Wie lange dauert abnehmen?

Ich möchte in meiner Podcast-Show und in meinen Blogbeiträgen immer auch mal wieder Themen zu Sprache bringen, über die man bzw. Frau nicht so gerne spricht, die aber in meinen Coachings immer mal wieder an mich ran getragen werden.

Man könnte sie auch als Tabuthemen bezeichnen. Eines davon ist der Haarausfall bei Frauen. 

Ich habe mich ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt. In dieser Episode erfährst du die ersten 3 von insgesamt 7 Ursachen, die ich für dich herausgefunden habe.

Kleiner Spoiler: Es kommen meist mehrere Gründe zusammen. Wenn es mehrere Gründe gibt, kann es nicht DIE eine Lösung geben.

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Warum habe ich mir das Thema rausgepickt? Weil es anscheinend ein Problem der Wechseljahre ist. Dachte ich! Deshalb wollte ich zunächst auch nur eine Episode dazu machen. 

In meiner Ausbildung zum kPNI Coach habe ich eines ganz sicher gelernt: Das WARUM der Beschwerden zu hinterfragen, statt nur auf die Symptome einzugehen.

Ich konnte also nicht anders, als mich eingehend mit dem Thema zu befassen und die Gründe für Haarausfall ausgiebig zu recherchieren. 

Im Laufe der Recherche habe ich dann entschieden, dass ich das Thema der Vollständigkeit halber von vielen Seiten beleuchten möchte. 

Herausgekommen ist ein umfassender Guide rund um das Thema Haarausfall und du wirst sehen, dass es am Ende wieder um die Gesundheit unseres gesamten Körpers geht.

Vor allem deshalb, weil es in den allermeisten Fällen nicht nur einen Grund und damit auch nicht nur eine Lösung gibt.

Dies wird also sowohl hier im Podcast als auch auf der Beitragsseite zu dieser Episode ein Komplett-Guide zum Thema Haarausfall, in den du immer wieder schmökern oder reinhören kannst.

In diesem ersten Teil schauen wir uns die ersten 4 von insgesamt 7 von mir recherchierten Gründe für Haarausfall an: 

  • Erblich bedingter Haarausfall
  • Die autoimmune Störung „Kreisrunder Haarausfall“
  • Haarausfall durch eine Fehlfunktion der Schilddrüse
  • Stressbedingter Haarausfall

Im zweiten Teil geht es um 3 weitere ernstzunehmende Gründe:

  • Haarausfall durch Mangelernährung
  • Haarausfall durch eine Dysbalance im Darm 
  • Haarausfall durch Hormonverschiebungen in den Wechseljahren

Im 3. Teil wird es vor allem um Lösungen gehen und wie du den verschiedenen Gründen des Haarausfalls begegnen kannst.

Wie stellt man einen Haarausfall fest? Meist ist es so, dass man Haare auf dem Kopfkissen, mehr Haare nach dem Kämmen in der Haarbürste oder im Duschabfluss findet.

Tatsächlich beginnt der Haarausfall bei Frauen beginnt Haarausfall meist anders als bei Männern. Bei Männern beginnt er oft oberhalb der Schläfen mit langsam zurückweichendem Haaransatz. Bei Frauen fast immer mit einer Ausdünnung an der Scheitellinie bzw. zunehmend diffusen Haarausfall vom Scheitel aus.

Ich denke wir sind uns einig, wenn ich sage, dass wir Frauen emotional einfach mehr an unserer Haarpracht hängen, während Männer mit einer Glatze heute was völlig Normales sind. Mein Mann hat auch eine. Ich kenne ich gar nicht anders. Bei Männern gilt eine Glatze schon eher als modern.

Man merkt es also am Durchschimmern der Kopfhaut am Scheitel und auch dadurch, dass ein Pferdeschwanz schmaler wird und das Haar in Allgemeinen kraftlos, glanzlos, spröde aussieht.

100 Haare pro Tag verlieren ist normal! 

Ich hatte auch schon mal Haarausfall, der nach ein paar Wochen wieder weg war. Auch, also ich noch jünger war. Oft war es der Übergang von Winter in den Sommer oder umgekehrt. 

Mein Tipp: Wenn du bemerkst, dass beim Bürsten, Duschen, über Nacht oder im Alltag ungewöhnlich viele Haare ausfallen, beobachte es zunächst. Jedes Körperhaar hat einen bestimmten Wachstumszyklus und manchmal kommt es vor, dass ein paar mehr Haare auf einmal ausfallen. 

Hält der Haarausfall an und stellst du fest, dass deine Haare an bestimmten Stellen lichter werden, empfiehlt sich ein Besuch beim Experten, um zu klären, ob eine Erkrankung dahintersteckt.

Der richtige Ansprechpartner ist meiner Meinung nach ein Heilpraktiker, ein kPNI Therapeut oder der Hautarzt. Wichtig ist eine umfassende Anamnese, um der Sache auf den Grund zu kommen.

 

1: Erblich bedingter Haarausfall

 

In vielen Fällen ist erblich bedingter Haarausfall der Grund dafür, dass die Haare auf dem Kopf lichter werden. Der Grund ist eine aus den Rhythmus gebrachte Hormonbalance. Durch eine Überproduktion von männlichen Hormonen wird das normale Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Hormonen gestört.  

Lange glaubte man, dass bei den betroffenen Frauen eine übermäßige Produktion von Testosteron der Grund für den Haarverlust ist. Das männliche Hormon schwirrt auch in uns Frauen herum. Genauso wie es im männlichen Körper einen kleinen Anteil weiblicher Geschlechtshormone gibt. Es hat sich aber herausgestellt, dass dies nur in seltenen Fällen der Fall ist.  

Tatsächlich ist es so, dass sich bei den meisten Frauen mit erblich bedingten Haarausfall keine erhöhten Produktionsmengen an männlichen Sexualhormonen nachweisen lassen. 

Doch es wurden andere Auslöser für den Haarausfall festgestellt: eine vermindert Aktivität des Enzyms Aromatase und eine damit einhergehende ebenfalls genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber männlichen Geschlechtshormonen. 

Schauen wir uns das mal genauer an: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass der Haarfollikel eine eigenständige Hormonfabrik ist. Das Enzym (Enzyme kannst du dir vorstellen wie kleine Katalysatoren) Aromatase sorgt an den weiblichen Haarfollikeln dafür, dass männliche Sexualhormone in weibliche umgewandelt werden, die wiederum das Haarwachstum fördern.  

Bei einem erblich bedingten Haarausfall ist dieses Enzym weniger aktiv. Es werden also nicht zu viele männliche Sexualhormone produziert, sondern zu wenige in weibliche Sexualhormone umgewandelt. Dieses Ungleichgewicht sorgt für den Haarausfall. Du kannst dir sicher vorstellen, was diese Hormonchaos noch verstärkt: Die Wechseljahre, auf die wir im zweiten Teil sehr genau eingehen.

 

2: Die autoimmune Störung „Kreisrunder Haarausfall“

 

Manche Frauen bekommen kreisrunde, kahle Stellen auf dem Kopf oder an anderen behaarten Körperstellen. Diese autoimmune Störung kann so weit gehen, dass alle Körperhaare ausfallen.

Bei einer autoimmunen Reaktion ist das eigene Immunsystem aus unterschiedlichen Gründen so irritiert, dass es fälschlicherweise körpereigenes, gesundes Gewebe angreift. In diesem Fall die Zellen in den Haarwurzeln. Bei Hashimoto sind es die Zellen der Schilddrüse, bei Neurodermitis und Psoriasis die Zellen den Haut, bei der rheumatoiden Arthritis die Zellen der Gelenke, bei MS die Zellen des Gehirns, bei Diabetes Typ 1 die Langhanssche Zellen in der Bauchspeicheldrüse.

Und ja, in diesem Fall hat es das Immunsystem auf die Haarwurzeln abgesehen. Die gute Nachricht ist, dass ein irritiertes Immunsystem auch wieder beruhigt werden kann. Wir werden im 3. Teil dieser Episoden auf die Lösungen hierzu eingehen.

 

3:Schilddrüsenfehlfunktion

Schilddrüsenüberfunktion / Schilddrüsenunterfunktion / Hashimoto

Bei Haarausfall muss auch an eine Fehlfunktion der Schilddrüse gedacht werden. Das Hormonsystem ist komplex und die Schilddrüse ist als Energieministerin mit den Schilddrüsenhormonen mittendrin im Geschehen. Bei einer Unter- oder Überfunktion wird es immer schwieriger für die Schilddrüse, ihre vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Das Hormonorchester kommt insgesamt durcheinander, was sich auch auf das Haarwachstum auswirken kann. 

Aus einigen Interviews mit Expertinnen zum Thema Schilddrüse wissen wir, dass eine Schilddrüsenunterfunktion sehr häufig (fast immer) durch die autoimmune Störung Hashimoto entsteht. Hör deshalb unbedingt noch mal in die Episoden mit Gesundheitscoach Kristina Freddiksson und der Heilpraktikerin Kyra Kauffmann rein. In den Episoden mit Kristina Freddikson gehen wir auch darauf ein, wie du über deinen Hausarzt an die Laborwerte kommst, die du brauchst, um dir ein gutes Bild über den Zustand deiner Schilddrüse zu machen.

Hier gelangst du direkt zu den Episoden im ISS DICH GLÜCKLICH! Podcast:

  • Hashimoto ist keine Einbahnstraße 1. Teil / 2. Teil / Kristine Fredrikkson
  • Was hat diese kleine Schilddrüse mit deinem Körpergewicht zu tun 1. Teil / 2. Teil Kyra Kauffmann

4: Stressbedingter Haarausfall 

 

Was passiert bei Stress mit den Haaren? Zum einen schüttet der Körper vermehrt das Aktivitätshormon Cortisol aus. Was früher Kampf und Flucht war ist heute der schreiende Chef oder die übervolle ToDo-Liste. Ist Haarwachstum jetzt wichtig? Sicher nicht! Die Energie wird jetzt nicht fürs Haarwachstum (oder die Fettverbrennung, die Verdauung) verbraten, sondern dafür, diese Stresssituation zuverlässig zu bewältigen. 

Durch Stress erhöht sich die Anzahl der Nervenfasern, die jeden Haarfollikel umgeben. Über diese Nervenfasern werden Botenstoffe freigesetzt. Diese Stoffe aktivieren Abwehrzellen des Immunsystems. Das Immunsystem startet Entzündungsprozesse. Ist der Stress chronisch, kommt zu einer neurogenen Entzündung und Haarzellen sterben vermehrt ab. Die Folge: Haarausfall. 

Das Thema Achtsamkeit und Selbstfürsorge zieht sich wie ein roter Faden durch meine Podcast-Show. 

In der nächsten Episode befassen wir uns mit 3 weiteren Gründen für diesen lästigen Haarausfall.

Dann geht es darum, welche Nährstoffe dir fehlen können, welchen Einfluss deine Darmgesundheit auf das Haarwachstum hat und wir werden den recht umfangreichen Block auseinanderklamüsern: Haare verlieren durch das Hormonchaos der Wechseljahre. 

Noch mal zur Erinnerung: In den meisten Fällen geht es nicht um einen einzigen Grund. Unser Körper ist ein Wunderwerk und es ist nicht alles schwarz oder weiß. Ich hoffe dir mit diesen Episoden einen guten Überblick zu verschaffen und möchte dir dabei helfen, die Gründe zu erkunden und zu verstehen.