Brigitta Baum: „Die ersten Kilos sind runter. Ich bin dem Diabetes entkommen!“

Brigitta Baum: „Die ersten Kilos sind runter. Ich bin dem Diabetes entkommen!“

Brigitta ist Mitte März 2020 ins ISS DICH GLÜCKLICH Coaching gestartet. Ich habe sie 8 Wochen später für meinen Podcast interviewt. Und sie so richtig für die ausgequetscht. 

Dies ist ein Auszug aus dem Interview. Du erfährst, was während des Coachings passiert ist. Und wie es Brigitta heute geht. Viel Spaß mit diesem inspirierenden Interview! 

Brigitta: Ich wollte keinen Diabetes kriegen!

Brigitta, du hast dir ein vierwöchiges Coaching bei mir gegönnt. Was wir schon mal verraten wollen: Wie viele Kilos sind bisher geschmolzen?

Ich habe mich heute extra noch mal gewogen! Es sind schon 13 Kilo.

 

Wow! Klasse. Doch uns vorne anfangen! Was hat dich denn am meisten genervt, bevor du mich kontaktiert hast?

Mein Thema war, dass ich im Freundeskreis eine gleichaltrige Freundin hatte, die plötzlich mit einem Herzinfarkt im Krankenhaus lag. Das hat mich aufgerüttelt. Ich bin erst Mitte 40 und musste mir eingestehen, dass viele meiner Verhaltensweisen und auch meine Blutwerte Richtung Diabetes deuten.

Das war ein recht nagendes Gefühl. Weil ich gesehen habe, dass dann an allen Ecken und Enden des Körpers eine Art Zerstörung stattfindet – an den Arterien zum Beispiel. Da wurde mir Angst und Bange.

 

Das kann ich mir gut vorstellen! Was hast unternommen?

Ich dachte dann, ich sollte mal abnehmen. Ich wollte das auf einem gesunden Weg machen. Nicht „iss die Hälfte“ oder trink nur Shakes. Auch nicht einseitig oder Spaß befreit. Ich wollte was finden, was auch im Alltag möglich ist.

 

Wie bist du dann auf mich gekommen?

Ich höre schon lange deinen Podcast. Und hab mir erst mal einige Folgen rausgesucht und mir Notizen gemacht. Ich hatte schon fast einen kleinen Plan. Nun ja – und der lag dann da. Dann kam in einer Episode der Hinweis, dass du ein neues Programm startest. Und da dachte ich: Gut, das machst du jetzt mal. Weil es gar nicht so doof ist, das mit jemanden zusammen zu machen.

 

Wie war der Start ins Coaching für dich?

Du hast mir erklärt, dass du vier Wochen meine Abnehm-Freundin auf Zeit bist und ich dich alles fragen darf. Dass du mir mit Rat und Tat, Worten und Motivation zur Seite stehst. Und dann haben wir sofort losgelegt, was super war.

 

Ich erinnere mich, du mir schon zu Beginn des Coachings erzählt hast, dass du plötzlich viel mehr Energie hast.

Das stimmt. Diese Energie habe ich nach zwei bis drei Tagen schon gemerkt. Ich bin morgens aufgewacht und war richtig ausgeschlafen, nicht mehr so erschlagen. Und das hat sich auch den ganzen Tag über gehalten.

 

Warst du vor dem Coaching ein Zuckerjunkie?

Lustigerweise hab ich noch gedacht: Na ja! Ist eigentlich ok. Aber es war schon so, dass ich oft viel Süßes auf einmal gegessen habe. Eine Tafel Schokolade und dann noch vieles nebenbei. Trotzdem bin ich nie richtig satt geworden.

 

Diabetes und Schokolade

Dachtest du, dass du dich ansonsten ganz gut ernährst?

Als ich die Ernährungstagebücher für dich geführt habe, dachte ich: Ach, sieht doch ganz gut aus. Und war dann sehr überrascht, an wie vielen Stellen du was zu sagen hattest. Und dachte: Ach kuck mal!

 

Wir haben uns um deinen Biorhythmus gekümmert. Wie sieht es mit momentan mit deinem Schlaf aus?

Ich schlafe deutlich besser. Und werde tatsächlich häufig vorm Wecker wach!

 

Wie war es für dich, Gewicht zu verlieren?

Abnehmen war erst nicht mein Fokus, weil ich mich trotz der Kilos wohl in meinem Körper gefühlt habe. Deshalb war das gar nicht so dringend! Doch jetzt muss ich feststellen, wie angenehm es ist, Gewicht zu verlieren.

 

Du hast gesagt, dass du nicht so richtig ins Tun gekommen bist. Was hast du denn bis zu unserem Kennenlernen versucht?

Ich habe zweimal im Jahr für 3 Wochen Detox – Kuren gemacht, wo ich immer dachte, ich entschlacke. Wenn ich dann meine Ernährung umstellen wollte, wusste ich nie genau, worauf ich achten sollte.

 

Nun hast du deine Ernährung umgestellt und bist seit 8 Wochen am Ball! Hättest du gedacht, dass es so einfach ist?

Nein. Das hat mich am meisten überrascht. Das war ja mein Feedback nach der ersten Woche! Da habe ich noch ständig drauf gewartet, dass da ein Haken kommt, dass es schwieriger wird.

Aber es war wirklich einfach, das alles umzusetzen. Vor allem, weil ich immer satt war. Ich habe nicht gehungert oder sonst ein Defizit gehabt. Im Gegenteil, ich hatte von allem genug und es ging mir auch noch richtig gut dabei. 

Ich habe die letzten Wochen oft gelacht, weil ich wirklich gedacht habe, dass das alles viel schwieriger ist. Ich finde das heute immer noch sehr bemerkenswert.

 

Was ist aus deiner Lust auf Süßigkeiten geworden?

Es gibt noch eine Bonbonschublade für meine kleinen Verwandten. Doch da sind Sachen drin, die mich heute nicht mehr interessieren. Ich finde es sehr spannend, wie sich meine Lust auf süß verändert hat.

 

Gibt es etwas, was du während der Ernährungsumstellung vermisst hast? 

Ich habe festgestellt, dass ich bei vielen Dingen nicht unbedingt nach meinem Geschmack gegessen habe, sondern weil man das halt so isst. Ich bin gar nicht so ein riesiger Fan von Reis und Nudeln. Sondern eher von dem, was man dazu isst: die Soße zum Beispiel. Ich habe gelernt, Dinge zu ersetzen. Und fand es sehr spannend, dass man aus Zucchini Pasta machen kann.

Diabetes und Sport

Isst du heute mehr oder weniger?

Die Portionen sind größer geworden. Ich merke das vor allem in den Abendstunden. Früher bin ich durch die Wohnung getigert, um zu schauen, was ich noch essen kann. Das war schon ganz am Anfang wie weggeblasen.

 

Woran hast du noch gespürt, dass sich was verändert hat außer auf der Waage?

Ich bewege mich deutlich mehr! Und merke, dass ich es vermisse, wenn ich morgens nicht raus gehe und eine Runde drehe. Mein Tag hat schlechter angefangen, wenn ich dieses Reinspazieren nicht gemacht habe. Es fehlt mir dann.

 

Was hat sich noch verändert?

Meine Haut ist besser geworden. Pickel und rote Stellen – das ist deutlich zurückgegangen. Das finde ich sehr angenehm. Das kann jeder nachvollziehen, der selber Probleme mit der Haut hat. Es ist ein schönes Ergebnis, dass die Haut aufgehört hat zu spinnen und jetzt ganz entspannt und beruhigt ist.

 

Denkst du, dass du am Ball bleiben wirst?

Auf jeden Fall! Für mich gibt es keinen Grund, was anders zu machen, weil es einfach so gut läuft. Es fühlt sich nicht nach Diät an. Es ist tatsächlich ganz normales Essen. Ich lasse Sachen weg und nehme von anderen mehr. Das ist wirklich leicht.

 

Vor dem Coaching hat es dich gestört, dass du dich zu wenig bewegt hast. Wie ist es heute? 

Ich nehme endlich wieder an  Fitness-Kursen teil und habe online mit Pilates Kursen angefangen, was ganz großartig ist.

 

Wow! Toll! Wie war das für dich?

Am Anfang sind mir einige Übungen sehr schwer gefallen und es wurde mir wieder bewusst, dass ich mal deutlich leichter war. Aber jetzt nach vier Wochen merke ich, dass die Kilos am Bauch schmelzen und damit auch die Übungen leichter fallen.

Wie gesagt, ich hatte es gar nicht so sehr drauf angelegt, Gewicht oder Umfang zu verlieren. Aber jetzt finde ich es schön, dass die Bauchübungen besser klappen, weil da nicht mehr so viel Bauch im Weg ist. 

 

Was war eines deiner größten Erkenntnisse?

Vor zwei bis drei Monaten hatte ich nicht auf dem Schirm, was sich alles verändern kann. Weil ich vieles verdrängt habe. Es sind so viele Kleinigkeiten: Schuhe leichter zubinden. Oder in die vierte Etage zu laufen und sofort wieder reden zu können.

Vorher dachte ich oft: Ach ja, das ist das Alter. Oder ich bin gerade nicht gut drauf. So das sich gar nicht auf dem Zettel hatte, dass ich zum Beispiel kurzatmig werde. Das waren Veränderungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Und für die es sich absolut gelohnt hat, die Kehrtwende zu machen. 

 

Wunderbar! Vielen Dank liebe Brigitta. Für deine Einblicke für deine Offenheit. Und für das Interview.

Sehr gerne!

Das geht unter die Haut! Huhn mit Olivenpaste.

Das geht unter die Haut! Huhn mit Olivenpaste.

Dieses Low-Carb Gericht ist ruckzuck zubereitet und macht richtig was her! Du schiebst Olivenpaste unter die Haut des Hühnchens und ab in den Ofen damit. Tipp: Mach gleich ein paar mehr! Schmeckt am nächsten Tag auch ganz hervorragend. 

Zutaten für 4 Personen: 

  • 4 Hühnerschenkel (Bio)
  • 15 – 20 Oliven 
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 Bund Thymian
  • 100 – 150 ml Olivenöl
  • 1 Prise Salz

 Olivenpaste:

  • Oliven entsteinen. 

Tipp: Nimm die Olive zwischen Daumen und Zeigefinger drück sie fest zusammen.
Ungefähr wie beim Kirschkern flitschen. 

  • Thymian zupfen.
  • Knoblauch grob schneiden. 
  • Alles zusammen in den Blitzhacker und mit dem Olivenöl mittelfein (!) hacken. 

Hühnerschenkel

  • Die Haut der Brustfilets fast vollständig abziehen. Circa einen Fingerbreit an der Brust lassen. Beim Schenkel bis zum Bein ziehen. 
  • Olivenpaste auf die Hähnchenbrust geben. 
  • Haut wieder zurückziehen – ruhig stramm nach allen Seiten.

Du kannst das Ende mit einem Zahnstocher fixieren, damit die Haut sich bei Temperatureinwirkung nicht zu weit zurückzieht. Wir verzichten auf diesen Schritt.  

  • Hühnerschenkel salzen und ca. 25 Minuten bei 160° C Umluft in den Backofen (je nach Stärke der Bollen).

Tipp: mit der Hautseite nach oben. 

  • Die letzten 5 Minuten den Grill einschalten, damit die Haut eine schöne Farbe bekommt.
  • Aus dem Ofen holen und noch zwei bis drei Minuten ruhen lassen. 

Weitere Varianten: Statt der Olivenpaste kannst du andere gute Füllungen verwenden: Tomatenpesto, Zitronenscheiben, Knoblauch, Ingwer.

Dazu passt: Ofengemüse wie rote Paprika, Möhren, rote Beete, Blumenkohl – alles was du magst! Grob schnippeln und aufs Backblech legen. Olivenöl darüber verteilen und mit dem Hühnchen zusammen im Ofen garen. 

Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung.

Hippokrates von Kos. ​​​​

Alle Zutaten in diesem Gericht haben wenig Kohlenhydrate/Zucker. Es ist eine gesundes, leichtes Low-Carb Rezept. Schau Dir an, warum dir die Zutaten so guttun: 

Hühnchen (Bio)

Hühnerfleisch in Bioqualität ist eine tolle Eiweißquelle. Der Vorteil von Biohuhn: Die Zusammensetzung der Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Omega 6 Fettsäuren fördern Entzündungen. Omega 3 Fettsäuren hemmen Entzündungen.

Beide Fettsäuren sind wichtig. Doch das Verhältnis muss stimmen. Das Verhältnis Omega 6 zu Omega 3 ist im Fleisch aus der Masttierhaltung sehr schlecht. 

Gönnst du dir Geflügel von einem Tier, das artgerecht aufgezogen und gefüttert wurde, ist das Verhältnis  der beiden Fettsäuren um ein Vielfaches besser. 

Oliven / Olivenöl

Verwende eine gute Qualität. Oliven gehören zu den „alten Freunden“ des Menschen. Unser Organismus kennt Oliven schon lange. Tipp: Schau hinten drauf und kaufe keine „gefärbten/geschwärzten“ Oliven. Das hat nichts mehr mit clean eating zu tun, weil mit Zusatzstoffen gearbeitet wurde. 

Oliven haben wenige Kohlenhydrate. Das Fett der Oliven besteht hauptsächlich aus einfach ungesättigten Fettsäuren. 

Thymian

Thymian ist für seine antibakterielle Wirkung bekannt und ist ein Profi in Sachen Erkältung. Seine ätherischen Öle wirken krampflösend auf Atemwege.

Und im Darm: Zum Beispiel bei Blähungen und Unterleibsschmerzen während der Menstruation. Es ist reich an Kalzium, Eisen und Vitamin C. 

Knoblauch

Der Wirkstoff Allicin im Knoblauch schützt vor freien Radikalen. Allicin erhöht im Blut den Spiegel von zwei antioxidativ wirksamen Enzymen. So können freie Radikale abgefangen werden. Der Alterungsprozess wird verlangsamt.

 

Rüdiger Schäfer: „20 Kilo sind weg! Das Beste ist, dass ich mich satt esse und trotzdem abnehme.“

Rüdiger Schäfer: „20 Kilo sind weg! Das Beste ist, dass ich mich satt esse und trotzdem abnehme.“

Im November wurde mein Kunde Rüdiger Schäfer vom FOCUS Magazin interviewt. Der Journalist wollte sich mit jemandem unterhalten, der mit meiner Hilfe abgenommen hat. Rüdiger stand ihm Rede und Antwort. Erzählte eloquent vom Schnecken- und Raketenzucker und wie er die ersten 15 Kilo losgeworden ist.

Rüdiger ist ein bekannter Schriftsteller im Science-Fiction-Genre. Er schreibt seit vielen Jahren in einem Autorenteam spannende PERRY RHODAN-Romane.

Vor ein paar Tagen hat Rüdiger die 20-Kilo- Marke erreicht. Grund genug, ihm ein wenig auf den Zahn zu fühlen: Das Coaching mit mir lief vier Wochen. Wie hat Rüdiger das erlebt? Und was ist in den fünf Monaten danach passiert? Wie hat er es geschafft, am Ball zu bleiben? Viel Spaß!

Rüdiger, meine Leserinnen und Leser möchten sich gesund ernähren und abnehmen. Am liebsten für immer. Was ich in Vorgesprächen oft höre: Ich habe eine Diätkarriere hinter mir! Hattest du auch eine Diätkarriere hinter dir, bevor wir uns trafen?

Ich würde es nicht Diätkarriere, sondern Diätmarathon nennen, das trifft es eher. Ich habe mein Übergewicht schon lange mit mir rumgeschleppt und auf verschiedene Art und Weisen versucht es zu reduzieren. Natürlich auch mit Diäten.

Ich hab mal 30 Kilo abgenommen. Dann kam der Jo-Jo-Effekt. Sechs Monate später hatte ich alles wieder drauf. Bis zu unserem Coaching war es ein einziges Auf und Ab. Ich war ein paarmal kurz davor zu sagen: Gib es auf, es klappt sowieso nicht.

Warum hat es all die Jahre nicht funktioniert mit dem Abnehmen? 

Das Problem bei den diversen Diäten war, dass sie nur für ein paar Wochen funktionierten. Anfangs hatte ich schnelle Erfolge. Ich habe abgenommen und gedacht: Prima, geschafft! Und jetzt kann ich mir doch eigentlich alles wieder gönnen.

Ich hatte schnell wieder ein paar Kilo zu viel drauf. Und dann setze der Frust ein: Meine Güte, jetzt hab ich mich vier oder fünf Wochen gequält und innerhalb von ein paar Tagen habe ich wieder drei Kilo mehr auf der Waage. Und schon hab ich es wieder schleifen lassen.

Was wäre aus heutiger Sicht sinnvoller gewesen?

Die Ernährung dauerhaft umzustellen. Sodass ich nicht ständig auf Dinge verzichten muss. Verzichten funktioniert nicht für den Rest des Lebens. Das ist das Wichtige an der ganzen Geschichte: dass ich dran bleibe!

Dass ich trotzdem Spaß am Essen habe. Dass ich Dinge essen kann, die mir schmecken. Und ich trotzdem nicht wieder zunehme. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich den Glauben daran schon verloren. Dass es etwas gibt, das so funktioniert.

Wie bist du darauf gekommen, dir einen Abnehm-Coach zu buchen?

Ich bin durch das Sonderheft Ernährung im SPIEGEL Wissen auf dich aufmerksam geworden. Da ging es ja auch um deine Zucker-Challenge. Und Zucker war mein Hauptproblem. Da hab ich mir gesagt:

Also ein Ernährungscoaching, das ist das Einzige, was ich noch nicht ausprobiert habe. Das versuche ich jetzt mal. Vielleicht klappt das ja. Und das hat dann endlich geklappt. Heute denke ich: Das hätte ich mal vor fünf oder zehn Jahren machen sollen.

Du wusstest schon eine Menge über Ernährung. Was hat denn den Unterschied zu deinen bisherigen Abnehm-Plänen ausgemacht? 

Na ja, zum einen habe ich mich intensiv mit meiner Ernährung beschäftigt. Und den entsprechenden Input von dir bekommen. Was aber noch viel wichtiger war ist, dass du individuell auf mich und auf meine Bedürfnisse eingegangen bist.

Das war der große Unterschied zu allen Diäten vorher. Dass ich auf meine Hürden und Bedürfnisse gecoacht worden bin. Dass ich wirklich sagen konnte: ich mach dieses und jenes. Und bei mir ist es so und so. 

Ich denke, es gibt keine goldene Regel, die jeder befolgen kann und dann nimmt man ab. Das funktioniert einfach nicht. Und diese Individualität ist meiner Meinung nach nur bei einem Coaching gegeben. Da bin halt nur ich. Das war letztendlich das, was so wichtig war.

 

Hast du heute das Gefühl, dass du auf etwas verzichten musst?

Das war während des Coachings die wichtigste Frage, die du mir gestellt hast: Wo hast du das Gefühl, dass du wirklich auf was verzichten musst – dann versuchen wir, dafür einen Ersatz für zu finden.

Gab es Aha-Erlebnisse während des Coachings?

Mein großes Waterloo waren die Süßigkeiten. Ich war schon immer ein Fan von Schokolade. Und von Cola Zero! Bei Cola Zero habe ich gedacht: Das hat ja keinen Zucker. Da kann nichts passieren.

Ich erinnere mich an die Studie, die du mir geschickt hast. Wo ich dann lernen durfte, dass Light-Getränke sehr wohl dafür sorgen, dass Insulin ausgeschüttet wird. Was dazu führt, dass ich noch mehr Heißhunger hatte. Das war auf jeden Fall ein Aha-Erlebnis. 

Was war deine wichtigste Erkenntnis während des Coachings? 

Dass ich nur an ein paar kleinen Schräubchen drehen muss, die du mir nach und nach aufgeschlüsselt hast. Dann geht das Gewicht automatisch runter. Ohne dass ich Hunger habe oder auf was verzichten muss. Das war eine der wichtigsten Erkenntnisse in den vier Wochen.

 

Als wir uns kennenlernten hattest du ständig Lust auf Süßigkeiten. Wie ist es heute?

Das ist etwas, was mich am meisten überrascht hat. Du Lust auf Schokolade und allem, was ich früher gerne gegessen habe ist fast weg. Was ich immer mal wieder vermisse: Cola Zero. Davon gönne ich mir auch ab und zu mal ein Glas. Aber nicht im Ansatz so viel wie früher. 

Ich höre oft Befürchtungen wie: Wenn ich mich gesund ernähre, werde ich sicher nicht richtig satt. Wie war das bei dir?

Ich habe die Nahrungsmittel austauscht und viel mehr Obst, Gemüse, Salat, gesunde Fette, Fisch und Geflügel gegessen. Das macht unglaublich satt. Das Gewicht ging also runter, ohne dass ich Hunger hatte. Das war dann auch das Schönste an der ganzen Sache.

Hast du es noch an anderen Dingen gespürt, dass sich was getan hat, außer dass dein Körpergewicht runterging?

Ja! Als die Kilos purzelten habe ich schnell gemerkt, dass mein körperliches Wohlbefinden steigt. Das ging damit los, dass ich durch die Fußgängerzone ging und  immer das Gefühl hatte: Mich schiebt jemand an! Oder ich würde leicht bergab laufen.

Meine Blutfettwerte und meine Zuckerwerte sind nach unten gegangen. Mein Blutdruck ebenfalls. Ich hatte vor drei Jahren einen Herzinfarkt und musste viele Tabletten nehmen.

Unter anderem Statine (Cholesterinsenker). Die durfte ich mittlerweile absetzen. Ich fühle mich schlicht und ergreifend aktiver, wohler, gesünder und das gibt mir allgemein ein positiveres Lebensgefühl.

Gehst du davon aus, dass du dein Wunschgewicht erreichen und auch halten wirst?

Ja! Da bin ich mir sehr sicher. Meine neue Ernährung ist heute normal für mich. Beim Einkaufen muss ich nicht mehr nachdenken. Das Gewicht geht stetig und schön langsam runter. Diesmal wird es keinen Jo-Jo-Effekt geben.

Wie lange hat es gedauert, bis du nicht mehr über deine Ernährung nachgedacht hast?

Ich würde sagen nach dem Ende des Coachings, das waren ja vier Wochen – vielleicht nochmal vier Wochen. Nach rund acht Wochen hatte ich die meisten Sachen drauf und meine neue Ernährung ist zur Gewohnheit geworden

Was motiviert dich heute – sechs Monate nach dem Coaching?

Kleine Dinge. Gerade heute kam ich vom Einkaufen und da war lustiger weise der Aufzug kaputt. Ich musste meine Einkäufe die Treppen hoch schleppen.

Früher wäre ich dabei sehr ins Schwitzen gekommen. Als ich oben war, habe ich nur ein bisschen schneller geatmet. Solche kleinen Erlebnisse geben mir immer wieder neue Motivation. Das treibt mich unheimlich an.

Zu merken, dass ich Woche für Woche Gewicht verliere und dass es mir besser geht. Es ist tatsächlich Lebensqualität. Ich gehe jetzt ganz anders durchs Leben. Viel positiver. Alles fällt leichter.

 Rüdiger, ich werde deinen Weg mit großem Interesse weiterverfolgen. Wir sind ja immer mal wieder in Kontakt.

Ich frag zwischendurch nach, wie es läuft. Und wenn du weißt, dass der Coach ab und zu nachhakt – das motiviert ja auch ein bisschen, oder? 

Jaaa! Das stimmt.

Hut ab zu deiner Leistung bis hierher und viel Erfolg für die nächsten zehn Kilo! 

Vielen Dank!

Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst.

Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst.

Ich rolle meine Augen innerlich um 180 Grad, wenn Schlagzeilen und „Experten“ behaupten: „Das Geheimnis beim Abnehmen? Kalorien zählen! Iss weniger, als du verbrauchst. Das ist alles!“ 

In diesem Blogpost möchte ich mit diesem Mythos aufräumen, denn: 

Kalorien zählen hilft nicht beim Abnehmen! Punkt. 

Ich spreche immer wieder mit Menschen, die in „Ich-mach-dich-schnell-schlank“ Programmen dazu genötigt wurden,

  • nur noch in Wasser gegarten Brokkoli und Hühnchen ohne Haut zu essen. 
  • bei 1000 Kalorien (unterm Grundumsatz) herum zu dümpeln.
  • sich regelmäßig ein „Fettweg-Zauber-Hormonpräparat“ abzuholen.

Wenn ich dir Essen vom Teller nehme, nimmst du ab! Erstmal. 

Kalorien „sparen“ läuft auf einen spärlich bestückten Teller hinaus. Ich nehme dir weg, was schmeckt, satt und zufrieden macht. Vor allem Fett! Die Kalorienbombe schlechthin, nicht wahr!? Um Gottes willen! Weg damit.

Doch (gute) Fette sind wichtig für uns. Omega 3 Fettsäuren zum Beispiel! Was denn jetzt? Fett essen oder weglassen?

Fett ist ein Geschmacksträger! Rührei ohne Speck. Spinat ohne Butter.  Salat ohne Öl. Soße ohne Sahne. Langweilig! 

Kalorien sparen heißt fettreduziert essen. Fettreduziert essen heißt, nicht richtig satt werden. Wer soll das auf Dauer durchhalten? 

Was du vielleicht noch nicht weißt:

Wenn du anfängst zu hungern, fährt dein Körper Schutzprogramme hoch!  

Ein uralter Mechanismus, der früher unser Überleben gesichert hat. Dein Körper weiß ja nicht, dass du gerade eine Diät machst.

Er merkt nur, dass es brenzlig wird: viel zu wenig Energie am Start! Er weiß nicht, wie lange der Energiemangel noch dauert. Und geht vom schlimmsten Fall aus: die Energie wird nicht reichen, um alles am Laufen zu halten.

Da dein schlauer Organismus jetzt was unternehmen muss, kann es nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag funktionieren. Die Sache mit dem Kalorien zählen. Und dem Abnehmen.

Beim Abnehmen geht’s nicht nur um Physik!

Ums „Verbrennen“ von Kalorien. Es geht auch um Biochemie (Stoffwechsel),
Endokrinologie (Hormone), Immunolgie (Immunsystem). Es geht darum, wie Nahrung im Körper genutzt wird. 
Wir werden uns ansehen, dass es nicht darum geht, wieviel Energie (Kalorien) du aufnimmst! Sondern darum, woraus diese Energie entsteht. 

Es geht um mächtige Hormone, die entscheiden ob und wo Fett gespeichert wird.

Wichtigster Player in diesem Spiel: Insulin. Es fischt uns nach dem Genuss von Pizza und Pasta den Zucker aus dem Blut. Und Insulin hat doch diesen unschönen Beinamen: Fettspeicher – Hormon. 

Insulin ist heute nicht das Thema. Dafür die Lösung!

HIER findest du zwei spannende Podcast Episoden zum Thema Insulin.

Ich verstehe übrigens jeden, der gerade noch Kalorien zählt. Ich bin früher selbst drauf reingefallen. In meinem Einkaufswagen landeten Joghurt Gums – ohne Fett. Dafür mit drei Trillionen Zucker. Magerquark! Der sich im Mund trocken wie Sand anfühlte. 

Kalorien zählen hilft nicht beim Abnehmen. Jedenfalls nicht für immer.  Und das ist es doch, was wir wollen! Nicht nur bis zum nächsten Sommerurlaub abnehmenSondern für immer!  

Doch warum wird „Kalorien sparen“ von Ernährungsberatern
rauf und runter gepredigt?

Wollen sie das „ich zeig dir wie du schlank wirst“ so simpel wie möglich halten? In der Hoffnung, dass es doch irgendwie klappt?

Mein Tipp: Wenn dir jemand erzählt, dass du Kalorien zählen und Fett sparen musst um abzunehmen – mach einen großen Bogen drumrum. Lies diesen Blogartikel und erkläre ihm, warum das nicht funzt.

Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

1 | Dein Kalorienverbrauch ist nicht immer gleich!

 

Was man dir immer erzählt hat:

Du kannst genau berechnen, wie viele Kalorien du pro Tag verbrauchst! Mach das und iss einfach weniger – dann nimmst du ab. 

Was daran nicht stimmt:

Es ist schon schwierig, Kalorien zu berechnen, die du zu dir nimmst. Ein Apfel kann 50 oder 100 Kalorien haben. Je nach Größe und Zuckergehalt. Was unmöglich ist: Exakt zu berechnen, was du verbrauchst! 

Wie es wirklich ist:

Unser Körper verbraucht Kalorien nicht nur fürs Schritte zählen, Zumba und Liegestütz. Er zapft in jeder Zehntelsekunde deines Lebens Energie für unzählige Vorgänge im Körper ab.

Die braucht er um

  • lebenswichtigen Funktionen auf Dauerbetrieb zu halten. Das ist dein Grundumsatz.
  • Mahlzeiten zu verstoffwechseln – die thermogene Wirkung von Nahrung.
  • dich durch den Tag zu bewegen – die thermogene Wirkung durch Bewegung.
  • Sport zu treiben – die thermogene Wirkung durch Sport

Und wenn du nach dem Sport auf der Coach sitzt. Das ist der Nachbrenneffekt. Du verbrauchst an vielen weiteren Stellen im Körper  Energie. Darauf kommen wir später noch. Was wir festhalten können: 

Der Gesamtenergieverbrauch kann von Tag zu Tag sehr unterschiedlich sein. Und bis zu 50% steigen oder fallen. 

Welche Frage sich jetzt stellt:

Wie willst du nun entscheiden, wie viele Kalorien du weglassen musst, um Kalorien gespart zu haben?

[ein bisschen genauer] Der thermogene Effekt!

Unter dem thermogenen Effekt von Nahrungsmitteln versteht man den Kalorienverbrauch für die Verdauung und für die Verarbeitung der Makronährstoffe Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate in Wärmeenergie. 

Eiweiß hat die größte thermogene Wirkung. 20% bis 25% der Kalorien aus Eiweiß werden vom Stoffwechsel in Wärme umgewandelt. Deshalb wird dir nach einem dicken Steak ein bisschen wärmer. Von 100 Kalorien kommen nur 70 – 80 an. Praktisch, nicht wahr?

Bei Kohlenhydraten und Fett sind es ca. 2% bis 7%. 

Vielleicht ein erster Hinweis, besser auf Nährstoffe statt auf Kalorien zu achten?

Zum Thema Eiweiß gibt es zwei interessante Podcast Episoden in meinem
Podcast Onceaweek – Gesundheit & Abnehmen: Eiweiß rockt und Ernährung in den Wechseljahren: Eiweiß

[ein bisschen genauer] Was ist der Grundumsatz?

Die Menge Energie in Form von Kilokalorien, die dein Körper täglich braucht, um alle lebensnotwendigen Funktionen aufrecht zu erhalten. Auch wenn du 24 Stunden am Tag auf dem Bett liegst.

Der Grundumsatz sollte nicht über einen längeren Zeitraum unterschritten werden. Was dann passiert? Darum geht es in diesem Blogpost! 

Werde misstrauisch, wenn dir jemand sagt:  „Spare so viele Kalorien wie möglich.“  Schwupps, liegst du unter deinem Grundumsatz, z.B. 1200 Kilokalorien. Was ist denn, wenn dein Grundumsatz bei 1500 Kilokalorien liegt? 

Wie soll dann alles reibungslos funktionieren? Nun, das klappt sogar. Dein Organismus balanciert das aus. Er will ja überleben. Doch unter welchen Umständen? Dazu später mehr.

Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

2 | Zuckerkalorien sind nicht dasselbe wie Fettkalorien!

 

Was man dir immer erzählt hat:

Alle Kalorien sind gleich! Ob sie aus Fett, Eiweiß, Zucker oder Alkohol kommen spielt keine Rolle! Wenn du zu viel davon isst/trinkst, wirst du dick. Basta!

Was daran nicht stimmt:

Nicht alle Kalorien gehen auf die Hüften.

Wie es wirklich ist:

Die beiden Hauptenergiequellen unsere Körpers sind Kohlenhydrate (Zucker/Glukose) und Fett. Eiweiß ist ein Baustoff und spielt als Energiequelle eine untergeordnete Rolle.

Eine Kalorie aus Olivenöl (Fett) verursacht eine komplett andere Stoffwechsel Reaktion als eine Kalorie aus Pasta (Kohlenhydrate).

  • Die Kohlenhydrate aus der Pasta erhöhen den Blutzuckerspiegel.
    Die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus. Insulin hemmt die Fettverbrennung.
  • Die Fettsäuren im Olivenöl lösen auch eine Insulin Antwort aus. Sie ist jedoch so minimal, dass der Fettstoffwechsel davon nichts mitbekommt.

Die beiden Lebensmittel lösen eine unterschiedliche Reaktion hervor. Auf Stoffwechsel Ebene und auf hormoneller Ebene. Kohlenhydrate gehen auf die Hüften. Fett nicht! 

Außer es sind zu viele Kohlenhydrate im Spiel. Dann sorgt Insulin auch dafür,
dass das Fett in die Fettspeicher kommt. 
Warum wohl die Low Carb – High Fat Ernährung wohl so gut funktioniert?

Merke: Insulin speichert Fett in den Fettzellen. Das Hormon wird ausgeschüttet, wenn du Kohlenhydrate isst. Sehr viel und sehr schnell, wenn es Raketenzucker ist wie Pasta, Pizza, Schokolade.

Dein Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn. Sehr viel weniger Insulin wird gebraucht,
wenn es Schneckenzucker ist, z.B.  Salat, Gemüse, Obst. Dein Blutzuckerspiegel chillt. 
Die ganze Geschichte vom Schnecken- und Raketenzucker kannst du dir HIER anhören.

Fett wird eingelagert, weil du Insulin lockst. Nicht weil du Kalorien isst.

Welche Frage sich jetzt stellt:

Warum sollst du die gesamte Kalorienmenge für dein Übergewicht verantwortlich machen, wenn nicht alle Kalorien auf die Hüften gehen?

Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

3 | Wenn du weniger isst, verbrauchst du auch weniger!

 

Was man dir immer erzählt hat:

Wenn du in einem Kaloriendefizit bist, nimmst du ab. Weil dein Körper weiterhin dieselben Kalorien verbraucht. 

Was daran nicht stimmt:

Dein Körper ist viel zu schlau, um sich auf das Risiko des totalen Energieverlustes einzulassen.

Wie es wirklich ist:

Die Energie, die du aufnimmst, ist eng verknüpft mit der Energie, die du verbrauchst!

Was uns seit ein paar Millionen Jahren tief in den Genen steckt: Erstmal das Überleben sichern!  Aus Sicht deines Körpers kommt jetzt zu wenig Energie um alle Instanzen im Körper weiterhin gut zu versorgen. 

Er weiß nicht, wie lange du noch solch ein Pech bei der Nahrungssuche hast – und fängt an, drastisch zu sparen. Lieber ein paar nicht ganz so wichtige Abteilungen im Körper unterversorgen, als zu sterben. 

Lieber kraftlos durch die Gegend schleichen (Muskulatur), frieren (Wärmebildung), stumpfes Haar und eine schlechte Verdauung – als diese wunderschöne Welt verlassen. 

Jetzt bist du zwar nicht mehr ganz fit, kannst dich aber noch um deine Nachkommen kümmern. Und bleibst am Leben.

Sparst du Energie (Kalorien) fängt dein Körper auch an zu sparen. Und zwar ziemlich bald!

Ganz schön schlau von deinem Körper, oder?

Anfangs nimmst du noch ab. Doch der Gewichtsverlust ist bei weitem nicht so hoch, wie es auf Grund der eingesparten Kalorien zu erwarten wäre (siehe „Warum man das alles schon seit 100 Jahren weiß“).

Bis du an dem Punkt angelangt bist, an dem du weder ab- noch zunimmst. Das Gewicht stagniert.

Auf der Waage passiert nichts mehr! 

Du verlierst die Nerven und isst wieder normal. Haust wieder richtig rein – bringt ja sowieso alles nichts. Blöde Diät. Dein Körper sagt sich:

„Prima, die Hungerkrise ist vorbei. Im Moment bin ich ja eh auf wenig Energie gepolt. Und komm ganz gut damit klar. Eine gute Gelegenheit, das, was gerade mehr reinkommt, auf die Hüften packen. Falls dieser Mensch nochmal so viel Pech bei der Nahrungssuche hat. Jo-Jo Effekt lässt grüßen!

Welche Frage sich jetzt stellt:

Welchen Sinn macht es, die Kalorienzufuhr zu drosseln – wenn der Körper fast sofort den Verbrauch drosselt?

[ein bisschen genauer] Tolle Experimente! Warum man das schon seit 100 Jahren weiß!

Im Jahr 1919 wurde am Carnegie Institute of Washington ein interessantes Experiment durchgeführt.

Freiwillige wurden absichtlich unterernährt. Sie erhielten nur 1400 bis 2100 Kalorien, ungefähr 30% weniger als der tatsächliche Kalorienverbrauch war. Die Wissenschaftler wollten wissen, ob der Energieverbrauch sinkt, wenn man weniger isst.

Ergebnis: Der Gesamtenergieverbrauch der Teilnehmer sank ebenfalls um 30% (!). Von anfangs rund 3000 Kalorien auf etwa 1950 Kalorien. Schon vor 100 Jahren fanden pfiffige Wissenschaftler also heraus, dass das, was wir verbrauchen, eng an das geknüpft ist, was wir zu uns nehmen.

Sinkt die Kalorienaufnahme, sinkt der Kalorienverbrauch! 

30 Prozent weniger Kalorien führte zu (fast) 30 Prozent weniger Verbrauch! Ist das nicht der Hammer?

Einige Jahrzehnte später (1944/1945) führte Dr. Ancel Keys mit dem Minnesota-Starvation-Experiment das umfangreichste Hungerexperiment aller Zeiten durch.

Nach dem zweiten Weltkrieg waren tausende Menschen kurz vor dem Verhungern. Man wollte die Phase der verringerten Kalorienzufuhr und die Phase der Erholung nach dem Hungern besser verstehen.

Für das Experiment wurden 36 gesunde, normale, junge Männer ausgewählt. Sie waren durchschnittlich 1,78 Meter groß waren und wogen 69,3 Kilo. Der durchschnittliche Kalorienverbrauch lag bei 3000 Kilokalorien.

Die Teilnehmer bekamen in den ersten 3 Monaten rund 1570 Kalorien zu futtern. Die Zufuhr wurde Schritt für Schritt nach unten angepasst. Ziel war ein Gewichtsverlust von 1,1 Kilogramm (24%) pro Woche.

Zum Schluss aßen ein paar der Männer weniger als 1000 Kalorien am Tag!

Es gab vor allem Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Rüben, Brot und Nudeln. Fleisch und Milch gab es ja kaum. Sie mussten außerdem jede Woche rund 35 km zu Fuß gehen.

Dann wurden in 3 weiteren Monaten die Kalorien nach und nach wieder erhöht. Der erwartete Kalorienverbrauch betrug 3009 Kalorien pro Tag.

Dr. Keys war baff, wie sehr das Experiment die Männer belastete. Es gab massive körperliche und psychologische Veränderungen.

  • Der Ruheumsatz fiel um 40%! Ein ähnliches Ergebnis wie in früheren Studien.
  • Die Muskelkraft nahm um 21% ab. Die Herzfrequenz verlangsamte sich.
  • Die Körpertemperatur sank im Schnitt auf 35,5 Grad. Die Männer froren!
  • Die Ausdauer nahm um 50% ab.

Die Teilnehmer waren oft müde. Hatten Schwindelanfälle, Haarausfall und brüchige Fingernägel. Und sie dachten ständig ans Essen.

Was ist passiert?

Vor der Studie aßen und verbrauchten die Männer 3000 Kalorien am Tag. Dann wurde die Tageszufuhr auf 1500 Kalorien gesenkt. Alle Körperfunktionen die Energie brauchten, wurden sofort und konsequent um 30 – 40 Prozent herabgesetzt.

Es kam viel weniger Energie rein, als gebraucht wurde. Der Organismus leitete drastische Sparmaßnahmen ein.

Der Körper reagiert auf die Reduktion von Kalorien mit einer sofortigen Senkung des Energieverbrauchs. 

Das ist ziemlich schlau! Denn was würde passieren, wenn dein Körper weiterhin 3000 Kalorien verbraucht, obwohl du ihm nur 1500 gibst. Er würde zuerst alle Fettspeicher aufbrauchen, dann die Proteinspeicher. Dann würde er sterben!

Und genau das will er – sehr vorausschauend – von Anfang an vermeiden. Es  ist sehr klug, den Energieverbrauch zügig auf 1500 Kalorien zu senken. Dein Körper „weiß“  nicht, wie lange dieser chronische Hungerzustand noch anhält! Er muss jetzt was unternehmen.

Abwarten und Tee trinken könnte – aus seiner Sicht – tödlich enden. Eventuell spart er sogar noch ein bisschen mehr ein  (z.B. 1400 Kalorien) – um eine kleine Reserve zu bilden.

It´s all about Energy. Wie mein Dozent Prof. Dr. Leo Pruimboom schon immer gesagt hat.

Noch ein bisschen Logik?

Wohin verschwindest du, wenn du immer weiter abnimmst?

  • Wenn du die Tageszufuhr um 500 Kalorien reduzierst, sind das 3500 Kalorien pro Woche.
  • Demnach müsstest du ca. 500 Gramm Fett pro Woche verlieren (1 kg Körperfett = ca. 7000 Kalorien.)
  • Bedeutet das dann, dass du in 200 Wochen rund 100 Kilo abnimmst und dann gar nichts mehr wiegst?

Natürlich nicht. Dein Körper wird seinen Kalorienverbrauch ab einem bestimmten Zeitpunkt reduzieren. Er wird die verminderte Kalorienzufuhr ausgleichen.

Was in den Experimenten eine große Überraschung war:

Diese Anpassung tritt zügig ein und bleibt lange erhalten!

Die Männer im Minnesota-Starvation-Experiment hätten rund 35 Kilo abnehmen müssen. Doch es waren nur knapp 17. Zum Schluss mussten die Kalorien immer drastischer reduziert werden damit sie weiter abnahmen. Kommt dir das bekannt vor? 

Als sie wieder normal aßen kam es zum Jo-Jo Effekt! 

In der Hungerphase verloren sie überwiegend Fett. Sobald sie wieder normal aßen, nahmen sie schnell wieder zu. Nach rund 12 Wochen hatten sie ihr altes Gewicht zurück. Doch das war nicht alles: Ihr Körpergewicht stieg weiter! Bis es höher war als zu Beginn des Experiments. Heute bekannt als Jo-Jo Effekt. 


Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

4 | Fettzellen wachsen nicht, weil du Kalorien zu dir nimmst!

 

Was man dir immer erzählt hat:

Kalorien werden in deine Fettzellen gestopft. Deine Fettzellen wachsen und wachsen. Bis du platzt?!

Was daran nicht stimmt:

Fettzellen wachsen reguliert. Wie schnell oder langsam bestimmen ein paar mächtige Hormone.

Wie es wirklich ist:

Die wahren Bestimmer sind deine Hormone! Botenstoffe die sekündlich Nachrichten durch deinen Körper senden. Sie steuern Körpergröße, Blutzucker, Sexualität, Körpertemperatur, Fettzellenmenge und Fettzellengröße. 

Früher war es wichtig, dass die Überlebensstrategie „Werde dick damit du den nächsten Winter überlebst“ zuverlässig funktioniert. Kein Wunder, dass der Körper sich mit mehreren Mechanismen abgesichert hat.

Wäre nur die Zufuhr von Kalorien dafür verantwortlich gewesen, dass wir genug Fett ansetzen – wir wären längst ausgestorben! 

Welche Frage sich jetzt stellt:

Wenn vor allem Hormone fürs Zunehmen verantwortlich sind – warum sollst du dann Kalorien zählen? Wäre es nicht besser zu hinterfragen, welche Hormone dir den Speck auf den Hüften bescheren? Und wie du das stoppen kannst? 

Wie du deine Fettzellen auf Trab bringst und endlich Frieden mit ihnen schließt kannst du HIER nachlesen.

Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst: 

5 | Energie aus Kalorien wird nicht verbrannt, sondern verteilt.

 

Was man dir immer erzählt hat:

Jede Kalorie, die du zu viel isst, geht dir sofort auf die Hüften, wenn du sie nicht gleich wieder „verbrennst“.

Was daran nicht stimmt:

Dein Körper ist kein isoliertes System, wie ein Ofen. Eher ein Thermostat, das zuverlässig misst, wo gerade Energie gebraucht wird.

Wie es wirklich ist:

Energie kommt und geht. Ständig! Wenn du 300 Kalorien „zu viel“  isst, gibt es nichts, was deinen Körper davon abhält, den Überschuss in Form von Wärme wieder abzugeben. Oder Knochen draus zu bauen. Oder Darmschleimhaut. Oder, oder, oder. 

Wir jagen den Kalorien hinterher obwohl der Verbrauch viel wichtiger ist (Siehe auch Grund Nr. 1)

Wofür dein Körper ständig Energie braucht:

  • Wärme produzieren
  • Proteine bauen
  • Knochen neu bilden
  • Muskeln aufbauen
  • Gehirnpower
  • Herzfrequenz
  • Bewegung
  • Entgiftung
  • Verdauung
  • Atmung
  • Ausscheidung
  • Fettproduktion

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wie dein Körper überschüssige Energie verbrauchen kann – statt sie als Körperfett zu speichern.

Wir können aber nicht bestimmen, wie viel Energie in die Fettproduktion und wie viel z.B. in die Neubildung von Knochen fließt.

Welche Frage sich jetzt stellt:

Warum sollst du Kalorien sparen, wenn ein Überschuss sowieso im System verteilt wird?

Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 

Groß angelegte Experimente haben bewiesen: Kalorien reduzieren bringt nichts! Trotzdem wird dieses Konzept immer noch als der Schlüssel  fürs Abnehmen anpriesen.

Und wer keine bessere Lösung parat hat, gibt es auch nicht gerne zu: Dass eine fettarme, kalorienreduzierte Ernährung scheitern muss. Evolutionäre Mechanismen hebeln  diesen Ansatz komplett aus! 

Richtig schade finde ich, dass sich so viele Menschen mit dieser spaßbefreiten Kalorienzählerei abmühen. Und sich dann auch noch schuldig fühlen, wenn sie scheitern.

Insulin ist der entscheidende Faktor beim Abnehmen! Nicht die Kalorien. 

Wenn du etwas zählen willst, dann die Verteilung der Nährstoffe auf deinem Teller: Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate. Wirf auch einen Blick auf Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente. 

Nach meinen Coachings, Workshops und Kursen verlieren meine TeilnehmerInnen ihre Kilos. Nachhaltig. Ich weiß das so genau, weil ich immer wieder in Kontakt mit ihnen bin. Weil ich interessiert nachfrage. Mir erzählen lasse, wie es läuft. 

Meine Ansätze kannst du auf meinem Blog nachlesen oder in meinem Podcast anhören.

Weiterführender Blogpost: Stoffwechsel auf Trab bringen – Biorhythmus Training für Fettzellen. Weiterführender Podcast: Intervallfasten! Was Tolles passiert, wenn du nicht so oft ißt!

Quellen, die mich bei der Recherche zu diesem Blogpost inspiriert haben:

Dr. Jason Fung: Die Schlankformel

Human vitality and efficiency under prolonged restricted diet Benedict, Francis Gano

Minnesota Starvation Experiment

Zuckersucht besiegen? Mit diesen 5 simplen Schritten nimmst du endlich ab!

Zuckersucht besiegen? Mit diesen 5 simplen Schritten nimmst du endlich ab!

Ohhh! Kennst du sie auch? Diese Zuckersucht? Die ständige Lust auf Schokolade und Lakritz. Plätzchen, Kuchen und Bonbons? Auch heiß begehrt bei einem Zuckerjunkie: Pizza, Pasta, Reis und Brot.

Yes! Auch die Sättigungsbeilagen sind wahre Zuckerbomben. Zucker = Kohlenhydrate! Kohlenhydrate = Zucker. Und er ist so tückisch! All der Zucker in der Nahrung. Schlägt uns derbe auf die Gesundheit. Geht mächtig auf die Hüften.

Willst du deine Zuckersucht besiegen?

Mit dieser Anleitung legst du einen grandiosen Neustart hin. Was ich dir versprechen kann: Nach einer kleinen Durststrecke wirst du tolle Ergebnisse spüren. Und sehen!  

Zuckersucht besiegen: Warum das eine gute Idee ist! 

1. Zucker ist das neue Fett!

 
Was ist das Problem?

Du hast Zuckerspeicher in der Muskulatur und in der Leber. Im Gegensatz zu deinen Fettspeichern sind sie sehr klein. Pro Stunde oder Mahlzeit kannst du rund 60 g Kohlenhydrate verpacken. 

Die Kohlenhydratspeicher sind bereits gut gefüllt, wenn du mit Mahlzeiten/Snacks oft und/oder viele Kohlenhydrate aufnimmst.

Oder wenn du wenig Bewegung hast – kaum was verbrauchst. Ein Zuckerüberschuss wird in Fett umgewandelt. Und auf Bauch, Beine, Po gepackt.

[etwas genauer] Wie macht der Körper das? Und warum?

Die Umwandlung von Zucker in Fett funktioniert zuverlässig, wenn du deinen Körper regelmäßig mit Kohlenhydraten flutest:

Der Überschuss wird zur Leber transportiert. Sie wandelt den Zucker in Fett (Triglyceride) um. Das Fett wird von dort aus in die Fettspeicher gebracht. Der nächstgrößere Speicherort für Fett: Dein Bauch!

Im Laufe der Zeit wird auch um die Leber herum Fett eingelagert. Dein Arzt spricht dann von der „nichtalkoholische Fettleber.“

Warum macht der Körper das?

Evolution passiert im Schneckentempo. Deshalb funktioniert heute noch alles, wie vor ein paar Tausend Jahren.

Als wir uns durch karge Winter und Tage ohne Nahrung kämpfen mussten. Manchmal haben wir Früchte gefunden. Äpfel waren klein wie Pflaumen. Ab und zu gab es Honig.

Früher war es wichtig, dass wir überschüssig aufgenommene Energie speichern können. Heute sorgt dieser Mechanismus dafür, dass wir Fett ansetzen – obwohl es keine kargen Winter mehr gibt.

Weil wir Obst, Honig und tausend anderen zuckrige Lebensmittel finden. Das ganze Jahr! Zu jeder Tages-und Nachtzeit. 

Zucker ist also nicht das neue Fett! 

Überschüssige Zuckerenergie wurde schon immer auf Bauch, Beinen und Po gepackt.

2. Moppelbakterien lieben Zucker! 

Was ist das Problem?

Wenn es ums Abnehmen geht spielen zwei Bakterienstämme im Darm eine besondere Rolle:

Schlank-Bakterien (Bacteroidetes): Lassen Kalorien aus der Nahrung auch mal „durchflutschen“. Moppel-Bakterien (Firmicutes) ziehen aus jedem Fitzelchen Nahrung das Maximum raus. So kann eine Möhre genauso auf die Hüften gehen, wie ein Stück Torte. 

Beide Bakterienfamilien haben ihre Daseinsberechtigung. Wichtig ist, dass die Balance stimmt. Die kommt aus dem Takt, wenn du vor allem die Moppel-Bakterien fütterst. Sind sie in der Überzahl,  verscheuchen sie die Schlank-Bakterien rigoros. Das kann so weit gehen, dass die Schlank-Bakterien kaum noch vorhanden sind!

Und die Lieblingsspeise dieser beiden Bakterienfamilien? 

Schlank-Bakterien lieben Gemüse und Salat. Moppel-Bakterien stehen total auf….tadaaaaa….Zucker!

Welche Bakterienfamilie fütterst du momentan besonders gut?  

[etwas genauer] Wie macht der Körper das? Und warum?

Hierzu gibt es einen ausführlichen Blogartikel von mir:  

3. Zucker lockt das Fettspeicher Hormon Insulin. Immer! 


Was ist das Problem?

Insulin hemmt die Fettverbrennung UND packt umherschwirrendes Fett in die Fettzellen! Gleichzeitig.

Du isst Zucker! Der Zuckerspiegel im Blut steigt.Insulin kommt angesaust und hält ihn in Schach. Im Blut ist ca. 1 gehäufter Teelöffel Zucker eine gesunde Menge. Alles darüber hinaus muss schnellstens aus dem Blut geschaufelt werden – sonst wird es brenzlig.

Insulin ist das einzige Hormon, das dir den Zucker aus dem Blut holen kann. 

Deshalb bekommst du von deinem Arzt sofort ein Medikament, wenn dieser Mechanismus nicht mehr funktioniert (Insulinresistenz, Diabetes Typ 2).  

Insulin kann aber noch viel mehr! 

Es hemmt die Fettverbrennung! Ist ja genug Zucker da. Der wird erst mal verbraucht. Und es packt Fett, das es auf dem Weg noch aufgabeln kann, als Zugabe in die Fettzellen. Jedes Mal wenn du Kohlenhydrate isst.  

[etwas genauer] Wie macht der Körper das? Und warum?

Sobald deine Zunge süß schmeckt, gibt’s ein Signal ans Gehirn: „Hey Chef! Zucker im Anmarsch.“ Das Gehirn informiert die Bauchspeicheldrüse: Da kommt gleich Zucker, pass bitte auf meinen Blutzuckerspiegel auf. 

Die Bauchspeicheldrüse gibt ihren Mitarbeitern Bescheid. Insulin macht sich bereit. Insulin ist ein Hormon. Hormone sind Botenstoffen und verteilen Nachrichten im Körper.

Insulin dockt an der Körperzelle an und sendet so die Nachricht: Liebe Körperzellen! Ich muss Zucker aus dem Blut schaffen. Öffnet eure Türen und schickt die Zuckertransporter raus.

Die Türen zu den Körperzellen öffnen sich. Glukose Transporter schnappen sich den Zucker und bringen ihn zu den unzähligen Kraftwerken der Zelle – den Mitochondrien. Der Zuckerpegel im Blut sinkt auf ein gesundes Maß.

Insulin ist ein Tausendsassa! Es verteilt gleichzeitig folgende Nachrichten:

Hallo Energiezentrale! Genug Zucker an Bord, die Fettverbrennung kannst du stoppen. Lass uns erst mal den Zucker verbrauchen. Ach! Und weil wir gerade so viel Zucker parat haben – pack das umherschwirrende Fett gleich noch mit auf die Hüften.

Der früher lebenswichtige Mechanismus „Fett sparen, Fett einlagern – damit wir den nächsten Winter überleben“ funktioniert heute noch einwandfrei.

Exkurs Zuckerkrankheit

Diabetes Typ 2 wird oft zufällig bei einem Routinecheck entdeckt. Ein großer Teil der Bevölkerung weiß nicht, dass sie bereits an der Zivilisationskrankheit leidet. 

Was sehr tückisch ist: Man spürt die Krankheit zunächst nicht. Symptome machen erst spät bemerkbar. Und noch etwas später die Folgeerkrankungen – Herzinfarkt, Schlaganfall. Schäden an der Netzhaut! Nervenschäden – zum Beispiel an den Füßen. Die dann amputiert werden müssen. Weil zu viel Zucker in der Nahrung war.

Zuckersucht besiegen: 5 Schritte aus der Zuckersucht!

 

1. Schritt: Erstmal einen Überblick verschaffen. 

Kurz und Knapp: 

Führe für ein paar Tage ein Ernährungstagebuch. Schau dir an, wie viele Kohlenhydrate du in deinen Mahlzeiten hast. Lerne deine Nahrung kennen.

Warum dieser Schritt wichtig ist!

Oft gibt’s bei den Begriffen Kohlenhydrate und Zucker schon erste Missverständnisse. Kohlenhydrate = Zucker! Zucker = Kohlenhydrate!. 

Alle Kohlenhydrate, ob in einer Möhre, in einem Apfel, in einem Stück Brot oder einer Pizza sind gleichzusetzen mit Zucker. Kohlenhydrate gibt es also auch in gesunder Nahrung!

Der Zuckersaldo eines einzigen Tages – da kommt ganz schön was zusammen!

Kohlenhydrate aus den „Sättigungsbeilagen“ Brot, Pasta, Kartoffeln und Reis. Das Plätzchen zum Kaffee, das Stück Kuchen, das Bonbon, das Glas Wein am Abend. Der Zuckersaldo steigt. Noch nicht auf der Rechnung: Chips, Lakritz und Schokolade.

Wie er gelingt: Führe für ein paar Tage ein Ernährungstagebuch!

Schnapp Dir eine App wie FatSecret. Notiere deine Mahlzeiten! Alles was Energie hat – Nahrung und Getränke. Schau Dir die Summe der Kohlenhydrate an. Wirf auch einen Blick auf Eiweiß und Fett.

Gesunde Fette und Eiweiß sollten jetzt reichlich in der Nahrung sein. 

Schau dir nach ein paar Tagen die Ergebnisse an. Sobald Du einen Überblick kannst Du mit Schritt 2 weitermachen.

[etwas genauer] Wieviele Kohlenhydrate gehen auf die Hüften?

Dazu gibt es ein paar einfache Faustregeln: 

  • Ca. 100 g KH pro Tag: Du verlierst Gewicht. Dein Organismus freut sich.
  • Ca. 150 g KH pro Tag: Du hältst dein Gewicht. Du hälst deinen Zuckerkonsum in Balance.
  • Ca. 200 g KH pro Tag: Du nimmst langsam zu. Deine Gesundheit leidet.
  • Ab 250 g KH pro Tag: Du nimmst rasant zu. Insulin-Resistenz und Diabetes Typ 2 sind vorprogrammiert. 

Was es dir bringt: Du lernst deine Nahrung kennen! 

Du bekommst ein gutes Gefühl für die Makronährstoffe Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate in deinen Mahlzeiten. Nach einer Weile kannst Du gut einschätzen, was Dir (und deiner Figur) gut tut und was nicht.

Mach keine Religion draus! Es reicht, wenn die Tendenz stimmt: runter mit den Kohlenhydraten. Iss auf keinen Fall unter deinem Grundumsatz! Was nicht passieren kann, wenn du auf ausreichend gesunde Fette achtest.

Du musst nicht für den Rest Deines Lebens ein Ernährungstagebuch führen. Es reicht, wenn du dir für eine Weile einen Überblick verschaffst.  

2. Schritt: Dreh am Zuckerrädchen! 

Kurz und Knapp: 

Schau dir an, welche Nahrungsmittel dir deine Zuckerbilanz verhageln. Lass weg, was dir leicht fällt.

Warum dieser Schritt so wichtig ist: Der Anfang ist gemacht! 

Schau dir dein Ernährungstagebuch an. Mit welchen Nahrungsmitteln hast du dir besonders viele Kohlenhydrate auf den Teller geladen? Auf welche Zuckerbombe kannst du gut verzichten? Wie viele Kohlenhydrate würdest du damit einsparen?

Bevor Du auf Obst verzichtest, lass lieber die Plätzchen weg! Nimm von Pasta, Kartoffeln, Reis und Brot nur die Hälfte. Trag wieder alles in Dein Ernährungstagebuch ein und vergleiche.

Wie es gelingt: Ersetze die Kohlenhydrate mit guten Fetten & Eiweiß.

Dein Organismus braucht trotzdem jede Menge Energie, um dich topfit durch den Tag zu bringen. Achte darauf, dass Du genügend gesunde Fette und Eiweiß zu Dir nimmst. Iss nicht weniger, sondern anders.

Was es dir bringt: Erste Erfolgserlebnisse.

Du siehst, wie der Zuckerpegel schon durch kleine Veränderungen sinkt. Nach einem Salat mit Geflügel statt einer Pasta versinkst du nicht im Mittagskoma. 

3. Schritt: Geh auf die Jagd nach guter Nahrung! 

Kurz und knapp: 

Nimm dir Zeit für einen Einkauf. Sorge dafür, dass du gesunde Nahrung zur Verfügung hast.

Warum dieser Schritt so wichtig ist: Du brauchst Alternativen!

Du kannst leichter auf süße Sünden verzichten, wenn du dir jederzeit eine gesunde Mahlzeit zubereiten kannst. Und zum Beispiel einen gesunden Nachtisch zaubern. z. B. Schokocreme aus Avocado, Banane, echtem Kakao und ein wenig Honig.

Wie er gelingt: Schreib auf, was du brauchst. 

Schnapp dir meinen clean-eating Einkaufsguide mit vielen Tipps und Ideen! Wenn es in deiner Küche aussieht, wie an einem Obst- und Gemüsestand, bist du auf einem guten Weg!

Was es dir bringt: Bewusst auf die Jagd nach guter Nahrung gehen, macht Spaß!  

Du entdeckst, welch unglaubliche Auswahl du hast. Wie viel leckere Nahrung übrig bleibt – auch wenn die Zuckerbomben wegfallen.

4. Schritt: Küchen Make-Over! 

Kurz und Knapp: 

Räum dir alles aus dem Gesichtsfeld, was nicht in deine neue Ernährung passt.

Warum dieser Schritt so wichtig ist: Was du nicht weißt (siehst), macht dich nicht heiß. 

Der Verzicht auf Zucker wird einfacher, wenn du Schokolade, Lakritz & Gummibärchen nicht griffbereit hast. Mein persönlicher Schutz vor Süßigkeiten: Nicht kaufen!

Wie es gelingt: Sortiere aus!

Pack alles was Dir Deine Pläne vermiesen könnte aus dem Sichtfeld. Schau hinten auf die Verpackungen: Wie viele KH sind drin? Verschenke die Süßigkeiten.

Was es dir bringt: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. 

Es tut gut, einen klaren Schnitt zu machen.

5. Schritt: Von Tag zu Tag weniger Zucker. 

Kurz und knapp: 

Reduziere deine Mahlzeiten jeden Tag um eine Produktgruppe, die viel Zucker enthält.

Warum dieser Schritt so wichtig ist: Du brauchst einen Zucker Reset! 

Ein bisschen Zucker entziehen – funktioniert nicht. Erst wenn du ein paar Tage zuckerfrei warst, spürst du die Erfolge.

Wie er gelingt: Reduziere 5 Tage Schritt für Schritt den Zucker! 

1. Tag: Lass die Süßigkeiten weg.
2. Tag: Vermeide Fast Food wie Pizza, Döner.
3. Tag: Verzichte auf süße Getränke.

Fühl in dich hinein. Wie geht es dir damit?

4. Tag: Reduziere Getreideprodukten wie Brot und Brötchen.
5. Tag: Nimm eine weitere Produktgruppe hinzu. z. B. Nudeln und Kartoffeln.

Mittlerweile spürst du den Zuckerentzug deutlich. Eventuell auch Nebenwirkungen

Überlege, worauf Du am leichtesten verzichten konntest. Lass diese Zuckerbomben noch eine Weile weg.

Was es dir bringt: Du spürst schon bald, dass sich was tut! 

Nach ein paar Tagen verlierst Du Wasser. Die ersten Kilos purzeln! Sehr motivierend! Zucker bindet Wasser an der Körperzelle, wenn er gespeichert wird. Davon brauchst du jetzt deutlich weniger.

Heißhunger Attacken werden weniger! Wenn Du das eine Weile durchziehst, wird sich Dein Geschmack auf süß verändern. Dein Blutzuckerspiegel bleibt konstant. Heißhunger Attacken verschwinden.

Befürchtest du Entzugserscheinungen? 

In diesem Blogpost habe ich dir die häufigsten Nebenwirkungen zusammengeschrieben. Und 7 richtig gute Tipps, wie du damit umgehen kannst.  

Hier kommt eine Anleitung zum Ausdrucken für die Kühlschranktür zu diesem Artikel! Viel Erfolg!

Macht Obst dick? Meine ehrliche Meinung!

Macht Obst dick? Meine ehrliche Meinung!

Früher war ich nicht nur ein Zuckerholiker, sondern auch ein Brotjunkie!

Der Brot – Abnabelungsprozess wäre ohne Smoothies nicht möglich gewesen. Also hatte ich sie immer dabei: meine Outdoor Flasche aus Glas.

Mit auslaufsicherem Verschluss. Ich fühlte mich gesund ernährt und gut versorgt. Auf der sicheren Seite. Dieses Fruktose Thema hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Und habe mir tonnenweise Obst in den Mixer gehauen!

Heraus kam ein vor Vitaminen und Mineralstoffen strotzendes Gebräu  – und jede Menge Zucker. Ungefähr 50% Glukose, 50% Fruktose – oder Fruchtzucker. 

Macht Obst dick?

Was mir nicht klar war: 

Fruchtzucker geht den direkten Weg auf die Hüften. Es gibt keinen Umweg. Soweit zur Figur.

Was ist mit der Gesundheit? 

Schädlich hohe Mengen Fruktose nur durch den Verzehr von Obst zu erreichen ist schwierig. Solange man keine Fruktose Unverträglichkeit hat.

Ein gesunder Mensch verträgt um die 15 g Fruktose über den Tag verteilt ganz gut. Der Fruktose Gehalt in Obst ist sehr unterschiedlich. Trockenobst ist eine Fruktose Bombe!

So viel Fruktose (Fruchtzucker) enthält Obst
ObstsorteFruktose pro 100 g
Ananas 2,5 g
Apfel 5,7 g
Aprikose0,9 g
Aprikose, getrocknet4,9 g
Banane3,4 g
Birne6,8 g
Brombeere3,1 g
Honigmelone 1,3 g
Erdbeere2,3 g
Feige, frisch5,6 g
Feige, getrocknet23,5 g
Dattel (getrocknet)24,9 g
Mandarine1,3 g
Rosine31,6 g

Meine Smoothies damals sahen ungefähr so aus:

Banane, Apfel, Ananas und ein bisschen Gemüse – sehr süß, sehr süffig. Ingesamt macht diese Zusammenstellung rund 70 g KH auf 1 Liter Smoothie aus. Ups! Und um die 15 g Fruchtzucker!

Die Tagesdosis in einem einzigen Getränk genüßlich auf einmal weggenuckelt. Ich wunderte mich, dass die Kilos auf den Hüften nicht so dahin schmolzen, wie ich mir das erträumt hatte. Trotz Verzicht auf Honigbrot(e) und Seitenbacher Schokomüsli.

Hinzu kam, dass ich neben dem Smoothie weiteres Obst über den Tag verteilt vertilgte. Gerne auch als Snack zwischendurch. Ohohhh!  Obst ist doch ein wunderbarer Süßigkeiten-Ersatz. Dachte ich. Pustekuchen!

Ich ging dann mal auf einen kompletten Zuckerentzug. Womit ich auch meinen Obstkonsum reflektierte. Reflektieren musste. Da war auf der einen Seite der gesamte Zuckerkonsum. Smoothie, weiteres Obst, Gemüse. 

Auf der anderen Seite die stattliche Menge Fruchtzucker, der meinen Luxuskörper durchströmte.

  • Es ist natürlich in Ordnung, wenn du hin und wieder viel Obst isst.
  • Zum Beispiel im Sommer. Wenn du gar nicht drumherum kommst und die Markstände sich nur so biegen.
  • Wenn du regional einkaufst, kommt du im Winter eh nicht an die süßen Früchtchen ran.
  • An meinem Lieblings-Bio-Stand sieht es ab Oktober schon spärlich aus mit Obst.
  • Im dicksten Winter gibt´s fast nichts mehr.

Uns so war es früher auch.

Fruchtzucker! Wie es kommt, dass [zu viel] Obst dick macht? 

 

Eines vorweg: Vor allem Fertignahrung wird mit Fruchtzucker angereichert. In natürlicher Form und stattlichen Mengen gibt’s Fruktose auch in Obst. In kleinen Mengen auch in Gemüse.

Eine Banane? Etwa 50% Glukose, 50% Fruktose. Glukose ist in diesem Zusammenhang nicht das Problem. Sie wird über Insulin weiter in die Körperzellen transportiert. In den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien) wird Energie draus gemacht.

Fruktose geht dagegen einen komplett anderen Weg!

  • Den sehr direkten: über die Leber auf deine Hüften.
  • Es gibt wie immer einen evolutionären Hintergrund.

Vom Namen her scheint Fruktose oder Fruchtzucker dem Obst eine gewisse Unbedenklichkeit zu attestieren. Eine Art Heiligenschein. 

Und wie oft sehe ich auf Süßigkeiten den Hinweis: Mit Fruchtzucker! Als wenn das ein riesiger Vorteil wäre. Man könnte fast meinen, dass diese Süßigkeit genauso gesund ist  wie Obst, nicht wahr?

Es ist natürlich ein Unterschied, ob du 

  • MAL einen Schokoriegel isst oder sehr regelmäßig. 
  • 2 – 3 Hände voll Obst oder 5 – 6 Stücke am Tag isst.
  • das Obst auspresst als Saft trinkst oder als Stück verspeist. 

 

Was hält dein Darm von zu viel Fruktose?

 

  • Nimmst Du zu viel Fruktose zu Dir, kann eine Restmenge im Darm hängen bleiben. 
  • Der Darm will  das, was zu viel ist, wieder loswerden.
  • Die Folge ist eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung. Was zu Verdauungsproblemen wie Durchfall führt.

Oder den nicht perfekten Stuhl: alles was weit weg von einer wohlgeformten Zigarre ist. Ich weiß, unangenehmes Thema – doch die meiste Zeit sollte dein Stuhl so aussehen. Achte doch mal ein paar Tage drauf! 

Wie geht´s dann weiter? Fruktose wird vor allem in der Leber abgebaut.

 

  • Der Abbauprozess verbraucht eine Menge Energie und macht müde.
  • Und produziert große Mengen Harnsäure.
  • Ständiger Abbau von Fruktose sorgt auf lange Sicht für Krankheiten wie Gicht und Bluthochdruck. 

Fruktose geht also direkt durch auf die Hüften. Und sie macht aus einem weiteren Grund dick: 

Fruktose hemmt die Sättigung und sorgt für mehr Appetit.


Was jetzt wirklich fatal ist: 

  • Fruktose löst weder eine Insulin- noch eine Leptin Ausschüttung aus. Leptin signalisiert jetzt also nicht  „ich bin satt“. 
  • Und sie hemmt auch nicht Ghrehlin – das „ich hab Hunger“ Hormon.
  • Das Ergebnis ist eine verringerte Sättigung und mehr Appetit.

 Doch warum macht dein Körper das?

Warum wird Fruchtzucker gnadenlos auf deine Hüften gepackt?

 

Warum wird keine Sättigung ausgelöst? Warum das Appetit Hormon nicht gehemmt? 

Wieder spielen unsere evolutionären Gene die Hauptrolle in einem spannenden Mechanismus.

  • Fruktose in Obst und Honig kam bei unseren Vorfahren selten und in kleinen Mengen vor. Aus evolutionärer Sicht war es sinnvoll, dass diese wunderbar energiehaltige Substanz keine Sättigung auslöst.
  • Um den nächsten harten Winter zu überleben mussten wir in der Lage sein, soviel wie möglich davon zu essen. Und diese Energie zügig und zuverlässig in Form von Fett speichern.
  • Auch wenn für eine kurze Zeit ein paar schädliche Nebenprodukte entstanden. Das Speicherfett war wichtiger. Mit mehr Körperfettanteil war die Wahrscheinlichkeit zu überleben viel höher.

Damals gab es Fruktose in Form von Obst oder Honig nur wenige Male im Jahr. Heute konsumieren wir den auf die Rippen gehenden Fruchtzucker täglich. Und in großen Mengen. In extrem konzentrierter Form in Fertignahrung! Softdrinks.

 

Fruktose wird in Weltrekordzeit in Fett umgewandelt!

 

  • Obst enthält Vitamine und Mineralstoffe. Klar! Mein Tipp: Sieh Obst als einen gesunden Nachtisch, als eine gesunde Süßigkeit.
  • Besonders dann, wenn du eine Fettleber oder eine Diabetes Typ 2 hast, solltest du deinen Obstkonsum (Obst mit hohem Fruktose Anteile, Obstsäfte) reflektieren.
  • Gönne deinem Blutzuckerspiegel und dem Darm ein wenig Ruhe und iss es nicht als Snack zwischendurch – sondern vor, in oder nach deiner Hauptmahlzeit.
  • Besonders schädlich ist isoliert Fruktose! In süßen Getränken wie Limonade, Fruchtsaft, Sirup, Süßigkeiten, Ketschup, Backwaren
  • Hier ist die Fruktose nicht mehr so schön natürlich wie in z.B. einer Apfelzelle eingepackt. Sie wurde isoliert und dem Lebensmittel als unechte Süße zugegeben.

 

Bio–Multivitaminsaft wird genauso verstoffwechselt wie Bier!

 

Wenn Du einen Bio-Multivitaminsaft (oder jeden anderen Saft) trinkst, ist das eher schädlich als gesund. Heftig, oder? Alkohol wird in der Leber auf fast demselben Weg mit fast denselben Nebenprodukten abgebaut wie ein Bio-Multivitaminsaft mit Fruktose.

Ein Kind, das zwei Liter Apfelsaft am Tag trinkt, kann die gleiche Leberbelastung haben, als wenn es einen Liter Bier oder Wein trinkt. Es gibt eine steigende Anzahl von Kindern mit einer nicht alkoholischen Fettleber.

Auch bei schlanken Erwachsenen gibt es diese Diagnose immer öfter. Eine Fettleber war bis vor ein paar Jahren eine Diagnose, die es nur bei schweren Alkoholikern gab. 

Würdest du deinem Kind eine Dose Bier in die Hand drücken? Es macht Sinn, dem Nachwuchs keine zuckerhaltigen Getränke zu geben.

 

Fazit: Fruchtzucker ist nicht so harmlos wie er klingt.

 

Früher waren wir auf den Mechanismus „Fruchtzucker sorgt für Speck auf den Hüften“ angewiesen. Heute ist das nicht mehr der Fall. Mach vor allem einen großen Bogen um den Fruchtzucker in Fertignahrung.

Besondere Vorsicht ist geboten bei Isoglukose mit einem Fruktoseanteil von ca. 90% (!)

Andere Namen dafür sind: 

  • Glukose-Fruktose-Sirup
  • Fruktose-Glukose-Sirup
  • High-Fruktose-Corn-Sirup

die seit Oktober 2017 in Europa in unbegrenzter Menge (!) in die Lebensmittel gelangen dürfen.

Tipp: Kauf nix was mehr als 3 Zutaten hat. Und wenn doch: Schau hinten auf die Verpackung und vermeide Nahrung, die mit diesem hochgradig ungesunden Zuckergemisch versehen ist.

Quellen die mich inspiriert haben: 

 

Möchtest du dich bei einem Zuckerentzug von mir begleiten lassen?

Schreib mir gerne eine Mail an info@daniela-schumacher.de.

Wir telefonieren uns zusammen und ich erklär dir, wie das geht 🙂