schon eine Menge Körperfett angesammelt – vor allem am Bauch. Du ahnst, dass Zucker es nicht gerade besser machen. Isst ihn aber trotzdem. Und hast sofort ein schlechtes Gewissen. Du schämst dich für dieses unkontrollierte Reinstopfen von schlechter Nahrung – die dir ja augenscheinlich nicht guttut.

 

5. Übergewicht

Kommt nicht von gesunder Kost. Das ist klar. Du isst zu viel Zucker! In deiner Nahrung, in den Snacks, abends auf der Couch. Jedes Jahr kommen zwischen drei bis fünf Kilo mehr auf die Hüften. Sind in fünf Jahren?

 

6. Diätkarriere

Du bist so in diesem Zuckerkreislauf gefangen, dass du Ernährungsumstellungen zwar startest, aber nach ein paar Tagen oder Wochen entnervt wieder aufgibst. Vor allem dann, wenn dir gesagt wird, dass du Kalorien sparen musst.

Dass das nicht funktioniert, habe ich hier und hier erklärt.

 

7. Schlafstörungen

Wenn abends noch sehr viel Energie in Form von Zucker reinkommt, verschiebt das deinen Biorhythmus. Du bekommst Schlafstörungen.

Schläfst schlecht ein und/oder durch. Wie du wieder besser schläfst habe ich HIER (Blog) und HIER (Podcast) erklärt.

8. Du kannst schlecht aufhören zu naschen!

Du kennst kein Ende, wenn du erst mal eine Tafel Schokolade aufmachst? Danach noch ein paar Chips. Dann die Gummibärchen. Zum Schluss noch mal Schokolade.

 

9. Müdigkeit

Es kostet deinen Körper eine Menge Energie, ständig diesen hohen Blutzuckerspiegel auszugleichen! Du fühlst dich müde, erschöpft und abgeschlagen.

 

10. Schlechtes Immunsystem

Ständige Erkältungen und Allergien können durch eine Besiedlung der Darmflora, der Sitz des Immunsystems, mit zu vielen Hefebakterien beeinflusst sein. Das Ungleichgewicht dieser Bakterienkulturen wird u. a. durch einen übermäßigen Zuckerkonsum beeinflusst.

 

11. Du brauchst nach dem Abendessen noch was Süßes!

Dein Körper schaukelt sich über die sonstige zuckrige Nahrung in deinen Mahlzeiten von einem Blutzuckeranstieg zum nächsten. Zwischendurch fällt dir der Blutzuckerspiegel immer wieder in den Keller.

Zusätzlich kann dein Körper bereits auf Zuckerkonsum konditioniert sein und bestimmte Alltagssituationen mit dem Konsum von Zucker und dem damit einhergehenden Zuckerkonsum verbinden.

 

12. Du kriegst schlechte Laune, wenn kein Zucker in Reichweite ist

Ohne die tägliche Ration Schokolade, Kuchen, Gummibärchen oder Keksen nerven die Kollegen, Partner, Kinder, Freunde. Du wirst zu einer explosiven Gefahr für deine Umgebung.

 

13. Du brauchst Zucker, wenn du gestresst bist

Du brauchst zum Beispiel das beruhigende Gefühl von schmelzender Schokolade im Mund. Das ist leider nur ein kurzes Vergnügen, denn auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels folgt dessen stärkeres Absinken als zuvor. Die Folge: Der Körper verlangt Nachschub.

Hast du dich in vielen Anzeichen für eine Zuckersucht wiedererkannt?

Dann möchte ich dich jetzt ermutigen, die Kehrtwende zu machen!

HIER (Podcast) und HIER (Blog) gehts um den Zuckerentzug.

Hol dir die Anleitung „Naschen, trotzdem nicht zunehmen“ wenn du erste Schritte in die richtige Richtung machen willst.

Die Anleitung heißt „Naschen trotzdem nicht zunehmen!“ Tipp: Lass das naschen, nutze die Tools und beoachte, was passiert 😉

Shownotes

Du findest sämtliche Hilfestellungen direkt im Text (farblich hinterlegt).

156 – Gesundheit & Abnehmen: Wie Fett gesund & schlank macht! (1)

Wie lange dauert abnehmen?

 

Heute wirds deftig! In den nächsten beiden Episoden reden wir über: Fette! Wir schauen uns an, welche gesundheitsschädlich und welche lebenswichtig sind.

Ich klamüsere dir auseinander, in welcher Kombination sie eine positive Wirkung auf deine Gesundheit, dein Wohlbefinden und damit auch auf dein Körpergewicht haben. Nach diesen beiden Episoden wirst du genau verstehen, warum Fette so wichtig für deinen Körper sind. Viel Spaß!

 

In dieser Episode erfährst du:

 

  • Auf welche Fette du verzichten solltest.
  • Den Unterschied zwischen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.
  • Welche Fette Entzündungen an – und abschalten.
  • Warum du schlecht abnimmst, wenn dein Immunsystem hyperaktiv ist.

Für dieses Thema rund um gute und schlechte Fette möchte ich in diesem ersten Teil zunächst ein wenig ausholen, um es dir so verständlich wie möglich zu machen, wie dieses Puzzlesteinchen in das Spiel rund um die Themen Gesundheit und Abnehmen passt.

 

Ich habe das schon oft erzählt: Kein Mythos ist schwerer aus dem Kopf meiner ISS DICH GLÜCKLICH! Teilnehmerinnen herauszubekommen wie:

Fett macht fett!

Wenn ein Mensch anfängt, Fett zu sparen, um abzunehmen, geht das ganze Desaster schon los. Denn jetzt werden ja alle Fette gespart. Und oft sind es genau die, die uns so guttun. Die so wichtig sind. 

Ich stelle auch immer wieder fest, wie verunsichert die Menschen sind.

 

Ich höre in Coachings und Workshops oft Fragen wie:

 

  • Welche Fette sind denn nun gesund?
  • Was sind eigentlich Omega-3 Fettsäuren? Ich hab gelesen, dass die wichtig sind. Doch warum ist das so? Wo sind die drin?
  • Und was ist mit Omega-6-Fettsäuren. Sind die auch wichtig?
  • Auf meiner Leinöl-Flasche steht: Reich an Omega-3-Fettsäuren. Reicht es, wenn ich ordentlich Leinöl über meinen Salat kippe?
  • Worauf muss ich als Vegetarier/Veganer achten?

 

Zunächst mal: Diese ganze „gesunde Fette Geschichte“ ist eine ziemlich große Sache für dein Immunsystem. Es gibt Fette, die wie Eindringlinge bekämpft werden. Andere wieder zünden Entzündungen an, wirken also entzündungsfördernd. Andere schalten Entzündungen aus, wirken entzündungshemmend.

Damit keine Missverständnisse entstehen:

 

Eine Entzündung ist nichts Schlimmes.

 

Im Gegenteil. Jede Heilung startet mit einem Entzündungsprozess. So wird das Immunsystem angelockt und scharf geschaltet. Hallo, liebes Immunsystem, schau mal, ich hab eine Entzündung gestartet, damit du weißt, wo es was zu tun gibt.

Genau an dieser Stelle spielen Fettsäuren bereits eine bedeutende Rolle. Für das Anschalten dieser Reaktion sorgen Omega-6 Fettsäuren.

Wichtig zu wissen: Ein aktiviertes Immunsystem verbraucht eine Menge Energie. Es wäre also gut, wenn die Entzündung zuverlässig wieder gestoppt wird.

Und das macht wieder eine andere Fettsäure: Omega 3.

Zusammengefasst: Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle, wenn es um das ein- und ausschalten von Entzündungsprozessen geht. Du kannst dir vielleicht vorstellen, welchen Stress es in deinem Körper gibt, wenn Entzündungsprozesse nicht mehr abgeschaltet werden können.

Jetzt wird unglaublich viel Energie für das hungrige Immunsystem gebraucht. Denkt dein Körper jetzt: Ach, die Fettreserven, die lass ich gerne los. Ist ja alles in Ordnung.

Oder denkt er eher: Neeee, hier gibt es gerade richtige Probleme. Das Immunsystem ist ständig aktiv, ich weiß nicht, wie lange das noch dauert. Die Reserven auf Bauch, Beine, Po: Damit geh ich mal lieber sparsam um.

Stress gibts aus Sicht deines Körpers nämlich nicht nur in deinem Terminkalender. Sondern auch innerhalb deines Körpers. Ich erzähle immer wieder von einem wichtigen Satz, den uns einer meiner Lieblingsdozenten Prof. Dr. Leo Pruimboom von der kPNI Akademie immer wieder um die Ohren gehauen hat:

 

Ist all about Energy!

 

In unserem Körper geht es den ganzen Tag um eine sinnvolle Verteilung von Energie. Darum die Ressourcen gut auszubalancieren, damit alle Systeme zuverlässig mit Energie versorgt werden.

Um für alle lebenswichtigen Prozesse im Körper genug Energie zur Verfügung zu haben, schlichtweg, um dein Überleben zu sichern. Auf die Evolutionsgeschichte bezogen: Um das Überleben Homo sapiens zu retten.

Diese Sache mit der Energie stand immer an Nummer eins. Und Ressourcen wie das Fett auf deinen Hüften werden in einer Situation, in der dein Körper sich nicht sicher sein kann, ob das Problem (chronische Entzündungen oder auch chronischer Stress) denn nun bald mal gelöst wird, nicht so einfach abgegeben.

Aus anderen Episoden weißt du schon, dass das Immunsystem in einem gesunden Körper nur nachts sehr aktiv ist. Tagsüber ist es zwar anwesend, doch eher in einem aufmerksamen Ruhezustand. Nachts verbraucht es viel Energie. Tagsüber normalerweise wenig.

Gibt es Entzündungsprozesse, die sich nicht beruhigen, ist es auch tagsüber aktiv. Und schnappt sich jetzt jede Menge Energie, die tagsüber eigentlich dem Gehirn zusteht.

Klar, dass dein Gehirn jetzt nicht seine volle Leistungsfähigkeit hat. Und das können auch niedriggradige Entzündungen sein (silent Inflammation), die z. B. durch ein leaky gut einem löchrigen Darm entstehen. Entzündungen auf ganz keiner Flamme kriegst du nicht wirklich mit.

Sie lassen sich im Blut nachweisen, doch auch hier müssen Laborparameter hinzugezogen werden, die nicht in einem normalen Blutbild stehen. Diese unterschwelligen Entzündungen sind dann ein Auslöser etlicher Krankheitsbilder und Befindlichkeitsstörungen.

So, jetzt muss ich mal langsam den Bogen zu den Fettsäuren schlagen, nicht wahr?

Okay, ich habe gerade von Entzündungsprozessen gesprochen. Welche können das noch sein? Zum Beispiel eine autoimmune Störung wie eine Hashimoto, eine Neurodermitis, Psoriasis. Entzündungsprozesse, die nicht zur Ruhe kommen, die chronisch sind.

 

Das kann auch eine Achillessehnenentzündung sein, die nicht heilt. Oder Gelenke, die aufgrund einer rheumatoiden Arthritis (auch ein Autoimmunerkrankung) schmerzen.

Du wirst sehen, dass es am Ende nicht darum geht, welche Fette du isst, sondern darum, in welchem Verhältnis die wichtigen Fettsäuren Omega-3 und Omega 6 in der Nahrung vorhanden sind. Und welche du dann am Ende regelmäßig auf deinem Teller hast. Und welche nicht.

Ein ausgeglichenes Omega-6:Omega-3 Verhältnis im Körper ist ein wichtiges, großer Puzzlestein, um aus der Nummer der chronischen Entzündungsprozesse und Befindlichkeitsstörungen rauszukommen.

 

Ein weiterer großer Player ist Vitamin-D. Ich habe in den Episoden 151 und 152 den Vitamin-D Experten Dr. Raimund von Helden dazu interviewt.

 

Zum Omega-3 wurden folgende Abhängigkeiten erforscht:

 

  • Verminderung des Risikos einen plötzlichen Herztod zu erleiden.
  • Verminderung des Schlaganfall-Risikos.
  • Wichtig für eine optimale Gehirnentwicklung von Babys – schon in der Schwangerschaft.
  • Alzheimer Patienten zeigen eine Besserung der Kognition und Demenzentwicklung durch erhöhte Zufuhr von Omega-3.
  • Ein Omega-3 Mangel kann bipolare Störungen und Depressionen begünstigen.
  • Schizophrene Patienten weisen haben tendenziell zu wenig Omega-3-Fettsäuren im Blut.
  • Bei Kindern mit einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom kann man niedrigere Omega-3 Fettsäurespiegel feststellen als bei gesunden Kindern.
  • Einfluss auf die Gehirnfunktion: Ein Mangel kann dazu führen, dass du dich schlecht konzentrieren kannst oder sich müde und schlecht gelaunt fühlst.
  • Schlechtere Sehkraft: Ein Omega-3-Mangel kann zu trockenen Augen führen und das Risiko einer Erkrankungen der Netzhaut erhöhen.
  • Omega-3 ist wichtig fürs Herz: Die Fettsäuren haben einen positiven Einfluss auf Ihr Herz und Ihren Stoffwechsel.
  • Haut- und Gelenkprobleme: Das Fehlen der wichtigen Fettsäuren kann zu Gelenkschmerzen führen.

Okay! Wie können wir gesunde und ungesunde Fettsäuren am einfachsten unterscheiden? Alle Fette, die in frischer, natürlicher Nahrung vorkommen, ob in Fisch, Fleisch, Pflanzen, Nüssen, Kernen, Ölen haben ihre Daseinsberechtigung.

Wir essen sie seit vielen Millionen Jahren. Die Mythen behafteten gesättigten Fettsäuren wie die hochgelobten ungesättigten Fettsäuren. Unser Körper kann damit umgehen. Sie sind alte Freunde unseres Organismus. Wichtig ist, die Balance, in der sie aufgenommen werden.

 

Du kannst dir sicher vorstellen, dass das Fett aus Avocado, Olivenöl oder Hering aus Sicht deines Körpers eine andere Qualität hat als das Fett aus Pommes frites, Bratwurst, Backwaren oder Chips.

Und das wären dann auch schon die Fette, von denen die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und auch ich dringend abraten möchte: Transfettsäuren.

Das sind chemisch hergestellte, stark erhitzte Fette, die du vor allem in Fertignahrung wie Backwaren, Panaden, Süßigkeiten und Knabberzeug findest.

Weil das Thema rund um die Transfettsäuren so wichtig ist, habe ich dazu bereits mit der Folge 036 eine Podcastepisode produziert: Killerfette! Die Dosis, die das Gift macht ist winzig.

 

Wenn du Glück hast, werden Transfette deklariert:

 

als gehärtete oder teilgehärtete Fette. Das meiste, was du in Form von Teilchen oder Kuchen beim Bäcker bekommst, wird ebenfalls einen größeren Anteil gehärteter Fetten haben.

Im Zweifelsfall fragst du die Bäckereifachverkäuferin. Sie müssen eine Zutatenliste parat haben. Die WHO schreibt in ihren Richtlinien, dass wir nicht mehr als 4 g Transfettsäuren am Tag aufnehmen sollten. Ein einziges Croissant hat bereits fast 1 g. In 100 g Chips gibts 7 g der Killerfette. Heftig, oder?

Damit haben wir die richtig üblen Fette schon mal ausgeklammert.

Okay, lasst uns mal ganz vorne anfangen! Was ist so wichtig an den Omega-3-Fettsäuren? Zunächst mal: Omega3- und auch Omega-6 Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren.

Das bedeutet, dass dein Körper sie sich nicht selbst herstellen kann. Er ist darauf angewiesen, dass du sie ihm regelmäßig zuführst. Damit wäre die Frage: Warum sind Omega-3-Fettsäuren so wichtig bereits beantwortet.

 Zu den Omega-3-Fettsäuren gehören die Alpha-Linolsäure (ALA), die in Pflanzen vorkommt. In tierischen Lebensmitteln finden wir die Omega-3-Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure).

 EPA und DHA findest du in ausreichenden Mengen vor allem in Fisch, Meeresfrüchten, Schalentieren und in Algen. Außerdem in Geflügel und Fleisch aus Bio- oder Weidehaltung. In Fleisch, das aus der Massentierhaltung kommt, findest du vor allem Omega-6-Fettsäuren. Wir werden uns gleich noch ansehen, welchen Unterschied es zwischen den beiden Fettsäuren gibt.

EPA und DHA aus Meerestieren und Algen können sehr gut vom Körper aufgenommen werden. Dagegen muss das pflanzliche Omega-3 muss erst sehr kompliziert in EPA und DHA umgebaut werden, damit wir was davon haben.

Studien zeigen, dass etwa 5–10 % der aufgenommenen α-Linolensäure in EPA und 2–5 % in DHA umgewandelt werden. Es kommen also nicht 100 % an wie bei den Omega-3-Fettsäuren aus Meerestieren und Algen. Sondern nur ein Bruchteil. Was bedeutet, dass Vegetarier und Veganer sich etwas einfallen lassen müssen. Mein Mann ist Veganer. Er versorgt sich über Algenkapseln mit Omega-3-Fettsäuren.

Wie ist das jetzt mit Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Wie hängt das alles zusammen? Warum sagt mir keiner, dass ich auf Omega-6 Fettsäuren achten soll? Dafür steht auf vielen Produkten wie z. B. Leinöl: Reich an Omega-3-Fettsäuren. Kann ich dann nicht Leinöl statt Sardinen nehmen?

An dieser Stelle gehts im 2. Teil spannend weiter. 

155 – Fit, schlank, gesund? Interview mit einer echten Biohackerin: Isabel Brandau (3)

Wie lange dauert abnehmen?

Fit, schlank, gesund? Interview mit einer echten Biohackerin: Isabel Brandau! (3)

 

Wie du an den biologischen Stellschrauben deines wunderbaren Körpers drehst!

 

Du hörst den 3. Teil der Interviewserie mit einer echten Biohackerin: Isabel Brandau von „Lebenskunst in der 2. Lebenshälfte“. Isabels Motto: Gesund und bewusst bis zum Schluss! Auch mit den Tipps aus dieser Episode kannst du dein eigenes Lebenskunst-Projekt heute noch starten.

 

Warum wird eine Biohackerin eigentlich zur Biohackerin?

 

Wie kommt man auf die Idee, sehr bewusst kalt zu duschen, barfuß zu laufen oder ein Bad im Wald zu nehmen? 

Aus der Literatur weiß ich, dass einige über Befindlichkeitsstörungen oder chronischen Beschwerden zum/zur Biohacker:in geworden sind. Vielleicht ohne dass sie den Begriff Biohacker im Kopf haben. Sie haben eine Diagnose bekommen und sagen sich: Jetzt schau ich mal, wie ich meinen Körper unterstützen kann.

Ich habe letztens den Podcast von Madame Moneypenny Natascha Wegelin gehört. Ganz anderes Thema! Da gehts eigentlich um Geldanlagen. Doch Natascha Wegelin ist außerdem eine inspirierende Businessfrau. Sie erzählte, dass bei ihr die Autoimmunkrankheit Hashimoto diagnostiziert wurde.

Was sie nicht gemacht hat: Sich ihrem Schicksal ergeben und sich brav auf ein Leben lang Tabletten schlucken eingelassen. 

Im Gegenteil: Sie hat sich zunächst mal alles über Hashimoto angelesen, was sie finden konnte! Welche Ernährung ist jetzt wichtig? Was tut mir gut? Was nicht. Sie hat aufgehört Pommes zu essen. Wegen der entzündungsfördernden Omega- 6 Fette und Transfettsäuren darin. Sie hat ihre Ernährung Richtung Paleo umgestellt, treibt viel Sport und achtet auf sich. Macht Pausen. Meditiert.

Und ja: Das ist eine gute Möglichkeit, einer Autoimmunerkrankung die Stirn zu bieten. Eine Hashimoto ist ja keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Für ein aus dem Ruder gelaufenes Immunsystem. Irgendwas irritiert und stört es. Und die Nahrung ist ein großer Hebel, an dem man ansetzen kann. Man kann es also wieder beruhigen und damit autoimmune Störungen bis zu stoppen.

 

Nicht immer ist eine Krankheit der Anlass für Veränderung.

 

Und hinter dem Wunsch, den Körper zu unterstützen, muss nicht immer eine Krankheit stecken. Ich bin da das beste Beispiel. Ich möchte ja uralt werden. 105 Jahre, fit, munter, gesund, beweglich. Und immer noch auf einem Windsurfbord über den Atlantik schippernd.

Ich denke, das wird eher nicht funktionieren, wenn ich heute Raubbau an meinem Körper betreibe. Ihm nicht das gebe, was er erwartet. Zum Beispiel regelmäßig Tageslicht, gesunde Nahrung, Bewegung als Basis. On top ein achtsamer Umgang mit den Ressourcen meines Körpers.

Denn ich hab ja nur diesen einen Körper. Ich wohne darin. Also sehe ich zu, dass es ihm gut geht. Um ihm und mir die bestmögliche Chance zu geben, eine hohe Lebensqualität im Alter zu haben. 

In meinem ISS DICH GLÜCKLICH! Club üben wir gerade das kalte duschen, barfuß laufen und Waldbaden. Den ganzen Juli. Der Club ist ein Aufbauprodukt zum ISS DICH GLÜCKLICH! Coaching. Für alle, die nach dem Coaching weiter mit mir zusammenarbeiten wollen.

Der Wunsch nach dieser Möglichkeit kam von meinen Kunden, die sich sagen: Am Ball bleiben mit Daniela und einer motivierten Teilnehmergruppe ist doch viel einfacher, als das alles alleine zu wuppen.

In der letzten Episode wollte ich gerade auf einen Biohack zu sprechen kommen, den Isabel regelmäßig anwendet und den ich noch gar nicht kannte. Und genau an dieser Stelle gehts jetzt weiter. 

 

In diesem 3. Teil erfährst du u. a. 

 

  • Welchen Effekt Trampolin springen auf deine Gesundheit hat.
  • Warum den Körper schütteln auch neuronales Zittern genannt wird.
  • Warum Isabel viele gute Fette isst und welche das sind.
  • Mit welcher Art Nahrung du Darmbakterien sehr glücklich machst.
  • Isabels Kimchi-Rezept (zigmal wirksamer als ein gekauftes Probiotikum).

 

Möchtest du mehr über Isabel Brandau erfahren?

 

Hier geht’s zu ihrem sehr empfehlenswerten Podcast: Lebenskunst in der zweiten Lebenshälfte
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Hier gehts zur Buchempfehlung „Die Heilkraft der Kälte“ von Dr. Joseqhine Worseck
Hier zum Buch von Anja Leitz „Better Body Better Brain.