Darmbakterien verhindern das Abnehmen? 3 Tipps für mehr Schlank – Bakterien!

Darmbakterien verhindern das Abnehmen? 3 Tipps für mehr Schlank – Bakterien!

Kennst Du das? Dein Körpergewicht stagniert, Körperumfänge wollen sich nicht verändern. Obwohl du Schritte zählst, Sport treibst und dich gesund ernährst?

Und ist da was dran? Dass Darmbakterien das Abnehmen verhindern? Ja! 

Doch nur dann, wenn die Moppel-Bakterien in der Überzahl sind. Das passiert nicht, wenn du deine Schlank-Bakterien fütterst, hegst und pflegst. 

 

Hol dir zum Abnehmen die Schlank-Bakterien ins Boot!

 

Schnapp dir dieses Zaubertool und gehe die nächsten wichtigen Schritte! Richtung Wohlfühlfigur, mehr Energie und gesunden Immunsystem.

Verpasse deinem Darm eine Wellnesskur und füttere die vielen kleinen Bewohner mit ihrem Lieblingsfutter. Damit sie dir beim Abnehmen helfen! 

 

Die Schlank-Bakterien heißen Bacteroidetes. 

 

Sie in der Darmflora aufzupäppeln, zu hegen und zu pflegen ist ein effektives Tool, das gerne vergessen wird. Du schlägst mehrere Fliegen mit einer Klappe: Alles, was Deine Schlank-Bakterien mögen, wirkt sich positiv auf die gesamte Darmflora und damit auf deine Gesundheit aus. 

Darmbakterien, die das Abnehmen verhindern, stehen vor allem auf Zucker. Dazu kommen wir später noch. 

Wer sich außerdem noch im Darm tummelt:

  • Rund 80 % aller Immunzellen. Fast dein komplettes Immunsystem. Geht es dem Darm gut, ist der Mensch gesund. 
  • Dann klappt es auch mit der Abwehr von Viren, Bakterien und Allergien viel besser.
  • Die Infekt- und Allergieanfälligkeit sinkt. Autoimmune Irritationen werden gelindert.

Darmbakterien verhindern das Abnehmen: Familie Firmicutes!  

 

Umgangssprachlich: Moppelbakterien oder Dickerchen-Keime. Die Gegenspieler der Schlank-Bakterien Bacterioidetes. 

Es steckt mal wieder ein Mechanismus aus uralter Zeit dahinter. Es war einmal… vor ein paar Millionen Jahren. Nahrung stand uns nicht täglich zur Verfügung. 

Unser Organismus musste sich was einfallen lassen. Es ging ums nackte Überleben. Die Idee: Ich bringe einer Bakterienfamilie bei, Nahrung bis zum letzten Fitzelchen zu zerlegen.

Sodass sie aus unverdaulichen Ballaststoffen noch Energie, also Kalorien zaubern können. So entstand der Bakterienstamm Firmicutes. Unseren steinzeitlichen Vorfahren haben diese fleißigen Helferlein im Darm das Überleben gesichert. 

Die Firmicutes machten uns damals zu guten Futterverwertern.

 

Das Überleben, die Fortpflanzung und damit der Fortbestand der Gattung Homo sapiens war gesichert. Heute verhindern Firmicutes Darmbakterien, dass wir abnehmen. Wenn sie im Darm das Regiment übernehmen. 

 

Du kennst vielleicht Menschen, die sagen:

„Ich brauche das Stück Kuchen nur ansehen, damit es mir auf die Hüften geht.“

 

Und das funktioniert, wenn die Firmicutes im Darm in der Überzahl sind, sehr zuverlässig auch mit einer Möhre. Doch wie kriegen sie das hin? 

Die Firmicutes haben sich einen besonderen Weg ausgedacht, Nahrung zu 
verstoffwechseln.

  • Sie zerstückeln unverdauliche Ballaststoffe, lange Kohlenhydratketten, in viele kleine und damit verdauliche Kohlenhydratketten. Zucker!
  • Und stellen sie unserem Körper vorsorglich zur Verfügung – auch wenn wir sowieso Nahrung aufnehmen. 
  • Wenn die Firmicutes das Zepter in der Hand haben, fabrizieren sie selbst bei einer Low Carb Ernährung eine Menge extra Kohlenhydrate.

So kann auch Salat für zusätzlichen Speck auf den Hüften sorgen!

 

Dein schlauer Organismus sorgt vor – für schlechte Zeiten. 

Kommen wir zu den Figur-Rettern: Familie Bacterioidetes.  

 

Diese Bakterien helfen beim Abnehmen, weil sie Kohlenhydrate auch mal durchflutschen lassen. Und damit Energie in Form von Kilokalorien. Wenn du beide Bakterienstämme in deinem Darm beherbergst, gibt es keine Probleme. Schwierig wird es erst, wenn die Balance zwischen den beiden Familien nicht mehr stimmt. Dann verhindern Darmbakterien das Abnehmen. 

Die Lösung: Kümmere Dich um die Schlankbakterien Bacteroidetes in deinem Darm. Hege und pflege sie. Päpple sie auf.

 

Sorge dafür dass deine Schlank-Bakterien quietschfidel sind und sich stetig vermehren. 

 

Tipp: Inwieweit die Balance bereits gestört ist, kannst du über eine Stuhlprobe untersuchen lassen!

Wie machen die Bacterioidetes das jetzt genau? Diese Abnehm-Raketen sind die wie Polizisten! Sie spüren die zuckrigen langen Kohlenhydratketten auf und verpacken sie in Mini-Päckchen. Die Weiterverarbeitung ist blockiert. Die Mini-Päckchen werden mit dem Stuhl ausgeschieden. 

Schlank-Bakterien erfüllen dir deine Abnehm-Träume! 

 

Der Überschuss an Schlank-Bakterien kann die Moppelbakterien energisch in die Schranken weisen. Studien haben gezeigt, dass bei einem guten Stand dieser Bakterien rund 10 % der aufgenommenen Energie (kcal) über den Stuhl wieder ausgeschieden wird.

Sind dagegen die Moppel – Bakterien in der Überzahl, verscheuchen sie die Schlankmach-Winzlinge gnadenlos! Das geht so weit, dass sie im Darm kaum noch auffindbar sind. 

Und jetzt  rate mal auf welche Nahrung die Moppelbakterien ganz besonders stehen? Auf Zucker! Zuckrige Nahrung sorgt zuverlässig dafür, dass sich die Firmicutes Bakterien so richtig wohlfühlen.

Sie suhlen sich in der Zuckerflut, futtern sich kugelrund und vermehren sich fleißig. Und genau das möchtest Du verhindern. 

Die Lieblingsnahrung der Schlank-Bakterien

Viele unterschiedliche Gemüse- und Salatsorten. Kräuter und Gewürze. Mit einer gesunden Ernährung bist Du jetzt im Vorteil. Und kannst das Ungleichgewicht zwischen Schlank- und Moppelbakterien wieder ins Lot bringen.

Verwöhne deinen Darm mit gesunder Nahrung und verhätschle deine Schlank-Bakterien. Gerne nicht nur für ein paar Wochen – sondern für immer! Schau mal in meinen clean eating Einkaufsguide [kostenloses E-Book], Dort findest du alles was schmeckt und beim Abnehmen hilft!

Hier kommen die 3 Schritte zu einem ausgeglichenen Bacteroidetes – Firmicutes Verhältnis – und zu einer gesunden Darmflora: 

In 3 Schritten zu glücklichen Schlank-Bakterien: 

 

1. Zucker raus! Pflanzenvielfalt rein.

 

  • Zucker und Zucker-Austauschstoffe füttern die Moppelbakterien. Damit züchtest du genau die Bakterien, die das Abnehmen verhindern. 
  • Nun müssen wir zwischen den Schlechten, schnell resorbierbaren und den Guten, langsam resorbierbaren Kohlenhydraten unterscheiden. Zu den schnell Resorbierbaren gehören um Beispiel Mehlprodukte, Light-Produkte und Süßigkeiten. 
  • Die Guten: Gemüse, Salat und zuckerarmes Obst. Kräuter und Gewürze. Lässt Du zuckriges Getreide, Süßigkeiten und Co. weg, ist das wie eine Wellnesskur für Deine Schlankbakterien. 
  • Fruchtzucker aus Fertignahrung sollte ebenfalls eliminiert werden. Ein bis zwei Handvoll Obst aus zuckerarmen Sorten wie Beeren, Äpfeln, Birnen als gesunde Süßigkeit / Nachtisch sind in Ordnung.

 

Exkurs Ballaststoffe 


Pektin

  • Pektin aus der Apfelschale sättigt und regt die Verdauung an. Studien belegen, dass nach ca. 14 Tagen täglichem Apfelverzehr der Anteil der Bifido-Bakterien deutlich ansteigt. 

Inulin

Inulin verbessert die Mineralstoffaufnahme von Kalzium und Magnesium und stärkt die Knochengesundheit. 

Gute Inulin Quellen sind: 

  • Topinambur, Artischockenherzen, Chicorée, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, Knoblauch, Spargel, Lauch, Pastinaken, Endiviensalat 

Oligofructose

  • Wirkt so ähnlich wie Inulin. Du findest es in Zwiebeln, Knoblauch, Spargel, Tomaten.
  • Flohsamenschalen (gemahlen). Flohsamenschalen werden aus der Heilpflanze Strauchwegerich gewonnen. Sie quellen auf und machen bereits bei geringen Mengen satt. Sie vermindern Blutzucker Schwankungen und damit Heißhunger Attacken. 
  • Kaffee! Bereits 2 Tassen Kaffee liefern eine gute Menge darmfreundlicher Ballaststoffe. Wellness für die Darmschleimhaut, der pH-Wert im Darm sinkt und die Bifido-Bakterien wachsen und gedeihen. 
  • Weitere ballaststoffreiche Nahrung: Sellerie, Nüsse, Beeren, Kohl,  Fenchel, Karotten, Paprika.

Tipp: Achte darauf, dass Du ausreichend trinkst, wenn Du anfängst, größere Mengen Ballaststoffe zu Dir zu nehmen. Steigere die Ballaststoffmenge langsam, um den Darm nicht zu überfordern und evtl. Blähungen oder Bauchschmerzen zu vermeiden.

 2. Probiotika – Für das Leben!

 

  • Probiotika kommt aus dem Lateinisch-Griechischen und bedeutet „für das Leben“. Dies sind gesunde Bakterienstämme, die Du eine Weile einnehmen kannst. 
  • Sie wirken positiv auf Gesundheit und Gewicht. Stell Dir Deinen noch kargen Darm wie ein Blumenbeet vor, auf das Du kräftige, frische Pflanzen pflanzt. Die den Garten wieder bunt machen.
  • Die neu gepflanzten guten Darmbakterien verbandeln sich mit den bereits ansässigen Brüdern und Schwestern. Gemeinsam stellen sie das Darmmilieu auf schlank! 
  • Um eine gute Versorgung mit Probiotika zu schaffen, achte auf eine ausreichende Keimzahl in den Produkten. Du bekommst sie in der Apotheke, beim Heilpraktiker und in Onlineshops, die auf Nahrungsergänzungen spezialisiert sind.
  • Es macht Sinn, die Bakterien über mehrere Wochen zu nehmen und sie gleichzeitig mit Gemüse und Salat zu füttern. Diese Darmbakterien sind sehr gechillt. Sie vermehren sich langsam und brauchen Zeit, um sich anzusiedeln.
  • Probiotika, die das Immunsystem stärken, sind nicht dieselben, die gut für die Gewichtsreduktion sind. Hierfür eigenen sich besonders die Bifido-Bakterien.
  • Als effektive Schlankbakterien werden Lactobazillus rhamnosus, gasseri, acidophilus, plantarum und casei beschrieben.
  • Wenn Du Dein Darmmilieu auf schlank programmieren willst, ist es empfehlenswert, die Darmwellnesskur über 3 Monate laufen zu lassen.  

3. Senke Deinen Stresspegel

Die Schlankbakterien gehen im Stress unter und die Darmschleimhaut leidet. Chronischer Stress fördert den löchrigen Darm (leaky gut), somit chronische Entzündungen und damit Übergewicht.  

Lege Deinen Fokus auf Entschleunigung und Entspannungsrituale. Dein Darm wird es lieben.

Auch kleine Pausen im Alltag wirken:

  • In Ruhe eine Tasse Tee trinken.  
  • Schultern sinken lassen und dreimal tief durchatmen. 
  • Ein 10-minütiges Sonnenbad. 
  • In Ruhe essen. 
  • Ein kurzer Powernap. 

Spezialfutter für deinen Darm

 

Algen • Ananas • Apfel • Avocado • Kurkuma • Eier • Fenchel • Fermentiertes Gemüse • Geflügel • Grünes Blattgemüse • Ingwer • Knoblauch • Kohlgemüse • Fisch • Meeresfrüchte • Schalentiere • Minze • Nelken • Nüsse • Oregano • Papaya Petersilie • Pilze • Sesam • Spargel • Thymian • Wurzelgemüse.

Was die Darmflora irritiert

 

Amaranth • Quinoa • Getreide • Haushaltszucker • Hülsenfrüchte besonders Soja • Fertigprodukte • Kartoffeln • Mais • Pflanzenöle, besonders Maiskeim-, Distel-, Sonnenblumen-, Erdnussöl • Süßgetränke • Energydrinks.

Quellen und Literatur zum Vertiefen der Inhalte:

Darm mit Charme von Giulia Enders
Schlank mit Darm von Michaela Axt-Gadermann
Wirkkochbuch L. Pruimboom, D. Reheis, M. Rinderer

Möchtest du gleich richtig durchstarten mit der Fütterung deiner Schlank-Bakterien. Dann schnapp dir meinen kostenlosen clean-eating Einkaufsguide

Ernährung in den Wechseljahren: 9 Super Foods, die jetzt richtig gut tun!

Ernährung in den Wechseljahren: 9 Super Foods, die jetzt richtig gut tun!

Es ist wie beim Sport. Ist er abwechslungsreich und spricht er viele Muskelgruppen an, bist du glücklich, dein Körper zufrieden. 

Bei der Ernährung in den Wechseljahren ist es ähnlich!

Spielst du deinem Körper regelmäßig wichtige Nährstoffe zu, hast du die Auswirkungen der Hormonparty im Griff. 

Im [Komplett-Guide] Abnehmen in den Wechseljahren ging es u.a. um die Verteilung der Makronährstoffe Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate. 

Heute geht´s um  9 ganz normale Lebensmittel, die dir jetzt besonders gut tun. Und wir werfen einen Blick drauf, warum das so ist. 

zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

Ernährung in den Wechseljahren: Mehr Fett!

Warum uns gesunde Fette in den Wechseljahren gut tun: 

  • Geschlechtshormone setzen sich aus Fett zusammen. Die paar die noch kreisen werden jetzt gut versorgt.
  • Hormonschwankungen in den Wechseljahren begünstigen Osteoporose.
  • Vitamin D (auch ein Hormon!) wirkt Osteoporose entgegen.
  • Vitamin D ist fettlöslich – braucht Fett um zu funktionieren. 
  • Die Vitamine E, K und A sind auch fettlöslich. 
  • Gesunde Fette sättigen – lange! Der Verzicht auf Kohlenhydrate klappt jetzt besser. 

Möchtest du mehr zum Thema Fette wissen? Hier geht’s zum Podcast Fit mit Fett.

Welche Fette dir jetzt nicht gut tun: 

Transfette in Croissants, Süßigkeiten, Backwaren, Plätzchen, Toast, Donuts, Pommes, Burger, Panaden, Müsli Riegel. 

  • Mehr als 2% Transfette pro Tag gelten als schädlich (auf die Gesamtkalorien gerechnet). Das ist ein Fingerhut voll!
  • Transfette machen die Hülle der Körperzellen steif und starr.
  • Vor allem in den Wechseljahren wollen wir, dass Nährstoffe freie Bahn haben – Zellmüll gut rauskommt. 
  • Mit von Transfetten verstopften Zellhüllen wird das schwierig.

 

Darf ich jetzt nie wieder ein Croissant essen?  

 

Ich steh überhaupt nicht  auf dogmatische Ernährungsregeln – die funktionieren sowieso nicht. 

Und du weißt ja: Die Menge macht das Gift!

Ich bin schon sehr glücklich, wenn du ungesundes Zeug bewusst isst. Also nicht achtlos und schnell, du weißt schon…in dich reinstopfst.

Sei dir nur bewusst: Ja! Ich esse jetzt (leckeren) Schrott. Das ist o.k.

Mein Körper kriegt das hin! Morgen bekommt er wieder Gemüse, Salat und Hühnchen. 

Möchtest du mehr zum Thema Transfette wissen?

Hier gehts zum Podcast Killerfette – Die Menge, die das Gift macht ist winzig.

Ernährung in den Wechseljahren: 3 geniale Fettquellen

1) Richtig gutes Olivenöl

Was ein gutes Olivenöl kann:

  • Oleocanthal ist ein starker Radikalfänger. Und die sorgen für gesunde, frische Körperzellen. Genau das, was wir jetzt gebrauchen können.
  • Mit Olivenöl in der Mahlzeit steigt der Blutzucker nach dem Essen nicht so sehr an.  Es wird weniger Insulin ausgeschüttet. Die Fettverbrennung ist nicht so lange gehemmt.
  • Olivenöl hat einen positiven Einfluss auf fast 100 Gene, die im Zusammenhang mit der Entstehung von Krankheiten stehen.
  • Zum Beispiel Diabetes, Übergewicht, hohe Cholesterinspiegel und Bluthochdruck. 

 

Gut zu wissen! Woran du ein gutes Olivenöl erkennst:

Freie Fettsäuren – maximal 0,80 Prozent

  • Zu viele freie Fettsäuren entstehen durch zu lange Lagerung, zu hohe oder zu tiefe Temperaturen oder Sauerstoff. 

Peroxid Wert – maximal 20,00 poz

  • Dieser Wert zeigt an, wie stark das Öl oxidiert ist. Der oxidative Prozess kann zwei Ursachen haben: Kontakt mit Licht und/oder mit Sauerstoff.

Polyphenolmenge

  • Hochwertige Olivenöle weisen einen Polyphenolgrad von durchschnittlich 150 mg/kg auf. 

 

Tipp! Welches ich seit vielen Jahren kaufe:

Nach einiger Recherchearbeit fand ich das Jordan Olivenöl.

  • Du bekommst es direkt bei Jordan, bei Amazon, in Großmärkten wie das Frischeparadies, in gut sortierten Supermärkten und Feinkostläden.

Hast du einen Tipp für ein Olivenöl, das die o.g. Parameter zertifiziert hat? Schreib mir gerne eine Email an info@daniela-schumacher.de. 

zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

2 ) Nüsse! Walnüsse, Haselnüsse, Macadamia, Cashewnüsse, Mandeln, Paranüsse.

Was Nüsse können

  • Magnesium und B-Vitamine  machen Nüsse zur perfekten Nervennahrung.
  • Heißhunger Killer: Wenn du Nüsse gut kaust, schmecken sie süß!
  • Nüsse sind auch eine gute Eiweißquelle.

 

Gut zu wissen! Die „1-Hand-voll-am-Tag“ Regel: 

Wenn Du abnehmen willst: iss nicht  mehr als 1 Hand voll am Tag. Ich rede selten von Kalorien, doch hier kommen gleich 600 kcal. auf 100 g Nüsse. 

  • Erdnüsse gehören zu den Hülsenfrüchten. Manche Menschen vertragen sie schlecht (z.B. bei Autoimmun-Erkrankungen). 

 

Tipp: Ganze Nüsse in Bioqualität!

  • Einige konventionell angebaute Nüsse werden gebleicht oder begast. Bei Bio-Ware ist das nicht erlaubt.
  • Die Fette werden schnell ranzig. Deshalb besser ganze Nüsse kaufen und bei Bedarf frisch mahlen.

3) Avocados

Was Avocados können:

  • Das Kernobst (!) ist reichlich mit gesunden Fetten bestückt. 
  • Liefert Folsäure, Vitamin K, Kalium und Vitamin E.
  • Du kannst Nutella und Mousse Chocolate daraus machen – merkt keiner!

 

Gut zu wissen: Schau beim einkaufen unter den Nippel! 

  • Heb den kleinen Nippel an der Avocado vorsichtig an und schau nach der Farbe darunter!
  • braun: nicht kaufen, sie ist überreif und innen braun.
  • grün: kannst du kaufen und evtl. ein wenig nachreifen lassen.
  • Avocados reifen ruckzuck, wenn Du Bananen drüber legst.

 

Tipp! Herzhafter Dipp oder süße Nachspeise: 

  • Guacamole: Avocado, Tomaten in Würfeln, Zwiebeln, Knoblauch, Limette, Chili, Pfeffer, Salz. 
  • Mousse Chocolate: Avocado, Banane, echter Kakao – gut durch kühlen lassen!
  • Wenn es schnell gehen muss: Fruchtfleisch mit dem Messer in Quadrate ritzen, Salz und Pfeffer drüber und aus der Schale löffeln. 

Ernährung in den Wechseljahren: Wirklich genug Eiweiß!

 

Warum uns Eiweiß in den Wechseljahren gut tut: 

Der Zement beim Hausbau ist das Eiweiß im Körper. Alles was in unserem Körper „gebaut“ wird braucht Eiweiß! 

  • Wir brauchen es für tolle Haut, Haare, Organe, Knochen, Bänder, Sehnen.
  • Durch die Hormonschwankungen fallen ein paar Schönheitsreparaturen flach!
    Mit ausreichend Eiweiß können wir das ausgleichen. 
  • Lies HIER was die Hormone Östrogen und Progesteron alles für uns tun, bevor sie sich von uns verabschieden.

 

Eiweiß ist essentiell: Unser Körper kann es sich nicht selbst bauen!

 

  • Nur klauen!
  • Essen wir zu wenig Eiweiß, holt er es sich aus der Muskulatur. Knabbert sie weg! 
  • HIER habe ich beschrieben, ab wann unser Körper sowieso schon Muskulatur abbaut. Einfach weil wir älter werde. 
  • Weniger Muskulatur = weniger Energieverbrauch in Form von Kilokalorien. Huch! 
  • Hast du einen chronischen Eiweißmangel, verstärkst du diesen Effekt.
  • Faustregel: 1 g / kg Körpergewicht Eiweiß am Tag. 

Glückshormone, die uns durch das Hormonchaos fehlen, werden aus Eiweiß gebaut.

  • Dopamin für die Motivation.
  • Serotonin für die gute Laune.

 

Welches Eiweiß dir nicht gut tut:

Fisch, Geflügel, Fleisch, Eier, Milchprodukte – aus Massentierhaltung.

  • Der Anteil  Omega 6 Fettsäuren ist hier ungesund hoch. 
  • Zu viele Omega 6 Fettsäuren fördern Entzündungen auf ganz kleiner Stufe. 
  • Zu viele kleine Entzündungen verhindern das Abnehmen und die Heilung von größeren Entzündungen. 
  • Wir nehmen Wachstumshormone zu uns, die den Tieren gespritzt werden. On Top auf das Hormonchaos der Wechseljahre. 
  • Und auch die Stresshormone der Tiere (nicht artgerechte Haltung) brauchen wir jetzt nicht. 

Du tappst nicht in die Omega 6 Falle, wenn du Fisch, Geflügel, Fleisch, Eier und Milchprodukte in Bioqualität kaufst. 

Mir ist durchaus klar, dass dies bei Fisch & Fleisch eine Preisfrage ist.

Deshalb: lieber weniger und dafür in einer guten Qualität. Ein vegetarischer oder veganer Tag zwischendurch, ist absolut in Ordnung. 

In meinem Podcast Eiweiß rockt! kannst du dir noch mehr Infos holen!

zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

4) Bio-Eier

 

 Was Bio-Eier können

  • In rund 6 Gramm Eiweiß gibt´s fast alle essenziellen Aminosäuren.
  • Essentiell: Unser Körper kann sie sich nicht selbst bauen. 
  • Es gibt reichlich Vitamin A, E und Beta-Carotin in Eiern. 
  • Und Tryptophan, dass unser Glückshormon Serotonin baut.

 

Gut zu wissen: Bio-Eier strotzen mit Nährstoffen im Doppelpack

  • In Bio-Eiern stecken dreimal so viele wertvolle Omega 3 Fettsäuren, wie in herkömmlichen Eiern.
  • Wenn du „Bruderhahn-Eier“ kaufst, unterstützt du die Bauern, die auch die männlichen Küken großziehen! 

 

Tipp! Warum ich immer gekochte Eier im Kühlschrank habe: 

  • Wenn der kleine Hunger kommt, habe ich einen perfekten Snack in Sekunden griffbereit.
  • Gemischt mit ein wenig Gemüse zaubere ich mir einen Salat. Dauert 2 Minuten. 
zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

5) Fisch & Meeresfrüchte 

Was Fisch kann:

Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere aus nachhaltigem Fischfang sind unfassbare Nährstoff Bomben! Die mediterrane Kost aus Seen und Meere bietet dir: 

  • Eiweiß, das der Körper besonders gut verwerten kann. 
  • Vitamin D und B-Vitamine.
  • Wichtige Spurenelemente wie Jod und Selen.
  • Das Immunsystem unterstützende Omega-3-Fettsäuren.

 

Gut zu wissen: Omega 3 Fettsäuren in nennenswerten Mengen gibt es nur aus dem Meer! 

  • Und da hält auch keine Fischöl Kapsel mit. Die Natur ist schwer kopierbar!
  • In kleineren Mengen bekommst du sie auch in Biohühnchen und Biofleisch.

Omega 3 Fettsäuren gibt es auch in Pflanzen.

  • Doch sie müssen im Körper erst „umgebaut“ werden.
  • Der Prozess ist so aufwändig, dass am Ende kaum was bei rum kommt.

    Tipp: Fisch nachhaltig einkaufen! Tiefgefroren und Konserven gehen auch. 

    • Je kleiner und jünger der Fisch, desto weniger Schwermetall-Belastung.
    • Ein Thunfisch wird bis zu 70 Jahre alt! Und sollte sowieso geschützt werden.
    • Achte auf das MSC Siegel. MSC-zertifizierte Fischereien müssen drauf achten, dass der Fischbestand erhalten bleibt. 
    • Die Fischereien beachten umweltverträgliche Fangmethoden und Schonzeiten. 

    Schützenswerte Fischarten findest du im Fischratgeber des WWF

    Frisch, tiefgekühlt oder aus der Dose: Es gibt kaum Unterschiede.

    • Beim Tiefkühlfisch wird der Fisch direkt nach dem Fang schockgefroren – Nährstoffe und Vitamine gehen kaum verloren.
    • Auch durch die Konservierung wird die Qualität kaum beeinträchtigt.
    [ein bisschen genauer] Omega 3 Fettsäuren & Wechseljahre

    Unser Gehirn kann mit Omega 3 Fettsäuren sensibler auf den niedrigen Östrogen Pegel reagieren. 

    Omega 3 Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle bei der Bildung der Glücksbotenstoffe, die uns durch das Absinken der Hormone fehlen.

     

    Omega-3-Fettsäuren

    • halten Körperzellen flexibel und durchlässig.
    • wirken entzündungshemmend.
    • halten Nervenzellen frisch und munter.
    • ölen die Schleimhäute.
    • sind gut für die Augen. 
    • unterstützen die Regeneration. 

    6) Eiweiß Shake – it Baby!

     

    Was ein Eiweiß – Shake kann

    Ein Ersatz sein! Ein Shake ist ein Fertigprodukt. Eines der wenigen, das ich empfehle, wenn du

    • Vegetarierin / Veganerin bist.
    • wenig Zeit hast.
    • viel unterwegs bist.
    • deinen Eiweißkonsum pushen musst/willst.

     

    Gut zu wissen: Es gibt Eiweißshakes und Eiweißshakes

    • Kaufe ein hochwertiges Produkt! Schau dir die Zusammensetzung an.
    • Welche Firma steckt dahinter? Wie transparent erklären sie den Verarbeitungsprozess.
    • Achte drauf, dass wenig Zucker (Kohlenhydrate) drin sind.

     

    Tipp: Welcher Shake mein (derzeitiger) Favorit ist

     

    • Ich hab mich auf die der Firma  Foodspring eingeschossen.
    • Sie arbeiten mit Milch von Kühen aus Weidehaltung.
    • Und bieten auch für Vegetarier / Veganer einiges an.
    zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

    Ernährung in den Wechseljahren: Kohlenhydrate – Whaaaat!?!?

    Welche Kohlenhydrate wir in den Wechseljahren brauchen:

    • Das ist doch Zucker!!!! Ja! Und darum auch diese kleine Erinnerung!
    • Auch in Gemüse, Salat und Obst gibt es Kohlenhydrate.
    • Die kommen oben drauf auf die Zuckerbilanz. Doch es sind „die Guten“!
    • Es geht jetzt um den Schneckenzucker! Der uns langsam ins Blut geht.

     

    Kohlenhydrate die  jetzt nicht so gut tun:

    Die Zuckerbomben: Reis, Brot, Kartoffeln, Pasta – Raketenzucker! Was passiert, wenn du Raketenzucker zu dir nimmst: 

     

    • Dein Blutzuckerspiegel rast in ungeahnte Höhen. 
    • Die Bauchspeicheldrüse ächzt unter der Zuckerflut. 
    • Das Hormon Insulin fischt dir in Weltrekordzeit den Zucker wieder aus dem Blut.
    • Die Bauchspeicheldrüse hat sich sehr erschrocken und viel zu gut gearbeitet. Der Zuckerpegel sinkt nicht – er fällt! 
    • Dein Gehirn meldet nach kurzer Zeit: Zuckermangel (obwohl du gerade welchen gegessen hast)!
    • Es schickt dich auf die Jagd nach Nahrung. Am liebsten hätte es jetzt was, wo eine große Menge (schnelle) Energie drin ist. 
    • Du bekommst Hunger auf Süßkram. 
    • Fettverbrennung findet über einen längeren Zeitraum nicht statt. Die evolutionär wichtigen Fettspeicher werden nicht angerührt. 
    zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

    Welche Kohlenhydrate wir vor allem in den Wechseljahren brauchen:

    7) Gemüse & Salat: Bis zum abwinken!

     

    Was Broccoli, Ruccola & Co. können: 

    Wir werden durch das Hormonchaos in den Wechseljahren anfällig für:

    • Osteoporose
    • Arterienverkalkung
    • Stimmungsschwankungen
    • Gelenkbeschwerden

     

    Die wichtigsten Nährstoffe, die wir uns über Gemüse und Salat einverleiben:

    B Vitamine, Vitamin E, Kalzium, Silizium, Mangan

      

    Gut zu wissen: Gemüse & Salat tun dir nix!

    • Der Zucker aus Gemüse und Salat geht in kleinen Mengen und im Zeitlupentempo ins Blut.
    • Deine Bauchspeicheldrüse chillt. 
    • Der Blutzuckerspiegel auch. Heißhunger Attacken adé.

     

    Tipp: Regional und Bio

    • Kaufe regionale Biokost. Wann warst du das letzte Mal auf dem Markt? 
    • Der Preisunterschied zu gespritzter Supermarktware ist nicht so groß, wie du denkst.
    • Du ersparst deinem Hormonchaos gebeutelten Körper Herbizide und Pestizide.
    [ein bisschen genauer] Vitamine in Gemüse & Salat

    Vitamin B1

    • Stabilisiert die Nerven und das Herz-Kreislauf-System.

    Vitamin B5

    • Ist am Zuckerstoffwechsel beteiligt.
    • Gut für Nerven, Schleimhäute und schöne Haare. 

    Vitamin B6

    • Ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt.
    • Baut unsere Glückshormone.

    Vitamin B9 – Folsäure 

    • Teilt Zellen so, wie es sein soll.
    • Unterstützt das Nervensystem.
    • Macht schöne Haare und Nägel.

    Vitamin B12

    • Daraus wird die Ummantelung unserer Nervenzellen gebaut.
    • Stell dir ein Kabel vor. Das Innenleben sind deine Nerven.
    • Die Ummantelung schützt sie. 

    Vitamin E

    • Hormonschwankungen in den Wechseljahren provozieren mehr freie Radikale.
    • Vitamin E reduziert sie. 

     Müssen wir jetzt Vitamintabletten nehmen? 

    Nein. Das schaffen wir gut mit ordentlich Salat und Gemüse auf dem Teller. Gerne mehrmals täglich! 

    Bist du gut mit Vitaminen & Mineralstoffen versorgt? 

    • Bist du dir nicht sicher, wo du stehst?
    • Dann lass das doch mal messen! 
    • Wende dich an einen Arzt oder Heilpraktiker. 
    • Es gibt auch Labortests für Zuhause. 
      zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

      8) Dunkle Schokolade


      Was dunkle Schokolade kann:

      • Durch die Hormonverschiebung fehlt uns in den Wechseljahren das Glückshormon Serotonin.
      • Serotonin wird aus dem Eiweißbaustein Tryptophan gemacht. 
      • Die Substanzen in dunkler Schokolade sorgen über Enzyme dafür, dass mehr Tryptophan zur Verfügung steht. 
      • Jetzt kann wieder mehr Serotonin gebaut werden. 
      • Dunkle Schokolade macht also glücklich!

       

      Gut zu wissen: Der Kakao Anteil ist wichtig!  

      • Schokolade geht als gesund durch, wenn sie zu mehr als 70% aus echtem Kakao besteht. 
      • In dunkler Schokolade gibt´s rund  50% weniger Kohlenhydrate als in Vollmilch Schokolade.

       

      Tipp: Hilft bei Heißhunger! 

      • Heißhunger? Dunkle Schokolade und ein paar Nüsse bannen ihn! 
      • Willst du Pestizide und Zusatzstoffe vermeiden, nimm lieber Bioware. 
      zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

      9) Obst: Süße Früchtchen

      Was Obst kann:

      • Wie schon im Kapitel Gemüse & Salat geht’s hier auch um Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. 

       

      Gut zu wissen: Obst ist auch ein Zuckerbömbchen! 

      • Immerhin ist es Schneckenzucker, der langsam in Blut sickert. 
      • Obst in Maßen (2-3 Hände voll pro Tag) ist vollkommen o.k. 

       

      Tipp: Sieh Obst als gesunden Nachtisch oder als gesunde Süßigkeit

      13 Kreative Ideen: Wie du alles miteinander kombinieren kannst! 

       

      So, was hast du im Haus:  Olivenöl, Nüsse, Avocado, Eier, Fisch, Eiweißshake, jede Menge Gemüse und Salat, dunkle Schokolade und Obst.

      Alles tut gut. Alles ist gesund.

      Du kannst dir aus diesen Zutaten ruckzuck eine Mahlzeit zaubern, die dich satt, Zellen und Hormone glücklich macht. 

      Mein Tipp: Sorge dafür, dass du gesunde Nahrung im Haus hast! Schau dich in deiner Küche um – und werde kreativ! 

      Wie du diese 9 Nährstoff Granaten jetzt kombinieren kannst:

      • Eieromelette + Olivenöl + rote Paprika + Blattspinat
      • Smoothie aus Banane, Möhren, Feldsalat, ein wenig Olivenöl
      • Großer Salat mit Eiern/Avocado + Olivenöl + Walnüsse + Heidelbeeren
      • Dunkel Schokolade 85% Kakaoanteil  + Macadamia Nüsse  + Apfel
      • Tomaten + Salatgurke + Zwiebeln + Olivenöl + Seelachsfilet
      • Eiweißshake Vanille + gefrorene Himbeeren
      • Buntes Gemüse aus dem Backofen + Olivenöl + Garnelen aus der Pfanne
      • Pfannkuchen: Olivenöl + 2 – 3 Eier + gemahlene Mandeln + Apfel 
      • Zucchini Nudeln + Hühnerbrust Filet + Olivenöl + Tomatensauce 

       

      9 Gründe, warum du trotz Low-Carb nicht abnimmst!

      9 Gründe, warum du trotz Low-Carb nicht abnimmst!

      Du möchtest Hüftgold loswerden. Du weißt bereits, dass eine Low-Carb Ernährung eine gesunde, effektive Methode ist.

      Das Prinzip klingt einfach: reduziere die Kohlenhydrate. Du legst motiviert los und dann passiert: nichts. Warum der Teufel im Detail stecken kann? Ich habe dir das auseinanderklamüsert.

      zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

      1. Grund, warum du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

      Du weißt nicht genau, ob du im Low Carb Bereich bist!

       

      • Low Carb heißt: weniger als 100 g Kohlenhydrate pro Tag. Gerade zu Beginn ist es schwer, das einfach so zu schätzen.
      • Tipp: Führe für ein paar Tage ein Ernährungstagebuch. So bekommst du ein besseres Gefühl für deine Nahrung.
      [ein bisschen genauer] Low Carb & High Carb Nahrung

      Low-Carb

      • Gemüse
      • Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere
      • Geflügel & Fleisch
      • Gesunde Fette (Kokosöl, Olivenöl)
      • Nüsse und Samen
      • Eier
      • Obst (wenig Zucker gibts in allen Beeren)
      • Milchprodukte (Vollfett), wenn du Milch verträgst.

      Sonderfall Milch: Lockt Insulin mehr als nötig. Die Wissenschaft ist sich nicht einig, warum dies so ist. 

      • Obwohl Milch wenige Kohlenhydrate hat, steigt das Hormon Insulin rasant an. Insulin hemmt den Fettstoffwechsel.
      • Wenn du Insulin resistent bist oder Diabetes Typ 2 hast, reagiert deine Bauchspeicheldrüse besonders sensibel. Reduziere dann auch die Milchprodukte.
      • Milchprodukte können für Darmprobleme sorgen! Die sich über die Zeit auf den gesamten Organismus auswirken: geschwächtes Immunsystem, niedriggradige Entzündungen, Hautkrankheiten, Autoimmunerkrankungen.

      High-Carb

      • Zuckrige Nahrung wie Süßigkeiten und Fertiggerichte.
      • Zuckerhaltige Getränke wie Softgetränke.
      • Getreideprodukte wie Pasta, Brot, Kuchen.
      • Zu viel Obst mit hohem Fruchtzuckergehalt wie Bananen, Ananas, Melone.

      2. Grund, warum Du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

      Du denkst, dass es KH nur in Pasta, Eis und Kuchen gibt. 

       

      • Nein! Die gibts auch in Möhren, Rucola, Avocado, Himbeeren und Bananen.
      • Einige Obstsorten haben eine Menge Zucker!
      • Viel Zucker: Bananen, Weintrauben, Litschi, Feigen, Ananas, Mango.
      • Wenig Zucker: alle Beerensorten, Avocado, Zitrone.
      • Hast du viel Obst in den Mahlzeiten, sind 100 g KH ruckzuck erreicht.
      • Ungefähr die Hälfte des Zuckers in Obst ist Fruchtzucker.
      • Er geht den direkten Weg zur Leber. Von dort auf die Hüften.
      • Evolutionär war es mal wichtig, dass wir den Fruchtzucker für schlechte Zeiten auf die Fettspeicher packen.
      [ein bisschen genauer] Schnecken- und Raketenzucker!

      Schneckenzucker (Low Carb):
      Der Zucker sickert gemütlich ins Blut

      • Die Kohlenhydrate müssen aus den Fasern von Gemüse, Salat und Obst erst mal „rausgepult“ werden – das dauert.
      • Der Blutzuckerspiegel steigt ganz langsam an. Die Bauchspeicheldrüse chillt. Es wird wenig Insulin ausgeschüttet.
      • Die Fettverbrennung wird nur kurz gehemmt. Heißhunger Attacken bleiben aus. 

      Raketenzucker (High Carb):
      Der Zucker schießt dir in Weltrekordzeit ins Blut! 

      • Die Kohlenhydrate aus Pizza, Pasta und Brot sind sofort verfügbar. Der Blutzuckerspiegel knallt dir durch die Decke.
      • Deine Bauchspeicheldrüse flippt aus, ächzt und schnauft. Es wird sehr schnell, viel Insulin ausgeschüttet.
      • Die Fettverbrennung wird lange gehemmt. Nach kurzer Zeit bekommst du wieder Hunger oder Heißhunger.

      3. Grund, warum Du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

      Du isst zu wenig Fett! 

      Du weißt, dass „Fett macht fett“ ein Mythos ist. Traust dem Ganzen aber nicht so richtig. Du kaufst fettfrei ein und sparst Olivenöl im Salat. Das ist ein großer Knackpunkt in der Low Carb Ernährung. Denn ganz korrekt heißt es Low Carb – High Fat!

      • Isst du weniger Kohlenhydrate UND wenig Fett, fehlt dir am Ende Energie (in Form von Kilokalorien). Und dümpelst bei 1000 – 1200 Kalorien herum. Was ab und zu okay ist. Doch nicht über Wochen und Monate.
      • Dein Körper denkt: Ich bin in einer Hungerkrise! Er fängt an, Energie zu sparen, um lebenswichtige Funktionen aufrecht zu erhalten. Der Stoffwechsel verlangsamt sich. 
      • Der chronische Energiemangel stresst deinen Organismus. Stress wirkt sich leider schlecht auf die Gewichtsreduktion aus.

      Du kannst den Kalorienmangel mit ein bisschen mehr Fett schnell ausgleichen! 

      • 2 EL Olivenöl mehr über den Salat (200 kcal)
      • 1 Avocado ausgelöffelt (300 kcal)
      • 1 Handvoll Nüsse als Nachtisch (200 kcal.)
      zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

      4. Grund, warum Du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

      Du isst das falsche Fett!

      • Mit High Fat meine ich nicht Bratwurst, Croissants und Chips. 
      • Sondern: Avocado, Nüsse oder fetten Fisch aus artgerechter Tierzucht. 

      Beobachte ein paar Tage, welche Fettquellen du zu dir nimmst. 
       

      • Tausche die ungesunden Fettquellen gegen gesunde Fette aus. 
      • Lass vor allem die gesundheitsschädlichen Transfettsäuren weg. Sie werden als gehärtete und teilgehärtete Fette deklariert 
      [ein bisschen genauer] Gute Fette - Schlechte Fette

      Gute Fettquellen: 

      • Weidebutter
      • Ghee aus Weidebutter
      • Kokosöl
      • Olivenöl
      • Nüsse und Samen
      • Avocado
      • Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere
      • Weidefleisch
      • Fleisch aus artgerechter Tierhaltung

      Schlechte Fettquellen: 

      • konventionelle Milchprodukte
      • Rapsöl
      • Sonnenblumenöl
      • Fleisch/Geflügel von Tieren aus Massentierhaltung
      • Konventionell gezüchteter Fisch

      5. Grund, warum Du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

       

      Du isst große Mengen Eiweiß! 

      Eiweiß ist ein essenzielles Lebensmittel. Du musst es deinem Körper jeden Tag zuführen. Er kann es sich nicht selber bauen! Eiweiß im Körper kannst du mit dem Zement beim Hausbau vergleichen. Es wird zu jeder Sekunde deines Lebens gebraucht, um wunderschöne Körperzellen zu bauen.

      Du brauchst ein bisschen mehr, wenn du dich Low Carb ernährst. Doch übertreiben musst du es nicht. 

      Warum du ein bisschen mehr Eiweiß brauchst, wenn du dich Low Carb ernährst.  

      Wenn du weniger Kohlenhydrate isst und sich die Speicher in Leber und Muskulatur leeren (Esspausen, Bewegung, Sport), muss sich dein Körper etwas einfallen lassen.

      • Denn Glukose (Zucker) wird ständig gebraucht. Vor allem vom Gehirn und vom Immunsystem.
      • Dein schlauer Organismus baut sich seinen Zucker jetzt selbst. Dazu nimmt es sich Körperfett (juchhuu) und ein bisschen Muskeleiweiß.
      • 1 g pro Kilogramm Körpergewicht ist ein gutes Maß. Bezogen auf das Normalgewicht! 

      Was passiert, wenn du es mit dem Eiweiß übertreibst?

      • Aus dem Überschuss bastelt sich dein Körper wieder: Glukose, also Zucker. Was nun wieder Insulin lockt. Insulin hemmt die Fettverbrennung.
      • Und genau den wollen wir bei einer Low Carb – High Fat Ernährung ja vermeiden. Du musst beim Eiweiß zählen nicht dogmatisch werden.
      • Es muss nicht jeden Tag alles perfekt sein! Wichtig ist, dass die Richtung stimmt. 
      [ein bisschen genauer] Tierische & Pflanzliche Eiweißquellen

      Tierische Eiweißquellen: 

      • Eier (Bio)
      • Fisch (nachhaltige Zucht)
      • Meeresfrüchte (nachhaltige Zucht)
      • Schalentieren (nachhaltige Zucht)
      • Geflügel (Bio)
      • Fleisch (Bio)
      • Milchprodukte (wenn du sie verträgst)

      Pflanzliche Eiweißquellen: 

      • Kerne wie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesamkerne. 
      • Samen wie Leinsamen. 
      • Nüsse wie Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Macadamianüsse, Paranüsse. 
      • Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen, Linsen. 
      • Gemüse wie Spinat und Brokkoli. 

      6. Grund, warum Du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

      Du isst zu wenig Gemüse & Salat! 

      Ich liebe es, mir eine riesige Schüssel Salat zu machen und sie genüsslich vor mich hinkauend aufzumampfen. Obwohl da nur Grünzeug und ein Dressing drin ist, bin ich hinterher pappsatt. 

      Wie das kommt?  

      • Pflanzenkost nimmt im Magen eine Menge Platz weg. Dein Magen dehnt sich aus. Hormone übermitteln dem Gehirn die Nachricht: Magen ist voll! Sättigung signalisieren.
      • Ein gutes Maß sind 2-3 Hände pro Mahlzeit. 
      • Gemüse verlängert die Zeit der Verdauung. Du bist länger satt. On top wirst du jetzt mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt. 
      zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

      7. Grund, warum Du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

      Du isst zu oft! 

      Die Anzahl deiner Mahlzeiten hat einen größeren Einfluss auf dein Körpergewicht als der Inhalt. Das Snacken zwischen den Mahlzeiten läuft oft unbewusst ab: 

      • Das Bonbon aus der Schreibtischschublade.
      • Die Nudelreste auf dem Teller der Kinder.
      • Das Plätzchen zum Kaffee.
      • Hier ein Apfel. Dort ein Glas Saft. 
      • Der Kaffee mit Milch/Zucker.

      Und zack! Isst du nicht 2-3 Mal am Tag. Sondern 5-6 mal. 

      Zur Erinnerung:

      Jedes Mal, wenn Nahrung reinkommt, denkt dein Organismus: Super! Energie! Die verheizen wir jetzt erst mal. An die Fette muss ich in den nächsten Stunden nicht ran. Lass uns die mal schön aufheben: für schlechte Zeiten! 

      Tipp: Fotografiere in den nächsten 3 Tagen alles, was du isst und trinkst – kurz bevor du es dir in den Mund steckst. 

      [ein bisschen genauer] Fettstoffwechsel trainieren!

      Kommen pro Tag 2 – 3 Mal Kohlenhydrate „rein“ sind die Pausen zwischen den Mahlzeiten groß genug. Nun müssen auch die Fette bemüht werden, um Energie herzustellen.

      Der Stoffwechsel wird wieder flexibel. Kann mit Zucker UND mit Fett arbeiten. Er lernt es, auch die Reserven auf den Hüften wieder anzuknabbern. Kommen 5 – 6 Mal Kohlenhydrate rein: keine Fettverbrennung in Sicht. Weil es einfach nicht nötig ist.

      Je häufiger es ein paar Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten gibt, desto besser trainierst du deinen Fettstoffwechsel. Deshalb funktioniert übrigens auch das Intervallfasten so gut. Der perfekte Snack für zwischendurch ist also: Hüftgold!

      8. Grund, warum Du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

      Du isst, obwohl du satt bist! 


      Die „ich bin satt“ Mechanismen funktionieren mit einer Low Carb Ernährung schon bald besser. 
      Doch es kann eine Umstellung sein, darauf zu vertrauen, dass du wirklich satt bist. Dass dein Organismus WIRKLICH schon glücklich und zufrieden ist. 

      Höre auf die Signale Deines Körpers! Hast Du dich bisher nur dann gesättigt gefühlt, wenn der Bauch kurz vorm Platzen war?

      • Übe es, darauf zu vertrauen, dass es okay ist, wenn du „nur“ wohlig satt bist. Ich weiß aus eigener Erfahrung: Das ist eine Herausforderung. Übung macht den Meister und die Meisterin!
      • Jedes Mal, wenn du über den Impuls „ich glaub, ich muss noch was essen“ hinweg gehst, wird es beim nächsten Mal ein wenig leichter! Versprochen! 
      [ein bisschen genauer] Vertraue auf deine Sättigungssignale!


      Nehmen wir an, du isst in Kokosöl gedünstetes Gemüse mit Hühnchen. Also tolle Proteine, gesunde Fette, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente. 

      Worauf du dich jetzt verlassen kannst: 

      Dein Körper erkennt: Wow! Alles dabei, was ich brauche. Die sättigenden Hormone kommen an den Start. Die Appetit anregenden Hormone verschwinden. Dein Gehirn gibt die Order: „Alles in Ordnung. Kannst aufhören zu essen! Und ganz relaxed bis zur nächsten Mahlzeit warten.“

      zuckerfreie Ernährung - Einkaufsguide - Daniela Schumacher

      9. Grund, warum Du trotz Low Carb nicht abnehmen wirst: 

      Du verstehst den Cheat Day falsch! 

      Warum überhaupt ein Cheat Day? Ein Schummeltag? Es macht Sinn, sich von Anfang an den Druck zu nehmen:

      • Niiieee wieder Schokolade, Eis und Kuchen essen. Für immer nur 2-3 Mahlzeiten am Tag. Auf Partys verzichten, verzichten, verzichten.

      Wir wollen ja nicht päpstlicher werden als der Papst, nicht wahr?

      • Was cheaten nicht bedeutet: Den ganzen Tag Müll essen! Alle gesunden neuen Angewohnheiten komplett umdrehen.

      Was falsch läuft, wenn du den Cheat Day missverstehst: 

      Du isst alles, was dir in die Quere kommt. Und verlierst den Überblick. Oder du weitest den Cheat Day auf ein Cheat – Weekend aus, das am Freitagabend beginnt:

      Currywurst, Pommes, doppelt Mayo. Dickes Eis hinterher. Chips vorm TV. Bier auf Wein, das ist fein. 

      Wie ich meinen Cheat Day gestalte: 

      Ich lasse mir einen Tag in der Woche, an dem es mir egal ist, ob ich

      • 3, 4 oder 5 Mahlzeiten esse (gesundes Zeug versteht sich).
      • Die Portionen groß oder klein sind.
      • Mir um 06:00 schon einen Paleo-Pfannkuchen backe.
      • An der Eisdiele, ohne Eis zu kaufen, nicht vorbeikomme.
      • Auf der Party 2 x Nachtisch nehme.

      Hey, wir sind alle nur Menschen. Wenn du deine Ziele erreicht hast und eine frische, natürliche Low Carb Ernährung einen festen Platz in deinem Leben gefunden hat, kannst du daraus auch mal ein Cheat Weekend machen 😉

      Dein Low Carb Plan für die Kühlschranktür.

       

      1. Kohlenhydrate unter 100 g.
      2. Lerne deine Nahrung kennen.
      3. Genug Fett essen.
      4. Gute Fette essen. 
      5. Eiweiß moderat.
      6. Gemüse/Salat in jeder Mahlzeit.
      7. Lass das Snacken.
      8. Wenn du satt bist, bist du satt!
      9. Den Cheat-Day nicht zu wörtlich nehmen.

      HIER kannst du dir den Plan ausdrucken! 

      Rüdiger Schäfer: „20 Kilo sind weg! Das Beste ist, dass ich mich satt esse und trotzdem abnehme.“

      Rüdiger Schäfer: „20 Kilo sind weg! Das Beste ist, dass ich mich satt esse und trotzdem abnehme.“

      Im November wurde mein Kunde Rüdiger Schäfer vom FOCUS Magazin interviewt. Der Journalist wollte sich mit jemandem unterhalten, der mit meiner Hilfe abgenommen hat. Rüdiger stand ihm Rede und Antwort. Erzählte eloquent vom Schnecken- und Raketenzucker und wie er die ersten 15 Kilo losgeworden ist.

      Rüdiger ist ein bekannter Schriftsteller im Science-Fiction-Genre. Er schreibt seit vielen Jahren in einem Autorenteam spannende PERRY RHODAN-Romane.

      Vor ein paar Tagen hat Rüdiger die 20-Kilo- Marke erreicht. Grund genug, ihm ein wenig auf den Zahn zu fühlen: Das Coaching mit mir lief vier Wochen. Wie hat Rüdiger das erlebt? Und was ist in den fünf Monaten danach passiert? Wie hat er es geschafft, am Ball zu bleiben? Viel Spaß!

      Rüdiger, meine Leserinnen und Leser möchten sich gesund ernähren und abnehmen. Am liebsten für immer. Was ich in Vorgesprächen oft höre: Ich habe eine Diätkarriere hinter mir! Hattest du auch eine Diätkarriere hinter dir, bevor wir uns trafen?

      Ich würde es nicht Diätkarriere, sondern Diätmarathon nennen, das trifft es eher. Ich habe mein Übergewicht schon lange mit mir rumgeschleppt und auf verschiedene Art und Weisen versucht es zu reduzieren. Natürlich auch mit Diäten.

      Ich hab mal 30 Kilo abgenommen. Dann kam der Jo-Jo-Effekt. Sechs Monate später hatte ich alles wieder drauf. Bis zu unserem Coaching war es ein einziges Auf und Ab. Ich war ein paarmal kurz davor zu sagen: Gib es auf, es klappt sowieso nicht.

      Warum hat es all die Jahre nicht funktioniert mit dem Abnehmen? 

      Das Problem bei den diversen Diäten war, dass sie nur für ein paar Wochen funktionierten. Anfangs hatte ich schnelle Erfolge. Ich habe abgenommen und gedacht: Prima, geschafft! Und jetzt kann ich mir doch eigentlich alles wieder gönnen.

      Ich hatte schnell wieder ein paar Kilo zu viel drauf. Und dann setze der Frust ein: Meine Güte, jetzt hab ich mich vier oder fünf Wochen gequält und innerhalb von ein paar Tagen habe ich wieder drei Kilo mehr auf der Waage. Und schon hab ich es wieder schleifen lassen.

      Was wäre aus heutiger Sicht sinnvoller gewesen?

      Die Ernährung dauerhaft umzustellen. Sodass ich nicht ständig auf Dinge verzichten muss. Verzichten funktioniert nicht für den Rest des Lebens. Das ist das Wichtige an der ganzen Geschichte: dass ich dran bleibe!

      Dass ich trotzdem Spaß am Essen habe. Dass ich Dinge essen kann, die mir schmecken. Und ich trotzdem nicht wieder zunehme. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich den Glauben daran schon verloren. Dass es etwas gibt, das so funktioniert.

      Wie bist du darauf gekommen, dir einen Abnehm-Coach zu buchen?

      Ich bin durch das Sonderheft Ernährung im SPIEGEL Wissen auf dich aufmerksam geworden. Da ging es ja auch um deine Zucker-Challenge. Und Zucker war mein Hauptproblem. Da hab ich mir gesagt:

      Also ein Ernährungscoaching, das ist das Einzige, was ich noch nicht ausprobiert habe. Das versuche ich jetzt mal. Vielleicht klappt das ja. Und das hat dann endlich geklappt. Heute denke ich: Das hätte ich mal vor fünf oder zehn Jahren machen sollen.

      Du wusstest schon eine Menge über Ernährung. Was hat denn den Unterschied zu deinen bisherigen Abnehm-Plänen ausgemacht? 

      Na ja, zum einen habe ich mich intensiv mit meiner Ernährung beschäftigt. Und den entsprechenden Input von dir bekommen. Was aber noch viel wichtiger war ist, dass du individuell auf mich und auf meine Bedürfnisse eingegangen bist.

      Das war der große Unterschied zu allen Diäten vorher. Dass ich auf meine Hürden und Bedürfnisse gecoacht worden bin. Dass ich wirklich sagen konnte: ich mach dieses und jenes. Und bei mir ist es so und so. 

      Ich denke, es gibt keine goldene Regel, die jeder befolgen kann und dann nimmt man ab. Das funktioniert einfach nicht. Und diese Individualität ist meiner Meinung nach nur bei einem Coaching gegeben. Da bin halt nur ich. Das war letztendlich das, was so wichtig war.

       

      Hast du heute das Gefühl, dass du auf etwas verzichten musst?

      Das war während des Coachings die wichtigste Frage, die du mir gestellt hast: Wo hast du das Gefühl, dass du wirklich auf was verzichten musst – dann versuchen wir, dafür einen Ersatz für zu finden.

      Gab es Aha-Erlebnisse während des Coachings?

      Mein großes Waterloo waren die Süßigkeiten. Ich war schon immer ein Fan von Schokolade. Und von Cola Zero! Bei Cola Zero habe ich gedacht: Das hat ja keinen Zucker. Da kann nichts passieren.

      Ich erinnere mich an die Studie, die du mir geschickt hast. Wo ich dann lernen durfte, dass Light-Getränke sehr wohl dafür sorgen, dass Insulin ausgeschüttet wird. Was dazu führt, dass ich noch mehr Heißhunger hatte. Das war auf jeden Fall ein Aha-Erlebnis. 

      Was war deine wichtigste Erkenntnis während des Coachings? 

      Dass ich nur an ein paar kleinen Schräubchen drehen muss, die du mir nach und nach aufgeschlüsselt hast. Dann geht das Gewicht automatisch runter. Ohne dass ich Hunger habe oder auf was verzichten muss. Das war eine der wichtigsten Erkenntnisse in den vier Wochen.

       

      Als wir uns kennenlernten hattest du ständig Lust auf Süßigkeiten. Wie ist es heute?

      Das ist etwas, was mich am meisten überrascht hat. Du Lust auf Schokolade und allem, was ich früher gerne gegessen habe ist fast weg. Was ich immer mal wieder vermisse: Cola Zero. Davon gönne ich mir auch ab und zu mal ein Glas. Aber nicht im Ansatz so viel wie früher.

      Ich höre oft Befürchtungen wie: Wenn ich mich gesund ernähre, werde ich sicher nicht richtig satt. Wie war das bei dir?

      Ich habe die Nahrungsmittel austauscht und viel mehr Obst, Gemüse, Salat, gesunde Fette, Fisch und Geflügel gegessen. Das macht unglaublich satt. Das Gewicht ging also runter, ohne dass ich Hunger hatte. Das war dann auch das Schönste an der ganzen Sache.

      Hast du es noch an anderen Dingen gespürt, dass sich was getan hat, außer dass dein Körpergewicht runterging?

      Ja! Als die Kilos purzelten habe ich schnell gemerkt, dass mein körperliches Wohlbefinden steigt. Das ging damit los, dass ich durch die Fußgängerzone ging und  immer das Gefühl hatte: Mich schiebt jemand an! Oder ich würde leicht bergab laufen.

      Meine Blutfettwerte und meine Zuckerwerte sind nach unten gegangen. Mein Blutdruck ebenfalls. Ich hatte vor drei Jahren einen Herzinfarkt und musste viele Tabletten nehmen.

      Unter anderem Statine (Cholesterinsenker). Die durfte ich mittlerweile absetzen. Ich fühle mich schlicht und ergreifend aktiver, wohler, gesünder und das gibt mir allgemein ein positiveres Lebensgefühl.

      Gehst du davon aus, dass du dein Wunschgewicht erreichen und auch halten wirst?

      Ja! Da bin ich mir sehr sicher. Meine neue Ernährung ist heute normal für mich. Beim Einkaufen muss ich nicht mehr nachdenken. Das Gewicht geht stetig und schön langsam runter. Diesmal wird es keinen Jo-Jo-Effekt geben.

      Wie lange hat es gedauert, bis du nicht mehr über deine Ernährung nachgedacht hast?

      Ich würde sagen nach dem Ende des Coachings, das waren ja vier Wochen – vielleicht nochmal vier Wochen. Nach rund acht Wochen hatte ich die meisten Sachen drauf und meine neue Ernährung ist zur Gewohnheit geworden

      Was motiviert dich heute – sechs Monate nach dem Coaching?

      Kleine Dinge. Gerade heute kam ich vom Einkaufen und da war lustiger weise der Aufzug kaputt. Ich musste meine Einkäufe die Treppen hoch schleppen.

      Früher wäre ich dabei sehr ins Schwitzen gekommen. Als ich oben war, habe ich nur ein bisschen schneller geatmet. Solche kleinen Erlebnisse geben mir immer wieder neue Motivation. Das treibt mich unheimlich an.

      Zu merken, dass ich Woche für Woche Gewicht verliere und dass es mir besser geht. Es ist tatsächlich Lebensqualität. Ich gehe jetzt ganz anders durchs Leben. Viel positiver. Alles fällt leichter.

      Rüdiger, ich werde deinen Weg mit großem Interesse weiterverfolgen. Wir sind ja immer mal wieder in Kontakt.

      Ich frag zwischendurch nach, wie es läuft. Und wenn du weißt, dass der Coach ab und zu nachhakt – das motiviert ja auch ein bisschen, oder? 

      Jaaa! Das stimmt.

      Hut ab zu deiner Leistung bis hierher und viel Erfolg für die nächsten zehn Kilo! 

      Vielen Dank!

      Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst.

      Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst.

      Ich rolle meine Augen innerlich um 180 Grad, wenn Schlagzeilen und „Experten“ behaupten: „Das Geheimnis beim Abnehmen? Kalorien zählen! Iss weniger, als du verbrauchst. Das ist alles!“ 

      In diesem Blogpost möchte ich mit diesem Mythos aufräumen, denn: 

      Kalorien zählen hilft nicht beim Abnehmen! Punkt. 

      Ich spreche immer wieder mit Menschen, die in „Ich-mach-dich-schnell-schlank“ Programmen dazu genötigt wurden,

      • nur noch in Wasser gegarten Brokkoli und Hühnchen ohne Haut zu essen. 
      • bei 1000 Kalorien (unterm Grundumsatz) herum zu dümpeln.
      • sich regelmäßig ein „Fettweg-Zauber-Hormonpräparat“ abzuholen.

      Wenn ich dir Essen vom Teller nehme, nimmst du ab! Erstmal. 

      Kalorien „sparen“ läuft auf einen spärlich bestückten Teller hinaus. Ich nehme dir weg, was schmeckt, satt und zufrieden macht. Vor allem Fett! Die Kalorienbombe schlechthin, nicht wahr!? Um Gottes willen! Weg damit.

      Doch (gute) Fette sind wichtig für uns. Omega 3 Fettsäuren zum Beispiel! Was denn jetzt? Fett essen oder weglassen?

      Fett ist ein Geschmacksträger! Rührei ohne Speck. Spinat ohne Butter.  Salat ohne Öl. Soße ohne Sahne. Langweilig! 

      Kalorien sparen heißt fettreduziert essen. Fettreduziert essen heißt, nicht richtig satt werden. Wer soll das auf Dauer durchhalten? 

      Was du vielleicht noch nicht weißt:

      Wenn du anfängst zu hungern, fährt dein Körper Schutzprogramme hoch!  

      Ein uralter Mechanismus, der früher unser Überleben gesichert hat. Dein Körper weiß ja nicht, dass du gerade eine Diät machst.

      Er merkt nur, dass es brenzlig wird: viel zu wenig Energie am Start! Er weiß nicht, wie lange der Energiemangel noch dauert. Und geht vom schlimmsten Fall aus: Die Energie wird nicht reichen, um alles am Laufen zu halten.

      Da dein schlauer Organismus jetzt was unternehmen muss, kann es nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag funktionieren. Die Sache mit dem Kalorienzählen. Und dem Abnehmen.

      Beim Abnehmen gehts nicht nur um Physik!

      Ums „Verbrennen“ von Kalorien. Es geht auch um Biochemie (Stoffwechsel),
      Endokrinologie (Hormone), Immunolgie (Immunsystem). Es geht darum, wie Nahrung im Körper genutzt wird. 
      Wir werden uns ansehen, dass es nicht darum geht, wie viel Energie (Kalorien) du aufnimmst! Sondern darum, woraus diese Energie entsteht. 

      Es geht um mächtige Hormone, die entscheiden, ob und wo Fett gespeichert wird.

      Wichtigster Player in diesem Spiel: Insulin. Es fischt uns nach dem Genuss von Pizza und Pasta den Zucker aus dem Blut. Und Insulin hat doch diesen unschönen Beinamen: Fettspeicher – Hormon. 

      Insulin ist heute nicht das Thema. Dafür die Lösung!

      HIER findest du zwei spannende Podcast Episoden zum Thema Insulin.

      Ich verstehe übrigens jeden, der gerade noch Kalorien zählt. Ich bin früher selbst drauf reingefallen. In meinem Einkaufswagen landeten Joghurt Gums – ohne Fett. Dafür mit drei Trillionen Zucker. Magerquark! Der sich im Mund trocken wie Sand anfühlte. 

      Kalorien zählen hilft nicht beim Abnehmen. Jedenfalls nicht für immer.  Und das ist es doch, was wir wollen! Nicht nur bis zum nächsten Sommerurlaub abnehmenSondern für immer!  

      Doch warum wird „Kalorien sparen“ von Ernährungsberatern
      rauf und runter gepredigt?

      Wollen sie das „ich zeig dir wie du schlank wirst“ so simpel wie möglich halten? In der Hoffnung, dass es doch irgendwie klappt?

      Mein Tipp: Wenn dir jemand erzählt, dass du Kalorien zählen und Fett sparen musst, um abzunehmen – mach einen großen Bogen drumrum. Lies diesen Blogartikel und erkläre ihm, warum das nicht funzt.

      Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

      1 | Dein Kalorienverbrauch ist nicht immer gleich!

       

      Was man dir immer erzählt hat:

      Du kannst genau berechnen, wie viele Kalorien du pro Tag verbrauchst! Mach das und iss einfach weniger – dann nimmst du ab. 

      Was daran nicht stimmt:

      Es ist schon schwierig, Kalorien zu berechnen, die du zu dir nimmst. Ein Apfel kann 50 oder 100 Kalorien haben. Je nach Größe und Zuckergehalt. Was unmöglich ist: Exakt zu berechnen, was du verbrauchst! 

      Wie es wirklich ist:

      Unser Körper verbraucht Kalorien nicht nur fürs Schritte zählen, Zumba und Liegestütz. Er zapft in jeder Zehntelsekunde deines Lebens Energie für unzählige Vorgänge im Körper ab.

      Die braucht er um

      • lebenswichtigen Funktionen auf Dauerbetrieb zu halten. Das ist dein Grundumsatz.
      • Mahlzeiten zu verstoffwechseln – die thermogene Wirkung von Nahrung.
      • dich durch den Tag zu bewegen – die thermogene Wirkung durch Bewegung.
      • Sport zu treiben – die thermogene Wirkung durch Sport

      Und wenn du nach dem Sport auf der Coach sitzt. Das ist der Nachbrenneffekt. Du verbrauchst an vielen weiteren Stellen im Körper  Energie. Darauf kommen wir später noch. Was wir festhalten können: 

      Der Gesamtenergieverbrauch kann von Tag zu Tag sehr unterschiedlich sein. Und bis zu 50% steigen oder fallen. 

      Welche Frage sich jetzt stellt:

      Wie willst du nun entscheiden, wie viele Kalorien du weglassen musst, um Kalorien gespart zu haben?

      [ein bisschen genauer] Der thermogene Effekt!

      Unter dem thermogenen Effekt von Nahrungsmitteln versteht man den Kalorienverbrauch für die Verdauung und für die Verarbeitung der Makronährstoffe Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate in Wärmeenergie. 

      Eiweiß hat die größte thermogene Wirkung. 20 bis 25 Prozent der Kalorien aus Eiweiß werden vom Stoffwechsel in Wärme umgewandelt. Deshalb wird dir nach einem dicken Steak ein bisschen wärmer. Von 100 Kalorien kommen nur 70 – 80 an. Praktisch, nicht wahr?

      Bei Kohlenhydraten und Fett sind es ca. 2% bis 7%. 

      Vielleicht ein erster Hinweis, besser auf Nährstoffe statt auf Kalorien zu achten?

      Zum Thema Eiweiß gibt es zwei interessante Podcast Episoden in meinem
      Podcast Onceaweek – Gesundheit & Abnehmen: Eiweiß rockt und Ernährung in den Wechseljahren: Eiweiß

      [ein bisschen genauer] Was ist der Grundumsatz?

      Die Menge Energie (Kalorien), die dein Körper braucht, um alle lebensnotwendigen Funktionen 24 Stunden aufrecht zu erhalten. Auch wenn du den ganzen Tag auf dem Bett liegst.

      Der Grundumsatz sollte nicht über einen längeren Zeitraum unterschritten werden. Was dann passiert? Darum geht es in diesem Blogpost! 

      Werde misstrauisch, wenn dir jemand sagt:  „Spare so viele Kalorien wie möglich.“  Schwupps, liegst du unter deinem Grundumsatz, z. B. 1200 Kalorien. Was ist denn, wenn dein Grundumsatz bei 1500 Kalorien liegt? 

      Wie soll dein Körper reibungslos funktionieren, wenn er chronisch zu wenig Energie bekommt? Nun, eine Weile klappt das sogar. Dein Organismus balanciert das aus. Er will ja überleben. Doch unter welchen Umständen? Dazu später mehr.

      Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

      2 | Zuckerkalorien sind nicht dasselbe wie Fettkalorien!

       

      Was man dir immer erzählt hat:

      Alle Kalorien sind gleich! Ob sie aus Fett, Eiweiß, Zucker oder Alkohol kommen spielt keine Rolle! Wenn du zu viel davon isst/trinkst, wirst du dick. Basta!

      Was daran nicht stimmt:

      Nicht alle Kalorien gehen auf die Hüften.

      Wie es wirklich ist:

      Die beiden Hauptenergiequellen unsere Körpers sind Kohlenhydrate (Zucker/Glukose) und Fett. Eiweiß ist ein Baustoff und spielt als Energiequelle eine untergeordnete Rolle.

      Eine Kalorie aus Olivenöl (Fett) verursacht eine komplett andere Stoffwechselreaktion als eine Kalorie aus Pasta (Kohlenhydrate).

      • Die Kohlenhydrate aus der Pasta erhöhen den Blutzuckerspiegel.
        Die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus. Insulin hemmt die Fettverbrennung.
      • Die Fettsäuren im Olivenöl lösen auch eine Insulinantwort aus. Sie ist jedoch so minimal, dass der Fettstoffwechsel davon nichts mitbekommt.

      Die beiden Lebensmittel lösen eine unterschiedliche Reaktion hervor. Auf Stoffwechselebene und auf hormoneller Ebene. Kohlenhydrate gehen auf die Hüften. Fett nicht! 

      Außer es sind zu viele Kohlenhydrate im Spiel. Dann sorgt Insulin auch dafür,
      dass das Fett in die Fettspeicher kommt. 
      Warum wohl die Low Carb – High Fat Ernährung wohl so gut funktioniert?

      Merke: Insulin speichert Fett in den Fettzellen. Das Hormon wird ausgeschüttet, wenn du Kohlenhydrate isst. Sehr viel und sehr schnell, wenn es Raketenzucker ist wie Pasta, Pizza, Schokolade.

      Dein Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn. Sehr viel weniger Insulin wird gebraucht,
      wenn es Schneckenzucker ist, z. B.  Salat, Gemüse, Obst. Dein Blutzuckerspiegel chillt.
      Die ganze Geschichte vom Schnecken- und Raketenzucker kannst du dir HIER anhören.

      Fett wird eingelagert, weil du Insulin lockst. Nicht weil du Kalorien isst.

      Welche Frage sich jetzt stellt:

      Warum sollst du die gesamte Kalorienmenge für dein Übergewicht verantwortlich machen, wenn nicht alle Kalorien auf die Hüften gehen?

      Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

      3 | Wenn du weniger isst, verbrauchst du auch weniger!

       

      Was man dir immer erzählt hat:

      Wenn du in einem Kaloriendefizit bist, nimmst du ab. Weil dein Körper weiterhin dieselben Kalorien verbraucht. 

      Was daran nicht stimmt:

      Dein Körper ist viel zu schlau, um sich auf das Risiko des totalen Energieverlustes einzulassen.

      Wie es wirklich ist:

      Die Energie, die du aufnimmst, ist eng verknüpft mit der Energie, die du verbrauchst!

      Was uns seit ein paar Millionen Jahren tief in den Genen steckt: Erst mal das Überleben sichern!  Aus Sicht deines Körpers kommt jetzt zu wenig Energie, um alle Instanzen im Körper weiterhin gut zu versorgen. 

      Er weiß nicht, wie lange du noch solch ein Pech bei der Nahrungssuche hast – und fängt an, drastisch zu sparen. Lieber ein paar nicht ganz so wichtige Abteilungen im Körper unterversorgen, als zu sterben. 

      Lieber kraftlos durch die Gegend schleichen (Muskulatur), frieren (Wärmebildung), stumpfes Haar und eine schlechte Verdauung – als diese wunderschöne Welt verlassen. 

      Jetzt bist du zwar nicht mehr ganz fit, kannst dich aber noch um deine Nachkommen kümmern. Und bleibst am Leben.

      Sparst du Energie (Kalorien), fängt dein Körper auch an zu sparen. Und zwar ziemlich bald!

      Ganz schön schlau von deinem Körper, oder?

      Anfangs nimmst du noch ab. Doch der Gewichtsverlust ist bei Weitem nicht so hoch, wie es auf Grund der eingesparten Kalorien zu erwarten wäre (siehe „Warum man das alles schon seit 100 Jahren weiß“).

      Bis du an dem Punkt angelangt bist, an dem du weder ab- noch zunimmst. Das Gewicht stagniert.

      Auf der Waage passiert nichts mehr! 

      Du verlierst die Nerven und isst wieder normal. Haust wieder richtig rein – bringt ja sowieso alles nichts. Blöde Diät. Dein Körper sagt sich:

      „Prima, die Hungerkrise ist vorbei. Im Moment bin ich ja eh auf wenig Energie gepolt. Und komm ganz gut damit klar. Eine gute Gelegenheit, das, was gerade mehr reinkommt, auf die Hüften packen. Falls dieser Mensch noch mal so viel Pech bei der Nahrungssuche hat. Jo-Jo Effekt lässt grüßen!

      Welche Frage sich jetzt stellt:

      Welchen Sinn macht es, die Kalorienzufuhr zu drosseln – wenn der Körper fast sofort den Verbrauch drosselt?

      [ein bisschen genauer] Tolle Experimente! Warum man das schon seit 100 Jahren weiß!

      Im Jahr 1919 wurde am Carnegie Institute of Washington ein interessantes Experiment durchgeführt.

      Freiwillige wurden absichtlich unterernährt. Sie erhielten nur 1400 bis 2100 Kalorien, ungefähr 30 % weniger, als der tatsächliche Kalorienverbrauch war. Die Wissenschaftler wollten wissen, ob der Energieverbrauch sinkt, wenn man weniger isst.

      Ergebnis: Der Gesamtenergieverbrauch der Teilnehmer sank ebenfalls um 30 % (!). Von anfangs rund 3000 Kalorien auf etwa 1950 Kalorien. Schon vor 100 Jahren fanden pfiffige Wissenschaftler also heraus, dass das, was wir verbrauchen, eng an das geknüpft ist, was wir zu uns nehmen.

      Sinkt die Kalorienaufnahme, sinkt der Kalorienverbrauch! 

      30 Prozent weniger Kalorien führte zu (fast) 30 Prozent weniger Verbrauch! Ist das nicht der Hammer?

      Einige Jahrzehnte später (1944/1945) führte Dr. Ancel Keys mit dem Minnesota-Starvation-Experiment das umfangreichste Hungerexperiment aller Zeiten durch.

      Nach dem zweiten Weltkrieg waren Tausende Menschen kurz vor dem Verhungern. Man wollte die Phase der verringerten Kalorienzufuhr und die Phase der Erholung nach dem Hungern besser verstehen.

      Für das Experiment wurden 36 gesunde, normale, junge Männer ausgewählt. Sie waren durchschnittlich 1,78 Meter groß und wogen 69,3 Kilo. Der durchschnittliche Kalorienverbrauch lag bei 3000 Kilokalorien.

      Die Teilnehmer bekamen in den ersten 3 Monaten rund 1570 Kalorien zu futtern. Die Zufuhr wurde Schritt für Schritt nach unten angepasst. Ziel war ein Gewichtsverlust von 1,1 Kilogramm (24 %) pro Woche.

      Zum Schluss aßen ein paar der Männer weniger als 1000 Kalorien am Tag!

      Es gab vor allem Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Rüben, Brot und Nudeln. Fleisch und Milch gab es ja kaum. Sie mussten außerdem jede Woche rund 35 km zu Fuß gehen.

      Dann wurden in 3 weiteren Monaten die Kalorien nach und nach wieder erhöht. Der erwartete Kalorienverbrauch betrug 3009 Kalorien pro Tag.

      Dr. Keys war baff, wie sehr das Experiment die Männer belastete. Es gab massive körperliche und psychologische Veränderungen.

      • Der Ruheumsatz fiel um 40%! Ein ähnliches Ergebnis wie in früheren Studien.
      • Die Muskelkraft nahm um 21% ab. Die Herzfrequenz verlangsamte sich.
      • Die Körpertemperatur sank im Schnitt auf 35,5 Grad. Die Männer froren!
      • Die Ausdauer nahm um 50% ab.

      Die Teilnehmer waren oft müde. Hatten Schwindelanfälle, Haarausfall und brüchige Fingernägel. Und sie dachten ständig ans Essen.

      Was ist passiert?

      Vor der Studie aßen und verbrauchten die Männer 3000 Kalorien am Tag. Dann wurde die Tageszufuhr auf 1500 Kalorien gesenkt. Alle Körperfunktionen die Energie brauchten, wurden sofort und konsequent um 30 – 40 Prozent herabgesetzt.

      Es kam viel weniger Energie rein, als gebraucht wurde. Der Organismus leitete drastische Sparmaßnahmen ein.

      Der Körper reagiert auf die Reduktion von Kalorien mit einer sofortigen Senkung des Energieverbrauchs. 

      Das ist ziemlich schlau! Denn was würde passieren, wenn dein Körper weiterhin 3000 Kalorien verbraucht, obwohl du ihm nur 1500 gibst. Er würde zuerst alle Fettspeicher aufbrauchen, dann die Proteinspeicher. Dann würde er sterben!

      Und genau das will er – sehr vorausschauend – von Anfang an vermeiden. Es  ist sehr klug, den Energieverbrauch zügig auf 1500 Kalorien zu senken. Dein Körper „weiß“  nicht, wie lange dieser chronische Hungerzustand noch anhält! Er muss jetzt was unternehmen.

      Abwarten und Tee trinken könnte – aus seiner Sicht – tödlich enden. Eventuell spart er sogar noch ein bisschen mehr ein  (z. B. 1400 Kalorien) – um eine kleine Reserve zu bilden.

      It´s all about Energy. Wie mein Dozent Prof. Dr. Leo Pruimboom schon immer gesagt hat.

      Noch ein bisschen Logik?

      Wohin verschwindest du, wenn du immer weiter abnimmst?

      • Wenn du die Tageszufuhr um 500 Kalorien reduzierst, sind das 3500 Kalorien pro Woche.
      • Demnach müsstest du ca. 500 Gramm Fett pro Woche verlieren (1 kg Körperfett = ca. 7000 Kalorien.)
      • Bedeutet das dann, dass du in 200 Wochen rund 100 Kilo abnimmst und dann gar nichts mehr wiegst?

      Natürlich nicht. Dein Körper wird seinen Kalorienverbrauch ab einem bestimmten Zeitpunkt reduzieren. Er wird die verminderte Kalorienzufuhr ausgleichen.

      Was in den Experimenten eine große Überraschung war:

      Diese Anpassung tritt zügig ein und bleibt lange erhalten!

      Die Männer im Minnesota-Starvation-Experiment hätten rund 35 Kilo abnehmen müssen. Doch es waren nur knapp 17. Zum Schluss mussten die Kalorien immer drastischer reduziert werden damit sie weiter abnahmen. Kommt dir das bekannt vor? 

      Als sie wieder normal aßen kam es zum Jo-Jo Effekt! 

      In der Hungerphase verloren sie überwiegend Fett. Sobald sie wieder normal aßen, nahmen sie schnell wieder zu. Nach rund 12 Wochen hatten sie ihr altes Gewicht zurück. Doch das war nicht alles: Ihr Körpergewicht stieg weiter! Bis es höher war als zu Beginn des Experiments. Heute bekannt als Jo-Jo-Effekt. 


      Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

      4 | Fettzellen wachsen nicht, weil du Kalorien zu dir nimmst!

       

      Was man dir immer erzählt hat:

      Kalorien werden in deine Fettzellen gestopft. Deine Fettzellen wachsen und wachsen. Bis du platzt?!

      Was daran nicht stimmt:

      Fettzellen wachsen reguliert. Wie schnell oder langsam bestimmen ein paar mächtige Hormone.

      Wie es wirklich ist:

      Die wahren Bestimmer sind deine Hormone! Botenstoffe die sekündlich Nachrichten durch deinen Körper senden. Sie steuern Körpergröße, Blutzucker, Sexualität, Körpertemperatur, Fettzellenmenge und Fettzellengröße. 

      Früher war es wichtig, dass die Überlebensstrategie „Werde dick damit, du den nächsten Winter überlebst“ zuverlässig funktioniert. Kein Wunder, dass der Körper sich mit mehreren Mechanismen abgesichert hat.

      Wäre nur die Zufuhr von Kalorien dafür verantwortlich gewesen, dass wir genug Fett ansetzen – wir wären längst ausgestorben! 

      Welche Frage sich jetzt stellt:

      Wenn vor allem Hormone fürs Zunehmen verantwortlich sind – warum sollst du dann Kalorien zählen? Wäre es nicht besser zu hinterfragen, welche Hormone dir den Speck auf den Hüften bescheren? Und wie du das stoppen kannst? 

      Wie du deine Fettzellen auf Trab bringst und endlich Frieden mit ihnen schließt. kannst du HIER nachlesen.

      Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

      5 | Energie aus Kalorien wird nicht verbrannt, sondern verteilt.

       

      Was man dir immer erzählt hat:

      Jede Kalorie, die du zu viel isst, geht dir sofort auf die Hüften, wenn du sie nicht gleich wieder „verbrennst“.

      Was daran nicht stimmt:

      Dein Körper ist kein isoliertes System, wie ein Ofen. Eher ein Thermostat, das zuverlässig misst, wo gerade Energie gebraucht wird.

      Wie es wirklich ist:

      Energie kommt und geht. Ständig! Wenn du 300 Kalorien „zu viel“  isst, gibt es nichts, was deinen Körper davon abhält, den Überschuss in Form von Wärme wieder abzugeben. Oder Knochen draus zu bauen. Oder Darmschleimhaut. Oder, oder, oder. 

      Wir jagen den Kalorien hinterher obwohl der Verbrauch viel wichtiger ist (Siehe auch Grund Nr. 1)

      Wofür dein Körper ständig Energie braucht:

      • Wärme produzieren
      • Proteine bauen
      • Knochen neu bilden
      • Muskeln aufbauen
      • Gehirnpower
      • Herzfrequenz
      • Bewegung
      • Entgiftung
      • Verdauung
      • Atmung
      • Ausscheidung
      • Fettproduktion

      Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wie dein Körper überschüssige Energie verbrauchen kann – statt sie als Körperfett zu speichern.

      Wir können aber nicht bestimmen, wie viel Energie in die Fettproduktion und wie viel z.B. in die Neubildung von Knochen fließt.

      Welche Frage sich jetzt stellt:

      Warum sollst du Kalorien sparen, wenn ein Überschuss sowieso im System verteilt wird?

      Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 

      Groß angelegte Experimente haben bewiesen: Kalorien reduzieren bringt nichts! Trotzdem wird dieses Konzept immer noch als der Schlüssel  fürs Abnehmen anpriesen.

      Und wer keine bessere Lösung parat hat, gibt es auch nicht gerne zu: Dass eine fettarme, kalorienreduzierte Ernährung scheitern muss. Evolutionäre Mechanismen hebeln  diesen Ansatz komplett aus! 

      Richtig schade finde ich, dass sich so viele Menschen mit dieser spaßbefreiten Kalorienzählerei abmühen. Und sich dann auch noch schuldig fühlen, wenn sie scheitern.

      Insulin ist der entscheidende Faktor beim Abnehmen! Nicht die Kalorien. 

      Wenn du etwas zählen willst, dann die Verteilung der Nährstoffe auf deinem Teller: Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate. Wirf auch einen Blick auf Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente. 

      Nach meinen Coachings, Workshops und Kursen verlieren meine TeilnehmerInnen ihre Kilos. Nachhaltig. Ich weiß das so genau, weil ich immer wieder in Kontakt mit ihnen bin. Weil ich interessiert nachfrage. Mir erzählen lasse, wie es läuft. 

      Meine Ansätze kannst du auf meinem Blog nachlesen oder in meinem Podcast anhören.

      Weiterführender Blogpost: Stoffwechsel auf Trab bringen – Biorhythmus Training für Fettzellen. Weiterführender Podcast: Intervallfasten! Was Tolles passiert, wenn du nicht so oft isst!

      Quellen, die mich bei der Recherche zu diesem Blogpost inspiriert haben:

      Dr. Jason Fung: Die Schlankformel

      Human vitality and efficiency under prolonged restricted diet Benedict, Francis Gano

      Minnesota Starvation Experiment

      Brigitta Baum: „Die ersten Kilos sind runter. Ich bin dem Diabetes entkommen!“

      Brigitta Baum: „Die ersten Kilos sind runter. Ich bin dem Diabetes entkommen!“

      Brigitta ist Mitte März 2020 ins ISS DICH GLÜCKLICH Coaching gestartet. Ich habe sie 8 Wochen später für meinen Podcast interviewt. Und sie so richtig für die ausgequetscht. 

      Dies ist ein Auszug aus dem Interview. Du erfährst, was während des Coachings passiert ist. Und wie es Brigitta heute geht. Viel Spaß mit diesem inspirierenden Interview! 

      Brigitta: Ich wollte keinen Diabetes kriegen!

      Brigitta, du hast dir ein vierwöchiges Coaching bei mir gegönnt. Was wir schon mal verraten wollen: Wie viele Kilos sind bisher geschmolzen?

      Ich habe mich heute extra noch mal gewogen! Es sind schon 13 Kilo.

       

      Wow! Klasse. Doch uns vorne anfangen! Was hat dich denn am meisten genervt, bevor du mich kontaktiert hast?

      Mein Thema war, dass ich im Freundeskreis eine gleichaltrige Freundin hatte, die plötzlich mit einem Herzinfarkt im Krankenhaus lag. Das hat mich aufgerüttelt. Ich bin erst Mitte 40 und musste mir eingestehen, dass viele meiner Verhaltensweisen und auch meine Blutwerte Richtung Diabetes deuten.

      Das war ein recht nagendes Gefühl. Weil ich gesehen habe, dass dann an allen Ecken und Enden des Körpers eine Art Zerstörung stattfindet – an den Arterien zum Beispiel. Da wurde mir Angst und Bange.

       

      Das kann ich mir gut vorstellen! Was hast unternommen?

      Ich dachte dann, ich sollte mal abnehmen. Ich wollte das auf einem gesunden Weg machen. Nicht „iss die Hälfte“ oder trink nur Shakes. Auch nicht einseitig oder Spaß befreit. Ich wollte was finden, was auch im Alltag möglich ist.

       

      Wie bist du dann auf mich gekommen?

      Ich höre schon lange deinen Podcast. Und hab mir erst mal einige Folgen rausgesucht und mir Notizen gemacht. Ich hatte schon fast einen kleinen Plan. Nun ja – und der lag dann da. Dann kam in einer Episode der Hinweis, dass du ein neues Programm startest. Und da dachte ich: Gut, das machst du jetzt mal. Weil es gar nicht so doof ist, das mit jemanden zusammen zu machen.

       

      Wie war der Start ins Coaching für dich?

      Du hast mir erklärt, dass du vier Wochen meine Abnehm-Freundin auf Zeit bist und ich dich alles fragen darf. Dass du mir mit Rat und Tat, Worten und Motivation zur Seite stehst. Und dann haben wir sofort losgelegt, was super war.

       

      Ich erinnere mich, du mir schon zu Beginn des Coachings erzählt hast, dass du plötzlich viel mehr Energie hast.

      Das stimmt. Diese Energie habe ich nach zwei bis drei Tagen schon gemerkt. Ich bin morgens aufgewacht und war richtig ausgeschlafen, nicht mehr so erschlagen. Und das hat sich auch den ganzen Tag über gehalten.

       

      Warst du vor dem Coaching ein Zuckerjunkie?

      Lustigerweise hab ich noch gedacht: Na ja! Ist eigentlich ok. Aber es war schon so, dass ich oft viel Süßes auf einmal gegessen habe. Eine Tafel Schokolade und dann noch vieles nebenbei. Trotzdem bin ich nie richtig satt geworden.

       

      Diabetes und Schokolade

      Dachtest du, dass du dich ansonsten ganz gut ernährst?

      Als ich die Ernährungstagebücher für dich geführt habe, dachte ich: Ach, sieht doch ganz gut aus. Und war dann sehr überrascht, an wie vielen Stellen du was zu sagen hattest. Und dachte: Ach kuck mal!

       

      Wir haben uns um deinen Biorhythmus gekümmert. Wie sieht es mit momentan mit deinem Schlaf aus?

      Ich schlafe deutlich besser. Und werde tatsächlich häufig vorm Wecker wach!

       

      Wie war es für dich, Gewicht zu verlieren?

      Abnehmen war erst nicht mein Fokus, weil ich mich trotz der Kilos wohl in meinem Körper gefühlt habe. Deshalb war das gar nicht so dringend! Doch jetzt muss ich feststellen, wie angenehm es ist, Gewicht zu verlieren.

       

      Du hast gesagt, dass du nicht so richtig ins Tun gekommen bist. Was hast du denn bis zu unserem Kennenlernen versucht?

      Ich habe zweimal im Jahr für 3 Wochen Detox – Kuren gemacht, wo ich immer dachte, ich entschlacke. Wenn ich dann meine Ernährung umstellen wollte, wusste ich nie genau, worauf ich achten sollte.

       

      Nun hast du deine Ernährung umgestellt und bist seit 8 Wochen am Ball! Hättest du gedacht, dass es so einfach ist?

      Nein. Das hat mich am meisten überrascht. Das war ja mein Feedback nach der ersten Woche! Da habe ich noch ständig drauf gewartet, dass da ein Haken kommt, dass es schwieriger wird.

      Aber es war wirklich einfach, das alles umzusetzen. Vor allem, weil ich immer satt war. Ich habe nicht gehungert oder sonst ein Defizit gehabt. Im Gegenteil, ich hatte von allem genug und es ging mir auch noch richtig gut dabei. 

      Ich habe die letzten Wochen oft gelacht, weil ich wirklich gedacht habe, dass das alles viel schwieriger ist. Ich finde das heute immer noch sehr bemerkenswert.

       

      Was ist aus deiner Lust auf Süßigkeiten geworden?

      Es gibt noch eine Bonbonschublade für meine kleinen Verwandten. Doch da sind Sachen drin, die mich heute nicht mehr interessieren. Ich finde es sehr spannend, wie sich meine Lust auf süß verändert hat.

       

      Gibt es etwas, was du während der Ernährungsumstellung vermisst hast? 

      Ich habe festgestellt, dass ich bei vielen Dingen nicht unbedingt nach meinem Geschmack gegessen habe, sondern weil man das halt so isst. Ich bin gar nicht so ein riesiger Fan von Reis und Nudeln. Sondern eher von dem, was man dazu isst: die Soße zum Beispiel. Ich habe gelernt, Dinge zu ersetzen. Und fand es sehr spannend, dass man aus Zucchini Pasta machen kann.

      Diabetes und Sport

      Isst du heute mehr oder weniger?

      Die Portionen sind größer geworden. Ich merke das vor allem in den Abendstunden. Früher bin ich durch die Wohnung getigert, um zu schauen, was ich noch essen kann. Das war schon ganz am Anfang wie weggeblasen.

       

      Woran hast du noch gespürt, dass sich was verändert hat außer auf der Waage?

      Ich bewege mich deutlich mehr! Und merke, dass ich es vermisse, wenn ich morgens nicht raus gehe und eine Runde drehe. Mein Tag hat schlechter angefangen, wenn ich dieses Reinspazieren nicht gemacht habe. Es fehlt mir dann.

       

      Was hat sich noch verändert?

      Meine Haut ist besser geworden. Pickel und rote Stellen – das ist deutlich zurückgegangen. Das finde ich sehr angenehm. Das kann jeder nachvollziehen, der selber Probleme mit der Haut hat. Es ist ein schönes Ergebnis, dass die Haut aufgehört hat zu spinnen und jetzt ganz entspannt und beruhigt ist.

       

      Denkst du, dass du am Ball bleiben wirst?

      Auf jeden Fall! Für mich gibt es keinen Grund, was anders zu machen, weil es einfach so gut läuft. Es fühlt sich nicht nach Diät an. Es ist tatsächlich ganz normales Essen. Ich lasse Sachen weg und nehme von anderen mehr. Das ist wirklich leicht.

       

      Vor dem Coaching hat es dich gestört, dass du dich zu wenig bewegt hast. Wie ist es heute? 

      Ich nehme endlich wieder an  Fitness-Kursen teil und habe online mit Pilates Kursen angefangen, was ganz großartig ist.

       

      Wow! Toll! Wie war das für dich?

      Am Anfang sind mir einige Übungen sehr schwer gefallen und es wurde mir wieder bewusst, dass ich mal deutlich leichter war. Aber jetzt nach vier Wochen merke ich, dass die Kilos am Bauch schmelzen und damit auch die Übungen leichter fallen.

      Wie gesagt, ich hatte es gar nicht so sehr drauf angelegt, Gewicht oder Umfang zu verlieren. Aber jetzt finde ich es schön, dass die Bauchübungen besser klappen, weil da nicht mehr so viel Bauch im Weg ist. 

       

      Was war eines deiner größten Erkenntnisse?

      Vor zwei bis drei Monaten hatte ich nicht auf dem Schirm, was sich alles verändern kann. Weil ich vieles verdrängt habe. Es sind so viele Kleinigkeiten: Schuhe leichter zubinden. Oder in die vierte Etage zu laufen und sofort wieder reden zu können.

      Vorher dachte ich oft: Ach ja, das ist das Alter. Oder ich bin gerade nicht gut drauf. So das sich gar nicht auf dem Zettel hatte, dass ich zum Beispiel kurzatmig werde. Das waren Veränderungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Und für die es sich absolut gelohnt hat, die Kehrtwende zu machen. 

       

      Wunderbar! Vielen Dank liebe Brigitta. Für deine Einblicke für deine Offenheit. Und für das Interview.

      Sehr gerne!