Wie lange dauert abnehmen?

 

Interview mit dem Vitamin-D Experten Dr.med. Raimund von Helden.

 

Vitamin-D ist immer auch ein Thema in meinem ISS DICH GLÜCKLICH Coaching. Ich habe Raimund von Helden eingeladen, um das Sonnenvitamin, das eigentlich ein Hormon ist, von allen Seiten zu beleuchten.

Dr. med. Raimund von Helden ist als Facharzt für Allgemeinmedizin und Diabetologe in Lennestadt (NRW) tätig. Seit 2005 erforscht er den Vitamin-D-Mangel. Er entdeckte und beschrieb als einer der Ersten das Vitamin-D-Mangel-Syndrom.

Das Phänomen der Heilung alltäglicher Beschwerden durch hochdosiertes Vitamin D präsentierte er 2009 auf dem „14. INTERNATIONALEN VITAMIN-D-WORKSHOP“ in Brügge, Belgien.

Dem deutschen Fachpublikum wurde das Phänomen 2011 in Berlin, Charité beim „VITAMIN-D-UPDATE“ 2011 und 2013 vorgestellt. Viele tausend Patienten erfahren seitdem  Jahr für Jahr den Nutzen des Vitamin D in seiner Praxis.

Als Hausarzt überprüft er täglich den Nutzen der Vitamin-D-Therapie. Dr. von Helden ist Autor des Vitamin-D Ratgebers „Gesund in sieben Tagen, Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“ und weiteren Fachbüchern. Ich war ganz sicher eine seiner ersten Leserinnen, als das informative Büchlein mit sehr vielen Fallberichten rauskam.

 

In diesem 1. Teil des Interviews erfährst du u.a.:

 

  • Was Jamaica mit deinem Vitamin-Spiegel zu tun hat.
  • Welchen Vitamin-D-Spiegel Dr. med. Raimund von Helden empfiehlt.
  • Für wen ein optimaler Vitamin-D-Spiegel besonders wichtig ist.

 

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Viel Spaß!

Ich freue mich total, hier so einen tollen Experten zu haben. Ich war ganz sicher einer der ersten Leserinnen deines Buches „Gesund in sieben Tagen – Erfolge mit der Vitamin-D Therapie“.

Als ich dich vor ein paar Wochen in einem Interview gesehen habe, war ich total angenehm überrascht, was du für eine ruhige, besonnene Ausstrahlung hast, wenn du über dieses Thema sprichst.

Ist Vitamin-D ein Vitamin oder ein Hormon?

 

Vielleicht kannst du erst mal den Unterschied erklären: Ist es ein Vitamin oder ein Hormon?

 

Also die Wahrheit ist sehr diplomatisch, d.h. es ist beides: sowohl Vitamin-D als auch Vitamin-D-Hormon.

Das erste Hormon, was man entdeckt hatte, war das der Nebennierenrinde aus dem Cortex, das Cortisol im Jahre 1957. Zu dem Zeitpunkt war bereits seit 1929 das Vitamin-D unterwegs, aber man hat es nicht erkannt.

Erst später hat man dann die Gene erkannt. Die steroidalen Hormone sorgen dann dafür – Cortisol und Vitamin-D sind ja Schwestersubstanzen – dass sie auf die DNA zugreifen und Stop and Go sagen.

 

Wieso gibt es so viele falsche Informationen über Vitamin-D?

 

Hormone sind praktisch unser Ampelsystem. Es sind die Generäle, die in der Großstadt am großen Pult sitzen, an den Gleisanlagen und sagen: Das soll laufen, das nicht. Und das wichtigste, erste und stärkste Regulationssystem überhaupt ist Vitamin-D.

Es ist so mächtig, dass alle im Gesundheitswesen Furcht und Respekt davor haben. Sie müssen es nach Kräften schlecht machen, weil sonst ihre einfachen, hinhaltenden, chronifizierenden Geschäftsmodelle nicht gut funktionieren. Immer, wenn die Medizin nicht weiterweiß, gibts erst mal Cortison, z. B. beim Hautarzt. 

Und Vitamin-D ist für diese Anwendung auch jeweils anwendbar. Man kann es sogar auf die Haut auftragen. All diese Dinge sind ungefährlicher und vielleicht sogar stärker und besser wirksam. Denn es baut ja den Knochen nicht ab wie Cortison, sondern es baut den Knochen auf.

 

Ich finde es auf jeden Fall schon mal gut, dass ein Mediziner mir und auch meinen Hörern das erzählt. Für mich ist ganz klar – wer heilt, hat recht.

Gerade in deinem Buch „Gesund in sieben Tagen“, dachte ich: Mein Gott, was für ein plakativer Titel. Aber du hast ja deine Patientengeschichten. Und du hast sie schon sehr lange. Wie lange versorgst du deine Patienten schon mit Vitamin-D?

 

Die eigentliche Entdeckung, dass Vitamin-D bei vielen Menschen ein Mangel ist und dass die Behebung dieses Mangels zu der Lösung von Problemen führt, das war im Jahr 2006. Das sind jetzt 15 Jahre.

Ich habe es auch in der Vitamin-D-Zeitung veröffentlicht, über 10.000 Vitamin-D-Spiegel allein in einem Jahrzehnt gemacht, sodass ich da sehr viel Erfahrung habe und diese Erfahrung im Internet weitergebe in meinem Vitamin-D-Service.

Ich habe einen Simulator entwickelt: eine Formel, damit man dieses perfekt wissenschaftlich handhaben kann. Und es ist viel wissenschaftlicher als manches, was sich sonst so anbietet, dass irgendwelche Produkte oder neue Medikamente auf den Markt kommen, wo man im Grunde nichts darüber weiß.

Das Vitamin-D ist seit Beginn der Evolution, seit den ersten Einzellern um Plankton im Meer im Einsatz. Die verwenden das, nur die Medizin heute mobbt das halt weg, weil es die einfachere Lösung war. 

Ich hatte heute Morgen in der Sprechstunde noch eine junge Frau mit Vitamin-D Mangel: immer Kopfschmerzen, Übelkeit, flaues Gefühl.

Und dieser Dauer-Kopfschmerz bei ansonsten gesunden jungen Menschen ist Ende Frühling, Richtung Sommer häufig ein Zeichen, dass Vitamin-D im Körper fehlt. Der Beweis ist dadurch zu bringen, dass man den Vitamin-D-Spiegel hoch setzt.

Und das ist die zweite Hürde: Die Pferde beim Springrennen scheitern am Doppeloxer, denn sie müssen ein Mal springen und kurz danach noch mal springen. Und das schaffen viele Pferde nicht. Und so ist das auch bei den Therapeuten in der Medizin. Es wird gesagt Ja, Sie haben Vitamin-D Mangel, aber jetzt haben wir den Wert ermittelt – 31 – das lassen wir jetzt so.

Jetzt muss man eigentlich diesen zweiten Sprung machen, den therapeutischen, dass man den Vitaminspiegel auf ein Jamaika-Level bringt von 80-90. Und dann sind auf einmal die Kopfschmerzen weg, die Depressionen weg.

Und das belegt den Nutzen: wenn lange bestehende Erkrankungen plötzlich in einer Woche weg sind – gesund in 7 Tagen – das ist dieser Effekt, den ich immer wieder beschreibe. Das gilt natürlich nicht für jede Krankheit. 

Und ich sage auch bei dieser Vitamin-D-Korrektur nie, dass ich das Blaue vom Himmel verspreche und sich alles ereignen wird. Ich sage Sie haben einen Vitamin-D Mangel. Der Wert ist nur 10 oder 20. Vergleichen Sie es mit dem Handy Akku, wenn es 10 oder 20 Prozent anzeigt.

Es könnte sein, dass die Tatsache, dass Sie keine längeren Videogespräche führen können (oder verschiedene Funktionen abgeschaltet werden oder dass es immer wieder abreißt) an dieser schlechten Akkuladung liegt.

Und dann laden wir einfach mal das Handy und sehen, welche Beschwerden noch da sind. Genauso ist das mit unserem Vitamin-D-Akku. Den kann man ganz gezielt laden über diesen Simulator. Da sieht man im Vornherein, welche Dosis erforderlich ist.

 

Für wen ist ein optimaler Vitamin-D-Spiegel besonders wichtig?

 

Was meinst du mit Jamaika-Level?

 

Wenn wir im Lotto gewinnen würden und sagen, unsere neue Wahlheimat ist Jamaika hätten wir nach etwa einem Monat einen Vitaminspiegel von 70, 80, 90, 100. Das kommt vor bei Leuten, die in diesen tropischen Zonen leben.

Und dann verschwinden auch viele Erkrankungen.

Gerade Menschen, die Auge in Auge mit ihrer Erkrankung leben, die jeden Tag:

  • rheumatische Beschwerden haben oder
  • Autoimmunerkrankungen oder
  • eine Colitis oder
  • immer Kopfschmerzen oder
  • Depressionen oder
  • Schmerzsyndrome.

Die Menschen spüren, dass es eben hierdurch auch eine Besserung gibt.

Ja, ich finde auch Vitamin-D ist ein riesengroßes Puzzle-Steinchen in dem Ganzen. Bei z. B. Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen.

 

Trotz Sonne Vitamin-D-Mangel?

 

Zu den Autoimmunerkrankungen kann man immer ganz toll in den Fachzeitschriften oder bei der Pharmaindustrie lesen Das ist der Boom Faktor, das ist die Goldgrube der Zukunft. Das ist wie: Liebe Hörerinnen und Hörer, ihr habt bald alle Autoimmunerkrankungen, angefangen mit Hashimoto, mit Colitis, mit Multiple Sklerose oder andere Dinge, wo sich Antikörper finden lassen.

Und da muss ich sagen – Hallo?! Warum tickt das Immunsystem nach Hunderttausenden von Jahren plötzlich aus? Es liegt einfach daran, weil diejenigen, die die Verantwortung für ordentliche Lebensbedingungen übernommen haben, also die Deutsche Gesellschaft für irgendwas, sagen Nein, nein, 1000 Einheiten genügen. Nicht in die Sonne, nicht zur Mittagszeit. Und immer eingecremt.

Mit diesen Botschaften haben wir im Grunde tödliche Botschaften, weil die Menschen dadurch auch im Sommer nicht auf einen Vitaminspiegel kommen. Sie kommen gebräunt aus dem Zwei-Wochen-Urlaub in Übersee zurück und der Vitaminspiegel ist trotzdem nur auf 25. Ja, sie haben sich perfekt eingecremt.

Bräunung ist da, der Vitaminspiegel leidet Not. Aber den kann man ja ganz einfach heraufsetzen. Dafür muss nicht im Lotto gewinnen. Man braucht nur zu wissen, wie man es macht. Jeder kann sein Vitamin-D-Konto online führen und sich für wenige Euro in den Zielbereich hineinbegeben.

Ich will gleich mal dazu sagen, Raimund von Helden hat eine gute Online-Präsenz und verkauft dort keine Vitamin-D-Produkte. Das ist schon mal ganz schön.

Genau das ist mir ganz viel wert. Ich mache auch kein Sponsoring. Bei mir kann sich keiner einkaufen, keiner der sagt Hey, ich gebe dir mal einen Batzen Geld und dann sag mal dieses oder jenes. Wir machen keine Werbung, auch nicht für Vitamine.

Viele sind an mich herangetreten. Ich mache nicht mal Vorträge, das ist quasi mein Spaß daran, die Menschen – oft mit einfachen Methoden – gesund zu machen und auch einem System zu entziehen, das monoklonale Antikörper für 5.000 Euro pro Spritze gibt, oft ohne dass man irgendwie weiß, was das tatsächlich anrichtet.

Das Institut Vitamin-Delta hat nach der Gründung vor 7 Jahren 4 Millionen echte Besucher gehabt. Man kann auch, indem man sich ein paar Minuten Zeit nimmt durch diese erfahrungsbasierten Online-Module den eigenen Vitamin-D-Spiegel sehr schnell erfahren und auch voraussagen, wie er sich entwickeln wird. Das ist eine Sache, die den Nutzern dieses Systems schon einen Vorteil von 7 Millionen Euro gebracht hat.

 

Und du nimmst da ja auch nur 10 Euro im Jahr dafür, dass dieser Service geführt wird. Das ist ja nichts.

 

Und die Besonderheit ist auch, ich mag keine Abo-Lösungen. Denn wenn man da einmal anfängt, dann hängt man da immer drin. Und wie kommt man dann wieder raus?! Bei mir ist es ein Prepaid-Bezahlungsmodell, d. h., wer sagt Okay, ich versuch das jetzt mal. 10 Euro ist es mir wert.

Dafür habe ich ja ständig die Möglichkeit, meinen Vitamin-D Spiegel zu erfahren, der kriegt dann 365 Tage prepaid gebucht und danach endet es auch. Wenn man danach kein Interesse hat, ist es vorbei. Oder man kann eben noch mal buchen. Das ist also wie eine Kinokarte. Wenn einem der Film nicht gefällt, geht man raus. Man muss dann aber nicht die Kinokarte kündigen.

 

Reicht eine „normale“ Ernährung, um einen optimalen Vitamin-D-Spiegel zu erreichen? 

 

Ich glaube, die Leute haben auch oft Bedenken wegen dieser hohen Zahl, die immer in internationalen Einheiten angegeben wird.

Der Apotheker verschreibt dann 1000 Internationale Einheiten und die Menschen denken Wow, das ist aber schon richtig viel. Ich sag dann immer, das ist wie ein Tropfen auf dem heißen Stein- 

Man nimmt bei einem ganz normalen Sonnenbad um die 15 bis 20 Minuten – kommt natürlich auf den Hauttyp an – schon allein 20 bis 30 Tausend Internationale Einheiten ungefähr auf. Das verwirrt die Leute! 

Welchen Vitamin-D Spiegel empfiehlst du deinen Patienten? 

 

Keine Angst vor Nullen, hat mal eine Kollegin dazu gesagt. Wenn jemand sagt Ich bin Japaner und Millionär, dann sagt man sich: Okay, eine Million japanische Yen, das sind vielleicht 10 oder 15 Tausend Euro. Das beeindruckt jetzt nicht. Und so ähnlich ist es am Flipperautomaten, wo dann immer die Millionen Punkte gesammelt werden.

Beim Vitamin-D ist es so ähnlich. Wir brauchen 20.000 Punkte, um den Vitaminspiegel um 2 Punkte anzuheben in Nanogramm pro Milliliter. Und dafür habe ich den Simulator gebaut, damit man da sicher ist.

Wir können uns auch eins merken: 40.000 Einheiten, das ist ein Milligramm. Also die Moleküle von Cortison und Vitamin-D sind zum Verwechseln ähnlich. Das sind wie zwei Schlüssel aus einer Prägemaschine, die aber für verschiedene Schlösser geprägt wurden.

Und wenn der Arzt sagt Okay, ich gebe Ihnen jetzt 1 Milligramm Cortison. Gucken wir mal, ob’s besser wird, sagt der Patient Früher habe ich immer 10 oder 100 gekriegt. Und ein Milligramm Cortison ist vom Gewicht genauso viel wie 40.000 Einheiten Vitamin-D. Also da sind wir erst auf Augenhöhe.

Wir müssen das mit diesen Einheiten überspringen. Und es ist einfach so, der Verband der deutschen Lebensmittelhersteller will sagen Wir haben perfekte Lebensmittel in Deutschland, da musst du dir keine Sorgen darüber machen. Da ist auch genug Vitamin-D drin. Man braucht ja nur 1.000 Einheiten pro Tag.

Aber: kaum ein Mensch mit einer normalen Supermarkt-Ernährung kommt auf diese 1000 Einheiten. Wir müssen dann schon jeden Tag eine Dose Fisch essen.

Wenn man bei Google eingibt Vitamin-D-Dosis, kriegt man diese viel zu niedrigen Daten von dem Verband, dem DGE, um die Ohren gehauen. Und die Daten werden auch immer wieder gebetsmühlenartig in den Medien platziert.

Ich habe dagegen auch eine Wette gemacht. Ich wette, dass man mit solchen Dosierungen keinen ordentlichen gesundheitswirksamen Spiegel erreicht, also auch keine sommerlichen Werte.

 

Kann der Vitamin-D-Spiegel durch die Speicherung zu hoch sein?

 

Das ist eine Baby-Dosis. Meine Skepsis kommt doch in dem Moment, wo man sagt, Ja, meinem Baby soll ich jeden Tag 1 000 Einheiten Vitamin-D geben und mein Mann, der wiegt 130 Kilo, nimmt auch 1000 Einheiten, genau wie unser Baby. Man merkt, da geht es auseinander.

Und es wird ganz einfach proportional errechnet. Also wenn das Baby mit 10 Kilo 1.000 nimmt, dann nimmt der Mann mit 100 Kilo das Zehnfache, nämlich 10.000 pro Tag.

Aber was wir auch berechnen müssen, es gibt ja diese Speicherung. Das wird auch oft so umgedreht und gesagt, durch die Speicherung wird es gefährlich, dann wird es zu viel. Natürlich kann es theoretisch von allem zu viel haben. Dieses Risiko wird aber übertrieben.

Wenn dieser Mann von 100 Kilo seit 100 Tagen diese 10.000 nicht genommen hat, dann muss er ja 100 Mal die 10.000 nehmen. Dann hat er eine Million Einheiten und dann sind wir auch ungefähr da, was nach einem verpassten Winter mit Vitamin-D-Mangel bei einem Spiegel von 1, 2 oder 3 dann auch eingenommen werden muss, um einen ordentlichen Spiegel zu erreichen.

Und dann wird sich gewundert, wenn man danach über das Blut misst und auch die Spiegel nur ganz normal angestiegen sind auf 60 oder 70. Da muss man einfach wissenschaftlich denken und sich nicht von einer Zahl beeindrucken lassen.

 

Wie hoch sollte der Vitamin-D-Spiegel sein?

 

Wo würdest du den ordentlichen Spiegel einpendeln? Ich persönlich strebe 80 Nanogramm pro Deziliter an. Ich war durch eine Supplementierung mal auf 125. Ich habe nichts davon gespürt.

Aus der Messung von Tausenden von Spiegeln kann ich sagen: Ich habe keinen einzigen Fall gehabt, wo trotz einer versehentlich schnellen Einnahme ein Problem entstanden ist.

30 ist das Menschenrecht. Und wenn sich irgendjemand um die Gesundheit des Menschen scheren würde, bei den Verantwortlichen des Robert-Koch-Instituts, die sich ja die Gesundheit der Menschen auf die Fahnen geschrieben haben, dann würden sie mal einen Spiegel von 30 garantieren und dann gäbe es auch kaum Coronatote.

Jedenfalls wenn man das beobachtet, merkt man: Aha, die an Corona Gestorbenen haben schlechte Spiegel. Umgekehrt kann ich zeigen, dass auch 80, 90-Jährige mit vielen Krankheiten Corona prima überstanden haben, ohne größere Probleme, wenn der Vitaminspiegel hoch war.

30 ist das Menschenrecht, da sollte man nicht drunter gehen. Man darf auch keine Studien machen und sagen, wir geben dem einen 31 und dem anderen 10. Man kann jemanden nicht im Rahmen eines Versuchs verdursten lassen und sagen Nee, du kriegst jetzt kein Wasser, du bist jetzt in der Kontrollgruppe.

Es ist aber so, dass wir durch die GrassrootsHealth, die Graswurzel Gesundheitsorganisation, gesagt haben, 40 bis 60 sollten es schon sein. Dadurch haben wir eine wesentliche Reduktion der Risiken. Das ist der Löwenanteil des Profits, der gemacht wird.

Wenn wir dann sagen: Okay 60 – mit Blick auf Krankheiten, die sich im Alter mit 50, 60, 70, 80 Jahren einstellen, kann man dann sagen: Ja, mein Zwillingsbruder, der jetzt in Brasilien lebt, hat immer bei seiner Feldarbeit Vitaminpillen von 70, 80, das kann man dann eben auch machen, ohne dass man Nachteile hat.

Und wenn man bei dem Karibikfischer mal nachmisst, dann hat er auch solche Werte, sodass wir hier in dem natürlichen Bereich bis Richtung 100 gehen können. Das kann man bei Kindern, die unter Palmen spielen, feststellen.

Und die Frage ist, was passiert, wenn diese dreistellig werden, also 125. Ich habe auch in der VitaminDzeitung.de, eine Onlinezeitung, zum Nachlesen Beiträge eingestellt, wo ich zeige, dass bei einem Spiegel von 150 oder 200 der Nierenwert absolut glücklich bleibt. Er geht nicht hoch. Und der Kalziumwert steigt nicht an.

Wenn man tatsächlich von der Vitamin-D-Vergiftung spricht, die muss ja bei irgendeinem Wert kommen, dann haben wir das bei 600 oder 800.

Es gibt Menschen, die Vitaminspiegel von 1000 ohne Probleme überlebt haben, auch ohne Nierenschäden. Und in diesen Bereichen tritt oft starker Durst ein. Der Arzt wird das genauso unaufgeregt behandeln wie bei einer Zuckerkrankheit.

Bei Vitamin-D gibt es nicht schlagartig die komplette Vergiftung. Aber um statt auf einen Zielwert von 80, wie ich ihn empfehle (ich selbst habe einen von 100) auf 800 zu kommen, muss man ja die zehnfache Menge einnehmen.

Also man würde dann nicht 10.000, sondern 100.000 pro Tag und das über viele Wochen und Monate nehmen. Da muss dann schon richtig kriminelle Energie dahinter sein.

 

Mit Vitamin-D raus aus dem Rollstuhl?

 

Aber selbst diese Dosierungen können im Rahmen einer ärztlich geführten Therapie sinnvoll sein. Ich habe mit Menschen gesprochen, die wegen Multipler Sklerose im Rollstuhl gesessen haben und die mit solchen Dosierungen dann wieder aus dem Rollstuhl rausgekommen sind und wieder laufen konnten.

Das ist die Coimbra-Therapie. Es gibt auch das Coimbra-Protokoll. Ich biete das selbst für meine Patienten nicht an, aber die MS-Patienten bei mir bekommen einen Vitaminspiegel von 100 und ich muss sagen: Das, was Vitamin-D leistet, ist gut und sehr nützlich.

Und die Nebenwirkungen sind bei Weitem viel geringer als das, was die ganzen Medikamente der Pharmaindustrie machen, die ja bis hin zum Zerschießen des Gehirns mit nachfolgendem Koma oder Demenz resultieren können, diese Antikörper.

Es ist ein durchschaubares Verfahren, dass die Pharmaindustrie Leute anstellt, die überall sagen Vitamin-D ist gefährlich. So nach dem Motto Haltet den Dieb! Ja, das ist er. Aber wer das hier schreit, ist selbst der Dieb, der den Menschen die Gesundheit genommen hat.

Ja, das ist unglaublich – wenn ich mir einen Medikamentenzettel durchgucke, am besten guckt man sich den gar nicht durch, weil dann nimmt man es sowieso nicht mehr. Und bei einem Vitamin bzw. Hormon wird so ein Theater gemacht.

Woher kommt der Vitamin-D-Mangel?

 

Die Leute fragen sich jetzt wahrscheinlich Ja, wieso haben wir eigentlich so einen Mangel? In meiner Ausbildung hat mein Dozent mal gesagt, wenn du unterhalb von Marseille wohnst, gibt es kaum noch Leute mit Vitamin-D-Mangel, weil die Sonne dort an viel mehr Tagen in einem korrekten Winkel am Himmel steht, um dadurch Vitamin-D über die Haut zu produzieren.

 

Es kommt auf die individuelle Lebensweise an. Wir haben das Phänomen, dass Menschen in tropischen Ländern möglichst hell aussehen wollen. Sie wollen keine dunkle Haut wie Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten. Sie wollen die feine, helle europäische Haut und geben auch sehr viel Geld dafür aus, die Haut zu bleichen, siehe Michael Jackson. Das schadet ihnen.

Sie haben dann oft die ganze Zeit schlechte Vitamin-D-Spiegel und sind auch mit Hauttyp 5 ziemlich braun. Sie sind z. B. in ihrem Büro, dann werden sie unter einem Sonnenschirm zum Auto geführt – bloß kein bisschen Sonne. Und die haben dann natürlich auch diese Probleme.

Da sind also auch schon vor 100 Jahren Rachitisprobleme bei Babys beschrieben worden. Wenn die Schwangeren nicht genügend Vitamin-D haben. Südlich von Marseille ist das Meer und wer ständig mit seiner Millionen-Jacht zwischen Sardinien und Tunis hin- und herfährt, mag hier mehr Sonnenlicht bekommen. Aber das ist doch irgendwo schon eine schöne Fehlkonstruktion.

Am besten ist es, den Vitamin Spiegel dauerhaft hochzuhalten. Das kann man ganz einfach für wenige Cent mit Vitamin-D-Supplements machen, interessanterweise in Skandinavien, Richtung Norden konsequenter als bei uns. Mein norwegischer Kollege sagt Zum Winter hin schreibe ich allen meinen Patienten die norwegische Vitamin-D Kapsel auf. Diese hat 60 Tausend Einheiten, sind also für einmal pro Woche rund 10 Tausend. Das kommt der Wahrheit schon ziemlich nahe.

 

Das finde ich interessant, dass dein norwegischer Kollege das so handhabt, weil je nördlicher man kommt – die Sonne steht ja dort noch schlechter.

Genau das Problem haben nördlichen Länder und dadurch die Trolle, die Gespenster im schottischen Schloss. Weil in dem Moment, wenn ein Gehirn monatelang in Vitamin-D-Mangel ist, kommt es zu einer Fehlfunktion unseres Computers, unser Gehirn-Computer ist über Kalzium gesteuert. Das ist der wichtigste Neurotransmitter.

Und wenn dieses Kalzium im Vitamin-D-Mangel aus Sparsamkeitsgründen richtig runtergeht, unter die Untergrenze von 2,2, dann ist es auch so, dass Gedanken laut werden, Stimmenhören, Flüsterstimmen, all diese Trolle können sich dann einstellen, sodass mancher wegen Flüsterstimmen mal eben in die Schizophrenie Kiste gesteckt wird für ewig. Ja und dann die schärfsten Medikamente. Dabei braucht er eigentlich nur Vitamin-D.

 

Wie kann die Vitamin-D-Aktivierung noch angeregt werden?

 

Die meisten denken ja, wenn sie Vitamin-D hören, erst einmal an Kalzium. Also das ist ja das Taxi, das das Kalzium in die Knochen bringt. Aber es hat eben noch ungefähr, ich sag mal, 300 andere Funktionen.

Ja, die Wirkmechanismen sind ziemlich offen zutage. Fast bei keinem Arzneimittel bzw. Vitaminstoff wissen wir so genau, was sich tut. Ich habe diesen Zusammenhang zwischen dieser passiven Vitaminform und der aktiven Hormonform in einem weiteren Taschenbuch beschrieben: „Gesund mit der Kraft der Natur“.

Es ist nämlich so, dass wir durch unseren Lebensstil immer wieder Vitamin-D-Aktivierung auslösen können. Es hängt von der Ernährung ab.

Und wenn die Rheumatikerin sagt Immer, wenn ich Fleisch esse oder ein größeres Stück Käse, kommen die Schmerzen wieder, dann hab ich schon in der Nacht die Strafe. Das liegt einfach daran, wenn wir diesem Körper über Fleisch Phosphat zur Verfügung stellen oder über Käse Massen an Kalzium, schläft diese Vitamin-D-Aktivierung ein.

Dann sagt der Körper Aha, ich fahre jetzt das Vitamin-D System runter, weil ja genügend Kalzium und Phosphat da ist.

Das führt an anderer Stelle bei der Regulation im Immunsystem, was eben Vitamin-D auch macht, in der aktiven Form, dazu, dass hier wieder die ganzen frechen, aggressiven Abwehrzellen von der Leine gelassen werden und dann in die Gelenke beißen.

Das ganze Schema ist bereits von Pfarrer Sebastian Kneipp vorausgeahnt worden. Er hat Diät Regeln herausgegeben und kaltes Wasser über die Muskeln der Menschen gekippt.

Ich habe in diesem Buch quasi Kneipp 3.0, die Auferstehung von Kneipp gefeiert, weil das, was man damals nicht erklären konnte und sagte Ja, das ist halt ein Priester, er beeinflusst die Leute. Wir wissen nicht, wie und was das ist. Man wusste damals ja auch nichts von Biochemie und von Genregulation. Die Hormone waren alle noch nicht entdeckt, nicht einmal Vitamine.

Ich habe jetzt im Selbstversuch auch gezeigt, warum dieser kneippsche Wasserschutz einen Effekt hat.

 

Im nächsten Teil geht das an genau dieser Stelle spannend weiter.

Mein Tipp: mach dich schlau rund um das Vitamin-D Thema. Es ist immer sinnvoll, sich selbst zu informieren. Und auch immer kritisch zu bleiben.

Möchtest du mehr über Raimund von Helden erfahren?

 

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