Ist Insulin böse? Freispruch für ein lebenswichtiges Hormon

Ist Insulin böse? Freispruch für ein lebenswichtiges Hormon!

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In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf das Hormon Insulin. Es wird ja meist als „Fettspeicherhormon“ verteufelt, dabei übernimmt es im Körper viele wichtige – und sogar lebenswichtige – Aufgabe. Ich möchte dich mit diesem Beitrag darauf aufmerksam machen, warum es so wichtig ist, dass dein Blutzuckerspiegel chillt und Insulin in Balance ist, damit es genau die tollen Aufgaben erfüllen kann, die ich dir hier vorstelle.

Ja, in den nächsten Beiträgen wird es immer wieder um Glukose- bzw. Blutzuckerbalance gehen und z.B. auch darum, wie du deinen Blutzucker mit ein paar Tricks senken kannst. Gleichzeitig möchte ich mit dir tiefer in den Zuckerstoffwechsel einsteigen. Das Thema Blutzuckerbalance bzw. die Krankheiten, die entstehen, wenn der Blutzucker aus dem Ruder läuft, liegt mir sehr am Herzen.

Es ist mir ein echtes Anliegen, so viele Frauen wie möglich davor zu bewahren, eine Insulinresistenz bzw. Diabetes Typ 2 zu entwickeln oder die Kehrtwende zu wieder gesunden Blutzuckerwerten zu machen – denn die Folgeerkrankungen können dramatisch sein. So lecker all die zuckrigen Lebensmittel auch sind: Glaub mir, die Zuckerkrankheit möchtest du nicht bekommen. 

Bevor wir über Insulinresistenz, Diabetes Typ 2 oder einen grundsätzlich entgleisten Zuckerstoffwechsel sprechen, ist es wichtig zu verstehen, wie genial dieses System ursprünglich gedacht ist und welche lebenswichtigen Aufgaben Insulin in einem gesunden Organismus übernimmt.

Und bevor wir uns anschauen, was Insulin alles kann, klären wir zunächst die Frage: Wo wird Insulin eigentlich genau produziert?

Wo wird Insulin gebildet?

Insulin wird in den Beta-Zellen der sogenannten Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet. [1] Das sind kleine, hormonproduzierende Zellverbände, die sensibel auf verschiedene Stoffwechsel- und Körpersignale reagieren. Bereits beim Sehen, Riechen oder Schmecken von Nahrung wird über den Vagusnerv die Bauchspeicheldrüse aktiviert.

Der Vagusnerv ist Teil des Parasympathikus, also des Teils unseres vegetativen Nervensystems, der für Ruhe, Verdauung und Regeneration zuständig ist. Der Vagusnerv ist der wichtigste Nervenstrang dieses Systems. Er verbindet das Gehirn mit den inneren Organen und steuert Verdauungs- und Stoffwechselprozesse.

De Insulinproduktion ist also Teil eines fein abgestimmten Zusammenspiels aus Nährstoffsignalen, Hormonen und eben auch der Steuerung durch Nerven. Schauen wir uns als Nächstes das spannende Organ an, das Insulin produziert: unsere Bauchspeicheldrüse.

Die Bauchspeicheldrüse: Viel mehr als nur Insulinproduktion!

Spannend ist, dass die Hauptaufgabe der Bauchspeicheldrüse aus evolutionärer Sicht nicht darin lag, Insulin zu produzieren. Warum, lässt sich leicht erklären:  Die heutigen Zuckermenge in der Nahrung gab es in der Natur früher schlichtweg nicht – und wenn, dann nur im Sommer in Form natürlicher Quellen wie Früchte oder Honig.

Wenn man sich vor Augen hält, dass Insulin das einzige blutzuckersenkende Hormon ist, während mehrere Hormone blutzuckersteigernd wirken – insbesondere Glukagon, Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol und das Wachstumshormon –, wird deutlich, welche Prioritäten unser Körper früher hatte.

Dies hängt vor allem damit zusammen, dass während einer Stressreaktion zuverlässig Energie bereitgestellt werden muss. Eine interessante Zahl dazu: Nur etwa zwei Prozent des Gewebes der Bauchspeicheldrüse entfallen auf den endokrinen Anteil, also auf die hormonproduzierenden Zellen wie die Beta-Zellen, die Insulin bilden. Rund 98 % bestehen aus exokrinem Gewebe.

Es produziert Verdauungsenzyme, die Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße aufspalten. Die Bauchspeicheldrüse produziert einen Verdauungssaft, der in den Zwölffingerdarm abgegeben wird, sobald Nahrung aus dem Magen dort eintrifft. Zurück zum Insulin. Es ist wirklich interessant, was es alles kann.

Insulin schützt indirekt die Blutgefäße

Erhöhte Blutzuckerwerte fördern Glykationsprozesse, also das Anheften von Zucker an Eiweiße. Dies lässt sich dann ja auch am HbA1c-Wert, dem Langzeitblutzucker, ablesen. [2] Ist dieser chronisch zu hoch, können dadurch Gefäße und Organe geschädigt werden. Wenn der Zuckerstoffwechsel gut funktioniert, dein Insulinstoffwechsel also intakt ist, transportiert Insulin Glukose zügig aus dem Blut in die Zellen, reduziert dadurch erhöhte Blutzuckerwerte und wirkt so indirekt gefäßschützend.

Funktioniert diese Regulation nicht mehr zuverlässig, können die Innenwände der Gefäße, das sogenannte Endothel, geschädigt werden. Stell dir ein Kabel vor, das an den Innenwänden beschädigt ist. Die Blutgefäße verlieren an Elastizität, entzündliche Prozesse werden begünstigt und das Risiko für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Typ-2-Diabetes ist deshalb auch ein bedeutender Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Insulin reguliert auch den Fettstoffwechsel

Insulin bremst ja den Abbau von gespeichertem Fett, indem es die Fettverbrennung in den Fettzellen drosselt. Das ist evolutionsbiologisch natürlich super sinnvoll. In Zeiten von Nahrungsüberschuss speichert der Körper Energie als Reserve, um in Phasen von Mangel darauf zurückgreifen zu können. Gleichzeitig fördert Insulin die Einlagerung von Fettsäuren in die Fettzellen, wenn sehr viel Energie – vor allem in Form von Glukose, also Zucker – auf einmal in deinem Organismus ankommt.

Auch das ist physiologisch sinnvoll. Es verhindert nämlich, dass überschüssige Energie unkontrolliert im Blut zirkuliert, indem sie im Fettgewebe zwischengelagert wird. Alles unter der Prämisse, dass es da noch keine Resistenzen an den Körperzellen gibt, Insulin seinen Job also noch erfüllen kann.

Insulin reguliert die Glukoseproduktion in der Leber

Was hat es damit auf sich und welche Vorteile hat das? Nach einer Mahlzeit gelangt Glukose auch zur Leber. Dort wird ein Teil des Zuckers – auch unter dem Einfluss von Insulin – in Form von Glykogen gespeichert. Glykogen ist die Speicherform von Glukose. Zwischen den Mahlzeiten wandelt die Leber bei Bedarf wieder Glykogen in Glukose um, damit das Gehirn und andere Organe kontinuierlich versorgt werden können und der Blutzucker auch während einer Esspause stabil bleibt.

Insulin und die Nieren: Einfluss auf den Wasserhaushalt

Zum Schluss schauen wir uns noch an, wie Insulin dafür sorgt, dass dein Körper Wasser speichert. Das passiert über einen Umweg durch die Nieren: Insulin gibt den Nieren das Signal, Salz (Natrium) nicht auszuscheiden, sondern es zurück ins Blut zu leiten. [3] Da Salz wie ein Magnet auf Wasser wirkt, bleibt mit dem Salz auch automatisch mehr Flüssigkeit im Körper.

Warum macht der Körper das? Sobald du etwas isst, schüttet dein Körper Insulin aus, denn ein paar Kohlenhydrate haben wir ja immer in der Nahrung.. Das ist das Signal für den „Ich-speichere-jetzt-mal-Modus“: Da nun ausreichend Energie vorhanden ist, will der Körper alles speichern, was gerade nicht gebraucht wird – Zucker, Fett und eben auch Wasser –, um das Blutvolumen stabil zu halten.

Die Kehrseite der Medaille: Wenn der Insulinspiegel dauerhaft hoch ist, wird auch dauerhaft zu viel Wasser gespeichert. Das füllt die Blutbahnen so stark auf, dass der Druck in den Gefäßen steigt. Langfristig kann das zu Bluthochdruck führen. 

Ein weiterer Grund für Wasser im Körper ist die Bindung an Glykogen. Kohlenhydrate werden, wie gesagt,  in Form von Glykogen in den Muskeln und der Leber gespeichert. Man kann sich Glykogen jetzt wie einen Schwamm vorstellen. Ein Gramm Glykogen bindet etwa drei bis vier Gramm Wasser. Wenn du Kohlenhydrate isst, füllen sich diese „Schwämme” und du wirst durch das eingelagerte Wasser schwerer.

Reduzierst du die Kohlenhydrate, leert dein Körper diese Speicher wieder. Dabei werden die Schwämme quasi ausgedrückt und das gebundene Wasser wird freigesetzt und ausgeschieden. Gleichzeitig sinkt der Insulinspiegel, wodurch auch das überschüssige Salz über den Urin ausgeschieden wird. Deshalb verliert man bei einer Umstellung auf eine den Blutzucker stabilisierende Ernährung zunächst einmal einige Kilo an Gewicht – dabei handelt es sich jedoch vorrangig um Wasser.

Zusammenfassung

Insulin ist das einzige Hormon, das deinen Blutzucker aktiv senken kann – und genau deshalb ist es lebenswichtig. Es transportiert Glukose, also Zucker, aus dem Blut in deine Zellen. Wenn das gut funktioniert, bleiben deine Blutzuckerwerte stabil und deine Blutgefäße werden vor schädlichen Zuckerablagerungen geschützt. Gleichzeitig ist Insulin ein anaboles, ein aufbauendes Hormon: Es sorgt dafür, dass Glukose als Glykogen gespeichert wird und unterstützt die Fetteinlagerung.

Zusammen mit seinem Gegenspieler Glukagon hält Insulin deinen Blutzucker zwischen den Mahlzeiten im Gleichgewicht. Darüber hinaus beeinflusst Insulin den Wasserhaushalt, indem es die Natriumrückresorption in der Niere und die Wassereinlagerung in den Glykogenspeichern fördert. All das ist völlig physiologisch und sinnvoll. Problematisch wird es erst, wenn der Insulinspiegel dauerhaft erhöht ist.

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QUELLEN

  1. StatPearls Publishing (2023). Insulin Physiology. National Center for Biotechnology Information. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK279012/
  2. American Diabetes Association (2024). Standards of Care in Diabetes – Glycemic Targets. Diabetes Care. https://diabetesjournals.org/care/issue/47/Supplement_1
  3. Brosolo, G. et al. (2022). Insulin Resistance and High Blood Pressure. Biomedicines, 10(10), 2374. https://www.mdpi.com/2227-9059/10/10/2374

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