099 – Hast du ständig Hunger? Was du über den natürlichen Appetitzügler Leptin wissen solltest!

Hunger und Sättigung

Selbsternannte Ernährungspäpste beten die Formel fürs Abnehmen rauf und runter! Nimm weniger Kalorien auf, als du verbrauchst und zack – Traumfigur. 

Warum gibt es dann so viele übergewichtige Menschen? Ich denke mal, dass nicht alle übergewichtigen disziplinlose Faulpelze sind, die ständig essen und sich nie bewegen.

Nun gut, dass nicht die Kalorien das Problem sind, sondern Insulin, habe ich in Episode 80 und in Episode 81 ausführlich erklärt. Kurze Wiederholung: Wir haben geklärt, dass Insulin uns den Speck auf den Hüften beschert.

Das schlaue Hormon senkt uns den Blutzuckerspiegel, packt Zucker in die Speicher und hemmt die Fettverbrennung. 

Auf seinem Weg durch den Körper nimmt es noch ein paar Fettmoleküle mit. Packt die auch auf die Hüften. Wie kannst du dafür sorgen, dass Insulin das lässt: weniger Zucker essen.

Wir gehen heute davon aus, dass du das noch nicht so gut hinbekommst. Du hast Übergewicht. Und irgendwie ständig Hunger. Doch es ist nicht nur der ewig steigende Blutzuckerspiegel, der dich an den Kühlschrank lockt.

So einfach ist unser Körper nicht gestrickt. Es gibt ein weiteres Hormon, das dies ganz gut hinbekommt. Das Sättigungshormon Leptin.

 

Was macht Leptin?

 Kurz und knapp: Hormone sind Botenstoffe und überbringen Nachrichten. Leptin überbringt die Nachricht: Der Tank ist voll. Energiezufuhr stoppen. Sättigungsgefühl auslösen. Es ist der Wächter über dein Sättigungsgefühl.

Etwas genauer: Leptin ist maßgeblich daran beteiligt, dass du dich satt fühlst. Stell dir einen Regelschieber vor. Nach rechts gehts Richtung Hunger. Nach links gehts Richtung Sättigung. Leptin ist der Regelschieber.

Um zu entscheiden, „ich bin satt“ oder „ich muss mich um Nahrung kümmern“, nimmt dein schlauer Organismus ständig Reize wahr:

  • Wann hast du das letzte Mal gegessen?
  • Wie viel hast du gegessen?
  • Wie war die Mahlzeit zusammengesetzt
  • Hast du dich bewegt?
  • Hast du Stress?
  • Du riechst oder siehst was Leckeres!

Zusätzlich bekommt er Infos darüber, wie viel Energie noch gespeichert ist. Das war früher sehr wichtig! Für die harten Winter, die es heute nicht mehr gibt. Du weißt ja, wir sind ein Wimpernschlag in der Evolution. Unser Körper passt immer noch den ganzen Tag auf, dass wir bloß nicht verhungern.

Der Chef aller Hormone heißt Hypothalamus und wohnt im Gehirn. Seine Sekretärin heißt Hypophyse. Hier kommen alle Informationen an. Und die beiden managen alles, was im Körper hormonell gesteuert werden muss.

Wo kommt Leptin her?

 

Wir haben oft über das Hormon Insulin gesprochen. Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet, um dir den Blutzuckerspiegel zu senken.

Schilddrüsenhormone werden in der Schilddrüse gebildet. Aktivitätshormone (Stresshormone) in der Nebennierenrinde.
Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Nebennierenrinde – alles Organe. Und Leptin wird auch in einem Organ gebildet, dass du vielleicht bisher nicht als Organ gesehen hast: den Fettzellen!

Lange Zeit galt Körperfett nur als Energiespeicher. Erst seit Kurzem ist bekannt, dass das Fettgewebe das größte endokrine Organ des Körpers ist. Das Gehirn sitzt mit seinen Messfühlern in den Fettzellen und misst den Energiepegel.

Geht die Anzeige Richtung VOLL, wird von den Fettzellen aus Leptin freigesetzt. Es signalisiert SATT! Hör auf zu essen. Wir brauchen keine Energie mehr. Ist genug da. Und es signalisiert ebenfalls: Verbrauch jetzt ruhig Energie (Fett) – das geht in Ordnung. Wir sind so gut versorgt, du kannst ruhig was abgeben.

Leptin ist ein natürlicher Appetitzügler und sagt dem Körper: Verbrauch ruhig Fett! Jetzt wird der Energieverbrauch erhöht! Für alle möglichen Aufbauarbeiten im Körper. Verballere die Energie ruhig. Du darfst auch an die Fettpölsterchen!

Kommt über Wochen und Monate nur wenig Energie rein (Crash-Diäten, Low Fat Diäten, Kalorien sparen) funktioniert das nicht mehr optimal. Es wird weniger Leptin auf den Weg geschickt. Du hast gefühlt immer Hunger – der Körper möchte mit Energie in Form von Nahrung aufgetankt werden.

Zusätzlich wird der Energieverbrauch gedrosselt, damit der Körper nicht Gefahr läuft, zu wenig Treibstoff zu haben – sprich: zu verhungern. Das ist schon ein ausgeklügeltes System, das die Evolution sich da hat einfallen lassen. Leptin schützt den Körper davor, zu viel Speck anzusetzen und hält die Fettspeicher im Gleichgewicht. Klingt doch Klasse.

Doch dann müsste ein sehr übergewichtiger Mensch mit vielen Fettzellen doch wie von selbst abnehmen! Viele Fettzellen, viel Leptin – kaum Hunger!

Warum Leptin nicht mehr wirkt! Die Leptinresistenz.

 

Ärzte und Wissenschaftler haben sich gedacht: okay! Spritzen wir den übergewichtigen Menschen Leptin. Sie sind dann länger satt und nehmen ab. Dieser Schuss ist leider nach hinten losgegangen.Die Therapie wirkte nicht. Das Sättigungsgefühl wurde nicht ausgelöst. Die Leptingaben waren wirkungslos.

Es ist nicht so, dass übergewichtigen Menschen Leptin fehlt. Im Gegenteil: viele Fettzellen = Viel Leptin stimmt immer noch. Doch die Balance ist aus dem Ruder gelaufen.

Unser Hormonsystem ist ausgeklügelt, feinstofflich und empfindlich. Wenn wir chronisch Dinge tun, die unser Körper nicht kennt (z. B. über einen langen Zeitraum viel zu viel Zucker essen), der uns sehr viel Bauchfett und Hüftgold beschert – kommt er damit nicht klar. Er macht das tatsächlich eine lange Weile mit sich selbst aus. Doch irgendwann läuft das Fass über.

Der schöne Mechanismus Energie kommt rein, Leptin wird ausgeschüttet, Sättigungsgefühl wird ausgelöst funktioniert wunderbar bei einem Menschen, der sich gesund ernährt, ein normales Körpergewicht hat, sich auch bewegt.

Sobald die Homöostase, das Gleichgewicht über einen längeren Zeitraum gestört wird, driften hormonelle Vorgänge im Körper in eine ungünstige Richtung. Es gerät aus den Fugen. Mit auf Dauer erheblichen Konsequenzen.

Wenn Körperzellen die Nachricht „Du bist satt“ nicht mehr hören!
Stell dir vor, du bist stundenlang in einer Diskothek, in der die Musik ohrenbetäubend laut ist. Du kommst nach Haus und hörst alles sehr leise. Bist fast ein bisschen taub. Es war zu viel für deine Ohren. Sie hören eine Weile nicht mehr so gut.

So ähnlich musst du es dir in deinem Körper vorstellen, wenn Körperzellen Nachrichten im Übermaß kriegen. Angeschrien werden: DU BIST SATT!!! Es gibt kleine Antennen auf den Nervenzellen im Sättigungssystem des Gehirns. Andockstellen für Leptin.

Bei Übergewicht wird von den Fettzellen auf Bauch, Beine, Po sehr viel Leptin freigesetzt. Irgendwann sagen die Nervenzellen: War das jetzt ein Leptinsignal oder nicht? Ja oder nein? Bin ich satt oder nicht? Muss ich für Energie sorgen oder nicht? Ich weiß nicht, ich kann es nicht richtig hören. Gehen wir auf Nummer sicher und essen noch ein bisschen. Nicht dass wir verhungern.

Du hast genug Energie in den Fettzellen, du bist absolut nicht in Gefahr zu verhungern – und isst trotzdem weiter. So was kannst du jetzt getrost als Teufelskreis bezeichnen.

Es ist kompliziert! Noch mal zum Mitschreiben: Es kommt sehr viel Leptin im Gehirn an. Und es dockt auch wie gewohnt an den Nervenzellen an. Doch es kommt nicht ab und zu vorbei und sagt: Du bist satt! Sondern schreit die Nervenzellen die ganze Zeit an: Satt! Satt! Satt! Du hast genug Energie gespeichert. Hör auf zu essen.

Doch die Information kommt nicht im Gehirn an. Das Signal kommt nicht (mehr) durch. Die Zellen stellen auf Durchzug. Es ist keine richtige Resistenz, weil Leptin ankommt und auch andockt. Die Info weitergibt. Warum das Signal dann in letzter Instanz nicht ankommt, ist noch nicht so richtig geklärt.

Wissenschaftler arbeiten fieberhaft an diesem Leptinproblem. So wurde zum Beispiel an Versuchstieren untersucht, wie sich eine Reduzierung von Leptin auswirkt. Die Versuchstiere nahmen ab. Das Sättigungssignal kam wieder durch. Sehr spannend, oder?

Leptin wieder andocken lassen!

 

Die Frage ist: Wie kannst du dafür sorgen, dass Leptin nicht mehr in solch großen Mengen produziert wird. Die Zellen das Signal wieder hören. Ein Sättigungsgefühl ausgelöst wird.

Mit einem normalen Körpergewicht klappt das ja. Das bedeutet im Umkehrschluss: Mit jedem Kilo, das du abnimmst, funktioniert das mit dem Leptin auch wieder besser. Dein Sättigungsgefühl kommt zurück.

 

Shownotes

Podcast: Warum Kalorien zählen nicht beim Abnehmen hilft 1. Teil und 2. Teil. 

Blog: Hör endlich auf Kalorien zu zählen! 5 Gründe, warum du damit nicht abnimmst. 

098 – 5 Dinge, die du über die Zuckerkrankheit Diabetes Typ2 wissen solltest! (2)

Diabetes Typ 2 Folgekrankheiten

In der letzten Episode bin ich darauf eingegangen, was die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 so tückisch macht: Du spürst sie erst mal nicht. Diabetes Typ 2 wird 7 – 10 Jahre zu spät entdeckt. Spring nochmal in Teil 1 rein, wenn du mehr über erste Anzeichen und Symptome wissen willst. 

In dieser Episode möchte ich dich darauf aufmerksam machen, welche Blutwerte du dir von deinem Arzt geben lassen kannst, um früh genug Klarheit darüber zu haben: Habe ich bereits eine Insulinresistenz? Stecke ich schon in einer Diabetes Typ 2? Je früher du eine Kehrtwende (Ernährungs- und Lifestyle Umstellungen) desto besser. 

Du erfährst außerdem, warum Folgeerkrankungen entstehen. Wie der Verlauf sein kann. Und wie du aus der Nummer wieder rauskommst. 

3.) Der Blutzuckerwert HbA1c allein reicht nicht aus! 

Der HbA1c-Wert

Mit dem HbA1c-Wert wird der Blutzucker im Blut gemessen. Bevor ich weiter darauf eingehe, musst du wissen, dass dieser Wert nicht automatisch im kleinen oder großen Blutbild drin ist.

Der Arzt entscheidet, ob der Wert bestimmt wird. Deshalb gibt es so viele Zufallsdiagnosen. Problematisch finde ich persönlich, dass der Wert selbst bei Diabetikern nicht oft genug vom Arzt gecheckt wird.

Der HbA1c-Wert – schauen wir uns mal an, was das überhaupt ist.

Weil der Blutzuckerwert nur eine Momentaufnahme ist, bestimmt der Arzt den sogenannten HbA1c-Wert, auch „Langzeitwert“ oder „Blutzuckergedächtnis“ genannt. Meist erst dann wenn er vermutet, dass du einen Diabetes Typ 2 haben könntest.

Der HbA1c-Wert spiegelt den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut in den letzten 3 Monaten wieder.

„Hb“ steht für Hämoglobin. Das ist der rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen. Sie transportieren den Sauerstoff. HbA1 besteht weiteren aus Untergruppen. Eine davon heißt HbA1c. Hämoglobin wird noch mal unterteilt in: HbA0, HbA1, HbA2 und HbF. Lagert sich an HbA0 ein Zuckerteilchen an, entsteht HbA1c.

Der Arzt kann an dem Wert ablesen, zu wie viel Prozent der rote Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen verzuckert ist. Nach Meinung einiger Wissenschaftler und Ärzte weltweit, ist der Wert mit 6,1 % bis 6,5 % zu hoch angesetzt. In moderneren Laboren wird bereits ab einem Wert von 5,6 % empfohlen, präventiv einzugreifen (Ernährung, Bewegung) um die die Krankheit besser abzufangen. Bei höheren Werten kann der Weg für die Folgeerkrankungen bereits geebnet sein.

 

HOMA-Index

Ist der HbA1c-Wert normal, heißt das nicht automatisch, dass die Blutzuckerlage gut ist. Ein kurzzeitig erhöhter Blutzucker (weniger als vier Stunden), beeinflusst den HbA1c -Wert nämlich nicht. So ist es möglich, dass Nerven und Blutbahnen durch den hohen Zucker bereits Schäden genommen haben, ohne dass es im Laborbefund auffällt.

Homa Index: Nüchtern Blutzucker und nüchtern Insulinspiegel werden über eine Rechenformel ins Verhältnis gesetzt. So kann das Risiko für eine Insulinresistenz sehr viel sensibler als über den normalen HbA1c-Langzeitblutzucker ermittelt werden. Es kann wertvolle Zeit gewonnen werden.

Fettleberindex

Ein Risikomarker für einen Diabetes Typ 2 ist die Fettleber. Nicht nur die alkoholischer, auch die nichtalkoholische Fettleber. Sie entsteht, wenn die Leber viel Zucker, vor allem Fruchtzucker (Fertigprodukte, Obst) in Fett umwandeln muss. Fruchtzucker geht den direkten Weg über die Leber auf die Hüften. Wenn wenig Bewegung hinzukommt, ist der Teufelskreis perfekt.

Die nichtalkoholische Fettleber

Die NAF ist das am weitesten verbreitete Krankheitsbild der Leber. Schätzungen zufolge sind weltweit rund 30 Prozent aller Erwachsenen und zunehmend auch übergewichtige Kinder von Fetteinlagerungen in der Leber betroffen. Eine Fettleber steht oft in wechselseitiger Beziehung mit dem sogenannten Metabolischen Syndroms:

  • einen vergrößerten Bauchumfang
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Blutzuckerspiegel
  • erhöhte Blutfettwerte

Ein hoher Insulinspiegel führt zur Leberverfettung. Beträgt der Fettanteil der Leber mehr als fünf Prozent, spricht man von einer Fettleber. In einem höheren Stadium kann die Verfettung über 60 Prozent und mehr betragen. Natürlich gibt es auch hier jede Menge Folgeerkrankungen – wenn sich die Leber aufgrund der unnatürlichen Fettmenge entzündet und entartet. Der Fettleberindex ist also auch ein guter Marker für die Frage: Wie tief stecke ich schon drin, in der Krankheit Diabetes Typ 2.

Die gute Nachricht: Auch das kannst du wieder in den Griff kriegen! 

 

C-Peptid-Test

 Das C-Peptid ist ein Abfallprodukt (ein Eiweiß), das bei der Bildung von Insulinmolekülen entsteht. Für jedes Insulinmolekül gibt es ein C-Peptid. Wenn man nachsieht, wie viel C-Peptid im Blut ist, kann man ausrechnen, wie viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse gebildet wurde.

Und warum misst man dann nicht die Insulinmenge? Weil Insulin eine kürzere Halbwertzeit hat. Das ist die Dauer, bis nur noch die Hälfte einer Stoffmenge verfügbar ist. Insulin dockt an den Zellen an und wird im Blut von Enzymen zersetzt. Es ist zwar Insulin gebildet worden, doch man kann es nicht mehr erfassen. Das C-Peptid hat eine längere Halbwertzeit. Es wird nicht so schnell abgebaut und deshalb kann man das leichter zählen.

4.) Die Folgeerkrankungen haben einen dramatischen Verlauf!

Herzinfarkt & Schlaganfall

Zu viel Zucker im Blut beschädigt die Wände von großen, kleinen und kleinsten Arterien. Es kommt zu Ablagerungen, was zur Arterienverkalkung bzw. Arteriosklerose führt. Blut kann jetzt nicht mehr so gut fließen. Und damit kommen weniger Sauerstoff und Nährstoffe zu den Organen. In verengten Gefäßen am Herz können sich Gerinnsel bilden. Das Blutgefäß verstopft, die Durchblutung der Herzkranzgefäße wird schlecht. Was zum Herzinfarkt führen kann.

An den Hirngefäßen führt dies zum Schlaganfall. Im Bereich der Beine zur arteriellen Verschlusskrankheit. Vorher hat der Mensch ständig kalte Füße und Missempfindungen wie Ameisenlaufen und Taubheit. Noch später stirbt das Gewebe ab und manchmal muss amputiert werden (40.000 Amputationen pro Jahr in Deutschland wegen Diabetes).

 

Folgeerkrankungen der Augen

 Eine durch Diabetes verursachte Schädigung der feinen Gefäße im Augenhintergrund bleibt häufig erst mal unbemerkt. Später können sich Sehstörungen in Form von dunklen Flecken, roten Schleiern oder verschwommenes oder unscharfes Sehen bemerkbar machen.

Diabetischer Fuß

 Durch Durchblutungsstörungen in den kleinsten Gefäßen und Schädigung der Nerven entsteht der diabetische Fuß. Schmerzen, Wärme und Berührung an den Füßen werden dann nicht mehr gut wahrgenommen. So können Verletzungen entstehen, die lange unbemerkt bleiben und sich mit Bakterien infizieren können. Die schlechte Durchblutung der Füße bewirkt zudem, dass Immunzellen schlecht zum Ort der Entzündung gelangen. lm Extremfall können Zehen, der gesamte Fuß oder ein Unterschenkel betroffen sein. Wenn sich die Entzündung nicht durch Medikamente (Antibiotika wie z. B. Penicillin) behandeln lässt, bleibt nur eine Amputation der betroffenen Gliedmaße.

Nierenschäden

Durch den anhaltend hohen Blutzucker verdicken sich die Wände der kleinen Blutgefäße in den Nieren, deren Filtersystem dadurch mit der Zeit „löchrig“ wird. Eiweißmoleküle können durch den Filter schlüpfen und gehen dem Stoffwechsel verloren. Neben dem Eiweißverlust kommen später Störungen des Wasser- und Salzhaushaltes hinzu. Der Blutdruck steigt an.

5.) Du kommst wieder raus aus der Nummer! 

Lass dir von niemanden erzählen, dass du nun unheilbar Zuckerkrank bist. Und für immer ein Typ 2 Diabetiker bist. In meinem gesamten Podcast geht es darum, wie du gesund lebst und dein Körpergewicht reduzierst. Ich habe dir in den Shownotes Episoden zu den Themen Achtsamkeit, Zuckerentzug, Bewegung und Biorhythmus zusammengestellt. 

Shownotes

Podcastfolge zum Thema Achtsamkeit
Runter vom Gas! Nimm den Stress raus. 

Podcastfolge zum Thema „Runter vom Zucker“
Zuckerentzug! 7 Tipps, wie du ihn gut schaffst. 

Podcastfolge zum Thema Bewegung
I´m walking! Mit Walking Trainingsplan für Anfänger. 

Podcastfolge zum Thema Biorhythmus
Raus ins Licht! Stell deinen Biorhythmus auf Fettverbrennung. 

 

097 – 5 Dinge, die du über die Zuckerkrankheit Diabetes Typ2 wissen solltest! (1)

Diabetes Typ 2 Anzeichen

Die Sache mit dem Diabetes Typ 2 ist meine Herzensangelegenheit. Ich sehe, wie Menschen schnurstracks auf diese Krankheit zulaufen. Es gibt leider eine Menge Folgeerkrankungen. Die einen dramatischen Ausgang haben können.

Die gute Nachricht ist: Die Krankheit reversibel ist. Umkehrbar. Du kannst wieder rauskommen aus der Nummer.

Doch dafür muss dir erst mal bewusst sein, wie schnell man da reinrutscht! Und was passiert, wenn du die Krankheit einfach so laufen lässt. Dich auf Medikamente verlässt, die Symptome bekämpfen. Aber nicht die Ursache.

Diabetes in Zahlen:

  • Zurzeit gibt es sieben Millionen Zuckerkranke in Deutschland.
  • Pro Jahr kommen mehr als 500.000 Neuerkrankungen hinzu.
  • Das sind rund 1500 Neuerkrankungen pro Tag.
  • Die Zahl der Neuerkrankungen bei Jugendlichen hat sich in den letzten zehn Jahren verfünffacht.
  • Jede Stunde sterben drei Menschen an Diabetes.
  • Es gibt jedes Jahr 40.000 Amputationen durch Diabetes.
  • Jedes Jahr erblinden 2.000 Menschen neu durch Diabetes.
  • Diabetes erhöht das Schlaganfall-Risiko um das Doppelte bis Dreifache.

Es gibt einen jährlichen Diabetes Bericht. Im letzten steht, dass eine etwa 50-jährige weibliche Diabetes Patientin im Vergleich zu einer altersgleichen Frau ohne Diabetes eine um 5 – 7 Jahre reduzierte Lebenserwartung hat. Beim Mann 4 – 6 Jahre.

Die Frage dies sich mir gleichzeitig stellt: Wie sieht die Lebensqualität aus, wenn ich alt UND sehr krank bin? Das eine ist, früher zu sterben. Das andere, wie die letzten Jahre so aussehen. Es beginnt schleichend mit der sogenannten Insulinresistenz (die eigentlich schon ein Typ 2 Diabetes ist) und die man schlicht und ergreifend nicht spürt.

Kommen zu den wichtigsten Dingen, die du über Diabetes Typ 2 wissen solltest. 

Vor allem wenn du

  • übergewichtig bist
  • schlecht abnimmst
  • ständig zunimmst
  • eine Menge Raketenzucker isst 

Viel Stress, wenig Schlaf, wenig Bewegung machen das alles nicht besser!

1.) Du spürst nicht, dass du Zuckerkrank bist!

Es gibt keine Symptome. Diabetes Typ 2 wird rund 7 – 10 Jahre zu spät diagnostiziert. Der deutsche Diabetesbericht 2020 geht von einer Dunkelziffer von mindestens zwei Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland aus.

Wenn man dann noch neueste Literatur dazu liest und deshalb weiß, dass der Referenzwert des HbA1c Wertes mit 6,1 – 6,5 je nach Labor, zu hoch angesetzt ist – wird die Dunkelziffer sehr viel höher sein. Wenn Menschen sich von mir wegen ihres Übergewichtes coachen lassen, gibt es eine Frage im Check-up Bogen: Wurde in den letzten 6 Monaten der Blutzuckerwert gemessen? In 90 % der Fälle wird „nein“ angekreuzt.

Der Wert wird bis zu einem bestimmten Alter nicht routinemäßig gecheckt. Typ 2 Diabetes ist deshalb oft eine Zufallsdiagnose. Der Patient fällt aus allen Wolken, weil er plötzlich zuckerkrankt ist. Das hätte man schon viel früher checken können. Und mit weiteren aussagekräftigen Laborwerten (auf die wir noch kommen) untermauern können.

Ein Diabetes Typ 2 schleicht sich also heimlich, still und leise von hinten an! Kann viele Jahre unbemerkt bleiben. Der Körper merkt sich jede einzelne Überzuckerung („Zuckergedächtnis“) und präsentiert Jahre später die Folgen: Nervenschäden oder Durchblutungsstörungen – besonders an Unterschenkeln und Füßen.

Eine gefürchtete Spätfolge ist der diabetische Fuß mit Geschwüren und nicht mehr heilenden Wunden. Es gibt 40.000 Diabetes bedingte Amputation pro Jahr in Deutschland! Die Symptome sind erst mal schlecht zuzuordnen:

  • Unwohlsein
  • Energielosigkeit,
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen

sind erste Anzeichen dafür, dass die aufgenommene Energie in Form von KH wegen einer Insulinresistenz nicht in den Körperzellen ankommt.

Doch gehst du deshalb zum Arzt?

2.) Die ersten Anzeichen die zeigen, dass es brenzlig wird! 

Diabetes Typ 2 wird auch die Zuckerkrankheit genannt. Ganz früher: honigsüßer Durchfluss. Als es noch keine Blutuntersuchungen und Labore gab, wurde der Nachweis der Krankheit durch Zucker im Urin nachgewiesen.

Ärzte haben den Urin ihrer Patienten probiert, um sicherzugehen, dass die Diagnose stimmt. Ist der Blutzucker im Blut zu hoch, weiß sich der Körper nicht mehr anders zu helfen, als den Zucker über den Urin raus zu kriegen.

Anzeichen von fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes:

  • häufiges Wasserlassen – ein verzweifelter Versuch des Körpers, den Zucker über die Nieren loszuwerden
  • ständiger Durst, weil du so viel Wasser lassen musst
  • Müdigkeit, Schwäche, Schwindel durch den Energieverlust in der Körperzelle
  • schlechtes sehen, weil in den Augen zunächst Wasser eingelagert wird, was die Optik trübt. Später kommen Verletzungen des Sehnervs hinzu.
  • trockene Haut, Juckreiz – durch den Wasserverlust
  • Hungerattacken – weil der Blutzuckerspiegel Achterbahn fährt
  • schlecht heilende Wunden, besonders an den Füßen, weil die Zuckerkonzentration im Blut die Wände der Arterien verändert.
  • Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, weil die Nerven von Magen und Darm angeschlagen sind
  • Sodbrennen, weil kleinste Nervenschäden die Funktion der Speiseröhre einschränken.
  • Harnweginfekte, weil die Niere Zucker über den Urin abgibt. Was ein hervorragender Nährboden für Bakterien ist.

Im 2. Teil widmen wir uns den Laborwerten, die du bestimmten lassen kannst, um eine glasklare Diagnose zu bekommen. Ich gehe genauer auf die Folgeerkrankungen ein. Und gebe dir Impulse, wie du aus der Nummer wieder rauskommst. 

096 – Mut machendes Interview: „Schon 13 Kilo weniger! Ich wollte keinen Diabetes kriegen.“

Diabetes vorbeugen Ernährung

Mitte März 2020 ist Brigitta ins „Iss dich glücklich“ Coaching gestartet. Der Wortlaut ihrer ersten Email an mich war ungefähr so:

„Liebe Daniela! Seit ein paar Folgen höre ich deinen Podcast und ich bin mir sicher, dass ich zuckersüchtig bin. Es ist gut zu hören, dass man da auch wieder rauskommt und ich würde das gerne im Rahmen eines Coachings versuchen.“

Was seit dieser E-Mail passiert ist und wie es Brigitta 10 Wochen nach Start des Coachings geht, erfährst du in diesem Interview.

Wie besprechen:

  • Warum Brigitta unbedingt die Kehrtwende machen wollte.
  • Warum das Übergewicht zu Beginn nicht an erster Stelle stand.
  • Welche Pizza Brigitta regelmäßig isst.
  • Was alles leichter wird, wenn der Bauch dahin schmilzt,

Ich habe Brigitta für dich im Blick und werde in ein paar Monaten nochmal berichten.
Jetzt erstmal viel Spaß bei diesem inspirierenden, Mut machenden Interview.

Möchtest du es auch mit einem Abnehm-Buddy versuchen? Mich als deine neue, beste Abnehm-Freundin an deiner Seite haben?

Noch bis Sonntag (31.05.2020) kannst du dir einen der begehrten Plätze im Einzelcoaching Frühlings-Special „Like ice in the sunshine – Werden deine Pfunde schmelzen“ sichern. 

HIER bekommst du alle Infos!

Iss dich glücklich, schlank & schön! Diesmal schaffst du es.

095 – Fit und schlank ohne Sport! 7 überraschende Vorteile eines Spaziergangs um den Block.

Fit und schlank ohne Sport

Jeden Tag ein bisschen bewegen ist wertvoller und effektiver, als 1-2 Stunden Sport pro Woche zu treiben.

Natürlich ist der Sport das Sahnehäubchen auf dem Bewegungstopf. Doch wenn du es dir einmal angewöhnt hast, täglich für Bewegung zu sorgen, musst du dir um das Thema „ich mach zu wenig Sport“ keine Sorgen mehr machen.

Damit du einen Überblick über dein Bewegungspensum hast, empfehle ich dir, deine Schritte pro Tag zu zählen. Lass uns mal schauen, wie einfaches Schritte sammeln an den Kalorien zieht – und welche Vorteile es sonst noch hat.

1 Du kannst es überall und immer tun!

Schuhe an und los! Vor allem von Frühjahr bis Herbst kannst du schon morgens ins Büro spazieren. In der Mittagspause um den Block. Nach dem Abendessen ein Verdauungsspaziergang. Auf Geschäftsreise, im Urlaub – es gibt keine Ausrede, es nicht zu tun.

2 Du ziehst von hinten an den Kalorien!

Damit meine ich, dass du nicht vorne rum Kalorien auf dem Teller einsparst, was ja sowieso nichts bringt. Sondern hinten rum durch Bewegung an den Kalorien ziehst. Ich hab das ausgerechnet: 10.000 Schritte am Tag verbrauchten rund 2000 – 3000 Kalorien pro Woche. Kleinvieh macht auch Mist. Umgerechnet sind das die Kalorien von 1,5 bis 2 Päckchen Butter.

3 Der Blutzuckerspiegel wird reguliert!

Schon ein 10-15-minütiger Spaziergang nach einer Mahlzeit senkt den Blutzuckerspiegel. Muskelzellen werden Insulin sensitiver und können den im Blut herumschwirrenden Zucker sofort verstoffwechseln.

4 Der Blutdruck wird gesenkt!

Ich habe das wirklich schon bei Klienten im Personal Training nachgemessen. Die Arterien weiten sich, um genug Sauerstoff reinzulassen. Blut kann leichter fließen. Der Blutdruck sinkt. Er ist nach der Bewegung niedriger als vor der Bewegung. Auf der anderen Seite gleicht Bewegung einen niedrigen Blutdruck aus.

5 Hebt die Stimmung

Wenn du dich das nächste Mal mit deinem Partner oder den Kindern streitest. Du traurig, schlecht gelaunt oder gestresst bist. Geh raus und lauf 30 Minuten. Das Licht, die Bewegung und wenn möglich ein bisschen Natur um dich herum werden dich wieder gut drauf bringen. Du kommst besser gelaunt, glücklicher, zufriedener zurück. Versprochen.

6 Du wirst wach im Kopf!

Eine Kundin im Personal Training erzählte mir, dass sie Meetings, wenn möglich im Gehen abhält. Talk and walk. Die Gedanken fließen besser. Gleichzeitig ist man an der frischen Luft und vor allem: im Tageslicht. Ich hab die besten Ideen, wenn ich laufe oder überhaupt draußen unterwegs bin. In Bewegung wird der Mensch kreativer. Und du kannst dir das alles auch gut merken, bis du wieder Zuhause bist.

7 Gedanken Wirrwarr löst sich auf!

Probiere das aus, wenn du mal ganz besonders auf ein Problem herum kaust. Oder nicht weißt, was du tun sollst. Gehen oder auch wandern ist eine hervorragende Möglichkeit, einen klaren Kopf zu bekommen.

Deine nächsten Schritte (im wahrsten Sinne des Wortes)

  • Besorge dir einen Schrittzähler (auch dein Handy hat einen!).
  • Wie viele läufst du gerade im Schnitt?
  • Steigere dich in der kommenden Woche um 1000 Schritte pro Tag. Und dann in jeder Woche wieder um 1000 Schritte pro Tag.
  • Bist du bei 10.000 Schritten am Tag oder 70.000 Schritten in der Woche angekommen bist. Dann also an manchen Tagen etwas weniger, am Wochenende mehr.

Shownotes

Warteliste zum Einzelcoaching Frühlings-Special: 
Like Ice in the sunshine (werden deine Pfunde schmelzen)