Die drei wichtigsten Gründe, deine Zuckersucht zu besiegen!

 

Jetzt fragst du dich sicher: Bin ich zuckersüchtig?

Ja, wenn du zum Beispiel ständig Snacks isst. Es müssen nicht nur Zucker und Süßigkeiten sein. Es geht darum, dass du immer wieder Lust hast, etwas zu essen. Und klar, wenn du ständig Lust auf Süßigkeiten hast wie Schokolade, Chips, Kuchen oder Plätzchen hast, kann man davon sprechen, dass du süchtig danach bist. HIER bekommst du meine kostenlose Zuckerwürfelliste und kannst dir das gleich mal genauer ansehen.

 

Areale im Gehirn reagieren auf Zucker!

 

Bei der Zuckersucht werden dieselben Areale im Gehirn angesprochen wie bei anderen Suchtarten auch, wie z. B. bei Sucht nach Rauschgift oder Alkohol. Im Netz findest du Bilder, auf denen das Gehirn mit Zucker getriggert wurde. Es leuchten dieselben Hirnareale auf wie beim Genuss von Rauschgift. Es gibt sie also, die Zuckersucht. Aus meinen Coachings weiß ich, dass es zu Entzugserscheinungen kommen kann, wenn der Zucker entzogen wird.

Darüber habe ich einen ausführlichen Artikel auf meinem Blog geschrieben.

Die drei wichtigsten Gründe, den Zucker in der Nahrung zu reduzieren:

  • Zucker ist das neue Fett! Wir schauen uns an, wie dein Körper aus Zucker Körperfett macht.
  • Die „Moppel-Bakterien“ in deinem Darm lieben Zucker.
  • Zucker lockt Insulin, das Fettspeicherhormon.

Zucker ist das neue Fett!

 

Du hast Zuckerspeicher (Glukosespeicher) in der Muskulatur und in der Leber. Im Gegensatz zu deinen Fettspeichern, die unerschöpflich groß sind, sind die Speicher für Zucker sehr klein. Insgesamt passen nur um die 400 Gramm hinein. Was wichtig ist: unser Körper pro Stunde nur rund 60 Gramm Kohlenhydrate verpacken.

Jetzt habe ich gerade von den Kohlenhydratspeichern in Muskulatur und Leber gesprochen. Die sind gut gefüllt, wenn du mit deinen Hauptmahlzeiten und Snacks zwischen den Mahlzeiten oft Kohlenhydrate aufnimmst und /oder wenig Bewegung hast, also kaum Glukose verbrauchst.

Die Glukosespeicher in der Muskulatur werden nur für die Muskulatur verwendet. Der Zuckerüberschuss – alles, was jetzt nicht reinpasst – wird in Fett umgewandelt und auf Bauch, Beine und Po gepackt.

 

Lass uns mit der Lupe draufschauen, was da genau passiert.

 

Die Umwandlung von Zucker in Fett funktioniert zuverlässig, wenn du den Körper regelmäßig mit Kohlenhydraten flutest. Der Überschuss wird zur Leber transportiert, weil der Körper sagt: „Diese tolle Energie werde ich jetzt nicht einfach ausscheiden, sondern die werde ich jetzt irgendwo lagern für später“.

Die Leber wandelt den Zucker in Fettmoleküle um und schaut, wo sie die hin packen kann. Und der nächstgrößere Speicherort für Fett von der Leber aus gesehen ist der Bauch.

Allein diese Tatsache kann dafür sorgen, dass drei bis fünf Kilo pro Jahr zusätzlich auf deine Hüften kommen, ohne dass du das großartig bemerkst – heimlich, still und leise.

Leider ist es jetzt so, dass sich im Laufe der Zeit Fett um die Leber herum einlagert. Der Arzt spricht von einer nicht-alkoholischen Fettleber.

 

Warum lagert der Körper Fett ein?

 

Du weißt ja, Evolution passiert sehr langsam – im Schneckentempo. Es funktioniert alles wie vor ein paar Tausend Jahren und als wir noch durch karge Winter und lange Perioden ohne Nahrung hindurchmussten, waren wir darauf angewiesen, dass solche Mechanismen zuverlässig funktionieren. Damals haben wir ab und zu Obst gefunden. Äpfel waren klein wie Pflaumen und vielleicht haben wir ein bisschen Honig gehabt. Aber das war es dann auch schon.

Und genau dieser Mechanismus sorgt heute dafür, dass wir Fett ansetzen, wenn wir zu viel und zu oft Zucker essen. Zucker ist also nicht das neue Fett. Es war schon immer so, dass wir diese wertvolle Energiequelle in Form von Fett eingelagert haben. Vor allem am Bauch! Und je dicker der Bauch war, desto größer die Überlebenschance. Das war früher unsere Lebensversicherung.

 

Schlank-Bakterien vs. Moppel-Bakterien

 

Die „Moppel-Bakterien“ im Darm stehen extrem auf Zucker stehen. Es gibt die beiden Bakterienfamilien

  • „Schlank-Bakterien“, die Bacteroides und
  • „Moppel-Bakterien“ die Firmicutes.

Zum Thema „Abnehmen mit Schlank-Bakterien“ gibt es bereits eine Podcastepisode und einen Blogbeitrag.

Deshalb gehe ich nur kurz darauf ein. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn wir beide Bakterienstämme im Darm haben. Sie haben beide ihre Daseinsberechtigung. Ungemütlich wird es erst, wenn die Balance aus dem Ruder gerät. Ob es der Salzhaushalt, der Wasserhaushalt ist, ein Vitamin oder ein Hormon ist. Auch bei den Bakterienstämmen ist es genauso.

Wichtig ist, dass die Balance stimmt und die kommt aus dem Takt, wenn du die „Moppel-Bakterien“ zu sehr mit zuckriger Nahrung fütterst.

Die „Schlank-Bakterien“ stehen total auf Gemüse und Salat. Die „Moppel-Bakterien“ auf Zucker. Wenn du Zucker im Übermaß isst, kann es so weit kommen, dass die Familie der „Moppel-Bakterien“ so stark wird, dass sie die Familie der „Schlank-Bakterien“-Familie verscheucht wird. Es gibt die Möglichkeit, das testen zu lassen! Über eine Stuhlprobe. Im schlimmsten Fall hast du keine „Schlank-Bakterien“ mehr im Darm, sondern nur noch „Moppel-Bakterien“.

 

Die Sache mit dem Insulin!

 

Zucker lockt Insulin! Insulin ist das sogenannte Fettspeicherhormon. Insulin hemmt die Fettverbrennung und packt Fett gleichzeitig in die Fettzellen. Ein bisschen genauer: Du isst Zucker! Das kann eine Portion Spaghetti, ein Schokoriegel oder eine Pizza sein. Dein Blutzuckerspiegel steigt an und zwar schnell. Jetzt kommt Insulin angesaust, um ihn in Schach zu halten. Im Blut ist circa ein gehäufter Teelöffel Zucker eine für den Körper gesunde Menge.

Das muss man sich mal überlegen! Ein gehäufter Teelöffel Zucker ist das, was wir im Blut brauchen. Mehr nicht. Alles, was darüber hinaus geht, muss schnellstens aus dem Blut geschaufelt werden, sonst wird es brenzlig für uns.

Und das macht das Hormon Insulin. Insulin ist dafür verantwortlich, dir in dieser Hinsicht dein Leben zu retten. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel würde dir sehr schaden. Deshalb bekommst du von deinem Arzt schnellstmöglich ein Medikament, wenn du zuckerkrank wirst, also eine Insulinresistenz entwickelt oder einen Diabetes Typ 2 hast.

 

Insulin hemmt die Fettverbrennung!

 

Insulin kann aber noch viel mehr. Es hemmt die Fettverbrennung, sobald Zucker auf dem Weg ist UND packt zusätzliches Fett, was im Körper herumschwirrt, in die Fettzellen.Und auch hier schauen wir jetzt ein bisschen mit der Lupe drauf. Wie macht der Körper das eigentlich? Sobald deine Zunge süß schmeckt, gibt es ein Signal ans Gehirn: „Hey Chef! Zucker ist im Anmarsch!“

Das Gehirn informiert die Bauchspeicheldrüse: “Hallo, liebe Bauchspeicheldrüse, da kommt gleich Zucker. Pass mir bitte auf meinen Blutzuckerspiegel auf. Du weißt ja, ein Teelöffel und so!“

Die Bauchspeicheldrüse gibt ihren Insulinmitarbeitern Bescheid und Insulin macht sich bereit. Insulin ist ein Hormon. Hormone sind Botenstoffe, Botenstoffe verteilen Nachrichten im Körper. Insulin dockt an der Körperzelle an und sendet so die Nachricht an die Körperzellen: „Liebe Körperzellen, ich muss Zucker aus dem Blut schaffen. Öffnet eure Türen und schickt die Zuckertransporter raus.“

Die Türen zu den Körperzellen öffnen sich. Glukosetransporter schnappen sich den Zucker und bringen ihn zu den Kraftwerken, den Mitochondrien. Jetzt sinkt der Zuckerpegel im Blut wieder auf ein gesundes Maß. Das ist der Sinn hinter der ganzen Story. Und wie gerade schon angedeutet, Insulin ist ein absoluter Tausendsassa.

Es verteilt gleichzeitig folgende Nachrichten: „Hallo Energiezentrale, wir haben genug Zucker an Bord. Die Fettverbrennung kannst du stoppen. Lass uns erst mal den Zucker verbrauchen. Und weil wir so viel Zucker haben, pack das umherschwirrende Fett gleich mit auf die Hüften.“

Auch dies ist ein lebenswichtiger Mechanismus von früher: Fett sparen, Fett einlagern, damit wir den nächsten Winter überleben. Das funktioniert heute noch einwandfrei.

 

Zusammenfassung:

 

  • Zucker ist das neue Fett. Es geht darum, dass zu viel aufgenommener Zucker, der nicht mehr verpackt werden kann, auf den Hüften landet.
  • „Moppel-Bakterien“ lieben Zucker. Wenn du regelmäßig und Zucker zu dir nimmst, fütterst du die „Moppel-Bakterien“ im Darm.
  • Zucker lockt immer Insulin! Das Fettspeicherhormon, das die Fettverbrennung hemmt und uns gleichzeitig Fett in die Fettzellen packt.

Ich denke, das sind drei richtig wichtige Gründe, über deinen Zuckerkonsum nachzudenken.

Damit dir das leicht fällt, habe ich die Zuckerwürfelliste entwickelt, die du dir HIER kostenfrei abholen kannst.

Ich habe dir 88 Lebensmittel aufgeführt, die dir täglich die Figur verhageln. Vermutlich ohne dass es dir bewusst ist. Mit dem von mir entwickelten Zuckerbarometer kannst du auf einen Blick sehen, wo du stehst. Unbedingt ausprobieren! Dieser Überblick kann für erste wichtige Aha-Erlebnisse sorgen!