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Was ist Zink genau?

  • Zink zählt zu essenziellen Spurenelementen.
  • Ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt.
  • Lebenswichtig/Essenziell: Unser Körper kann ihn nicht selbst herstellen. Muss also täglich mit der Nahrung zugeführt werden
  • Zink ist Bestandteil von über 200 Enzymen, die am Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel, dem Zellwachstum und der Erbsubstanz beteiligt sind.

 

Was kann Zink?  

  • Immunsystem: Nichts läuft ohne Zink!
  • Schützt die Zellen vor Schäden, die durch freie Radikale verursacht werden.
  • Schützt vor Schwermetallvergiftungen.
  • Zink kann Stoffwechselprozesse hemmen oder beschleunigen.
  • Die Freisetzung von Neurotransmittern wird von Zink mitbestimmt.
  • Neurotransmitter sind biochemische Botenstoffe, z.B.Serotonin, Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin. Sie befinden sich in der Verbindungsstelle zwischen den Nervenzellen, den Synapsen. Dort sind sie für die Signalübertragung zuständig. Sie übertragen die Informationen von einer Nervenzelle zur nächsten.
  • Zink spielt eine zentrale Rolle bei der Zellteilung. Der Auf- und Abbau von Nukleinsäuren (DNS, RNS) ist zinkabhängig. Die Nukleinsäuren bilden neben Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten die vierte große Gruppe der Biomoleküle. Ihre Aufgabe ist es, die genetische Informationen, die Baupläne zu speichern
  • Hormone benötigen Zink! Zink ist sehr bedeutsam für die Bildung der Geschlechtshormone, der Schilddrüsenhormone und des Hormons Insulin!
  • Wichtig für den Zuckerstoffwechsel. Die Insulinwirkung, aber auch die Stabilität des Insulins gegenüber Oxidationsprozessen ist von Zink abhängig.
  • Das heißt: ein Zinkmangel führt zunächst zu schwankenden Blutzuckerspiegeln. Ein chronischer Zinkmangel verursacht eine Auslaugung der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulinproduktion wird immer geringer.
  • Fast alle Diabetiker haben einen Zinkmangel, das sie über den Urin sehr viel Zink ausscheiden.
  • Eine Zinkzufuhr verbessert den HbA1C Wert, die Immunfunktionen und die häufigen Wundheilungsstörungen (Zuckerkrankheit).
  • Hilft bei Haarausfall: Zink gehört zu den Mitteln der ersten Wahl bei Haarausfall. Achtung! Hier können weitere Nährstoff-Mängel zum gleichen Symptom führen: B-Vitamine, Kalzium, Silizium, Eisen)
  • Hilft bei Hauterkrankungen: In verschiedenen Studien zeigte Zink bei Akne vulgaris gegenüber Antibiotika eine vergleichbare Wirksamkeit.
  • Psoriatiker erleiden Zinkverluste wegen Hautabschilferungen. Bei Hautentzündungen und Ekzemen sollte der Zinkspiegel überprüft werden.

 

Welche Zink-Mangelerscheinungen gibt es? 

Entsprechend umfangreich ist auch die Liste der Beschwerden, die durch einen Mangel hervorgerufen werden können.

  • Unfruchtbarkeit, Unterfunktion der Hoden u. Eierstöcke
  • Fingernägel: Weiße Flecken, brüchige Fingernägel
  • Haarausfall
  • Haut: Ausschläge, Pusteln, Verhornungen, verzögerte Wundheilung
  • Immunsystem: Infektionsanfälligkeit, Hemmung der zellulären Abwehr
  • Schleimhaut: Durchfall, gestörte Funktion
  • Sinnesorgane: Verminderte Geruchs- und Geschmacksempfindungen,
  • Nachtblindheit, Appetitlosigkeit
  • Wachstum: Wachstumsstörungen
  • Zentralnervensystem: Depressionen, Lethargie.

 

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Wie kommt es zu einem Zinkmangel? 

  • Unzureichende Zufuhr durch Crashdiäten
  • Unzureichende Zufuhr bei Vegetariern/Veganern, weil Zink über pflanzliche Lebensmittel wie Getreide und Hülsenfrüchte zugeführt wird. Die Bioverfügbarkeit gegenüber tierischen Produkten liegt bei ca. 50%
  • Verminderte Zinkverwertung durch äußere Einflüsse: erhöhte Zufuhr von Kalzium, Phosphor, Phytat (in frischem Getreide) oder Nahrungsfasern
    Phytate binden Mineralien und Spurenelemente. Phytate gehört zu der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe.
    Neben der Funktion als Abwehrstoff dient die Phytinsäure der Pflanze als Speicher für Phosphor und Kationen, wie Kalium-, Magnesium-, Kalzium- und Eisen-Ionen. Damit ist sie essenziell für das Wachstum des Keimlings.
  • Für uns ist die Phytinsäure allerdings ein sogenannter Anti-Nährstoff. Das bedeutet, dass sie die Verwertung der mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe einschränken kann.
  • Chronische Schwermetall-Vergiftungen
  • Resorptionsstörungen: Ungenügende Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse, entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Erhöhter Bedarf bei Schwangerschaft, Stillzeit, Leistungssport, Stress
  • Nieren- und Lebererkrankungen
  • hoher Alkoholkonsum
  • Diabetes mellitus
  • Infektionen
  • Gewebezerstörungen nach Operationen, Verbrennungen, Herzinfarkt, entzündlich rheumatischen Erkrankungen (Rheumatoide Arthritis).
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten

 

Wo ist Zink drin?

  • In tierischen Lebensmitteln wie Bio-Rindfleisch, Bio-Geflügel und Schalentieren aus nachhaltiger Zucht.
  • Den Top-Zinkgehalt: Austern enthalten mit 39 mg pro 100 g – circa sechs Austern – den höchsten Zinkgehalt.
  • Rindfleisch und Geflügel liefern zwischen 5 – 10 mg pro 100 g.
  • Pflanzliche Lebensmittel: Nüsse, Kerne, Samen, Hülsenfrüchte.
  • Pflanzliche Nahrung auch! Doch wie schon oben erwähnt enthalten Pflanzen auch Phytate, die Zink binden, so die Aufnahme von Zink hemmen und dadurch die Bioverfügbarkeit von Zink circa um die Hälfte reduzieren.
  • Tipp für Vegetarier/Veganer: Fermentieren, Keimen und Einweichen! Dies aktiviert Enzyme, die Phytate abbauen, aktivieren und die Bioverfügbarkeit von Zink.

 

Zink in Nahrungsmitteln:

  • Austern
  • Rinderfilet
  • Krabben
  • Hummer
  • Hühnerfleisch
  • Strauß
  • Truthahn
  • Bohnen
  • Kürbiskerne
  • Linsen
  • Hanfsamen
  • Cashewnüsse
  • Kichererbsen
  • Joghurt
  • Käse
  • Kidneybohnen
  • Grüne Erbsen
  • Seezunge
  • Shiitake Pilze

 

Quelle: Burgerstein Handbuch Nährstoffe