268 – Wann die Wechseljahre wirklich beginnen und 3 Tipps, wie du die Hormone in Balance bringst.

Kategorie: Podcast
Veröffentlicht am: 1. November 2023
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In dieser Episode brösele ich dir auseinander,

  • wann die Wechseljahre wirklich beginnen,
  • welchen Unterschied es zwischen der Menopause und den Wechseljahren gibt und
  • was du tun kannst, um deinen Körper jetzt bestmöglich zu unterstützen.

Fangen wir damit an, dass „in die Wechseljahre kommen“ nicht bedeutet, dass man rund um den 50. Geburtstag auf einer Klippe steht, runterspringt und zack: Wechseljahre. Tatsächlich starten die Wechseljahre viel früher und es ist auch ein bisschen komplizierter.

Menopause vs. Wechseljahre


Lasst uns zunächst zwei Begriffe auseinander dividieren: Die Menopause und die Wechseljahre. Hier kommt es tatsächlich oft zu Missverständnissen. Die Menopause ist nämlich nicht der Start der Wechseljahre, sondern nur eine von 4 Phasen und noch dazu die Kürzeste.

Die Wechseljahre werden in vier Phasen unterteilt: Die  Prämenopause, Perimenopause, Menopause, Postmenopause.

Der Zeitraum der Menopause umfasst Im Prinzip wenige Tage – nämlich die Tage rund um deinen letzte Monatsblutung. Das heißt, dass du die Menopause nur rückwärts betrachtet berechnen kannst. Wenn deine letzte Monatsblutung ein Jahr her ist, hat diese letzte Periode deine Menopause besiegelt.

Prä- und Perimenopause

Die Phase, in der sich erste weibliche Geschlechtshormone mit ca. 38-40 Jahren verschieben, nennt man Prämenopause. Sie geht nach ca. 4 Jahren nahtlos in die Perimenopause über, die dann die Zeit rund um, also vor und nach der Menopause bezeichnet. Jetzt geht es richtig ab in unserem Körper, deshalb bezeichnet man die Perimenopause auch als die eigentlichen Wechseljahre!

Es ist die Zeit, in der wir viele körperliche Veränderungen spüren und in der es auch zu einigen Befindlichkeitsstörungen kommen kann. Die bringt man zunächst nicht mit den Wechseljahren in Verbindung. Vor allem dann nicht, wenn man meint, noch gar nicht so weit zu sein. Und hier kommt eine wichtige Nachricht:

Du kannst schon längst in den Wechseljahren sein, obwohl du noch einen regelmäßigen Zyklus hast und du kannst auch ohne eine einzige Hitzewallung in den Wechseljahren sein. Denn dies ist nur ein einziges Symptom der Wechseljahre. Die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone sind Östrogen, Progesteron und Testosteron.

Progesteron

 
Die Sache beim Progesteron ist die, dass es bisher unser Wohlfühlhormon war, unser natürliches Beruhigungsmittel. Ich gehe gleich noch auf die möglichen Symptome ein, doch durch das sinkende Progesteron kannst du dich z.B. traurig bis depressiv fühlen oder schlechter ein- oder durchschlafen.

Du schwitzt in der Nacht und kannst das zunächst gar nicht zuordnen, denn die Wechseljahre können das ja noch nicht sein, denkst du. Östrogen kommt durch das fehlende Progesteron in eine Dominanz. Dadurch passieren weitere seltsame Dinge im Körper Du nimmst zu, obwohl du dich ernährst und bewegst wie immer. Frauen erzählen mir manchmal von Gewichtszunahmen von bis zu 15 Kilo in 2 Jahren.

Die Aufgaben von Progesteron: es baut in der 2. Zyklushälfte die Gebärmutterschleimhaut um, aktiviert Rezeptoren in unserem Gehirn, um das Nervenkostüm zu entspannen, entwässert den Körper, entspannt die Brustdrüse. Progesteron ist für Entspannung, Entwässerung und guten Schlaf sehr wichtig. Und ja, das wird uns jetzt einfach geklaut.

Östrogen

Östrogen ist für Nestbau, Romantik und weibliche Kurven zuständig und ist das „Versorgerhormon“ schlechthin.

Die Aufgaben von Östrogen sind vielfältig:

  • Wasser im Körper einlagern
  • Schleimhautaufbau in der Gebärmutter
  • Weibliche Kurven
  • Brustentwicklung
  • Vaginale Feuchtigkeit und Gesundheit 
  • Unterstützung der Vaginalflora
  • Kollagenaufbau in der Haut und im Bindegewebe
  • Emotionalität, Stimmung
  • Gehirnschutz
  • Starke Knochen.

Ab ca. Ende 40 beginnen sinken auch die Östrogenspiegel.

Das nachlassende Östrogen macht sich durch Anzeichen wie sinkende Lust auf Sex, Scheidentrockenheit, Brainfog, Gelenkbeschwerden oder Depressionen bemerkbar.

Mit dem zur Neige gehenden Eizellenvorrat, schwindet jetzt auch zusehends die monatliche Zyklus-Regelmäßigkeit. Die Periode kann für einige Monate ausbleiben, dann wiederkehren. Oder für 2-3 Wochen durchgehend auftreten und um wieder abrupt zu stoppen.

Was in der Perimenopause normal ist. die chaotische Unregelmäßigkeit von Hormonen, Symptomen und dem Zyklus.

Testosteron

Testosteron spielt beim Muskelaufbau, unserer Entschlusskraft und für unsere Libido eine entscheidende Rolle. Es verhilft zu einem klaren Kopf und sorgt für Tatkraft, hilft dem Stoffwechsel auf die Sprünge. Es schwingt mit Östrogen mit und hilft um den Eisprung herum, dass wir Lust auf Sex bekommen – dass wir uns sexy fühlen.

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Perimenopause: Die wirklichen Wechseljahre

Die Perimenopause beginnt also, während du noch regelmäßig deine Periode hast. Sie kann 10 bis 14 Jahre dauern. Die Progesteron und Östrogen verschieben sich also viele Jahre vor der Menopause. Es ist eben nicht die Klippe, von der wir springen, sondern eher ein großer Berg mit einem hügeligen Weg, den wir über Stock und Stein runterwandern. Mit Stock und Stein meine ich all die Befindlichkeitsstörungen, die jetzt schon auftreten können.

Es geht damit los, dass wir weniger Eisprünge haben. Weniger Eisprünge, weniger Gelbkörper, weniger Progesteron. Der Progesteron Spiegel sinkt. Östrogen, ein weitere Mitspieler im weiblichen Hormonorchester kommt zunächst in eine Dominanz, weil sich das Verhältnis der beiden zueinander verschiebt.

Symptome Prä- und Perimenopause

  • Leichte, schwere, unregelmäßige wechseln sich mit normalen Perioden ab
  • Schlafstörungen
  • Brustschmerzen
  • Hitzewallungen in unterschiedlicher Stärke, zu unterschiedlichen Tageszeiten
  • Grundlos schlechte Laune
  • Ängstlicher sein bis hin zu Angstzuständen
  • Gewichtszunahme, vor allem am Bauch
  • Migräne/Kopfschmerzen sind stärker als sonst
  • Krämpfe während der Periode sind stärker als sonst
  • Juckende Haut, Quaddeln, Neurodermitis, Ekzeme
  • Gelenkschmerzen, Knochenschwund
  • Herzrhythmusstörungen
  • Blasenentzündungen, Blasenschwäche, verstärkter Harndrang in der Nacht
  • Schmerzen beim Sex (Vaginale Atrophie)
  • Schilddrüsenprobleme
  • Erschöpfung, Antriebslosigkeit. Konzentrationsstörungen
  • Energielosigkeit, Brainfog
  • Haarausfall, Haarwuchs im Gesicht
  • Libidoverlust

Was du tun kannst, um das völlig normale Hormonchaos der Wechseljahre nicht noch weiter zu befeuern bzw. abzumildern: Die Hormone ausbalancieren, auf die du Einfluss hast. Die Materhormone Cortisol, Melatonin und Insulin.

1. Cortisol ausbalancieren

Sorge dafür, ab und zu aus dem Hamsterrad rauszukommen: 

  • Me-Time bevor der Tag beginnt, z.B. mit einer Morgenroutine. Das kann eine Achtsamkeitsübung, eine Meditation, ein Dankbarkeitstagebuch sein, bevor der ganze Wahnsinn des Alltags beginnt. Ich kann dir versichern, dass du stressresilienter durch den Tag gehst und Cortisol auch mal chillen darf.
  • Mini-Urlaub während des Tages: Sitzpausen, im Auto laut singen, in Ruhe essen, sich selbst ein paar Blumen kaufen, Atemübungen
  • Bewegung senkt den Stresspegel: Sitzpausen, Runde um den Block, mit dem Fahrrad ins Büro, Spaziergang nach dem Essen (senkt auch noch Insulin…)

2. Melatonin ausbalancieren!

Sorge für ausreichend Schlaf:

  • Abendroutine statt Netflix.
  • Für 7,5 bis 8 Stunden Schlaf sorgen.
  • Dunkles Schlafzimmer, Ohrstöpsel
  • Magnesium und Baldrian

 

3. Insulin ausbalancieren!

Sorge für einen gechillten Blutzuckerspiegel:

  • Snacken ist out!
  • 3 Mahlzeiten am Tag
  • Heißgeliebte Snacks in der Nähe der Mahlzeiten essen. 

Zusammenfassung

  • Zwischen 38 und 44 fängt die Prämenopause an – es gibt erste Veränderungen im Hormonhaushalt.
  • An die Prämenopause schließt sich nahtlos die Perimenopause an – dies sind die eigentlichen Wechseljahre.
  • Die Perimenopause dauert bis 1-2 Jahre nach der letzten Periode – der Menopause.
  • Die Menopause ist der Begriff für die letzte Periode, wenn 12 Monate keine Blutung stattgefunden hat.
  • Die Perimenopause geht dann nahtlos in die Postmenopause über, über die wir in einer weiteren Episode sprechen werden.
  • Es macht richtig viel Sinn, die Masterhormone Cortisol, Melatonin und Insulin auszubalancieren, um das Hormonorchester in den Wechseljahren zu unterstützen. 

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