150 – Heiße Luft um nichts? Blähungen! Woher sie kommen und wie du sie loswirst.

Kategorie: Podcast
Wie lange dauert abnehmen?

Hier und da mal Blähungen zu haben, ist völlig normal. Kritisch wird es, wenn sie ein Dauerzustand werden. In dieser Episode geht es darum, was dazu führen kann, dass du Blähungen bekommst. Der Darm spielt eine riesige Rolle, doch es gibt weitere Gründe. Und natürlich, was du tun kannst, um starke Blähungen loszuwerden.

 

Bevor es losgeht ein wichtiger Hinweis in eigener Sache:

 

Ich hecke was aus! Das ISS DICH GLÜCKLICH! Sommercamp kommt! Sehr bald! Wir starten in knapp 2 Wochen am 16. Juni und natürlich werden sich die Türen schon ein paar Tage vorher öffnen und dann auch schnell wieder schließen.

Das nächste Gruppencoaching war eigentlich im Oktober geplant. In den letzten Wochen wurde ich immer wieder angeschrieben: „Daniela, ich brauche JETZT deine Unterstützung. Help!“

Also habe ich mich hingesetzt und mir was Cooles überlegt. Wenn du Lust hast, den Sommer zu nutzen und deine Pfunde LIKE ICE IN THE SUNSHINE schmelzen zu lassen, lass dich auf die Warteliste setzen. Du verpasst dann keine wichtigen Infos mehr und kannst dir einen interessanten Einzelcoaching-Bonus sichern.

Du bekommst natürlich ausführliche Infos zum Ablauf, Preis und Buchungsmöglichkeiten den ISS DICH GLÜCKLICH! Sommercamps, sobald sich die Türen in ca. einer Woche öffnen. Achte auf deinen Posteingang.

Noch was Wichtiges: Ich bin eine „Kümmererin“! Immer nah dran an meinen Teilnehmer:innen. Damit ich alle gut im Blick habe, kann ich leider nur 20 Teilnehmerplätze vergeben. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Das ISS DICH GLÜCKLICH! Sommercamp findet online (u.a. über Zoom) statt. Du kannst von überall auf der Welt teilnehmen. Du brauchst lediglich eine Internetverbindung.

Lust, deinen Pfunden in diesem Sommer an den Kragen zu gehen? Ich bin die ganze Zeit an deiner Seite! Es ist leichter als du denkst! Diesmal schaffst du es!

 

Okay! Lass uns über Blähungen sprechen.

 

Bevor meine Teilnehmer:innen in ein Coaching starten, füllen sie mir einen umfassenden Check-up Bogen aus. Und selbstverständlich frage ich auch die Verdauung ab. Und in 95 % aller Fälle wird Blähungen mit „oft“ angekreuzt.

Und ja, das Letzte, was wir brauchen, wenn der Bauch im Moment keine Traummaße hat, sind: Blähungen. Aussehen wie im 6 Monate schwanger oder noch schlimmer. Nicht wegen der Kilos, sondern wegen zu viel Luft im Bauch. Sieht nicht schön aus und ist auch äußerst unangenehm.

Blähungen können richtig wehtun und bis zu Herzinfarktähnlichen Stiche in der Herzgegend auslösen. Ich kenne tatsächlich jemanden, der des Verdachts auf deinen Herzinfarkt mit dem Krankenwagen abgeholt wurde. Am Ende waren es nur Blähungen.

Natürlich hat jeder mal Blähungen und gelegentlich entweicht dabei etwas Luft. Doch ständige Blähungen sind oft ein Zeichen dafür, dass wir einen Blick auf unserer Verdauung werfen dürfen. Vor allem dann, wenn die Flatulenzen übelst riechen. Wie ein Komiker letztens sagte: Mein Pups hat so gestunken, dass mein Hund beleidigt den Raum verlassen hat.

Es gibt ja einen Grund dafür. Irgendwas passt dem Darm gerade nicht. Lass uns das mal ein wenig näher betrachten.

 

Was sind Blähungen eigentlich genau?

 

Blähungen entstehen durch Darmbakterien, die Gase produzieren. Die Zusammensetzung der Bakterien und damit der Gase hängt davon ab, was du gegessen hast. Entweichen die Gase, nennt man das Pups oder Furz. Der Mediziner spricht von einer Flatulenz oder Darmwind, was sich ja schon fast freundlich anhört.

An dieser Stelle können wir bereits wunderbar unterscheiden: Stinkt der Pups oder stinkt er nicht?

Nicht stinkende Darmwinde weisen auf eine schlechte Kohlenhydratverdauung hin. Grund kann ein hoher Konsum von Zucker sein.

Stinkende Darmwinde, die an den Geruch von faulen Eiern erinnern, haben einen höheren Schwefelanteil. Ein Eiweißmolekül besteht aus vielen Eiweißbausteinen, den Aminosäuren. In den Aminosäuren gibts teilweise schwefelhaltige Verbindungen. Wenn die Darmbakterien sie abbauen und Gase entwickeln, entsteht der strenge Geruch.

Wie kommt es nun also zu den streng riechenden Darmwinden? Dafür kann es mehrere Gründe geben:

  • die Verdauung von Eiweiß klappt nicht gut,
  • der Darm hat grundsätzlich ein Problem,
  • es gibt ein Problem mit dem Magen und/oder der Bauchspeicheldrüse.

Bei der Eiweißverdauung arbeiten Magen- und Bauchspeicheldrüse Hand in Hand. Häufige stinkende Blähungen können auf eine Fehlfunktion von Magen und Bauchspeicheldrüse hindeuten.

Bevor Eiweiß verdaut werden kann, muss es in die kleinsten Eiweißbausteine (Aminosäuren) aufgespalten werden. Das machen Enzyme.

Enzyme sind kleine Katalysatoren, die Funktionen im Körper anfeuern. Auf Trab bringen. Der Magen steuert das Enzym Pepsin bei, die Bauchspeicheldrüse das Enzym Trypsin. Wenn das nicht gut funktioniert, bleibt Eiweiß unverdaut im Speisebrei zurück.

Klar ist auch, dass die tollen Bestandteile aus dem Eiweiß nun auch nicht in so in den Blutkreislauf gelangen, wie wir das gerne hätten. Schade!

Dafür wird es dann im Darm weiter zersetzt, wodurch Schwefelwasserstoff und Ammoniak entsteht. Schwefel riecht wie faule Eier, Ammoniak hat einen beißenden Geruch. Und jetzt setz ich noch einen drauf: Durch den bakteriellen Zerfall von Eiweiß entsteht Kadaverin. Du ahnst es vielleicht schon. Kadaverin gehört zu den Leichengiften. Der Grund, wenn deine Darmwinde nach Verwesung riechen.

 

Wie stinkende Darmwinde auch noch entstehen können.

 

Okay, was haben wir bisher? Wenn Magen und Bauchspeicheldrüse nicht gut funktionieren, kann es sein, dass nicht genug eiweißspaltende Enzyme zur Verfügung gestellt werden.

Eine mögliche Ursache bei gesunden Menschen ist häufig ein zu aktives Stresssystem. Ach, da kommt uns doch schon wieder der Stress in die Quere. Ja, Kampf und Flucht waren schon immer wichtiger als Verdauung.

Alkohol und Nikotin haben auch einen schlechten Einfluss auf die Verdauung, vor allem auf die Funktion der Bauchspeicheldrüse.

Und dann gibt es auch noch Substanzen in unserer heutigen Nahrung, die Enzyme hemmen. Zum Beispiel Lektine und Saponine aus Getreide und Hülsenfrüchten. Sie sorgen dafür, dass Verdauungsenzyme vor alle die Proteasen, die fürs Eiweiß zuständig sind, ausgeknockt werden.

Lektine und Saponine befinden sich zum Beispiel in Bohnen, Soja, Erdnüssen und Kartoffeln.

Bei den Bohnen kommt erschwerend hinzu, dass in ihnen jede Menge Eiweiß, ein hoher Anteil Fasern und viel resistente Stärke steckt. Du hast es nach dem Verzehr von Bohnen sicher schon öfter gespürt, wie sehr sie die Aktivität der Darmflora ankurbeln.

Blähungen können auch entstehen, wenn du deinen Eiweißkonsum recht plötzlich erhöhst. Die Bauchspeicheldrüse muss erst lernen, damit umzugehen bzw. ausreichend Verdauungsenzyme bereitzustellen.

 

Blähungen durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten

 

Blähungen, auch stinkende Blähungen entstehen auch, wenn du Nahrungsmittel nicht gut verträgst. Deinem Darm passt was nicht. Das kann die Lactose aus der Milch oder die Fructose aus dem Obst sein. In diesem Fall können die Kohlenhydrate nicht aufgenommen werden. Sie fermentieren im Darm und es entstehen wieder Gase.

 

Was hilft bei Blähungen?

 

Okay! Jetzt weißt du, wie es dazu kommt. Lass uns mal schauen, wie du aus der Nummer wieder rauskommst.

Schon mal vorab: Treten Blähungen so häufig auf, dass die Lebensqualität eingeschränkt ist, geh mal zum Arzt oder besser noch: zu einem Heilpraktiker.

 

  • Es gibt keine Medikamente, die den Geruch von stinkenden Darmwinden reduzieren.
  • Dafür kannst du Magen und Bauchspeicheldrüse mal eine Weile unterstützen, indem du Verdauungsenzyme zu dir nimmst. Die helfen dann dabei, Nahrungsbestandteile besser zur verdauen.
  • Das Meiden von Alkohol und Rauchen verbessert die Aktivität von Magen und Bauchspeicheldrüse.
  • Mahlzeitenfrequenz reduzieren. Das entlastet den Magen und die Bauchspeicheldrüse. Besonders Intervall- und Intermittierendes-Fasten helfen hier.
  • Ein angepasster Eiweißkonsum, ca. 1 g/ Kg bezogen auf das Normalgewicht.
  • Obst wie Ananas und Papaya enthalten proteinspaltende Enzyme, weshalb man diese mit eiweißreichen Nahrungsmitteln gut kombinieren kann.
  • Kümmel, Fenchel, Bitterstoffe, Kurkuma und Ingwer sind altbewährte Mittel, um die Verdauungstätigkeit anzuregen.
  • Stress reduzieren.
  • Mehr Bewegung. Bewegung hilft, die Verdauung in Schwung zu bringen.

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