13 Anzeichen für eine Zuckersucht!

 

Kennst du das? Du hast ausgiebig gegessen. Eigentlich bist du satt. Und kurze Zeit später denkst du: Irgendwas muss ich jetzt noch naschen.

Ein Stückchen Schokolade vielleicht. Oder zwei! Ach, jetzt ist es auch schon egal. Und weg ist die Tafel Schokolade. Und damit circa. 20 Stücke Würfelzucker auf einen Schlag!

Wenn du meinen Podcast schon eine Weile hörst, weißt du, was jetzt los ist in deinem Körper. Falls nicht, hör gerne zuerst in die Episode 002 hinein, in der es um den Schnecken- und Raketenzucker geht.

Erwähnenswert ist jetzt alles, was du sonst noch gegessen hast: Müsli, Honig auf dem Brötchen morgens, die Käsestulle zwischendurch, abends Pizza, Pasta oder Kartoffeln. Ich sag dir lieber nicht, wie viele Stücke Zucker da noch zusammen kommen.

Nur so viel: Es läppert sich! Raketenzucker ohne Ende. Dein Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn!

Obendrauf auf die Zuckerbilanz kommt der Zucker aus der gesunden Kost: Obst, Gemüse, Salat. Yes! Da ist auch Zucker drin. Allerdings der superlangsame Schneckenzucker, der dir nichts tut.

Und soll ich dir noch was sagen: Mit diesem Speiseplan (Müsli, Honig, Stulle, Pizza, Pasta) bist du der Lust auf Schokolade, Lakritz, Kuchen, Plätzchen, Chips, Flips und Salzstangen wehrlos ausgeliefert.

Kommt jetzt noch eine Portion Stress, Traurigkeit oder Ärger hinzu: Ende Gelände. Der süße Seelentröster MUSS jetzt her. Biologischer und emotionaler Heißhunger treffen aufeinander. Du hast keine Chance, diesem Kreislauf zu entkommen.

Du willst nur noch eins: Deine Zuckersucht besänftigen.

 

Da ist es! Das böse Wort Zuckersucht.

 

Gibt es sie eigentlich? Dann müsste es ja Entzugserscheinungen geben, wenn man ihn plötzlich weglässt, oder?

Wissenschaftler haben das in Tierversuchen längst untersucht. Sie konnten nachweisen, dass Ratten, die an eine regelmäßige Einnahme von Zuckerwasser gewöhnt waren, mit Entzugserscheinungen reagierten, wenn ihnen der Zucker wieder weggenommen wurde. Sie zeigten Anzeichen eines Entzugs wie Zähneklappern und Zittern.

Aus all meinen Coachings und Kursen und auch aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es Entzugserscheinungen gibt. Kein Zähneklappern und Zittern, doch schlechte Laune, Kopfschmerzen und weiche Knie.

In diesem Blogpost und in diesem Podcast habe ich dir erklärt, wie du an dieser Stelle vorsorgen kannst, damit dieser Kelch glimpflich an dir vorüber geht.

Doch ab wann ist man Zuckersüchtig? Wo kannst du dich selbst einsortieren? Lass uns mal schauen, welche Anzeichen darauf hinweisen können, dass du süchtig nach Zucker bist – und ob diese Sucht schon Folgen hat.

In diesem und diesem Blogcast (lesen und/oder hören) bin ich schon ausführlich drauf eingegangen, welche gesundheitlichen Folgen ein lang anhaltender Zuckerkonsum hat – wenn es Richtung Insulinresistenz und Diabetes Typ 2 geht.

Im Grunde kannst du die Anzeichen dieser Krankheit getrost dieser Liste noch hinzufügen. Doch es startet zunächst harmlos.

Ich habe dir 13 Anzeichen einer Zuckersucht zusammengestellt.

Mach dir eine Strichliste im Kopf! Wie viele Anzeichen treffen auf dich zu?

1. Heimliches Naschen

Ich hatte eine Kundin, die vor meinem Coaching immer anfing zu naschen, wenn die Kinder im Bett waren. Endlich konnte sie an die Süßigkeitenschublade.

Ich kenne auch Menschen, die Süßigkeiten ungern vor ihrem Partner, vor Kollegen oder Freunden mampfen. Erkennst du dich wieder? Du hast vielleicht ein bisschen Übergewicht und schämst dich dafür, dass du trotzdem Süßes isst. Kannst aber auch die Finger nicht davon lassen. Also naschst du heimlich?

 

2. Bunkern von Süßigkeiten

Schokoriegel, Gummibärchen und Lakritz sind Grundausstattung deiner Schreibtischschublade! Wenn fast nichts mehr da ist, kriegst du schon leichte Panik. Auf dem Nachhauseweg sorgst du noch schnell Nachschub! Auch für später auf der Couch. Beim Fernsehen. Nicht auszudenken, wenn nichts da wäre.

Süßigkeiten besorgen, obwohl die Geschäfte geschlossen sind!

Zur Not fährst du auch spät abends noch zur Tankstelle – und fängst schon im Auto an, Schokolade, Lakritz oder Chips zu essen.

 

3. Heißhungerattacken

Durch deinen ständig schwankenden Blutzuckerspiegel schaukelst du dich in Heißhunger hinein. Anfangs nimmst du das ganz gelassen hin. Schmeckt ja auch alles sehr gut. Hast du halt Heißhungerattacken. Na und?

 

4. Heißhunger Attacken & Schuldgefühle

Mittlerweile hat sich schon eine Menge Körperfett angesammelt – vor allem am Bauch. Du ahnst, dass Zucker es nicht gerade besser machen. Isst ihn aber trotzdem. Und hast sofort ein schlechtes Gewissen. Du schämst dich für dieses unkontrollierte Reinstopfen von schlechter Nahrung – die dir ja augenscheinlich nicht guttut.

 

5. Übergewicht

Kommt nicht von gesunder Kost. Das ist klar. Du isst zu viel Zucker! In deiner Nahrung, in den Snacks, abends auf der Couch. Jedes Jahr kommen zwischen drei bis fünf Kilo mehr auf die Hüften. Sind in fünf Jahren?

 

6. Diätkarriere

Du bist so in diesem Zuckerkreislauf gefangen, dass du Ernährungsumstellungen zwar startest, aber nach ein paar Tagen oder Wochen entnervt wieder aufgibst. Vor allem dann, wenn dir gesagt wird, dass du Kalorien sparen musst.

Dass das nicht funktioniert, habe ich hier und hier erklärt.

 

7. Schlafstörungen

Wenn abends noch sehr viel Energie in Form von Zucker reinkommt, verschiebt das deinen Biorhythmus. Du bekommst Schlafstörungen.

Schläfst schlecht ein und/oder durch. Wie du wieder besser schläfst habe ich HIER (Blog) und HIER (Podcast) erklärt.

8. Du kannst schlecht aufhören zu naschen!

Du kennst kein Ende, wenn du erst mal eine Tafel Schokolade aufmachst? Danach noch ein paar Chips. Dann die Gummibärchen. Zum Schluss noch mal Schokolade.

 

9. Müdigkeit

Es kostet deinen Körper eine Menge Energie, ständig diesen hohen Blutzuckerspiegel auszugleichen! Du fühlst dich müde, erschöpft und abgeschlagen.

 

10. Schlechtes Immunsystem

Ständige Erkältungen und Allergien können durch eine Besiedlung der Darmflora, der Sitz des Immunsystems, mit zu vielen Hefebakterien beeinflusst sein. Das Ungleichgewicht dieser Bakterienkulturen wird u. a. durch einen übermäßigen Zuckerkonsum beeinflusst.

 

11. Du brauchst nach dem Abendessen noch was Süßes!

Dein Körper schaukelt sich über die sonstige zuckrige Nahrung in deinen Mahlzeiten von einem Blutzuckeranstieg zum nächsten. Zwischendurch fällt dir der Blutzuckerspiegel immer wieder in den Keller.

Zusätzlich kann dein Körper bereits auf Zuckerkonsum konditioniert sein und bestimmte Alltagssituationen mit dem Konsum von Zucker und dem damit einhergehenden Zuckerkonsum verbinden.

 

12. Du kriegst schlechte Laune, wenn kein Zucker in Reichweite ist

Ohne die tägliche Ration Schokolade, Kuchen, Gummibärchen oder Keksen nerven die Kollegen, Partner, Kinder, Freunde. Du wirst zu einer explosiven Gefahr für deine Umgebung.

 

13. Du brauchst Zucker, wenn du gestresst bist

Du brauchst zum Beispiel das beruhigende Gefühl von schmelzender Schokolade im Mund. Das ist leider nur ein kurzes Vergnügen, denn auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels folgt dessen stärkeres Absinken als zuvor. Die Folge: Der Körper verlangt Nachschub.

Hast du dich in vielen Anzeichen für eine Zuckersucht wiedererkannt?

Dann möchte ich dich jetzt ermutigen, die Kehrtwende zu machen!

HIER (Podcast) und HIER (Blog) gehts um den Zuckerentzug.

Hol dir die Anleitung „Naschen, trotzdem nicht zunehmen“ wenn du erste Schritte in die richtige Richtung machen willst.

Die Anleitung heißt „Naschen trotzdem nicht zunehmen!“ Tipp: Lass das naschen, nutze die Tools und beoachte, was passiert 😉

Shownotes

Du findest sämtliche Hilfestellungen direkt im Text (farblich hinterlegt).