114 – Interview mit Daniel Reheis: So gehts dem Hüftspeck an den Kragen. (1)

Interview mit Daniel Reheis

Daniel Reheis ist kPNI Therapeut/Dozent (klinische Psycho-Neuro-Immunologie) und Autor des Buches: „Werde wieder Mensch: Die Rückkehr des Homo sapiens.“  

Ich erwähne im Podcast immer mal wieder meinem Lieblingsdozenten Prof. Dr. Leo Pruimboom. Leo ist Co-Autor des Buches.

Wenn du eine Menge über deinen Körper lernen und dazu noch außergewöhnliche und trotzdem leicht kochbare Rezepte bekommen willst, kann ich dir das „Werde wieder Mensch“ Buch wärmstens an Herz legen. Nahrung als Medizin wird hier ganz groß geschrieben. 

In den nächsten beiden Episoden dreht sich alles um deinen Fettstoffwechsel. Und wie du ihn klug und artgerecht auf Trab bringst. 

Daniel ist Experte, was den Stoffwechsel betrifft. Ich habe ihn nach allen Regeln der Kunst für dich ausgequetscht.

In den ersten Minuten stelle ich dir Daniel und sein neues Buch ein wenig vor. Dann gehts mit diesen spannenden Themen weiter:

 

So gehts dem Hüftspeck an den Kragen! 

 

  • Wie auch ein Spaziergang zum Fettverbrennungsbooster wird.
  • Woran du merkst, dass der Fettstoffwechsel anspringt.
  • Warum du dein Immunsystem beruhigst, wenn du Fett verbrennst. 
  • Wie Stress das Fett verteilt. 
  • Warum dein Körper nicht an seine Fettreserven geht, wenn du chronisch unter Strom stehst. 
  • Warum die „alten Freunde“  (Hitze, Kälte, Hunger, Durst) deinen Stresspegel senken. 

 

Shownotes

 

HIER findest du weitere Infos zum Buch „Werde wieder Mensch“ von Daniel Reheis.

HIER findest du weitere Infos zum Nahrungsergänzungsmittel Lactoferrin der Firma artgerecht.

Hier gehts zu den mutmachenden Interviews (Blog) mit meinen Kunden Rüdiger und Brigitta! Du findest beide Interviews auch im Podcast Folge 84 und Folge 96.

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113 – Was hat diese kleine Schilddrüse mit deinem Körpergewicht zu tun (2)

In der letzten Episode hast du schon eine Menge Infos zum Thema Schilddrüsengesundheit und Körpergewicht bekommen. Heute geht es weiter mit  diesem kleinen, sehr mächtiges, wichtigen Organ.  Viel Spaß!

 

Schilddrüse und Körpergewicht

 

Deine Schilddrüse ist die Energieministerin im Körper. Die Schilddrüsenhormone sind der Zündfunke, der deine Körperzellen antreibt.

Sie sorgen z. B. für eine optimale Körpertemperatur. Dafür, dass es für alle Abläufe im Körper genug Treibstoff gibt. Die Schilddrüse arbeitet so ähnlich wie das Gaspedal beim Auto. Gas geben verbraucht Energie. Kilokalorien.

Kann die Schilddrüse kein Gas mehr geben, wird weniger Energie verbraucht. Der Grundumsatz sinkt. Und du wunderst dich, dass du zunimmst. Obwohl du genauso isst und dich genauso bewegst wie immer.

Im 2. Teil bespreche ich mit der Schilddrüsenexpertin, Autorin und Heilpraktikerin Kyra Kauffmann

  • Wie Schilddrüsenhormone im Körper arbeiten.
  • Wie schnell das Körpergewicht steigt, wenn die Schilddrüse ihren Job nicht machen kann.
  • Welche Ursachen es für eine Hashimoto gibt.
  • Was passiert, wenn die Wechseljahre hinzukommen.
  • Welchen Einfluss ein hoher Körper Fettanteil hat.
  • Warum du Wasser einlagerst, wenn die Schilddrüse nicht mitspielt.
  • Welche wichtige Rolle der Eiweißbaustein Tyrosin, Eisen und Jod spielen.
  • Welche Ernährungsform Kyra bei einer Schilddrüsenfehlfunktion empfiehlt.

Auch heute wieder mein Tipp:  Lass die Inhalte sacken. Hör sie dir die beiden Episoden in ein paar Tagen nochmal an. Egal, was du noch vor hast abnehmen, zunehmen, gesund leben, gesund alt werden – es wird dir immer helfen, deinen eigenen Körper gut zu kennen.

Zu erfahren, wie er tickt. Mitzukriegen, in welch einem Wunderwerk der Natur du da lebst. Mich macht das immer wieder sprachlos. Je mehr du über deinen Körper weißt, desto achtsamer wirst du mit ihm umgehen.

Shownotes

Die in der Episode erwähnten Bücher von Kyra Kauffmann, die ich dir alle ans Herz legen kann:

JOD – Schlüssel zur Gesundheit

Die Anti-Stress-Ernährung! Mehr Power für die Körperzellen. 

Natürlich high: Die körpereigenen Glückshormone aktivieren.

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112 – Was hat diese kleine Schilddrüse mit deinem Körpergewicht zu tun (1)

In den nächsten beiden Episoden geht es um ein winzig kleines, doch sehr mächtiges, wichtiges Organ in deinem Körper – deine Schilddrüse. Viel Spaß!

 

Schilddrüse und Körpergewicht

 

Deine Schilddrüse ist die Energieministerin im Körper. Die Schilddrüsenhormone sind der Zündfunke, der deine Körperzellen antreibt.

Sie sorgen z. B. für eine optimale Körpertemperatur. Dafür, dass es für alle Abläufe im Körper genug Treibstoff gibt. Die Schilddrüse arbeitet so ähnlich wie das Gaspedal beim Auto. Gas geben verbraucht Energie. Kilokalorien.

Kann die Schilddrüse kein Gas mehr geben, wird weniger Energie verbraucht. Der Grundumsatz sinkt. Und du wunderst dich, dass du zunimmst. Obwohl du genauso isst und dich genauso bewegst wie immer.

 

Interview mit der Schilddrüsen Expertin Kyra Kauffmann.

 

In ersten Teil des Interviews klamüsere ich mit der Schilddrüsenexpertin, Autorin und Heilpraktikerin Kyra Kauffmann zunächst mal ein paar Basics zur Schilddrüse auseinander:

  • Wie du deine Schilddrüse am allerbesten unterstützen kannst.
  • Warum der TSH Wert „falsch hoch“ angezeigt wird und allein zu wenig aussagt.
  • Welchen Sinn es macht, nach dem „warum“ einer Schilddrüsenfehlfunktion zu forschen.
  • Wer ist der beste Diagnostiker: Hausarzt, Endokrinologe, Nuklearmediziner, Heilpraktiker?
  • Was Darm und Leber mit deiner Schilddrüsengesundheit zu tun haben.
  • Welche „Nachrichten“ die Hormone T3 und T4 im Körper verteilen.
  • Wie du kostenlos und einfach rauskriegen kannst, ob deine Schilddrüse gut arbeitet.

Mein Tipp: Lass die Inhalte dieser Episode mal sacken. Hör sie dir diese Episode evtl. noch mal an. Egal, was du noch vor hast abnehmen, zunehmen, gesund leben, gesund alt werden – es wird dir immer helfen, deinen eigenen Körper gut zu kennen.

Zu erfahren, wie er tickt. Mitzukriegen, in welch einem Wunderwerk der Natur du da lebst. Mich macht das immer wieder sprachlos. Je mehr du über deinen Körper weißt, desto achtsamer wirst du mit ihm umgehen.

Im zweiten Teil gehts mit spannenden Themen weiter. Zum Beispiel, wie du deine Schilddrüse unterstützt. Und was du der Gewichtszunahmen wegen einer Schilddrüsenfehlfunktion entgegensetzen kannst.

Shownotes

Die in der Episode erwähnten Bücher von Kyra Kauffmann, die ich dir alle ans Herz legen kann:

JOD – Schlüssel zur Gesundheit

Die Anti-Stress-Ernährung! Mehr Power für die Körperzellen. 

Natürlich high: Die körpereigenen Glückshormone aktivieren.

111 – Welchen Einfluss Wassereinlagerungen auf dein Körpergewicht haben!

Du hast du dich total gesund ernährt. Morgens Low Carb Brötchen beim Bäcker gekauft. Mittags heldenhaft das leckere Baguette beim Italiener ignoriert. Vorm Abendessen noch jede Menge Schritte gesammelt. Und abends gab es Zucchini Nudeln mit Lachs. Na, wenn da nicht mindestens ein Kilo runter ist

Am nächsten Morgen gehst du mit einem siegessicheren Lächeln auf die Waage. Etwas später entgleisen dir sämtliche Gesichtszüge! Du hast nichts abgenommen! NEIN! Viel schlimmer. Du hast zugenommen. Und zwar genau dieses eine Kilo, dass du eigentlich weniger drauf haben wolltest.

Na, das ist ja ein tolles Konzept. Das mit der gesunden Ernährung, Zucker weglassen und mehr Bewegung. Dann kannst du es ja auch wieder sein lassen, oder? Ich kann dich beruhigen! Gewichtsschwankungen von ein bis zwei Kilo pro Tag sind normal. Wir leben in einem komplexen Körper.

Unser Stoffwechsel läuft nicht jeden Tag nach Schema F. Zusätzlich gibt es viele Gründe dafür, warum uns die Waage immer mal wieder frech ins Gesicht lügt. Doch was ist da genau los in deinem Körper, wenn du schon so vieles richtig machst – doch auf der Waage tut sich gerade wenig bis gar nichts! Das Gewicht stagniert ewig lange. Oder geht rauf und runter.

In dieser Folge dreht sich alles um das Thema Wassereinlagerungen. Wasser spielt nämlich eine riesige Rolle bei Gewichtsschwankungen. Ich möchte dir aber schon mal einen ganz wichtigen Tipp geben! Bevor wir all die Gründe erörtern, warum das Gewicht schwankt oder auch mal stagniert: Pack die Waage in den Keller. Um nicht in die Versuchung zu kommen, dich ständig da drauf zu stellen. Viele Schwankungen und Stagnationen kriegst du dann erst gar nicht mit.

Körpergefühl statt Körperwaage ist eines der Dinge, die ich meinen Schützlingen im Coaching beibringe. Noch bevor die Waage die ersten 500 Gramm weniger anzeigt, spürst du schon längst, dass sich was tut. Wenn du drauf achtest! Der Kragen der Bluse, der nicht mehr so eng sitzt. Das Lieblingsshirt, das plötzlich wieder passt. Und achte auf jeden Fall darauf, wie viel besser du dich fühlst. Was ja auch ein Erfolg ist. Dass zum Beispiel Blähungen verschwinden. Oder du nicht mehr so oft Kopfschmerzen hast.

Okay! Jetzt aber zum Grund Nummer 1, wenn es um Gewichtsschwankungen geht:
   

Wassereinlagerungen

 

Der Flüssigkeitshaushalt deines Körpers hat einen großen Einfluss auf dein Körpergewicht. Dein Organismus besteht zu etwa 70 % aus Wasser. Natürlich können so schon geringe Schwankungen Auswirkungen auf dein Gewicht haben. Es gibt sogar Sportler, die den Wasserhaushalt gezielt manipulieren, um in ihrer Sportart einer niedrigeren Gewichtsklasse zugeordnet zu werden.

 

Wie entstehen Wassereinlagerungen?

 

Wasser ist überall im Körper verteilt – in den Zellen, den Zellzwischenräumen, dem Bindegewebe und der Unterhaut. Sogar Knochen enthalten Wasser. Auch dein Blut besteht zu einem Großteil aus Wasser.

Aus den kleinsten Äderchen kommen pro Tag mehrere Liter Wasser in die Zellzwischenräume. Von dort gelangt ein großer Teil wieder zurück in den Blutkreislauf, wo Venen es zum Herzen zurück transportieren. Etwa zehn Prozent des Wassers fließen über die Lymphbahnen ab. Steigt der Druck innerhalb der Äderchen an, wird mehr Flüssigkeit ins umliegende Gewebe abgepresst. Damit der Druck in den Gefäßen sinkt.

Wassereinlagerungen entstehen, wenn Wasser aus den Blutgefäßen oder aus dem Lymphsystem austritt und sich im umliegenden Gewebe staut und ansammelt. Dort kann es oft eine sichtbare Schwellung verursachen.

Besonders häufig sind dabei die Beine, Füße und Knöchel betroffen, die durch die Wasseransammlungen dick und schwer werden. Auch die Hände, Finger, das Gesicht oder der Bauch können von Wassereinlagerungen betroffen sein.

Ich gehe hier auf eher harmlose, kurzfristige Wassereinlagerungen ein. Es gibt eine Menge krankheitsbedingte Ursachen, die für langfristige Wassereinlagerungen in Form von Ödemen sorgen.

 

7 Gründe für kurzfristige Wassereinlagerungen

 

1. Plötzlich weniger Kohlenhydrate

Du hast auf eine Low Carb Ernährung umgestellt. Reduzierst Zucker bzw. Kohlenhydrate. Dein Körper lässt jede Menge Wasser los. Das braucht er normalerweise, um den Zucker in die Zellen einzuschleusen. Das losgelassene Wasser siehst du schon nach ein paar Tagen auf der Waage. Nach einer Weile pendelt sich der Wassergehalt im Körper wieder ein. Der Zeiger auf der Waage geht kurzfristig nach oben.

2. Überschüssige Kohlenhydrate

Überschüssige Kohlenhydrate führen auch kurzfristig zu Wassereinlagerungen. Sie werden in Form von Glykogen in Leber und Muskulatur gespeichert. Circa 150 Gramm in der Leber und rund 300 Gramm(???) in den Muskeln. 1 Gramm Glykogen bindet rund 3 Gramm Wasser. Gewichtsschwankungen von 1 bis 1,5 Kilo sind hier also auch wieder drin.

3. Der weibliche Zyklus

Östrogen- und Progesteronschwankungen können zu Wassereinlagerungen führen. Ein bis drei Kilogramm Gewichtsunterschiede sind keine Seltenheit. Die Wassereinlagerungen sind meistens in Woche 2 und Woche 4 (vor der Regelblutung) am stärksten. Bei manchen Frauen ist das sehr ausgeprägt, andere bemerken kaum etwas.

4. Stundenlanges Sitzen / Stehen

Über die Venen wird sauerstoffarmes Blut aus dem Organismus zurück zum Herzen befördert. Dabei überwindet das Blut die Schwerkraft mithilfe der Muskeln, die sich bei Bewegung anspannen. Blut, das aus den Beinvenen zurück zum Herzen fließen muss, hat einen besonders langen Weg zurückzulegen. Fällt durch körperliche Inaktivität diese praktische Muskelpumpe aus, versackt das Blut in den Beinen – dicke Beine und Füße sind die Folge.

 5. Viel Salz

Salz bindet Wasser. Bei einer Ernährung mit vielen Fertiggerichten verliert man die Menge schnell aus den Augen.

6. Alkohol

Ein Glas Sekt macht nichts. Ist es eine ganze Flasche, ist die Wasserregulation deines Körpers ziemlich durcheinander. Während du Alkohol trinkst, gibt es einen entwässernden Effekt. Dieser hält jedoch nur bis am Tag danach an und verkehrt sich dann in das Gegenteil. Oft dauert es 1-2 Tage, bis sich alles wieder normalisiert. Was tun? Insgesamt weniger trinken, dann ist der Wassereinlagerungs-Effekt weniger ausgeprägt. Dem Alkohol abschwören und es irgendwann doch wieder tun.

7, Stress

In Stresssituationen die andauern, wird das Aktivitätshormon Cortisol chronisch ausgeschüttet. Eigentlich ist das Hormon Aldosteron für den Wasserhaushalt zuständig. Doch Cortisol kann an denselben Rezeptoren andocken und so auch für Wassereinlagerungen sorgen. Verschwindet der Stressor, sind auch die Wassereinlagerungen nach 2-3 Tagen verschwunden. Wer also starker körperlicher oder psychischer Belastung ausgesetzt ist, sich zum Beispiel einen viel zu großen Kopf wegen der Waage macht, neigt schneller zu Wassereinlagerungen als jemand, der das alles ein wenig lockerer sieht.

 

Wassereinlagerungen loswerden

Wasser trinken                       

Du könntest denken: Jetzt bloß nicht noch mehr Wasser trinken. Doch das ist genau der falsche Gedanke. Zu wenig Wasser kann dazu führen, dass der Körper noch stärker an seinem Wasser festhält. Mein ständiger Tipp: auf dein Durstgefühl! Trink immer dann, wenn du Durst hast, ein großes Glas Wasser. Und dann erst wieder, wenn du das nächste Mal Durst hast.

Kalium aus Gemüse, Salat und Obst

Der Mineralstoff Kalium kommt überwiegend im Inneren von Körperzellen vor und ist für die Regulation des Wasserhaushaltes verantwortlich. Kalium wirkt angenehm entschlackend und entwässernd. Kalium findest du in Obst wie Melonen, Orangen, Aprikosen und Bananen. Auch sehr gute Kaliumlieferanten: Rote Beete und Avocados.

Weitere starke Kaliumlieferanten sind:

Ananas, Bananen, Birnen, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Holunder, Johannisbeeren, Rhabarber, Wassermelone, Weintrauben, Zitrone. Spinat, Artischocke, Fenchel, Gurke, Karotten, Kartoffeln, Kopfsalat, Kürbis & Kürbiskerne, Blumenkohl, Meerrettich, Reis, Rettich, Sauerkraut, Sellerie, Spargel, Tomaten, Zucchini.

Magnesium in Nüssen & Samen

Auch Magnesium wirkt Wassereinlagerungen entgegen. Nüsse und Samen sind kleine Magnesiumbomben. Nüsse strotzen außerdem nur so vor gesunden Fetten und machen lange satt. Ein gutes Maß: eine Handvoll am Tag.

Kräuter und Kräutertees

Es gibt natürlich auch ein paar Kräuter, die gegen Wassereinlagerungen gewachsen sind. Harntreibend wirken: Löwenzahn, Brennnessel, Petersilie, Liebstöckel und Rosmarin, Ingwer und Zitronenmelisse. 

Shownotes:

110 – Kann man ohne Kohlenhydrate leben? Mein Gehirn braucht doch Zucker! (2)

Und ich werde die letzte Folge noch mal Revue passieren lassen. Wir haben ein paar Stoffwechselwege angesprochen, die, nach einmal hören, nicht immer gleich verständlich sind. Und ich möchte ja, dass du nie wieder denkst, dass dein Gehirn einfach aussetzt, wenn du mal eine Weile keinen Zucker bzw. weniger Kohlenhydrate isst.

 

It´s all about energy!

 

Bei allem, was in deinem Körper vor sich geht. Es geht immer um Energie, die zuverlässig für verschiedene Institutionen im Körper zur Verfügung stehen muss. Alle Mechanismen, Funktionen, Abläufe im Körper sind darauf ausgerichtet.

Die meiste Energie geht für das Gehirn und für das Immunsystem drauf. Dann folgen die Organe und die Muskulatur. Fettgewebe ist übrigens ein recht günstiger Vertreter im Körper. Es verbraucht wenig Energie.

 

Mehrere Sicherheitsnetze, falls Kohlenhydrate aus sind!

 

Am Ende des Tages müssen 5 Billionen Körperzellen auf Trab gehalten werden. Wir haben besprochen, dass es genau aus dem Grund eine Art Sicherheitsnetz geben muss.

Nahrung stand uns früher nicht ständig zur Verfügung. Zucker schon mal gar nicht. Und wir haben besprochen, dass unser Gehirn tagsüber und unser aktives Immunsystem nachts (wenn wir krank sind, auch tagsüber) auf Glukose (Zucker, KH) angewiesen ist. Gehirn und Immunsystem von Homo sapiens musste überleben, auch wenn KH gerade mal aus waren.

Damit haben wir schon in der letzten Episode die Frage beantwortet: Braucht mein Gehirn Zucker! Die Antwort ist ja! Nur: Sind wir deshalb auf Zucker angewiesen? Nein! Und eine Strategie unseres Körpers, an diese wertvolle Energiequelle ranzukommen, habe ich dir in der letzten Episode schon verraten.

 

Zucker aus Nahrung

 

Noch mal zur Erinnerung: Erste Phase: Glukose kommt nach der Verdauung von Kohlenhydraten in den Blutkreislauf. Wir hatten die Bratkartoffeln mit Spiegelei als Beispiel.

Dann haben wir uns vorgestellt, dass du die KH mal ein paar Tage runterfährst oder auch mal längere Fastenfenster hast.

Früher war das vielleicht die Phase zwischen 8 Stunden nicht Essen und in der Nacht aufstehen, um nach Nahrung zu suchen. Dein Körper sorgt vor, bevor ein größeres Defizit entstehen kann. Das Gehirn musste jetzt gut funktionieren, damit du auch wieder nach Hause findest. Die Muskulatur muss laufen, rennen, jagen, klettern usw.

Nehmen wir also an, du machst es wie deine Vorfahren. Oder wie unsere heutigen Naturvölker. Aufstehen und bewegen. In dieser Episode habe ich die Vorteile von Bewegung ohne Frühstück erklärt.

Okay! Kohlenhydrate sind also aus. Wir kommen in die zweite Phase.

Zucker aus körpereigenem Eiweiß und Fett!

 

Es kommt keine Nahrung mehr rein. Anfangs gibts noch ein bisschen Zucker (Glykogen – Speicherform von Zucker) aus den Speichern in der Leber. Eventuell hat sie da in der Nacht schon dran rumgeknabbert. Schließlich hast du ja schon 8 Stunden nichts gegessen.

Als Nächstes fängt der Körper an, sich Glukose aus körpereigenem Eiweiß zu bauen. Und Fette zu spalten, um auch Fettsäuren für die Energiegewinnung einzusetzen. Es geht also ran an den Speck.

Das mit dem körpereigenen Eiweiß würde nicht für immer und ewig funktionieren. Wir würden uns selbst auffuttern, um immer genügend Energie am Start zu haben. Wir werden uns also das nächste Sicherheitsnetz ansehen, dass die Evolution sich ausgedacht hat. Jetzt fährst du auf Fett: Ketonkörper ersetzen Glukose! 

 

Phase 3: Dein Körper fährt auf Ketonkörper!

 

Okay! Wir gehen davon aus: Du hast eine Weile wenige Kohlenhydrate gegessen. Was ist viel und was ist wenig? Sagen wir mal, du isst mehrere Tage hintereinander unter 50 g Kohlenhydrate aufgenommen. Das ist die Menge Kohlenhydrate, die ein Mensch anpeilt, wenn er sich ketogen ernähren will.

Noch mal zur Erinnerung: Wenige KH essen ist für den Körper so ähnlich wie fasten.

In der dieser Phase ist der Abbau von körpereigenem Eiweiß recht hoch. Dein Gehirn braucht rund 120 g Glukose pro Tag. Ein fortlaufender Abbau von körpereigenem Eiweiß würde in dieser Geschwindigkeit bald das Ende bedeuten.

Und das Überleben der Spezies Homo sapiens musste gesichert werden. Der Abbau von körpereigenem Eiweiß muss unbedingt minimiert werden. Wir haben überlebt, weil unser Körper sich den ketogenen Stoffwechsel ausgedacht hat.

Organe, die Glukose (Zucker, KH) nicht brauchen, werden jetzt mit Energie aus Fettsäuren versorgt. Was der absolute Knaller ist: Dein Gehirn kann auch auf Fett umstellen. Statt Glukose wird das Gehirn jetzt mit Ketonkörper befeuert.

Wie entstehen Ketonkörper?

 

Ketonkörper sind kleine Moleküle und werden in der Leber aus Fettsäuren gebildet. Nach einer kleinen Anpassungsphase „Oh keine Glukose mehr! Wie war das noch mal mit den Ketonkörpern! Ach ja!“ Fängt das Gehirn an Ketonkörper als alternativen Kraftstoff zu verwerten. Du fährst jetzt nicht mehr mit dem teuren Super-Benzin – Zucker. Sondern mit der alternativen Energiequelle: Ketonkörper. Also, ich find das alles schon ziemlich fantastisch.

Also: Die meisten Menschen gewinnen ihre Energie aus Kohlenhydraten. Werden Kohlenhydrate stark reduziert und wichtig: Mehr Fett zugeführt, stellt der Stoffwechsel von Glukose auf Ketone um. Wenn du ein paar Stunden fastest, ohne Abendessen ins Bett gehst und dich am nächsten morgen eine Runde nüchtern bewegst, kommst du eventuell auch kurz in Ketose. Du unterbrichst sie mit einer Mahlzeit, in der KH drin sind.

 

Ketogene Ernährung bringt Menschen in die Heilung.

 

Die ketogene Ernährung ist nicht sehr bekannt. Dabei bringt sie Menschen in die Heilung. Zum Beispiel Menschen mit Epilepsie. Epilepsie ist eine chronisch-neurologische Erkrankung und betrifft die Nervenzellen im Gehirn. Menschen, die sich ketogen ernähren, können bald auf Medikamente verzichten.

Oder während einer Krebstherapie. Allein mit der ketogenen Ernährung lässt sich kein Tumor besiegen. Forscher haben aber herausgefunden, dass eine kohlenhydratarme und gleichzeitig extrem fettreiche Ernährung dazu beitragen kann, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen.

Ich kenne Menschen, die sich ketogen ernähren, weil es ihnen guttut. Ohne jegliche Gewichtsprobleme. Dass du abnimmst, wenn du die KH reduzierst, weißt du ja schon. Dafür musst du dich nicht an die ketogene Ernährung ran wagen. Dafür reicht auch eine Low Carb Ernährung, d. h. du isst ca. 70 – 100 g Kohlenhydrate pro Tag.

Je länger du die KH runterfährst oder fastest, desto höher steigt die Konzentration der Ketonkörper im Organismus. Ketonkörper durchströmen deinen Blutkreislauf und gelangen überall hin, wo sie gebraucht werden. Gehirn, Immunsystem, Muskulatur. Sie erkennen den neuen bzw. alten Treibstoff und nehmen ihn gerne an. Bei Erwachsenen stellt sich Ketose nach ein paar Fastentagen ein, bei Kindern nach wenigen Stunden.

 

KH runterfahren ist so ähnlich wie fasten! 

 

Fasten oder Kohlenhydrate reduzieren, haben fast dieselben Effekte. Der Körper adaptiert sich durch eine Reduktion der KH nicht ganz so schnell, weil du ja noch Fett und Eiweiß isst.

Um in Ketose zu kommen, müsstest du für ein paar Tage die KH auf unter 20 – 30 g runterfahren. Um in Ketose zu bleiben, kannst du wieder auf 40-60 g KH rauffahren. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Mit sogenannten Ketosticks kannst du das über dein Urin messen.

 

Zusammenfassung

 

Die Ursprungsfrage dieser Episode war: Ist es wahr oder falsch, dass dein Gehirn Zucker braucht? Sind wir auf Zucker (KH) angewiesen? Kippen wir tot um, wenn wir eine Weile keine KH bekommen.

Die Antwort ist: NEIN!

Die KH auf 0 runterzufahren ist unmöglich. Vor allem in Gemüse, Salat und Obst gibts jede Menge davon.

Doch was viel wichtiger ist: Die Evolution hat sich mehrere Sicherheitsnetze ausgedacht, um dich vor einem Energiemangel zu beschützen.

1. Phase: Energie aus Nahrung.
2. Phase: Energie aus der Neubildung von Glukose aus körpereigenem Eiweiß und Fett / Gluconeogenese.
3. Phase: Energie aus Ketonkörper / Ketogenese,

Du kannst das Projekt „weniger Zucker/KH essen“ jederzeit angehen. Dein Gehirn und alle anderen wichtigen Institutionen in deinem Körper sind immer bestens versorgt.

Quellen:

Gluconeogenese

Metabolische Regulation 

Leberstoffwechsel beim Fasten

 

Shownotes:

109 – Kann man ohne Kohlenhydrate leben? Mein Gehirn braucht doch Zucker! (1)

Nein! Das geht nicht. Ich kann ohne Kohlenhydrate nicht leben. Ich MUSS Zucker essen. Regelmäßig.

Ohne Zucker (KH) läuft gar nichts! „Mein Gehirn braucht ja Zucker“. „Ich bin sonst total unterzuckert“ oder „Ohne Kohlenhydrate werde ich sterben. Wir sind ja drauf angewiesen!“ Her mit der Pizza!

Was ich auch oft höre:

„Ohne Kohlenhydrate werde ich nicht satt.

„Ich ruiniere meinen Stoffwechsel.“

Ich verstehe jeden, der sich all diese Gedanken macht! Warum? Weil ich selbst gedacht habe, dass mein Denkapparat auf Zucker angewiesen ist. Bei jedem kleinen Hungergefühlchen dachte ich: Hach! Zuckermangel. Schnell mal einen Snickers essen.

Warum das alles Nonsens ist und du ganz beruhigt die Kohlenhydrate oder den Zucker reduzieren kannst, darum geht es in dieser Episode.

Ich verspreche dir schon mal, dass du nicht einfach umkippst, wenn du statt des Snickers eine Avocado oder ein paar Eier isst. Ist auch gar nichts!

Ich fand es damals echt beruhigend, zu erkennen, warum ich mich ganz beruhigt zurücklehnen kann, wenn ich mal nicht an Zucker rankomme oder rankommen will. Oder wenn ich mal ein bisschen Hunger bekomme.

Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, gehen wir ein paar Tausend Jahre zurück – in der Evolution.

 

Wie war es früher? Wie hängt das alles zusammen?

 

It´s all about energy!

Evolution passiert im Schneckentempo, das wisst ihr ja schon. Vor nicht allzu langer Zeit lebten wir in der Steinzeit. Es gab Zeiten, in denen wir viel Nahrung zur Verfügung hatten. Und Zeiten, in denen wir sehr wenig oder auch mal fast nichts zur Verfügung hatten. Harte Winter und Dürreperioden gab es damals ja auch schon.

Wie war das damals mit den Kohlenhydraten? Brot, Reis und Nudeln? Schokolade und Kuchen? Gab es sicher nicht. Ach so, auch keine Hülsenfrüchte, die ja auch Einiges an Kohlenhydraten haben. Die kamen erst viel später auf die Welt. Es blieben also ein paar Pflanzen. Im Sommer und Herbst ein paar Früchte. Beeren. Äpfel, die klein wie Pflaumen waren.

Nun ist unser Gehirn ja tatsächlich darauf angewiesen, kontinuierlich mit Energie versorgt zu werden. Es gibt sogar noch eine zweite Institution im Körper, die sehr viel Energie schluckt: dein Immunsystem. Das Gehirn verbraucht tagsüber fast ein Viertel der gesamten Energie, die du aufnimmst.

Nun gab es also Zeiten, in denen keine oder kaum Kohlenhydrate zur Verfügung standen. Um die Spezies Mensch am Leben zu erhalten, musste die Evolution sich was einfallen lassen. Wenn die Kohlenhydrate runter gehen, ist es so ähnlich wie beim fasten! Der Stoffwechsel stellt sich in mehreren Phasen um:

Phase 1: Zucker kommt aus der Nahrung!

 

Nehmen wir mal an, du isst eine ganz normale Mahlzeit: Bratkartoffeln mit Spiegelei. Ein Gemisch aus Kohlenhydraten aus den Kartoffeln, Fett und Eiweiß aus den Eiern. Magen und Darm verdauen und nehmen die Nahrungsbestandteile auf.

Die Nährstoffe werden im Körper eingebaut (Eiweiß), gespeichert (KH und Fett) oder in Energie umgewandelt. Diese Phase dauert je nach Größe und Zusammensetzung der Mahlzeit ca. 3 Stunden.

Bratkartoffeln und Spiegelei haben deine Bauchspeicheldrüse aufgefordert, Insulin auszuschütten. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel. Und fördert aufbauende (anabole) Prozesse: Eiweißbausteine werden in der Muskulatur eingebaut.

Ein Teil der Glukose aus den Kohlenhydraten wird in der Leber in die Speicherform Glykogen umgewandelt und für Notfälle gespeichert. Fette werden für unzählige Abläufe im Körper verbraucht. Oder für schlechte Zeiten auf die Hüften gepackt.

 

Nach einer Weile hat ein weiteres Hormon seinen Auftritt: Glukagon!

 

Wenn alle Nährstoffe verarbeitet, gespeichert oder verbraucht wurden, sinkt der Blutzuckerspiegel und damit auch der Insulinspiegel. Glukagon ist das Hormon, das dafür sorgt, dass du wieder Appetit bekommst.

Damit du früh genug auf die Jagd gehst, um dir wieder Nahrung zu beschaffen. Uralte Mechanismen, die heute immer noch tief in unserer Genetik verankert sind. Auch wenn der Kühlschrank nur ein paar Meter weit weg ist.

Nun liegt gerade der Säbelzahntiger vor deiner Höhle. Oder dein Chef hindert dich daran, essen zu gehen. Jetzt gehts erst mal an die Speicher in der Leber. Da wurde nach der Mahlzeit ja ein bisschen was zur Seite gelegt.

Direkt nach der Mahlzeit wurde Glukose (Zucker) in Glykogen (Speicherform Zucker) umgebaut. Jetzt gehts wieder zurück. Aus Glykogen wird wieder Glukose. Ganz schön schlau gemacht!

 

Die Kohlenhydratspeicher sind leer! Was nun?

 

Du hast immer noch keine Zeit für die Jagd – oder hast dich entschieden ein bisschen zu fasten. Oder du hattest keine Zeit mehr zum einkaufen und hast nur die Eier gegessen. Kartoffeln waren aus. Wir erinnern uns: Dein Gehirn ist – zumindest in dieser Phase – noch auf Glukose angewiesen.

Phase 2: Zucker wird aus körpereigenem Eiweiß gebaut.

 

Die Evolution hat sich in Phase 2 die Gluconeogenese ausgedacht. Gluco: Zucker, neo: neu, genese: Erzeugung. Übersetzt: Der Körper baut sich seinen Zucker selbst. So viel zum Thema: Wir sind auf Zucker angewiesen. Dass das Gehirn Zucker braucht, stimmt! Nur: Mit diesem Mechanismus ist IMMER für Nachschub gesorgt.

 

Gluconeogenese: Der Körper stellt Energie aus Eiweiß und Fett her.

 

 

Die Zuckerspeicher in Leber und Muskulatur leeren sich so langsam. Der Körper startet die Neubildung von Zucker aus Eiweiß. Gleichzeitig werden Fettzellen zur Freisetzung von Fett angeregt (Lipolyse). Dadurch, dass der Blutzuckerspiegel sinkt, wird Adrenalin freigesetzt. Eines unserer Aktivitätshormone „Hey Mensch, mach dich bereit für die Jagd“. Das Adrenalin fördert ebenfalls die Freisetzung von Fett. Damit du bereit für die Jagd nach Nahrung bist. Das war früher natürlich noch etwas anstrengender als heute.

 

Fettsäuren versorgen das Muskelgewebe mit Energie!

 

Jetzt kannst du dir schon denken, dass du nicht unbedingt eine Banane essen musst, bevor du eine halbe Stunde laufen – oder zum Yoga gehst. Es stehen uns ausreichende Fettreserven um unsere Organe, in der Haut und auf den Hüften zur Verfügung. Damit würden wir mehrere Wochen über die Runden kommen.

Nochmal: Wenn die Glukosespeicher in der Leber und der Muskulatur geleert sind, werden Fettsäuren der Hauptenergielieferant für Muskeln. Wer jetzt immer noch Energie in Form von Glukose braucht – dein Gehirn (auch die roten Blutkörperchen). Und das macht die Gluconeogenese. Die Leber bastelt Zucker aus Eiweiß (Aminosäuren).

Das kann natürlich nicht immer so weiter gehen! Irgendwann wäre die Muskulatur aufgeknabbert. Das coole ist: Dein Körper hat es gelernt, die Eiweißreserven zu schonen! Rund 24 Stunden nach der letzten Mahlzeit kommen wir in die nächste Phase.

Phase 3 : Der Energiebaustein Glukose entfällt – der Körper switcht um: auf Ketonkörper

Leute, das war eine Menge Input. Phase 3 werden wir in der nächsten Episode besprechen!

 

Zusammenfassung 1. Teil:

 

Ich möchte dir mit diesen beiden Episoden zeigen, dass dein Gehirn zwar auf Zucker angewiesen ist – du ihn deshalb aber nicht essen musst. Es gibt verschiedene Stoffwechselwege, die unser Organismus im Laufe der Evolution gelernt hat. Um sich unabhängig vom Nährstoff Zucker zu machen. Vor allem, weil es früher nicht immer Zucker gab.

Wenn du isst, wird Zucker aus der Nahrung geholt. Reduzierst du die Kohlenhydrate oder isst mal eine Weile nichts, wird aus ein bisschen Muskeleiweiß Glukose fürs Gehirn (Glukoneogenese) und aus Fett Energie für die Muskulatur gezaubert. Ich sag ja immer: Unser Körper ist ein Wunderwerk.

In der nächsten Episode besprechen wir die 3. Phase. Wie schützt der Körper sich davor, dass er sich nicht selbst aufknabbert. Das mit der Glukose Bastelei aus Muskeleiweiß kann ja nicht bis zum St. Nimmerleinstag weitergehen. Das schauen wir uns nächste Woche mal ganz genau an.

Was du dir für heute mitnehmen kannst: Dein Gehirn braucht Zucker! Ja. Doch es ist immer bestens versorgt.

Quellen:

Gluconeogenese

Metabolische Regulation 

Leberstoffwechsel beim Fasten

 

Shownotes: