103 – Eier sind schlecht fürs Cholesterin! Was macht Cholesterin „böse“ oder „gut“?

Eier und der Cholesterinspiegel

Okay! In der letzten Episode haben wir das Cholesterin genau unter die Lupe genommen. Wir haben festgestellt, dass sich unser Körper Cholesterin zum größten Teil selbst herstellt. Und dass wir über die Nahrung nur ca. 10% des benötigten Cholesterins aufnehmen können.

Wir haben uns angesehen, wofür Cholesterin gebraucht wird. Ich habe 4 wichtige Punkte rausgepickt: Wir brauchen es u.a. für die Zellmembran, für die Bildung etlicher Hormone, für die Herstellung von Gallensäure und für die Vitamin-D Produktion. Wobei Vitamin-D auch ein Hormon ist.

Schon mal vorab: Ich habe beschlossen, das Cholesterin Thema auf drei Episoden aufzuteilen. Das Thema ist schon kompliziert genug. Ich möchte dich auch in dieser Folge nicht mit zu vielen Informationen zuschütten. Deshalb bekommst du heute zwar ein weiteres Wissenshäppchen, doch die Auflösung, wie viele Eier denn nun okay sind, bekommst du erst in der 3. Episode.

Heute möchte ich darauf eingehen, was es mit dem guten und bösen Cholesterin auf sich hat. Und welche Nahrungsbestandteile Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut haben können.

In Episode drei geht es dann um das Thema Laborwerte und warum du dich mit dem Satz „Ihr Cholesterin ist zu hoch“ nicht abspeisen lassen solltest. Und ich löse das Rätsel auf, wie viele Eier du nach neuester Studienlage unbedenklich essen kannst.

 

Cholesterin: Was macht es böse und gut?

 

Das schauen wir uns jetzt mal ein bisschen genauer, quasi mit der Lupe an.

Cholesterin, ob gegessen oder selbst produziert, wird von der Leber aus im Körper verteilt. Cholesterin ist sehr fettig. Damit es gut durch unsere wässrigen Blutbahnen kommt, gibt es spezielle Großraumtaxen dafür. VDL Transportmoleküle (Very low density lipoprotein ). Sie schnappen sich das Cholesterin und bringen es überall hin, wo es gebraucht wird. Einmal unterwegs packt das Cholesterin Großraumtaxi noch ein paar Fettsäuren und Vitamine ein.

Mal kurz am Rande: Du bestimmst mit deiner Nahrung, welche Fettsäuren es so findet. Die aus Chips oder die aus Olivenöl. Oder Vitamine. Die gibts nicht Pizza, Pommes und Döner. Du musst wissen: Du bist der Bestimmer über das, was im Cholesterin Taxi mitgenommen wird.

Je mehr das Taxi ausliefert, desto kleiner wird es und ist irgendwann ein LDL Molekül. Das dir bekannte „böse Cholesterin“. Wir werden noch sehen, ob es wirklich so böse ist.

Tipp: Du kannst das „böse“ und „gute“ Cholesterin mit einer Eselsbrücke gut auseinanderhalten! LDL = lass das lieber. HDL = Hab dich lieb.

Gibt es jetzt zu viel Cholesterin im Körper, kommt ein anderes Taxi angesaust, dass das Cholesterin wieder zurück zur Leber bringt. Das macht das „gute Cholesterin“ oder das HDL Molekül. Jetzt wird dir auch klar, warum das HDL Cholesterin so beliebt ist und als „gut“ bezeichnet wird. 

Alle Cholesterin Taxen sind wichtig

 

HDL und LDL sind also Cholesterin Taxen. Man nennt sie auch Transportproteine. Sie transportieren Cholesterin, Fettsäuren und Vitamine durch unsere Blutbahn. LDL bringt Cholesterin von der Leber aus zu anderen Organen und Geweben. HDL bringt überschüssiges Cholesterin zur Leber zurück. Wieder mal ein schlauer Kreislauf, den sich unser Körper da ausgedacht hat.

HDL sorgt dafür, dass überschüssiges, gerade nicht benötigtes Cholesterin wieder eingesammelt wird. Weil LDL das Cholesterin nicht einsammelt, sondern verteilt, wird es eher als böse angesehen. Schauen wir mal, ob das wirklich so einfach ist.

Das eine Cholesterin Taxi verteilt, das andere sammelt ein.

Nun hast du schon drei wichtige Cholesterin Taxen kennengelernt: VLDL – eine Art Großraumaxi, das Cholesterin verteilt und auf seinem Weg immer leerer und dann zum HDL Taxi wird.

LDL – verteilt Cholesterin weiter und HDL – sammelt Cholesterin ein. Und weißt du was? Die Unterteilung in gut und böse ist nicht richtig, weil wir sie alle drei brauchen. Wie bei so vielen Dingen in unserem Körper, kommt es auf ein ausgeglichenes Verhältnis an.

Es gibt übrigens noch mehr Cholesterin Taxen, doch das würde die Episode sprengen.

Nun werden hohe LDL Werte werden als Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen angesehen. Doch eine Herz-Kreislauferkrankung entsteht auch durch weitere Risikofaktoren wie Rauchen, Stress, Übergewicht, zu viel Zucker. Diabetes Typ 2 ist sogar Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauferkrankungen mit all seinen dramatischen Folgen.

Warum? Die chronisch veränderte Zuckerkonzentration im Blut kann zu Entzündungen in den Blutgefäßen führen. An den Entzündungsherden entsteht eine Art Mülldeponie (Plaques). Die Blutgefäße verengen sich. Sie werden immer enger und sind irgendwann komplett verschlossen. Folge: Schlaganfall und Herzinfarkt. Hinzu kommt, dass entzündliche Prozesse im Körper das LDL Cholesterin erhöhen.

 

Und was hat  das mit dem „bösen“ Cholesterin zu tun?

 

Haben unsere Blutgefäße durch mehrere Risikofaktoren einen Schlag weg, können sich bestimmte Stoffe leichter innen an den Wänden der Arterien anheften. Auch Cholesterin. Cholesterin kann jetzt oxidieren und auch zu Plaques in der Blutbahn führen.

Wichtig: Die Großraumtaxen sind nicht das Problem. Sondern die Smarts und Minis. Die vom Arzt nicht standardmäßig gemessen werden.

Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt, je mehr wir von diesen sehr kleinen Partikeln (small density/sdLDL-Partikel) im Blut haben. Wenn du es ganz genau wissen willst, kannst du den Arzt nach diesem Blutwert fragen.

Was hat es jetzt wieder mit den Smarts und Minis auf sich? Es gibt verschiedene LDL Moleküle! Große, weiche und kleine, kompakte. Je kleiner und kompakter sie sind, desto leichter können sie in die Wände unserer Blutbahnen eindringen. Diese kleinen Partikel sind sehr anfällig dafür zu oxidieren. Was nicht so gut ist.

Es ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht so entscheidend, wie viel LDL im Blut unterwegs ist. Sondern wie viel oxidiertes LDL (oxLDL). Du kennst das mit der Oxidation, wenn Olivenöl ranzig geworden ist. Oder ein Gegenstand aus Metall anfängt zu rosten.

Zusammengefasst: LDL soll möglichst groß und fluffig sein und die kompakteren Cholesterin Taxen scheinen unseren Arterienwänden mehr zu schaden.

Und jetzt kommt HDL wieder ins Spiel!

 

HDL enthält Substanzen, die genau diese Oxidation verhindern können. Es kümmert sich also nicht nur um Cholesterin, das gerade nicht gebraucht wird. Es schützt unsere Arterien vor diesen schädlichen Reaktionen. Deshalb wird ein zu niedriger HDL Wert als Risikofaktor für Her-Kreislauf-Erkrankungen betrachtet. Als ausgleichend und beschützend.

Wir brauchen alle Cholesterin Taxen!

VLDL, LDL und HDL. Zum Transport von Cholesterin, Fettsäuren, Vitaminen. LDL gibt es in verschiedenen Größen. Es wäre gut, wenn wir so wenig wie möglich kleine, kompakte LDL und ebenso wenig oxidiertes LDL im Körper herumschwirren haben. HDL schützt uns vorm oxidierten LDL. Davon wollen wir möglichst viel im Körper haben.

 

Welche Nahrung beeinflusst Cholesterin?

 

Transfettsäuren

Über die Transfettsäuren habe ich eine eigene Episode produziert. Die Menge, die das Gift macht, ist winzig. Mit anderen Worten: Lass sie raus aus deiner Nahrung. Du findest sie in vielen Lebensmitteln. Leider erhöhen sie die LDL – Werte stark und senken gleichzeitig das HDL. Genau die Kombination, die wir vermeiden wollen.

 

Gesättigte Fettsäuren

Die meisten gesättigten Fettsäuren können LDL-Cholesterin erhöhen. Wie schon erwähnt ist der Cholesterin Einfluss davon abhängig, ob der Mensch an sich gesund ist. Ob LDL ein Risikofaktor ist oder nicht, hängt insbesondere von der Gesundheit der Gefäßwände und Entzündungsprozessen im Körper ab. Und dann haben wir ja immer noch das HDL mit dem wir der Körper ausgleichend unterstützt, wenn es darum geht, überschüssiges Cholesterin einzusammeln. Ist es hoch genug, gleicht es LDL fein wieder aus.

 

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren (Oliven, Olivenöl, Avocado) wirken sich positiv auf das LDL/HDL-Verhältnis aus.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Hier möchte ich die Omega-3-Fettsäuren hervorheben (Nüsse, Fisch). Sie wirken nachweislich HDL steigernd.

 

Kohlenhydrate (Zucker)

Ich habe diesen Mechanismus hier schon oft besprochen. Zu viel Zucker bzw. Kohlenhydrate in Form von Raketenzucker (erhöht den Blutzuckerspiegel rasend schnell). Die überschießende Energie wird nicht ausgeschieden, sondern in der Leber in Fett umgewandelt.

Dieser Vorgang sorgt dafür, dass HDL gesenkt wird – es gibt weniger Taxen, die Cholesterin wieder einfangen. Und dass viel mehr LDL Taxen gebraucht werden. Was sich jetzt ungünstig auf das Verhältnis HDL/LDL auswirkt. Lässt du den Zucker draußen, wirkt sich das positiv auf das HDL/LDL Verhältnis aus.

Ich erlebe es immer wieder, dass mir Kunden nach einem Einzelcoaching oder Teilnehmer nach einem Firmen-Gruppencoaching völlig aus dem Häuschen ihre Blutwerte schicken. Nicht nur die Cholesterinwerte verbessern sich. Es hängt alles miteinander zusammen. Auch der HbA1c-Wert zum Beispiel rutscht bald wieder in einen gesunden Bereich.

Übrigens Low-Fat, also Fett sparen, können zwar den Gesamtcholesterinspiegel senken. Doch dabei wird vor allem HDL gesenkt. Was wir ja nicht wollen, weil sich dann das Verhältnis wieder zu unseren Ungunsten verschiebt.

 

Zusammenfassung

 

Es gibt mehrere Cholesterin Taxen. Das LDL Taxi bringt Cholesterin von der Leber in die Gewebe, wo es für wichtige Dinge gebraucht wird, z.B. im Zellmembran unserer Zelle, für die Gallenflüssigkeit, zur Herstellung von Hormonen, u.a. Vitamin D.

Weil LDL Cholesterin verteilt, wird es als „böse“ bezeichnet. Wir haben festgestellt, dass es ebenso wichtig ist sie das HDL. Nur dass eben genug HDL da sein muss, damit es einen gesunden Ausgleich gibt. Das HDL Taxi sammelt überschüssiges Cholesterin ein und bringt es zur Leber zurück.

Nahrung an sich beeinflusst Cholesterin kaum. Doch wenn, dann sind es die Transfettsäuren und der Zucker. Du findest beides vereint in Chips, Backwaren, Toast.

Höre zum Thema Transfettsäuren gerne in die Folge 36 mit dem Titel „Die Menge, die das Gift macht ist winzig“ rein. Zum Thema Raketenzucker in die Folge 002. 

Soooo! Das war es für heute. Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Und wie das mit den Eiern ausgeht, besprechen wir ganz bestimmt in der nächsten Episode.

Shownotes

102 – Eier sind schlecht fürs Cholesterin! Wahr oder falsch? (1)

Eier sind schlecht fürs Cholesterin

Leute, ich wolle einen Blogcast zu ein paar Ernährungsmythen machen. Was ist ein Ernährungsmythos? Na, so was wie Kaffee entzieht dem Körper Wasser, ein Schnaps hilft bei der Verdauung oder Eier sind schlecht fürs Cholesterin. Ich fing mit den Eiern an. Kam aufs Cholesterin und hab mich dann entschieden, allein dazu zwei Episoden zu produzieren.

Warum? Weil das Cholesterin Thema wichtig ist. Weil ich so oft verunsicherte Kundinnen und Kunden habe, die sich nicht trauen, Eier zu essen.

Weil Ärzte Eier und Butter verbieten und Medikamente verschreiben, statt nach der Ursache für ein erhöhtes Cholesterin zu suchen. Der Mythos, dass Eier der Gesundheit schaden, weil sie den Cholesterinspiegel erhöhen, ist tief in den Köpfen verankert. Es ist richtig, dass Eier viel Cholesterin enthalten!

Doch es ist schon lange klar, dass das Nahrungscholesterin den Cholesterinspiegel im Blut kaum beeinflusst. Nach dieser Episode kannst du selbst entscheiden, ob du dir in Zukunft Eier und Butter (also tierische Fette) vermiesen lässt. Und du wirst das ominöse Cholesterin kennenlernen! Alles, was damit zusammenhängt. Wir nehmen es mal ganz in Ruhe unter die Lupe.

Es lohnt sich, bei Themen, die uns immer wieder begegnen, mal ein bisschen genauer hinzuschauen. Hinter die Kulissen zu blicken. Und wieder ein Stück mehr der eigene Experte/die eigene Expertin zu werden. Also! Lasst uns mal schauen: Was ist Cholesterin überhaupt?

Was ist Cholesterin?

 

Zunächst mal: Cholesterin ist eine sehr natürliche und wichtige Substanz, die es nur in Mensch und Tier gibt. Okay! Du hast also schon irgendwo gelesen oder gehört: Lass das mit den Eiern. Die sind nicht gut für dich. Sie erhöhen das Cholesterin im Blut.

Der Hammer ist jetzt: Rund 90 % des Cholesterins stellt dein Körper sich selbst her. Also fast alles, was im Blut herum schwirrt, ist über verschiedene Mechanismen und Kreisläufe IM Körper entstanden. Und nur ca. 10 % des Cholesterins kann über die Nahrung aufgenommen werden! Also ich finde, das ist schon mal der Oberknaller.

Was wir schon mal festhalten können: Dein Körper hat sich was einfallen lassen, um immer genug Cholesterin zur Verfügung zu haben. Es ist eine wichtige Substanz. Wir brauchen Cholesterin. Doch wofür eigentlich?

 

Wofür braucht dein Körper Cholesterin?

 

Körperzellen: Aus Cholesterin wird die Zellmembran gebaut!

Das ist die Umhüllung, das Zellmembran der Körperzellen. Cholesterin sorgt dafür, dass sie stark und stabil ist. Es ist jeden Tag ein ziemliches Hin- und Her zwischen den Körperzellen.

Ständig müssen Informationen, Nährstoffe, Zellmüll ausgetauscht und durch diese Hülle transportiert werden. Ist sie nicht intakt, zu schwach oder vielleicht zu undurchlässig ist, klappt das nicht mehr so gut. Das meiste Cholesterin gibt es im Gehirn. Hier sorgt es dafür, dass die Nervenfasern gut isoliert sind und Signale ohne Probleme weitergeleitet werden können.

 

Sexualität, Kinderwunsch, Salzhaushalt, Aktivität und das Immunsystem: Aus Cholesterin werden Hormone gebaut!

Rund 20% des gesamten Cholesterins im Körper werden im Gehirn verbaut. Doch nicht nur das Gehirn ist auf Cholesterin angewiesen. Aus Cholesterin werden auch Hormone gebaut. Zum Beispiel die Sexualhormone wie Testosteron, Östrogen und Progesteron.

Oder das Aldosteron, das in der Nebenniere gebildet wird. Aldosteron reguliert den Elektrolythaushalt und hat so Einfluss auf den Blutdruck. Und dann haben wir da noch Cortisol, unser Aktivitätshormon, das auch ein äußerst wichtiger Unterstützer unseres Immunsystems ist.

 

Verdauung: Aus Cholesterin wird Gallensäure hergestellt!

Damit die Leber Galle produzieren kann, braucht sie Cholesterin als Ausgangsstoff. Galle wird gebraucht, damit wir Fette gut verdauen können. Der Darm nimmt dann rund 90 % der Gallensäure wieder auf und führt sie zurück zur Leber. Dieser Kreislauf sorgt dafür, dass nicht ständig wieder neue Gallensäure produziert werden muss, wodurch weniger Cholesterin gebraucht wird.

Das ist wieder mal ein ziemlich gut durchdachter Kreislauf, den sich unser Körper da ausgedacht hat. Und den können wir empfindlich stören.

Zum Beispiel durch einen hohen Zuckerkonsum. Es kommt erst zu Übergewicht, zu einer Insulinresistenz und später zur Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2.

Im Fettgewebe entstehen entzündliche Substanzen, das Immunsystem wird auf den Plan gerufen. Der Körper braucht mehr Cortisol, um das Immunsystem zu unterstützen. Die Leber muss verstärkt Cholesterin produzieren. Wird das alles chronisch, kann sich die Kapazität der Zellen, Cholesterin aufzunehmen erschöpfen. Jetzt erhöht sich das Cholesterin im Blut. Doch das ist nur ein Grund, warum der Cholesterinspiegel im Blut zu hoch sein kann.

Aus Cholesterin wird Vitamin D gemacht! 

Genauer gesagt mit einer Vorstufe des Cholesterins in Verbindung mit Sonnenlicht. Das ist der Knaller, oder? Ein guter Vitamin-D Spiegel ist äußerst wichtig für unserer Gesundheit. Das Vitamin-D Thema ist so groß, dass ich da tatsächlich auch mal eine Episodenreihe zu produzieren könnte.

Um den Vitamin-D Spiegel schön oben zu halten, braucht der Körper wieder: Tadaaa….Cholesterin. Auf diesem natürlichen Weg produziert sich der Körper sein Vitamin D selbst. Das Sonnenlicht trifft auf die Haut und mithilfe der Cholesterinvorstufe wird Vitamin-D synthetisiert.

Vitamin D ist ein Hormon!

Es wird bei unzähligen Mechanismen im Körper gebraucht. Sehr bekannt ist es als Transporteur des Kalziums in die Knochen. Bei einem chronischen Mangel ist Osteoporose im Alter vorprogrammiert.

Was jetzt echt interessant ist: Vitamin D und Cholesterin sind Kumpels, wenn es darum geht, Cholesterin abzubauen.

Also, der Arzt stellt einen Cholesterinmangel fest und sagt: Iss keine Eier und nimm Statine ein. Statt zu sagen: Stell in deine Ernährung um und sorge für einen ausgeglichenen Vitamin-D Spiegel im Blut. Und dann sehen wir weiter.

Es gibt auch richtig clevere Ärzte. Eine meiner Kundinnen ist Allgemeinmedizinerin und hat mir eine Patientin mit den Worten geschickt: „Die Cholesterinwerte sind erhöht. Wenn sie in drei Monaten immer noch zu hoch sind, muss ich ihnen Statine verschreiben. Gehen sie zu Frau Schumacher und versuchen sie, das erst mal selbst wieder in den Griff zu kriegen.“

Gesagt getan: Ernährung umgestellt, Bewegungsprogramm ausgetüftelt, Vitamin D Spiegel angehoben. Die Patientin ist um die Medikamente drum herum gekommen. Hat einige Kilos verloren und ist jetzt glücklich, zufrieden und gesund.

Zusammengefasst: Cholesterin ist eine nützliche, wichtige Substanz in unserem Körper. Wir brauchen es für die Schutzhüllen unserer Körperzellen, um ausreichend und gesunde Hormone zu haben, um Vitamin D bilden zu können.

Und weil Cholesterin so wichtig ist, verlässt sich unser Körper nicht darauf, dass wir es ihm zuführen. Nö! Er produziert sich rund 90 % des Cholesterins, das er braucht selbst. Nur ca. 10 % des Gesamtcholesterins kann überhaupt über die Nahrung aufgenommen werden. Und: Der Körper ist dann auch noch in der Lage, überschüssiges Cholesterin loszuwerden.

Und warum noch mal sollen wir jetzt keine Eier essen?

Wir werden das weiter untersuchen. Doch ich denke, für diese Folge war das erst mal genug Input.

Mein Tipp: Hör sie dir in ein paar Tagen ein zweites Mal an. Oder lies dir den Blog nochmal durch. Mach ich auch immer so, wenn ich Mechanismen im Körper durchdringen will, um sie besser zu verstehe. Je aufgeklärter wir durch Leben gehen, desto gesünder bleiben wir.

In der nächsten Episode schauen wir uns an, was „gutes“ und „böses“ Cholesterin ist und wie viele Eier du nach neuester Studienlage unbedenklich essen kannst.

Shownotes

HIER findest du die kostenlose Anleitung „Naschen & trotzdem nicht zunehmen“

101 – Zu oft gesündigt? Zu wenig bewegt? 10 Schritte, die dich wieder auf Spur bringen!

10 Schritte um zurück auf die gesund und schlank Spur zu kommen

Ich weiß ja ganz genau, was mich gesund, schlank und fit hält. Nun glaub aber nicht, dass ich mich jeden Tag an alles halte.

Dass ich alle Empfehlungen, die ich dir in dieser Podcast Show gebe, strikt einhalten. Zum einen bin ich alles andere als dogmatisch. Und dann kommen auch mir immer mal wieder das Leben, der Alltag oder eine stressige Phase dazwischen.

Jaaaa! Auch ich muss mich immer mal wieder an den Ohren ziehen. Meine größten Schwächen: zu wenig Entspannung. Ich arbeite gerne und viel. Und vergesse mich selbst gerne dabei. Und: trinken vergessen! Ich übergehe mein Durstgefühl und wundere mich dann, dass ich so müde werde. Weil alles etwas zähflüssiger läuft im Körper.

Ich habe dir ein paar Tipps zusammengestellt, die es dir (und mir) leichter machen, all die Dinge, die dir guttun, nicht ständig zu vergessen. Sie wieder in den Tag einzubauen. Dran zu denken.

Keine komplizierten Regeln. Du weißt, bei mir muss niemand Kalorien zählen oder komplizierte Dinge kochen. Es gibt keine dramatischen Sportprogramme, dafür geht es oft um einen gesunden Biorhythmus. Also, lass uns starten.

 

1 | Das Durstgefühl nicht übergehen – hält den ganzen Tag fit!

 

Wenn du Durst hast: Trink ein großes Glas Wasser. Und dann erst wieder ein großes Glas, wenn du wieder Durst hast. Das ständige rumnippen an einem Glas Wasser auf dem Tisch bringt unseren Wasser-Salz-Haushalt aus dem Konzept.

Du weißt ja, wir sind ein Wimpernschlag in der Evolution! Ich betone das immer wieder, weil es wichtig ist! Früher war es so: Durst – Bewegung um Wasser zu suchen – so viel wie möglich trinken. Denn man wusste nicht, wann man die nächste Quelle findet.

 

2 | Kalt duschen für das „Hallo wach“ Gefühl!

 

Zeig deinem Organismus unmissverständlich, dass der Tag beginnt. Nach dem Duschen drehst du den Hahn beherzt auf kalt und genießt den kalten Schauer. Wenn du nicht so Mimimimi bist wie ich.

Bei mir werden es eher Wechselduschen oder ich drehe die Temperatur zumindest auf kühl – statt auf eiskalt. Ich finde, das geht auch fast durch – als kalt duschen. Was passiert? Dein Aktivitätshormon Cortisol kommt an den Start, Melatonin – dein Schlafhormon, wird verscheucht. Gleichzeitig wird dein Immunsystem trainiert.

3 | Verzicht auf Fertignahrung – Zuckerfallen im Griff.

 

Da ist meist eine Menge Raketenzucker versteckt. Außerdem Zusatzstoffe und eventuell auch schlechte Fette. Dafür packst du dir frische, natürliche Nahrung in deine Mahlzeiten: Salat und Gemüse so viel das Herz begehrt. Fisch, Eier, Geflügel, Fleisch, Samen, Nüsse und Obst. Milchprodukte, wenn du sie verträgst.

Als Vegetarier/Veganer achtest du auf ordentlich Abwechslung auf dem Teller und kommst so an alle essenziellen Eiweißbausteine ran.

 

4 | Nach guter Nahrung jagen – für Körper, Geist und Seele!

 

Nach der bestmöglichen Qualität. Bio, Weide oder Wild! Das kann ein Bauer um die Ecke sein, der Biometzger oder ein Jäger, der dich mit Fleisch versorgt. Ein Fischhändler, der Wert auf Nachhaltigkeit legt. Empfehlung: Bioland und Demeter / WWF Fischführer.

Such dir Quellen für hochwertige Nahrung. Glaub mir, die Mühe lohnt sich. Die gesundheitlichen Vorteile von Fisch, Geflügel und Fleisch findest du leider nicht in Tieren aus der Massentierhaltung. Im Gegenteil – sie wirken sich schädlich auf deine Gesundheit aus.

 

5 | Sättigungsbeilagen die satt machen: Eiweiß & Fett!

 

Aus Fisch, Avocado oder Nüssen. Kokosöl, Olivenöl, Butter. Fett ist ein Geschmacksträger und macht schön satt. Fett und Eiweiß sind essenziell. Dein Körper ist drauf angewiesen, dass du sie ihm täglich zuführst.

 

6 | Raketenzucker und Alkohol weglassen! Hilft beim Abnehmen.

 

Raketenzucker: Alles, was du beim Bäcker bekommst! Getreideprodukte wie Pasta, Pizza, Reis, Alkohol und Zucker sorgen dafür, dass Fettverbrennung nicht stattfindet. Außerdem findest du darin keine Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Eiweiß und gutes Fett. All das brauchst du, um dich gut zu fühlen.

 

7 | Viele Schritte halten dich fit!

 

Es ist okay, wenn du es nicht zum Sport schaffst. Doch Alltagsbewegung ist das A und O! Vergesse ich auch schnell, wenn ich am Schreibtisch so schön im Flow bin. Unser Körper erwartet Bewegung. Tageslicht ist genauso wichtig wie Nahrung.

Du wirst runter kommen! Die sitzende Position verlassen. Sitzen ist das neue Rauchen. Weißt du ja. Sammle Schritte! So oft du kannst. Um den Block. In der Mittagspause. Vorm Schlafen gehen.

 

8 | Auch Mini-Pausen senken den Stresspegel!

 

Und wenn es nur 5 Minuten zwischen zwei aufreibenden Online-Meetings sind. Stell dich ans Fenster und schau in den Himmel – nicht auf dein Handy. Lass den Blick in die Ferne schweifen. Und wenn du kannst, mach ein Powernap. Wecker auf 5 Minuten stellen und kurz weg dösen! Reicht, um danach frisch und entspannt weiterzumachen.

 

9 | Eine in Ruhe gegessene Mahlzeit – schmeckt besser!

 

Nimm mindestens eine Mahlzeit am Tag ganz ohne Ablenkungen ein! Stell das Handy auf Flugmodus. Nutze die Mittagspause als Chill-out-Zone. Du wirst sehen, dass es dir noch besser schmecken wird. Dass es dir guttut. Urlaub im Alltag.

 

10 | Eine Abendroutine – hilft besser zu schlafen!

 

Komm 30–60 Minute vorm Schlafen gehen bewusst zur Ruhe. Raus aus dem blauen Licht elektronischer Geräte. Nicht mehr so spät essen. Verzichte auf Raketenzucker und Alkohol in oder nach der letzten Mahlzeit. Sieh zu, dass dein Schlafzimmer komplett dunkel ist. Oder schnapp dir eine Schlafmaske.

Shownotes

HIER gehts zur Podcast Episode BE COOL – BUT DON´T FREEZE (Kalt duschen).

HIER findest du die kostenlose Anleitung „Naschen & trotzdem nicht zunehmen“

100 – Bin ich ein Zuckerholiker? 13 Anzeichen einer Zuckersucht!

Anzeichen Zuckersucht

13 Anzeichen für eine Zuckersucht!

 

Kennst du das? Du hast ausgiebig gegessen. Eigentlich bist du satt. Und kurze Zeit später denkst du: Irgendwas muss ich jetzt noch naschen.

Ein Stückchen Schokolade vielleicht. Oder zwei! Ach, jetzt ist es auch schon egal. Und weg ist die Tafel Schokolade. Und damit circa. 20 Stücke Würfelzucker auf einen Schlag!

Wenn du meinen Podcast schon eine Weile hörst, weißt du, was jetzt los ist in deinem Körper. Falls nicht, hör gerne zuerst in die Episode 002 hinein, in der es um den Schnecken- und Raketenzucker geht.

Erwähnenswert ist jetzt alles, was du sonst noch gegessen hast: Müsli, Honig auf dem Brötchen morgens, die Käsestulle zwischendurch, abends Pizza, Pasta oder Kartoffeln. Ich sag dir lieber nicht, wie viele Stücke Zucker da noch zusammen kommen.

Nur so viel: Es läppert sich! Raketenzucker ohne Ende. Dein Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn!

Obendrauf auf die Zuckerbilanz kommt der Zucker aus der gesunden Kost: Obst, Gemüse, Salat. Yes! Da ist auch Zucker drin. Allerdings der superlangsame Schneckenzucker, der dir nichts tut.

Und soll ich dir noch was sagen: Mit diesem Speiseplan (Müsli, Honig, Stulle, Pizza, Pasta) bist du der Lust auf Schokolade, Lakritz, Kuchen, Plätzchen, Chips, Flips und Salzstangen wehrlos ausgeliefert.

Kommt jetzt noch eine Portion Stress, Traurigkeit oder Ärger hinzu: Ende Gelände. Der süße Seelentröster MUSS jetzt her. Biologischer und emotionaler Heißhunger treffen aufeinander. Du hast keine Chance, diesem Kreislauf zu entkommen.

Du willst nur noch eins: Deine Zuckersucht besänftigen.

 

Da ist es! Das böse Wort Zuckersucht.

 

Gibt es sie eigentlich? Dann müsste es ja Entzugserscheinungen geben, wenn man ihn plötzlich weglässt, oder?

Wissenschaftler haben das in Tierversuchen längst untersucht. Sie konnten nachweisen, dass Ratten, die an eine regelmäßige Einnahme von Zuckerwasser gewöhnt waren, mit Entzugserscheinungen reagierten, wenn ihnen der Zucker wieder weggenommen wurde. Sie zeigten Anzeichen eines Entzugs wie Zähneklappern und Zittern.

Aus all meinen Coachings und Kursen und auch aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es Entzugserscheinungen gibt. Kein Zähneklappern und Zittern, doch schlechte Laune, Kopfschmerzen und weiche Knie.

In diesem Blogpost und in diesem Podcast habe ich dir erklärt, wie du an dieser Stelle vorsorgen kannst, damit dieser Kelch glimpflich an dir vorüber geht.

Doch ab wann ist man Zuckersüchtig? Wo kannst du dich selbst einsortieren? Lass uns mal schauen, welche Anzeichen darauf hinweisen können, dass du süchtig nach Zucker bist – und ob diese Sucht schon Folgen hat.

In diesem und diesem Blogcast (lesen und/oder hören) bin ich schon ausführlich drauf eingegangen, welche gesundheitlichen Folgen ein lang anhaltender Zuckerkonsum hat – wenn es Richtung Insulinresistenz und Diabetes Typ 2 geht.

Im Grunde kannst du die Anzeichen dieser Krankheit getrost dieser Liste noch hinzufügen. Doch es startet zunächst harmlos.

Ich habe dir 13 Anzeichen einer Zuckersucht zusammengestellt.

Mach dir eine Strichliste im Kopf! Wie viele Anzeichen treffen auf dich zu?

1. Heimliches Naschen

Ich hatte eine Kundin, die vor meinem Coaching immer anfing zu naschen, wenn die Kinder im Bett waren. Endlich konnte sie an die Süßigkeitenschublade.

Ich kenne auch Menschen, die Süßigkeiten ungern vor ihrem Partner, vor Kollegen oder Freunden mampfen. Erkennst du dich wieder? Du hast vielleicht ein bisschen Übergewicht und schämst dich dafür, dass du trotzdem Süßes isst. Kannst aber auch die Finger nicht davon lassen. Also naschst du heimlich?

 

2. Bunkern von Süßigkeiten

Schokoriegel, Gummibärchen und Lakritz sind Grundausstattung deiner Schreibtischschublade! Wenn fast nichts mehr da ist, kriegst du schon leichte Panik. Auf dem Nachhauseweg sorgst du noch schnell Nachschub! Auch für später auf der Couch. Beim Fernsehen. Nicht auszudenken, wenn nichts da wäre.

Süßigkeiten besorgen, obwohl die Geschäfte geschlossen sind!

Zur Not fährst du auch spät abends noch zur Tankstelle – und fängst schon im Auto an, Schokolade, Lakritz oder Chips zu essen.

 

3. Heißhungerattacken

Durch deinen ständig schwankenden Blutzuckerspiegel schaukelst du dich in Heißhunger hinein. Anfangs nimmst du das ganz gelassen hin. Schmeckt ja auch alles sehr gut. Hast du halt Heißhungerattacken. Na und?

 

4. Heißhunger Attacken & Schuldgefühle

Mittlerweile hat sich schon eine Menge Körperfett angesammelt – vor allem am Bauch. Du ahnst, dass Zucker es nicht gerade besser machen. Isst ihn aber trotzdem. Und hast sofort ein schlechtes Gewissen. Du schämst dich für dieses unkontrollierte Reinstopfen von schlechter Nahrung – die dir ja augenscheinlich nicht guttut.

 

5. Übergewicht

Kommt nicht von gesunder Kost. Das ist klar. Du isst zu viel Zucker! In deiner Nahrung, in den Snacks, abends auf der Couch. Jedes Jahr kommen zwischen drei bis fünf Kilo mehr auf die Hüften. Sind in fünf Jahren?

 

6. Diätkarriere

Du bist so in diesem Zuckerkreislauf gefangen, dass du Ernährungsumstellungen zwar startest, aber nach ein paar Tagen oder Wochen entnervt wieder aufgibst. Vor allem dann, wenn dir gesagt wird, dass du Kalorien sparen musst.

Dass das nicht funktioniert, habe ich hier und hier erklärt.

 

7. Schlafstörungen

Wenn abends noch sehr viel Energie in Form von Zucker reinkommt, verschiebt das deinen Biorhythmus. Du bekommst Schlafstörungen.

Schläfst schlecht ein und/oder durch. Wie du wieder besser schläfst habe ich HIER (Blog) und HIER (Podcast) erklärt.

8. Du kannst schlecht aufhören zu naschen!

Du kennst kein Ende, wenn du erst mal eine Tafel Schokolade aufmachst? Danach noch ein paar Chips. Dann die Gummibärchen. Zum Schluss noch mal Schokolade.

 

9. Müdigkeit

Es kostet deinen Körper eine Menge Energie, ständig diesen hohen Blutzuckerspiegel auszugleichen! Du fühlst dich müde, erschöpft und abgeschlagen.

 

10. Schlechtes Immunsystem

Ständige Erkältungen und Allergien können durch eine Besiedlung der Darmflora, der Sitz des Immunsystems, mit zu vielen Hefebakterien beeinflusst sein. Das Ungleichgewicht dieser Bakterienkulturen wird u. a. durch einen übermäßigen Zuckerkonsum beeinflusst.

 

11. Du brauchst nach dem Abendessen noch was Süßes!

Dein Körper schaukelt sich über die sonstige zuckrige Nahrung in deinen Mahlzeiten von einem Blutzuckeranstieg zum nächsten. Zwischendurch fällt dir der Blutzuckerspiegel immer wieder in den Keller.

Zusätzlich kann dein Körper bereits auf Zuckerkonsum konditioniert sein und bestimmte Alltagssituationen mit dem Konsum von Zucker und dem damit einhergehenden Zuckerkonsum verbinden.

 

12. Du kriegst schlechte Laune, wenn kein Zucker in Reichweite ist

Ohne die tägliche Ration Schokolade, Kuchen, Gummibärchen oder Keksen nerven die Kollegen, Partner, Kinder, Freunde. Du wirst zu einer explosiven Gefahr für deine Umgebung.

 

13. Du brauchst Zucker, wenn du gestresst bist

Du brauchst zum Beispiel das beruhigende Gefühl von schmelzender Schokolade im Mund. Das ist leider nur ein kurzes Vergnügen, denn auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels folgt dessen stärkeres Absinken als zuvor. Die Folge: Der Körper verlangt Nachschub.

Hast du dich in vielen Anzeichen für eine Zuckersucht wiedererkannt?

Dann möchte ich dich jetzt ermutigen, die Kehrtwende zu machen!

HIER (Podcast) und HIER (Blog) gehts um den Zuckerentzug.

Hol dir die Anleitung „Naschen, trotzdem nicht zunehmen“ wenn du erste Schritte in die richtige Richtung machen willst.

Die Anleitung heißt „Naschen trotzdem nicht zunehmen!“ Tipp: Lass das naschen, nutze die Tools und beoachte, was passiert 😉

Shownotes

Du findest sämtliche Hilfestellungen direkt im Text (farblich hinterlegt).

099 – Hast du ständig Hunger? Was du über den natürlichen Appetitzügler Leptin wissen solltest!

Hunger und Sättigung

Selbsternannte Ernährungspäpste beten die Formel fürs Abnehmen rauf und runter! Nimm weniger Kalorien auf, als du verbrauchst und zack – Traumfigur. 

Warum gibt es dann so viele übergewichtige Menschen? Ich denke mal, dass nicht alle übergewichtigen disziplinlose Faulpelze sind, die ständig essen und sich nie bewegen.

Nun gut, dass nicht die Kalorien das Problem sind, sondern Insulin, habe ich in Episode 80 und in Episode 81 ausführlich erklärt. Kurze Wiederholung: Wir haben geklärt, dass Insulin uns den Speck auf den Hüften beschert.

Das schlaue Hormon senkt uns den Blutzuckerspiegel, packt Zucker in die Speicher und hemmt die Fettverbrennung. 

Auf seinem Weg durch den Körper nimmt es noch ein paar Fettmoleküle mit. Packt die auch auf die Hüften. Wie kannst du dafür sorgen, dass Insulin das lässt: weniger Zucker essen.

Wir gehen heute davon aus, dass du das noch nicht so gut hinbekommst. Du hast Übergewicht. Und irgendwie ständig Hunger. Doch es ist nicht nur der ewig steigende Blutzuckerspiegel, der dich an den Kühlschrank lockt.

So einfach ist unser Körper nicht gestrickt. Es gibt ein weiteres Hormon, das dies ganz gut hinbekommt. Das Sättigungshormon Leptin.

 

Was macht Leptin?

 Kurz und knapp: Hormone sind Botenstoffe und überbringen Nachrichten. Leptin überbringt die Nachricht: Der Tank ist voll. Energiezufuhr stoppen. Sättigungsgefühl auslösen. Es ist der Wächter über dein Sättigungsgefühl.

Etwas genauer: Leptin ist maßgeblich daran beteiligt, dass du dich satt fühlst. Stell dir einen Regelschieber vor. Nach rechts gehts Richtung Hunger. Nach links gehts Richtung Sättigung. Leptin ist der Regelschieber.

Um zu entscheiden, „ich bin satt“ oder „ich muss mich um Nahrung kümmern“, nimmt dein schlauer Organismus ständig Reize wahr:

  • Wann hast du das letzte Mal gegessen?
  • Wie viel hast du gegessen?
  • Wie war die Mahlzeit zusammengesetzt
  • Hast du dich bewegt?
  • Hast du Stress?
  • Du riechst oder siehst was Leckeres!

Zusätzlich bekommt er Infos darüber, wie viel Energie noch gespeichert ist. Das war früher sehr wichtig! Für die harten Winter, die es heute nicht mehr gibt. Du weißt ja, wir sind ein Wimpernschlag in der Evolution. Unser Körper passt immer noch den ganzen Tag auf, dass wir bloß nicht verhungern.

Der Chef aller Hormone heißt Hypothalamus und wohnt im Gehirn. Seine Sekretärin heißt Hypophyse. Hier kommen alle Informationen an. Und die beiden managen alles, was im Körper hormonell gesteuert werden muss.

Wo kommt Leptin her?

 

Wir haben oft über das Hormon Insulin gesprochen. Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet, um dir den Blutzuckerspiegel zu senken.

Schilddrüsenhormone werden in der Schilddrüse gebildet. Aktivitätshormone (Stresshormone) in der Nebennierenrinde.
Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Nebennierenrinde – alles Organe. Und Leptin wird auch in einem Organ gebildet, dass du vielleicht bisher nicht als Organ gesehen hast: den Fettzellen!

Lange Zeit galt Körperfett nur als Energiespeicher. Erst seit Kurzem ist bekannt, dass das Fettgewebe das größte endokrine Organ des Körpers ist. Das Gehirn sitzt mit seinen Messfühlern in den Fettzellen und misst den Energiepegel.

Geht die Anzeige Richtung VOLL, wird von den Fettzellen aus Leptin freigesetzt. Es signalisiert SATT! Hör auf zu essen. Wir brauchen keine Energie mehr. Ist genug da. Und es signalisiert ebenfalls: Verbrauch jetzt ruhig Energie (Fett) – das geht in Ordnung. Wir sind so gut versorgt, du kannst ruhig was abgeben.

Leptin ist ein natürlicher Appetitzügler und sagt dem Körper: Verbrauch ruhig Fett! Jetzt wird der Energieverbrauch erhöht! Für alle möglichen Aufbauarbeiten im Körper. Verballere die Energie ruhig. Du darfst auch an die Fettpölsterchen!

Kommt über Wochen und Monate nur wenig Energie rein (Crash-Diäten, Low Fat Diäten, Kalorien sparen) funktioniert das nicht mehr optimal. Es wird weniger Leptin auf den Weg geschickt. Du hast gefühlt immer Hunger – der Körper möchte mit Energie in Form von Nahrung aufgetankt werden.

Zusätzlich wird der Energieverbrauch gedrosselt, damit der Körper nicht Gefahr läuft, zu wenig Treibstoff zu haben – sprich: zu verhungern. Das ist schon ein ausgeklügeltes System, das die Evolution sich da hat einfallen lassen. Leptin schützt den Körper davor, zu viel Speck anzusetzen und hält die Fettspeicher im Gleichgewicht. Klingt doch Klasse.

Doch dann müsste ein sehr übergewichtiger Mensch mit vielen Fettzellen doch wie von selbst abnehmen! Viele Fettzellen, viel Leptin – kaum Hunger!

Warum Leptin nicht mehr wirkt! Die Leptinresistenz.

 

Ärzte und Wissenschaftler haben sich gedacht: okay! Spritzen wir den übergewichtigen Menschen Leptin. Sie sind dann länger satt und nehmen ab. Dieser Schuss ist leider nach hinten losgegangen.Die Therapie wirkte nicht. Das Sättigungsgefühl wurde nicht ausgelöst. Die Leptingaben waren wirkungslos.

Es ist nicht so, dass übergewichtigen Menschen Leptin fehlt. Im Gegenteil: viele Fettzellen = Viel Leptin stimmt immer noch. Doch die Balance ist aus dem Ruder gelaufen.

Unser Hormonsystem ist ausgeklügelt, feinstofflich und empfindlich. Wenn wir chronisch Dinge tun, die unser Körper nicht kennt (z. B. über einen langen Zeitraum viel zu viel Zucker essen), der uns sehr viel Bauchfett und Hüftgold beschert – kommt er damit nicht klar. Er macht das tatsächlich eine lange Weile mit sich selbst aus. Doch irgendwann läuft das Fass über.

Der schöne Mechanismus Energie kommt rein, Leptin wird ausgeschüttet, Sättigungsgefühl wird ausgelöst funktioniert wunderbar bei einem Menschen, der sich gesund ernährt, ein normales Körpergewicht hat, sich auch bewegt.

Sobald die Homöostase, das Gleichgewicht über einen längeren Zeitraum gestört wird, driften hormonelle Vorgänge im Körper in eine ungünstige Richtung. Es gerät aus den Fugen. Mit auf Dauer erheblichen Konsequenzen.

Wenn Körperzellen die Nachricht „Du bist satt“ nicht mehr hören!
Stell dir vor, du bist stundenlang in einer Diskothek, in der die Musik ohrenbetäubend laut ist. Du kommst nach Haus und hörst alles sehr leise. Bist fast ein bisschen taub. Es war zu viel für deine Ohren. Sie hören eine Weile nicht mehr so gut.

So ähnlich musst du es dir in deinem Körper vorstellen, wenn Körperzellen Nachrichten im Übermaß kriegen. Angeschrien werden: DU BIST SATT!!! Es gibt kleine Antennen auf den Nervenzellen im Sättigungssystem des Gehirns. Andockstellen für Leptin.

Bei Übergewicht wird von den Fettzellen auf Bauch, Beine, Po sehr viel Leptin freigesetzt. Irgendwann sagen die Nervenzellen: War das jetzt ein Leptinsignal oder nicht? Ja oder nein? Bin ich satt oder nicht? Muss ich für Energie sorgen oder nicht? Ich weiß nicht, ich kann es nicht richtig hören. Gehen wir auf Nummer sicher und essen noch ein bisschen. Nicht dass wir verhungern.

Du hast genug Energie in den Fettzellen, du bist absolut nicht in Gefahr zu verhungern – und isst trotzdem weiter. So was kannst du jetzt getrost als Teufelskreis bezeichnen.

Es ist kompliziert! Noch mal zum Mitschreiben: Es kommt sehr viel Leptin im Gehirn an. Und es dockt auch wie gewohnt an den Nervenzellen an. Doch es kommt nicht ab und zu vorbei und sagt: Du bist satt! Sondern schreit die Nervenzellen die ganze Zeit an: Satt! Satt! Satt! Du hast genug Energie gespeichert. Hör auf zu essen.

Doch die Information kommt nicht im Gehirn an. Das Signal kommt nicht (mehr) durch. Die Zellen stellen auf Durchzug. Es ist keine richtige Resistenz, weil Leptin ankommt und auch andockt. Die Info weitergibt. Warum das Signal dann in letzter Instanz nicht ankommt, ist noch nicht so richtig geklärt.

Wissenschaftler arbeiten fieberhaft an diesem Leptinproblem. So wurde zum Beispiel an Versuchstieren untersucht, wie sich eine Reduzierung von Leptin auswirkt. Die Versuchstiere nahmen ab. Das Sättigungssignal kam wieder durch. Sehr spannend, oder?

Leptin wieder andocken lassen!

 

Die Frage ist: Wie kannst du dafür sorgen, dass Leptin nicht mehr in solch großen Mengen produziert wird. Die Zellen das Signal wieder hören. Ein Sättigungsgefühl ausgelöst wird.

Mit einem normalen Körpergewicht klappt das ja. Das bedeutet im Umkehrschluss: Mit jedem Kilo, das du abnimmst, funktioniert das mit dem Leptin auch wieder besser. Dein Sättigungsgefühl kommt zurück.

 

Shownotes

Podcast: Warum Kalorien zählen nicht beim Abnehmen hilft 1. Teil und 2. Teil. 

Blog: Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst. 

098 – 5 Dinge, die du über die Zuckerkrankheit Diabetes Typ2 wissen solltest! (2)

Diabetes Typ 2 Folgekrankheiten

In der letzten Episode bin ich darauf eingegangen, was die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 so tückisch macht: Du spürst sie erst mal nicht. Diabetes Typ 2 wird 7 – 10 Jahre zu spät entdeckt. Spring nochmal in Teil 1 rein, wenn du mehr über erste Anzeichen und Symptome wissen willst. 

In dieser Episode möchte ich dich darauf aufmerksam machen, welche Blutwerte du dir von deinem Arzt geben lassen kannst, um früh genug Klarheit darüber zu haben: Habe ich bereits eine Insulinresistenz? Stecke ich schon in einer Diabetes Typ 2? Je früher du eine Kehrtwende (Ernährungs- und Lifestyle Umstellungen) desto besser. 

Du erfährst außerdem, warum Folgeerkrankungen entstehen. Wie der Verlauf sein kann. Und wie du aus der Nummer wieder rauskommst. 

3.) Der Blutzuckerwert HbA1c allein reicht nicht aus! 

Der HbA1c-Wert

Mit dem HbA1c-Wert wird der Blutzucker im Blut gemessen. Bevor ich weiter darauf eingehe, musst du wissen, dass dieser Wert nicht automatisch im kleinen oder großen Blutbild drin ist.

Der Arzt entscheidet, ob der Wert bestimmt wird. Deshalb gibt es so viele Zufallsdiagnosen. Problematisch finde ich persönlich, dass der Wert selbst bei Diabetikern nicht oft genug vom Arzt gecheckt wird.

Der HbA1c-Wert – schauen wir uns mal an, was das überhaupt ist.

Weil der Blutzuckerwert nur eine Momentaufnahme ist, bestimmt der Arzt den sogenannten HbA1c-Wert, auch „Langzeitwert“ oder „Blutzuckergedächtnis“ genannt. Meist erst dann wenn er vermutet, dass du einen Diabetes Typ 2 haben könntest.

Der HbA1c-Wert spiegelt den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut in den letzten 3 Monaten wieder.

„Hb“ steht für Hämoglobin. Das ist der rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen. Sie transportieren den Sauerstoff. HbA1 besteht weiteren aus Untergruppen. Eine davon heißt HbA1c. Hämoglobin wird noch mal unterteilt in: HbA0, HbA1, HbA2 und HbF. Lagert sich an HbA0 ein Zuckerteilchen an, entsteht HbA1c.

Der Arzt kann an dem Wert ablesen, zu wie viel Prozent der rote Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen verzuckert ist. Nach Meinung einiger Wissenschaftler und Ärzte weltweit, ist der Wert mit 6,1 % bis 6,5 % zu hoch angesetzt. In moderneren Laboren wird bereits ab einem Wert von 5,6 % empfohlen, präventiv einzugreifen (Ernährung, Bewegung) um die die Krankheit besser abzufangen. Bei höheren Werten kann der Weg für die Folgeerkrankungen bereits geebnet sein.

 

HOMA-Index

Ist der HbA1c-Wert normal, heißt das nicht automatisch, dass die Blutzuckerlage gut ist. Ein kurzzeitig erhöhter Blutzucker (weniger als vier Stunden), beeinflusst den HbA1c -Wert nämlich nicht. So ist es möglich, dass Nerven und Blutbahnen durch den hohen Zucker bereits Schäden genommen haben, ohne dass es im Laborbefund auffällt.

Homa Index: Nüchtern Blutzucker und nüchtern Insulinspiegel werden über eine Rechenformel ins Verhältnis gesetzt. So kann das Risiko für eine Insulinresistenz sehr viel sensibler als über den normalen HbA1c-Langzeitblutzucker ermittelt werden. Es kann wertvolle Zeit gewonnen werden.

Fettleberindex

Ein Risikomarker für einen Diabetes Typ 2 ist die Fettleber. Nicht nur die alkoholischer, auch die nichtalkoholische Fettleber. Sie entsteht, wenn die Leber viel Zucker, vor allem Fruchtzucker (Fertigprodukte, Obst) in Fett umwandeln muss. Fruchtzucker geht den direkten Weg über die Leber auf die Hüften. Wenn wenig Bewegung hinzukommt, ist der Teufelskreis perfekt.

Die nichtalkoholische Fettleber

Die NAF ist das am weitesten verbreitete Krankheitsbild der Leber. Schätzungen zufolge sind weltweit rund 30 Prozent aller Erwachsenen und zunehmend auch übergewichtige Kinder von Fetteinlagerungen in der Leber betroffen. Eine Fettleber steht oft in wechselseitiger Beziehung mit dem sogenannten Metabolischen Syndroms:

  • einen vergrößerten Bauchumfang
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Blutzuckerspiegel
  • erhöhte Blutfettwerte

Ein hoher Insulinspiegel führt zur Leberverfettung. Beträgt der Fettanteil der Leber mehr als fünf Prozent, spricht man von einer Fettleber. In einem höheren Stadium kann die Verfettung über 60 Prozent und mehr betragen. Natürlich gibt es auch hier jede Menge Folgeerkrankungen – wenn sich die Leber aufgrund der unnatürlichen Fettmenge entzündet und entartet. Der Fettleberindex ist also auch ein guter Marker für die Frage: Wie tief stecke ich schon drin, in der Krankheit Diabetes Typ 2.

Die gute Nachricht: Auch das kannst du wieder in den Griff kriegen! 

 

C-Peptid-Test

 Das C-Peptid ist ein Abfallprodukt (ein Eiweiß), das bei der Bildung von Insulinmolekülen entsteht. Für jedes Insulinmolekül gibt es ein C-Peptid. Wenn man nachsieht, wie viel C-Peptid im Blut ist, kann man ausrechnen, wie viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse gebildet wurde.

Und warum misst man dann nicht die Insulinmenge? Weil Insulin eine kürzere Halbwertzeit hat. Das ist die Dauer, bis nur noch die Hälfte einer Stoffmenge verfügbar ist. Insulin dockt an den Zellen an und wird im Blut von Enzymen zersetzt. Es ist zwar Insulin gebildet worden, doch man kann es nicht mehr erfassen. Das C-Peptid hat eine längere Halbwertzeit. Es wird nicht so schnell abgebaut und deshalb kann man das leichter zählen.

4.) Die Folgeerkrankungen haben einen dramatischen Verlauf!

Herzinfarkt & Schlaganfall

Zu viel Zucker im Blut beschädigt die Wände von großen, kleinen und kleinsten Arterien. Es kommt zu Ablagerungen, was zur Arterienverkalkung bzw. Arteriosklerose führt. Blut kann jetzt nicht mehr so gut fließen. Und damit kommen weniger Sauerstoff und Nährstoffe zu den Organen. In verengten Gefäßen am Herz können sich Gerinnsel bilden. Das Blutgefäß verstopft, die Durchblutung der Herzkranzgefäße wird schlecht. Was zum Herzinfarkt führen kann.

An den Hirngefäßen führt dies zum Schlaganfall. Im Bereich der Beine zur arteriellen Verschlusskrankheit. Vorher hat der Mensch ständig kalte Füße und Missempfindungen wie Ameisenlaufen und Taubheit. Noch später stirbt das Gewebe ab und manchmal muss amputiert werden (40.000 Amputationen pro Jahr in Deutschland wegen Diabetes).

 

Folgeerkrankungen der Augen

 Eine durch Diabetes verursachte Schädigung der feinen Gefäße im Augenhintergrund bleibt häufig erst mal unbemerkt. Später können sich Sehstörungen in Form von dunklen Flecken, roten Schleiern oder verschwommenes oder unscharfes Sehen bemerkbar machen.

Diabetischer Fuß

 Durch Durchblutungsstörungen in den kleinsten Gefäßen und Schädigung der Nerven entsteht der diabetische Fuß. Schmerzen, Wärme und Berührung an den Füßen werden dann nicht mehr gut wahrgenommen. So können Verletzungen entstehen, die lange unbemerkt bleiben und sich mit Bakterien infizieren können. Die schlechte Durchblutung der Füße bewirkt zudem, dass Immunzellen schlecht zum Ort der Entzündung gelangen. lm Extremfall können Zehen, der gesamte Fuß oder ein Unterschenkel betroffen sein. Wenn sich die Entzündung nicht durch Medikamente (Antibiotika wie z. B. Penicillin) behandeln lässt, bleibt nur eine Amputation der betroffenen Gliedmaße.

Nierenschäden

Durch den anhaltend hohen Blutzucker verdicken sich die Wände der kleinen Blutgefäße in den Nieren, deren Filtersystem dadurch mit der Zeit „löchrig“ wird. Eiweißmoleküle können durch den Filter schlüpfen und gehen dem Stoffwechsel verloren. Neben dem Eiweißverlust kommen später Störungen des Wasser- und Salzhaushaltes hinzu. Der Blutdruck steigt an.

5.) Du kommst wieder raus aus der Nummer! 

Lass dir von niemanden erzählen, dass du nun unheilbar Zuckerkrank bist. Und für immer ein Typ 2 Diabetiker bist. In meinem gesamten Podcast geht es darum, wie du gesund lebst und dein Körpergewicht reduzierst. Ich habe dir in den Shownotes Episoden zu den Themen Achtsamkeit, Zuckerentzug, Bewegung und Biorhythmus zusammengestellt. 

Shownotes

Podcastfolge zum Thema Achtsamkeit
Runter vom Gas! Nimm den Stress raus. 

Podcastfolge zum Thema „Runter vom Zucker“
Zuckerentzug! 7 Tipps, wie du ihn gut schaffst. 

Podcastfolge zum Thema Bewegung
I´m walking! Mit Walking Trainingsplan für Anfänger. 

Podcastfolge zum Thema Biorhythmus
Raus ins Licht! Stell deinen Biorhythmus auf Fettverbrennung.