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Intervallfasten!

1.Du trainierst deinen Fettstoffwechsel. 

Was passiert, wenn du ständig isst? 

  • Dein Organismus stellt in jeder Sekunde Deines Lebens Energie her.
  • In unzähligen „Kraftwerken“ in deinen Körperzellen – den Mitochondrien.
  • Das funktioniert zuverlässig mit den Brennstoffen Kohlenhydrate und Fett.

Die Zuckerart aus der dein Körper Energie herstellt heißt Glukose.

Eiweiß ist „nur“ ein Baustoff. Alles was in deinem Körper produziert wird (Hormone, Körperzellen, Enzyme) wird mit Eiweiß gebaut. 

  • Auch daraus kann sich der Körper Energie ziehen – nämlich wenn du sehr viel Eiweiß isst. 
  • Eiweiß kann nicht gespeichert werden. Deshalb kennt dein Körper einen Weg, aus dem Überschuss wieder Glukose (Zucker) zu machen. 

Dein Körper liebt die Energiegewinnung aus Glukose, die in Form von Kohlenhydraten über die Nahrung reinkommt!

Weil es für ihn der einfachste und energiesparendste Brennstoff ist. Dein Organismus ist deshalb darauf getrimmt, immer erst den Zucker zu verbrennen.

Zum einen, weil wir nur sehr kleine Speicher für Glukose haben.

Zum anderen müssen so die evolutionär überlebenswichtigen Fette nicht angerührt werden.

  • Was die Energiegewinnung aus den Kohlenhydraten so leicht macht:
  • Sie verbrennen so schnell wie Papier. Früher war es wichtig, Energie zu sparen.
  • Sogar bei der Energieproduktion.

Mit Fett wird es schon schwieriger. Zugeführtes Fett verbrennt nicht wie Papier, sondern eher wie ein Brikett, das langsam vor sich hin schmurgelt.

  • Um an das Fett auf den Hüften zu gelangen, muss dein Stoffwechsel sinnbildlich gesprochen in den tiefsten Keller gehen.
  • Er mischt es mit ein bisschen Muskeleiweiß und kann dann wieder Glukose sprich Energie draus machen. 

Jede kleine Zwischenmahlzeit füllt dein Blut wieder mit Zuckermolekülen auf. Denn ein paar Kohlenhydrate finden wir in fast jedem Nahrungsmittel.

Und große Mengen in typischen Snacks wie Schokoriegel, Plätzchen zum Kaffee, Kuchen am Nachmittag. Die Fettzellen werden dann nicht angetastet und bleiben prall gefüllt.

  • Der Organismus kann pro Mahlzeit maximal 60 g Kohlenhydrate verarbeiten und speichern.
  • Kommt mehr im Körper an, werden sie in der Leber in Fettmoleküle (Triglyceride) umgewandelt und on top auf die Hüften gepackt.

Für schlechte Zeiten, die natürlich niemals kommen. 

Weniger Mahlzeiten, weniger Kohlenhydrate – jetzt gehts ran an den Speck! 

  • Isst Du 3 Mahlzeiten am Tag, kommt der Körper nach ca. 4 Stunden in eine Nüchtern Phase und muss auf gespeicherte Kohlenhydrate und Fette zurückgreifen.
  • Isst Du zwischen ständig den Mahlzeiten, findet Fettverbrennung nicht statt.

Intervallfasten!

2. Du boostest dein Immunsystem.

Was passiert, wenn du ständig isst?
Wenn eine Mahlzeit in deinen Mund wandert, wird dein Immunsystem aktiviert. 

Dein Immunsystem ist darauf programmiert, dich vor dem Tod durch Vergiftung zu schützen.

Es könnte etwas Gefährliches oder Giftiges in der Nahrung sein. Der Mechanismus aus uralten Zeiten „Ich muss überleben, um nicht auszusterben“ funktioniert auch heute noch hervorragend.

Und es ist auch heute immer was dran an der Nahrung, was das Immunsystem auf den Plan ruft:

  • Bakterien
  • Zusatzstoffe
  • Konservierungsstoffe
  • Pestizide, Herbizide
  • Nahrungsbestandteile, die das Immunsystem noch nicht lange kennt: Getreide, Milch, Hülsenfrüchte

Dein Immunsystem rechnet damit, dass an deiner Nahrung etwas Gefährliches sein könnte und reagiert mit einer kleinen Entzündungsreaktion.

Es gibt auch einen Namen dafür:

Postprandiale Entzündungsreaktion – die Entzündungsreaktion nach dem Essen.

Ein ganz normaler, physiologischer Vorgang im Körper.

  • Eine Entzündung ist der erste, wichtige Schritt in Richtung Heilung.
  • Sie gibt den Startschuss, um das Abwehrkommando auf den Plan zu rufen. 
  • Eine ganz normale Reaktion: Du bist nach dem Essen auf kleiner Flamme entzündet.

Je gesünder die Mahlzeit, desto sanfter die Reaktion. Je ungesünder, desto heftiger die Reaktion.

Die postprandiale Entzündungsreaktion kostet eine Menge Energie, wenn du ungesund isst. Was du am sogenannten Suppenkoma bemerkst. 

Wenn Du  2 – 3 mal am Tag isst, bist zu 2 – 3 mal am Tag auf kleiner Flamme entzündet. Das System kann sich zwischen den Mahlzeiten beruhigen. 

 

  • Isst Du 6 – 7 mal am Tag, bist Du 6 – 7 mal am Tag entzündet und damit den ganzen Tag.
  • Das kann sich zum Beispiel durch Müdigkeit bemerkbar machen, obwohl du genug Schlaf hattest.
  • Oder durch chronische Krankheiten / Verletzungen, die nicht heilen wollen.

Intervallfasten! 

3. Du verzögerst den Alterungsprozess.

 Was passiert, wenn du ständig isst? 

Deine Körperzellen können 2 Programme fahren!

Programm A: Du isst nicht so oft.

In jeder Zelle befinden sich kleine Kraftwerke – Mitochondrien.

Dort kommt die Energie in Form von Zucker oder Fett an und wird in die Energieeinheit ATP (Adenosintriphosphat) umgewandelt.

1 ATP = 1 Stück Energie.

Nehmen wir an, Du isst maximal 2 – 3 mal am Tag.

  • Es kommt selten Nahrung an. Die Energie in der Zelle fällt ab.
  • Die Zelle braucht Energie, um zu überleben. Und lässt sich was einfallen.
  • Sie sagt: „Es kommt recht selten Energie rein. Lass uns mal ein paar mehr Kraftwerke in die Zelle bauen. Dann kann ich aus den Brennstoffen, die reinkommen, mehr Energie herstellen.“

Vielleicht kannst Du es Dir schon denken.

Eine Körperzelle mit – sagen wir mal 3000 statt 1000 Kraftwerken-  hat deutlich mehr Power. Mehr Energie. Mehr Lust auf Bewegung.

Obwohl du seltener gegessen hast? Nein! Weil du seltener gegessen hast.

Wenn Du schon mal gefastet hast, wirst Du dieses Gefühl kennen. Du wirst kreativer, wacher, Energie geladener. Die Zelle wird jetzt auch flexibler! Sie lernt es wieder, nicht nur den Zucker zu verbrennen. Sondern auf Fett. Körperfett.

Was in Programm A auch noch passiert:

  • Du schickst deine Körperzellen ins Fettstoffwechsel-Training.
  • Du trainierst sie darauf, dass Zucker nicht mehr ständig zur Verfügung steht.
  • Dass sie jetzt auch wieder mit Fetten (und ein bisschen Muskeleiweiß) arbeiten muss – um sich Glukose zu bauen.
  • Du gewöhnst deine Körperzellen wieder daran, alles zu nutzen, was der Organismus so bietet.

Deine Körperzellen reagieren mit der Zeit wieder empfindlicher auf Insulin. Sie wollen den Zucker, der jetzt seltener reinkommt, auf keinen Fall verpassen!

Programm B: Du isst oft. 

Wir haben wieder eine Zelle mit den kleinen Kraftwerken. Es kommt viel Nahrung an. Oder oft. Und manchmal vielleicht beides. Der Energiestand in der Zelle erhöht sich. Die Tankanzeige, die es in der Zelle tatsächlich gibt, ist immer auf FULL. Energie ist im Übermaß vorhanden.

  • Die Zelle hat jetzt so viel Energie übrig, dass sie damit auch zwei Zellen füttern kann.
  • Und sie entscheidet: Ich teile mich jetzt mal.
  • Das ist Physiologie, ein normaler Wachstumsvorgang. In Kindheit und Jugend enorm wichtig.
  • Bei jeder Teilung einer Körperzelle verkürzen sich die Enden der Chromosomen – die sogenannten Telomere – um ein winziges Stück.
  • Telomere sind schützende Eiweißkappen an den Chromosomen Enden. Chromosomen sind Pakete, in denen Deine Gene bzw.
  • Deine Erbinformation verpackt ist.

Das funktioniert so lange, bis die Enden so knapp sind, dass die Zelle sich nicht mehr teilen kann – sie stirbt. Jeden Tag sterben ein paar Millionen Zellen und ein paar weniger werden wieder aufgebaut. Ein ganz normaler Prozess, der sich auch „altern“ nennt.

Steht der Energiepegel immer auf FULL sterben mehr Zellen als geplant. Der Alterungsprozess geht deutlich schneller voran. Und dann gibt es noch die Situation, in der du überhaupt nicht willst, dass sich Zellen schnell teilen: wenn es um Krebszellen geht.

Jeden Tag entstehen ein paar Krebszellen. Durch Umweltverschmutzung, Sonnenstrahlung, schlechter Nahrung, freien Radikale.

Dein gesundes, intaktes Immunsystem kommt damit klar und haut sie dir weg. Teilen sich diese Zellen nun ständig, weil sie es auf Grund der hohen Energiezufuhr einfach können, kann es jetzt zu Komplikationen kommen.

Was im Programm B auch noch passiert:

  • Die Zellen werden unflexibel und laufen auf Zucker, ihrem Lieblings-Brennstoff.
  • Denn ein bisschen Zucker gibt’s ja immer in der Nahrung.
  • Vor allem in üblichen Zwischenmahlzeiten und Snacks. Der Fettstoffwechsel liegt brach.
  • Die Leitung Gehirn – Fettzellen liegt brach, die Kommunikation ist unterbrochen. Jetzt wird es schwer mit dem Abnehmen.

Nicht so oft zu essen bedeutet, dass Dein Stoffwechsel wieder flexibel wird.

Die Zellen bauen mehr Kraftwerke, du hast mehr Power.

Alles in allem wird es Deinem Wohlbefinden, Deinem Organismus und deiner Figur sehr gut tun, auf die Anzahl deiner Mahlzeiten zu achten.