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Die 4 (!) Phasen der Wechseljahre: Es beginnt viel früher, als du denkst! 

Hast du jemals gehört, dass eine Frau sagt: Ich habe einen Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen? So wie einen Vitamin-D Mangel oder einen Magnesiummangel? Die Begriffe Progesteron- und Östrogenmangel wabbern um uns herum.

Doch wenn du dann mit Gelenkschmerzen zum Arzt kommst, wirst du in die „das ist in ihrem Alter normal Ecke“ oder in die Rheumaecke gepackt, bekommst Tabletten verschrieben, ohne dass auch nur eine Minute daran gedacht wird, einen Blick auf die Hormone zu werfen.

In diesem Beitrag stelle ich dir die vier Phasen der Wechseljahre ein wenig genauer vor.

 

Was haben die Wechseljahre mit Müdigkeit und Gelenkschmerzen zu tun?

 

Aber warum kommen die wenigsten Ärzte drauf, die Hormonspiegel zu checken, wenn du plötzlich diffuse Gelenkschmerzen hast oder über chronische Müdigkeit klagst?

Die Antwort ist einfach: Die Wechseljahre ein Stiefkind des Medizinstudiums. Aus meiner Recherche weiß ich, dass Medizinstudenten die Wechseljahre nur kurz anreißen. Ärzte können also fast nichts dafür, wenn sie denken, dass die Wechseljahre mit der letzten Periode beginnen. Was so leider nicht stimmt.

Was ich immer mal wieder höre:

 

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Ich hatte noch keine Hitzewallungen, also bin ich noch nicht in den Wechseljahren. 

 

Irgendwie sind die wohl spurlos an mir vorüber gegangen.

Es gibt tatsächlich einen kleinen Prozentsatz an Frauen, die wenige bis keine Symptome haben. Fakt ist aber, dass etliche andere Beschwerden mit den Änderungen in der Hormonbalance zusammenhängen. Und dass wir ein paar Jahre damit zu tun haben.

Wenn es um deine Wechseljahre geht, musst du das Zepter in die Hand nehmen. Dein Hausarzt wird dich aus bereits bekannten Gründen nicht aufklären.

Und hier kommt wieder das „Wissen ist Macht“ Ding. Du musst erst mal wissen, worum es geht. Die ganze Wahrheit über deinen wunderbaren Körper, der, ob du es glaubst oder nicht, mit den Jahren immer wunderbarer wird. Den du jetzt aber besonders hegen und pflegen darfst, um eine richtig coole zweite Lebenshälfte zu haben.

 

1. Phase: Prämenopause

 

Ab dem 40. Lebensjahr startet der Körper die ersten Vorbereitungen, um die fruchtbare Lebensphase zu beenden. Er reduziert allmählich die Produktion der weiblichen Hormone Progesteron und Östrogen, über die wir noch ausführlich sprechen werden. Beide haben Auswirkungen auf den Zyklus jetzt unregelmäßiger werden kann. Menstruationszyklen werden länger, die Blutungen kürzer.

Auch länger anhaltende oder sehr starke Blutungen sind möglich. Zwischenblutungen treten häufiger auf. Der Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken wird weniger. Die Umstellung des hormonellen Gleichgewichts beginnt.

 

Erste Anzeichen für den Beginn der Wechseljahre können:

 

  • erhöhte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen,
  • Spannungsgefühle in der Brust,
  • Wassereinlagerungen,
  • Gewichtszunahme,
  • Gelenksschmerzen,
  • Migräne oder
  • Schilddrüsenprobleme sein.

Wir werden uns die Hormone in der nächsten Episode noch genauer ansehen, damit du verstehst, wie es zu diesen Symptomen kommen kann.

 

Zu jung für die Wechseljahre? Pustekuchen! Um die 40 gehts los. 

 

Um die 40 will keine Frau die Diagnose Wechseljahre zu hören bekommen. Doch es ist so! Viele Frauen kommen um die 40 in die Prämenopause. Prä bedeutet „vor“ der Menopause. Die Menopause sind die paar Tage rund um die letzte Monatsblutung.

In dieser Phase kommt es also immer noch zu Blutungen. Und wie oft ich früher gehört habe: Neee! Ich bin noch nicht in den Wechseljahren. Ich habe ja meine Periode noch. Diese wird jetzt aber unregelmäßiger.

Wenn jetzt die gerade genannten Symptome wie Stimmungsschwankungen, erhöhte Reizbarkeit, vermehrte Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen oder Migräne-Attacken hinzukommen, kann das ein Zeichen dafür sein, dass die Prämenopause begonnen hat.

 

2. Phase: Perimenopause

 

Dies ist die Phase ein bis zwei Jahre vor und bis zu einem Jahr nach der letzten Regelblutung kommt. Die Abstände zwischen den schwächer werdenden Regelblutungen werden größer und die Produktion der Östrogene nimmt weiter ab.

Dies ist die Zeit, die den eigentlichen „Wechsel“ markiert. Viele Frauen bemerken eine Zunahme der Beschwerden, die jetzt auch am stärksten auftreten. So ist Östrogen beispielsweise für den niedrigen Blutdruck der meisten Frauen verantwortlich. Sinkt die Konzentration des Hormons, kann es sogar zu Bluthochdruck kommen.

 

Die häufigsten Symptome in dieser Zeit: 

 

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche,
  • Schlafstörungen,
  • starke Müdigkeit und Antriebslosigkeit,
  • Konzentrationsstörungen,
  • Herzbeschwerden,
  • Schwindel und Kreislaufbeschwerden,
  • Stimmungsschwankungen,
  • trockene Haut und Schleimhäute, oftmals einhergehend mit Juckreiz,
  • Libidoverlust,
  • verstärkter Harndrang.

 

Wie lange dauert diese heiße Phase der Wechseljahre?

 

Sobald die Perimenopause beginnt, nehmen die Beschwerden der Wechseljahre deutlich zu. Die Hitzewallungen werden stärker, die Schlafstörungen nehmen zu, Haut und Schleimhäute werden noch trockener.

Wann diese Phase beginnt und wie lange sie dauert, ist individuell verschieden. Lange galt eine Zeitspanne von sechs Monaten bis zu vier Jahren als typisch. Einer Studie der Wake Forest School of Medicine in North Carolina zufolge, leiden Frauen im Schnitt für 7,4 Jahre an Wechseljahresbeschwerden.

Was auffallend war: Je früher die Symptome begannen, desto länger blieben sie bestehen. Bei Frauen, deren Beschwerden schon in der Prämenopause einsetzten, blieben sie durchschnittlich 11,8 Jahre bestehen. Setzten die Symptome dagegen erst in der Postmenopause ein, hielten sie im Schnitt nur 3,4 Jahre an.

 

3. Phase: Menopause

Als Menopause wird der Zeitpunkt der letzten Periode und Beginn der Unfruchtbarkeit bezeichnet. Im Durchschnitt sind Frauen bei ihrer letzten Regelblutung 51 Jahre alt. Der genaue Zeitpunkt der Menopause lässt sich aber erst rückwirkend sagen, wenn ein Jahr lang keine Monatsblutung gab. Hormonell gehts jetzt mit dem Östrogen bergab.

 

4. Phase: Postmenopause

1 Jahr nach der letzten Periode beginnt die Postmenopause.

In dieser Phase kommt der Hormonhaushalt im weiblichen Körper langsam wieder zur Ruhe, pendelt sich auf sein neues Niveau ein. Jetzt bessern sich Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Dafür haben manche Frauen wegen der niedrigen Östrogenkonzentration mit neuen Beschwerden zu kämpfen, darunter Antriebslosigkeit oder Schlafstörungen.

Jetzt geht es damit los, dass die Schleimhäute trockener und die Haare dünner werden und die Falten tiefer. In der Postmenopause nimmt die Knochendichte ab. Da die Einstellung der Östrogenproduktion den Knochenabbau begünstigt, ist es ratsam, eine Knochendichtemessung machen zu lassen. Eine optimale Vitamin-D Versorgung ist jetzt besonders wichtig.

 

Es kann sein, dass du Rückenschmerzen bekommst, weil die Muskulatur immer mehr schwindet.

 

Mein Tipp: Versuche deine komplette Skelettmuskulatur zu trainieren. Egal wie: Yoga, Pilates, Krafttraining. Gesunde Nahrung ist jetzt ganz besonders wichtig.

Zwischen 50 und 65 Jahren steigt auch die Anfälligkeit für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Grund: Östrogen hat eine positive Wirkung auf das „gute“ HDL-Cholesterin. Es erweitert die Blutgefäße und wirkt durchblutungsfördernd. Da sich Östrogen nun komplett verabschiedet, fehlt diese positive Wirkung.

Die Übergänge zwischen diesen vier Phasen sind fließend. Der Verlauf kann bei jeder Frau anders sein kann. Postmenopause: Der Hormonspiegel kommt zur Ruhe! 

Nach den hormonell turbulenten Phasen der Perimeno- und Menopause stellt in der Postmenopause dein Organismus langsam auf die neue hormonelle Situation ein und findet seine Balance. 

 

Quellen